Tatort

Ich oute mich hier als Fan, der in den 70er Jahren als Kind schon ab und zu mal gucken durfte. Nach der Schimanski Ära war dann erstmal Pause bei mir, bevor mich das Fieber vor ein paar Jahren wieder ergriff.

Jepp, war/ist bei mir nicht anders. Nach Schimmi habe ich lange keinen Tatort gesehen, denn singende Kommissare (gespielt von Manfred Krug und Charles Brauer) hatten zu viel 50er-Jahre-Heimat-Film-Schmalz. Ausnahmen in dieser Zeit waren lediglich die aus der Konserve geholten Klassiker aus den 1970er Jahren z.B. mit Klaus Schwarzkopf als Kommissar Finke (u.a. "Reifezeugnis") oder Sieghard Rupp als Zollfahnder Kressin.

Erst seit Ende der 1990er sehe ich wieder aktuelle Tatort-Folgen aus Bremen, Köln, Münster und Konstanz. Ein No-Go ist für mich Tatort mit Maria Furtwängler.
 
Stimmt, der kleine Klaus Schwarzkopf war ein ganz Großer! :daumen:

Fast genauso gut fand ich Kommissar Haferkamp, gespielt von Hansjörg Felmy!
 
Stimmt, der kleine Klaus Schwarzkopf war ein ganz Großer! :daumen:

Fast genauso gut fand ich Kommissar Haferkamp, gespielt von Hansjörg Felmy!

stimmt, die Haferkamp Folgen waren so ziemlich alle sehr gut. Und Schwarzkopf löste in Kiel den legendären Fall Reifezeugnis.
In bleibender Erinnerung ist bei mir auch noch Transit ins Jenseits mit Marius Müller Westernhagen und Götz George - Jahre vor Schimanski noch als Bösewicht
 
Und Schwarzkopf löste in Kiel den legendären Fall Reifezeugnis.

U.a. bei "Reifezeugnis" führte Wolfgang Petersen Regie, der wenige Jahre später "Das Boot" drehte und den Durchbruch nach Hollywood schaffte.


In bleibender Erinnerung ist bei mir auch noch Transit ins Jenseits mit Marius Müller Westernhagen und Götz George - Jahre vor Schimanski noch als Bösewicht

Bei Musikern und Tatort fällt mir auch noch Udo Lindenberg ein, denn in der ursprünglichen Fassung des Vorspanns (der abgesehen von technischen Verbessrungen von der ersten Folge an unverändert geblieben ist) spielt er das Schlagzeug.
 
Die Hosen waren auch schon im Tatort zu sehen, allerdings in ihrer ursprünglichen Funktion, während eines Konzertes, und dadurch auch nur einige Minütchen.

Bela war ein DJ.
 
Ein No-Go ist für mich Tatort mit Maria Furtwängler.

:tnx: Absolut. Kann die auch den ganzen Tag nicht sehen mit ihrer auf mich arrogant wirkenden Art. Zudem tat mir immer ihr Mitbewohner Martin leid, der von ihr permanent als Babysitter und Fußabtreter missbraucht wurde und irgendwann dann klugerweise die Biege gemacht hat.

... Bela B ein, der hat mal so nen schmierigen kleinkriminellen Schrottplatzbesitzer gespielt, wenn mich nicht alles täuscht.

Jeanette Biedermann als ausgestiegene Neonazibraut im Bremer Tatort ebenso.

Mein Ranking:
1. München (klug durchdachte Fälle)
2. Münster
3. Kiel
4. Berlin
5. Saarbrücken (Kappl/ Deininger, bloß nicht Devid Striesow!)
6. Wien

Nervig hingegen: Hamburg (egal, ob Kurtulus oder Schweiger: im Tatort muss man keine Amikrimis imitieren wollen), Frankfurt mit den stets schlecht gelaunten Sänger/ Dellwo, Dortmund ( Faber geht gar nicht!), Saarbrücken mit Striesow und eben Hannover mit Lindholm/Furtwängler).
 
Hamburger Tatorte mit Kurtulus waren eigentlich immer die einzigen, bei denen ich mir tatsächlich eine Erinnerung gesetzt habe. München und Münster sind ebenfalls top.

Ich finde es unerträglich, wenn es jedes Mal dasselbe Muster gibt: Leiche - Kommissare in Lederjacke auf der Wiese - Kommissare in Hemd beim Polizeiverhör - aufgelöste Familie (oder rebellische Teenager, religiöse Gemeinschaften, Prostituierte, welches Betroffenheitsthema auch immer dem Regisseur gerade am Herzen liegt) - dramatisches Finish mit Polizeisirenen.

Da finde ich es glatt erfrischend, dass es Filmemacher gibt, die sich gegen diese Redundanz wehren. Aber Ludwigshafen, Köln (immerhin mit sehr guten Darstellern), Konstanz, Leipzig und wie sie alle heißen, brauche ich nicht einzuschalten. Kennste einen, kennste 90%.

Achso, und es gab mal einen Frankfurter Tatort mit Schweighöfer, den finde ich bis heute am besten.
 
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