Möglich ist im Fußball fast alles - entscheidend ist die Umsetzung![]()
Darin sind wir uns einig. Aber die Ansichten der Verantwortlichen lesen sich in dem Artikel schon ganz anders als vor dem Bayern-Spiel.

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Möglich ist im Fußball fast alles - entscheidend ist die Umsetzung![]()

Ganz so ist es nicht hier gewesen! Man hat in der Vergangenheit durch den sportlichen Erfolg bedingt einen teuren Kader knapp zwar aber gegenfinanzieren können. Immerhin kam das hohe Eigenkapital von 40 Mio ja von irgendwo her.
Das Werder wie jeder andere Bundesligist Spieler bei einem besseren Angebot ziehen lassen muss, gilt für 17 von 18 Vereinen (außer Bayern).
Natürlich haben sie nicht Spieler in der Größenordnung von jenseits 10 Mio verpflichten können. Der Fehler war, dass KA versucht hat im Preissegment 5-8 Mio Qualität zu verpflichten und grandios hier damit gescheitert ist.
Das Problem bei Werder ist, dass man größtenteils sich auf den sportlichen Erfolg verlassen hat und auch diesen zB zur Finanzierung des Stadionumbaus herangezogen hat, während andere Vereine eine Quersubventionierung vollzogen haben. Seit 2010 rennen sie dieser Fehlentwicklung hinterher und Filbry gibt immer nur Wasserstandsmeldungen ab.
Nun sind sie bei sportlichem Misserfolg (=kein internationaler Wettbewerb), Ausgaben übersteigen Einnahmen und müssen somit Spieler zur Deckung des Defizits verkaufen!
Laut TE im SC3 ist dies nun der Konsolidierungskurs des SVW. Wir werden wahrscheinlich im Sommer den Abgang eines Vestergaards und/oder Ujah beispielsweise erleben dürfen? Das Gros der Transfersummen wird zur Deckung des Defizits genommen und Werder muss dann mit geschätzen 2-4 Mio/Spieler einen adäquaten Ersatz verpflichten??? Das wurde u.a. von TE mit cleveren Lösungen in dem Interview beschrieben.
Da habe ich erhebliche Zweifel an diesen Lösungsstrategien...
Das ist meine ganz persönliche Meinung.
:daumen:Das kann ja auch keine Lösung sein, wenn man sportlich nicht auf der Stelle treten will.
Das ging nur, weil man eine vorübergehende Phase hatte, wo man nicht nur immer in der CL dabei war, sondern da auch ordentliche Ergebnisse eingefahren hat und im Pokal weit gekommen ist. Sobald das nicht so war gab es sofort ein fettes Defizit, es lief nur vorübergehend unplanbar gut, weil man nicht nur selbst aus den eigenen Mitteln viel mehr rausgeholt hat, als realistisch zu erwarten war, sondern gleichzeitig auch bei anderen Vereinen Mist gebaut wurde. Das war kein stabiles System, dass je eine Chance hatte, dauerhaft bestand zu haben. Es war immer klar, dass es irgendwann wieder zurück zur alten Strategie von billig kaufen/teuer verkaufen zurückgehen würde, sonst hätte man die 40 Millionen ja nicht angespart, sondern gleich wieder investiert.
Ja, die Verpflichtung von Spielern wie Özil, Diego, Klose oder Mertesacker kann man schon als grandioses scheitern verbuchen, die haben den Verein richtig zurückgeworfen. Im Ernst, mit den Mitteln, die wir hatten, konnte man entweder biederstes Mittelmaß holen, oder eben Spieler mit Potential zur Verstärkung, die dann aber nicht ohne Risiko kommen. Wer sicher keinen Arnautovic oder Ekici haben will, muss sich eben von Anfang an damit abfinden, dass er garantiert keinen Diego oder Özil kriegen kann. Hinterher ist man natürlich immer schlauer, aber die Erfolgsfälle genau dieser Strategie wiegen die Flops meiner Meinung nach mehr als auf.
Hier kommt von mir ein klarer Widerspruch. In Zeiten des Erfolges 2004-2009 wäre es die Aufgabe des SVW gewesen, diese finanziellen Mehreinnahmen durch den überraschenden sportlichen Erfolg bedingt abzusichern. Es wäre sehr wohl möglich gewesen, mit der GmbH & Co KG aA als Konstrukt Kommanditisten aufzunehmen.Entweder man geht mit den Kaderkosten so runter, dass man von Anfang an nicht Wettbewerbsfähig ist, dafür aber auch unabhängig von der sportlichen Entwicklung die Finanzierung steht, oder man erlaubt sich höhere Kaderkosten und muss die dann eben durch Spieleverkäufe finanzieren, wenn der sportliche Erfolg ausbleibt. Alles andere ist Traumtänzerei. Beim Stadion hatte man sich dafür entschieden, potentiell höhere Kosten in Zeiten des Misserfolgs zu akzeptieren, um dafür im Gegensatz die Chance auf höhere Gewinne in Erfolgszeiten zu bekommen. Eine Entscheidung, die ich zugegebenermaßen so nicht getroffen hätte, weil es bei solchen Bauprojekten immer zu unerwarteten Kostenexplosionen kommen kann, aber mit dem prall gefüllten Festgeldkonto im Rücken war wenigstens der Zeitpunkt für dieses Risiko nachvollziehbar. Große Chancen ohne das Risiko im Misserfolgsfall ein par dicke Kröten schlucken zu müssen gibt es nunmal leider sehr selten. Das worst case scenario ist so ziemlich eingetreten und der Verein ist immer noch schuldenfrei und hat einen Kader auf Bundesliganiveau, das zeigt ja eigentlich, dass nicht ganz so verantwortungslos geplant wurde.
Antwort: Doch. Denn das ist der Werderweg. Bedeutet natürlich jede Saison harter Abstiegskampf. Das wäre konsequent und meines Erachtens auch den Fans in Bremen zu vermitteln.Die Frage ist, welche Kosten das hat, sich von solchen Verkaufszwängen unabhängig zu machen. Die einzige solide Alternative wäre ja, Kosten so weit zu senken, dass man auch unabhängig vom internationalen Wettbewerb und ohne Verkäufe kein Defizit macht und dann dauerhaft unabhängig bleibt - das bedeutet aber eben auch, dass Leute wie Ujah oder Vestergaard überhaupt gar nicht erst kommen. Das kann ja auch keine Lösung sein, wenn man sportlich nicht auf der Stelle treten will.
Werder hätte niemals die Grenze 5 Mio/Transfer deutlich überschreiten dürfen, sondern hätte seinen ursprünglichen Weg weiter fortführen müssen.
Das erinnert mich ein bisschen an den Autofahrer, dem der Benzinpreis egal ist, da er eh immer nur für 20 € tankt. Dir ist schon klar, wie sich in den letzten 10 Jahren der Fußballmarkt durch (international) stark steigende TV-Einnahmen und noch mehr durch den Einstieg von finanzkräftigen Investoren in verschiedene Vereine (Chelsea, ManU, ManC, PSG, ...) verändert hat? Spieler, die man vor 10 Jahren noch für 5 Mio € bekommen hat, würden heute sicher nicht unter 10 Mio € den Verein wechseln. Insofern war es eigentlich nur zwangsläufig, dass auch Werder irgendwann die 5-Mio-€-Schallmauer durchbrechen würde.
Der Fehler lag eher darin begründet, dass man ganz einfach seine Hausaufgaben nicht gemacht hat und so Spieler verpflichtete, die nur noch aus "Fantasie" bestanden, obwohl die Spieler entweder gar nicht in das gewünschte System passten (Arnautovic, Marin, Ekici, ...) oder von denen schon bekannt war, dass sie durchaus schwierig sind und große Probleme bei ihren vorherigen Vereinen hatten (Arnautovic, Elia und wohl auch Alberto). Ich bin mir sicher, dass auch Werder für das gleiche Geld passendere Spieler hätte finden können, als diejenigen, die letztendlich geholt wurden. Und das ist auf der einen Seite ganz klar der Scoutingabteilung anzulasten und auf der anderen Seite KATS, die anscheinend ihr gutes Näschen der Jahre 1999-2004 verloren hatten.

Werder hätte niemals die Grenze 5 Mio/Transfer deutlich überschreiten dürfen, sondern hätte seinen ursprünglichen Weg weiter fortführen müssen.
Wenn ich mal kurz reingrätschen darf:
Hier muss ich widersprechen! Oder erweitern, wie man's nimmt. Werder hatte zwei Optionen:
Option 1: Niemals die Grenze zu den 5mio Transfers reißen, somit die Kosten überschaubar halten und akzeptieren, das die CL eine schöne aber eben auch kurze Phase sein könnte. Spieler günstig kaufen, ausbilden, teuer weiterverkaufen.
Option 2: Akzeptieren, das man ein Spitzenverein ist und entsprechend handeln, also weit höher(!) als die 5mio gehen um damit die sportliche Situation (und damit die finanzielle) zu stabilisieren. Auch mal fertige Spieler kaufen.
Werder hat aber weder Option 1 noch Option 2 gewählt sondern Option 3, die Quadratur des Kreises: Teure Spieler oberhalb der 5mio Marke holen um damit dem Mantra von Option 1 gerecht zu werden und gleichzeitig CL zu spielen. All diese teuren Wundertüten zu holen war mit klar höherem Risiko behaftet als die anderen beschriebenen Optionen und Werder hat sich klassisch verzockt. Ich bin überzeugt, hätten wir wie Schalke und Bayern erkannt das man zwingend an den Töpfen der CL bleiben muss und dafür auch investitionen notwendig sind, wären wir immer noch oben. Allofs hat die Priorität aber nicht erkannt, er war immer noch beim (jetzt sehr teuren) Ausbildungsverein...
Besser net...Wenn ich mal sehr schnell reingraetschen darf:
Letzteres hat sicherlich am wenigsten an Allofs gelegen.

Ich war ja damals vehement dafür, Mandzukic von Roter Stern für 10 Mio EUR zu holen. Wäre zudem ein geiler Deal hinsichtlich eines Wiederverkaufs geworden.Wenn ich mal kurz reingrätschen darf:
Hier muss ich widersprechen! Oder erweitern, wie man's nimmt. Werder hatte zwei Optionen:
Option 1: Niemals die Grenze zu den 5mio Transfers reißen, somit die Kosten überschaubar halten und akzeptieren, das die CL eine schöne aber eben auch kurze Phase sein könnte. Spieler günstig kaufen, ausbilden, teuer weiterverkaufen.
Option 2: Akzeptieren, das man ein Spitzenverein ist und entsprechend handeln, also weit höher(!) als die 5mio gehen um damit die sportliche Situation (und damit die finanzielle) zu stabilisieren. Auch mal fertige Spieler kaufen.
Werder hat aber weder Option 1 noch Option 2 gewählt sondern Option 3, die Quadratur des Kreises: Teure Spieler oberhalb der 5mio Marke holen um damit dem Mantra von Option 1 gerecht zu werden und gleichzeitig CL zu spielen. All diese teuren Wundertüten zu holen war mit klar höherem Risiko behaftet als die anderen beschriebenen Optionen und Werder hat sich klassisch verzockt. Ich bin überzeugt, hätten wir wie Schalke und Bayern erkannt das man zwingend an den Töpfen der CL bleiben muss und dafür auch investitionen notwendig sind, wären wir immer noch oben. Allofs hat die Priorität aber nicht erkannt, er war immer noch beim (jetzt sehr teuren) Ausbildungsverein...

Letzteres hat sicherlich am wenigsten an Allofs gelegen.
Zitat von WilderSüden;3193941:Ich war ja damals vehement dafür, Mandzukic von Roter Stern für 10 Mio EUR zu holen. Wäre zudem ein geiler Deal hinsichtlich eines Wiederverkaufs geworden.
Klausi meinte aber, sowas mach mer net...wir gehen nicht in den 10 Mio Bereich. Tscha...^^
Wenn man da oben ist, heißt es mitspielen.
Und hier und da muss man da auch mal was riskieren, wenn man von einem Spieler überzeugt ist.
Und ich bin mir sehr sicher, dass ein Schaaf damals zu einem mandzukic nicht nein gesagt hätte.
Was ist dann passiert?
Mann hatte diese 10 Mio Invest in 5-7 Mio EUR teure Spieler investiert, die diesen "Mehrwert" in keinster Weise gebracht hatten - im gegenteil.
Wir hatten daüfür einige leckere 5-Mio-Graupen geholt...sorry.^^
Was hatten wir nun damit gewonnen??
Fußball - insbesondere, wenn man auch Spieler holt, die einschlagen sollen und passen müssen, hat irgendwo auch was mit Sachverstand zu tun.
Und ich denke mal, das war bei uns die Crux.
Bis hin zu unseren Scouts, die nicht mehr funktionierten...
Wer sich auf dieses Karussell begibt (Preistreiberei)
Weil der Aufsichtsrat, bzw. die Strukturen von Verein und Standort die Grenzen gesetzt haben.
Es geht nicht um Preistreiberei. Es geht um die Abwägung was einem Verein in der gegebenen Situation am meisten hilft.
Die Ausgangssituation sportlich: Champions League.
Die Ausgangssituation finanziell: Ausgezeichnet.
Die Perspektiven: Hohe Einnahmen aus den TV-Geldern der CL, steigende Attraktivität für Sponsoren. Was muss man tun um diese Gelder zu holen? Man muss investieren, anders geht es nicht, geschenkt ist nicht mal der Tod. Mit bekanntem Ausgang. Werder ist nicht an seinem Umfeld/Standort gescheitert, das ist nämlich viel besser als es gemeinhin hier gemacht wird. Werder ist auch nicht per se an seinen hohen Kaderkosten gescheitert.
