Es ging mir in diesem Fall auch nicht um die Qualität von KATS, sondern um Deine sehr pauschale Aussage, daß die Überraschungsteams nach einem Jahr wieder in "gewohnte" Regionen zurückkehren.
Natürlich ist es leichter, nach oben zu kommen, als sich oben zu halten, aber es hat in der Historie von Werder Bremen schon öfters gegeben, daß der Club sich überraschend und allen Unkenrufen zum trotz über einen Zeitraum oben halten konnte - wie manch anderer Club übrigens auch.
Aber klar. Aber nicht in der Regel. Da ist es nur wenigen von diesen Teams gelungen, sich oben zu etablieren. Wir sind einer davon. Gute Leistung, findste nicht? Ich rechne aber nicht mit BMG in den nächsten Jahren im europ. Wettbewerb.
Und dort fängt genau das an, was ich meinte: In jedem Jahr wird ne neue Sau durchs Dorf getrieben, welche TS so weit überlegen ist und es in kürzester Zeit geschafft hat, den Verein und die Mannschaft neu zu ordnen, Stabilität zu verleihen, nach vorne zu bringen. Ob das jeweils von Dauer ist, wird hinterher nicht gefragt - bzw. es wird nicht weiter erwähnt, wenn es dann im nächsten Jahr bergab geht.
Leute, wir haben mit TS und KA ein eingespieltes Team. Ein stimmiges und zwar auf wirtschaftlicher und sportlicher Fachebene. Ich würde das für einen temporären Anfall von Erfolgsverheißung durch "etwas frischen Wind" ungern eintauschen wollen. Das ist mein Ansinnen, und:
@Karlotto:
Schalke wie auch Gladbach bringen derzeit mehr Balance aufs Spielfeld. Wir täten derzeit gut daran, mehr Spielintelligenz aufs Feld zu schicken.
Was meint der jetzt damit? Na - im Dreh- und Angelpunkt, vorne wie in der Gelenkstelle des Spiels fehlts derzeit an Performanz!
Schalke bspw. schafft es mittlerweile exelent, die Stärken die sie haben auszuspielen.
Welche Stärken hat unser Team?
Wie schaffen wir es, unsere Defizite in den Griff zu bekommen?
das hier ist ja alles richtig. Aber letztlich befindet sich unsere Mannschaft in einem Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist. Gerade in Puncto Spielgestaltung, Raumaufteilung fehlt uns zu diesen Vereinen noch ein ganzes Stück. Ekici, der das kreative Loch füllen soll, ist noch nicht angekommen - dito übrigens zu seinem kongenialen Widerpart Gündogan in Dortmund - kein Wunder, ein Gündogan, geht dem Ekici ab und umgekehrt. Während Gündogan sich langsam fängt, ist die Abhängigkeit Ekici´s von einem schnellen Spielaufbau quasi spürbar. Derzeit ist Bargfrede zwar wichtig, für das Gleichgewicht, weil er unglaublich viele Löcher dichtgrätscht, allerdings große Defizite im Spiel nach vorne hat. Das ist im Übrigen auch unser Kardinalproblem bei den Klatschen gewesen. Wenn wir Zeit haben, uns zu stellen, ist alles Sahne. Probleme gibts immer bei Fehlpässen im Aufbauspiel - dann wenn der Gegner den Turbo zündet. Aber das ist letztlich nicht ausschließlich ein Problem der Taktik, sondern auch der individuellen Klasse, sich aus kniffligen Situationen zu befreien. Dafür fehlt uns im Grunde von Hinten raus alles, weil es den Spieler, weder in der Abwehr, noch im DM aktuell gibt.
Die viel zitierten Gegentore nach eigenen Standards gibt´s nur noch selten. Ich frag mich ernsthaft, was diese Diskussion darum überhaupt noch soll. Da stehen wir nicht schlechter, als andere Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel auch.
Unsere Stärken sind daher momentan in taktischer Hinsicht noch ziemlich unausgegoren. Vielleicht liegen sie derzeit in kämpferischen Bereich, in der individuellen Klasse Einzelner. Nennt es meinetwegen weiter durchwurschteln - für mich ist es nichts weiter, als aus dem, was derzeit funktioniert, das Bestmögliche heraus zu holen, bis die Dinge die heute noch nicht laufen, funktionieren werden. Bis dahin muss man möglichst viele Punkte retten. Das gelingt bemessen an der Ausgangslage grandios.