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Eine Priorisierung der geplanten Bahnprojekte nach dem größten Nutzen sei "politisch nicht umsetzbar", sagt Ramsauer. Die Lebensrealität sehe anders aus, jede Region und jeder Landrat klammere sich an sein Projekt.



Als einzige Zeitung, die auch die "unechte Gemeinschaftsaufgabe" als nicht gegebenen Tatbestand darlegtMeyer nennt in seinem Gutachten den Bahnhofsumbau im Zuge von Stuttgart 21 sowie die ICE-Neubaustrecke verfassungsrechtlich ein einziges Projekt, die Bahnhöfe gehörten dazu. Wie bei jedem anderen Schienenwegebau gehe es um eine reine Bundesaufgabe. Das Land habe deshalb kein Recht, den Bau zum Teil zu bezahlen. Es müsse möglicherweise bereits gezahltes Geld zurückfordern.
Meyer, der Mitglied der Föderalismuskommission war, betonte in Stuttgart, reiche Bundesländer dürften sich durch die eigene Mitfinanzierung von Projekten des Bundes keine zusätzlichen Kompetenzen kaufen. Dies habe einen guten verfassungspolitischen Sinn: Wie der Bund nicht in die Aufgabenerfüllung der Länder einwirken solle, so dürften auch die Länder nicht über Mitfinanzierungsangebote die Entscheidungen von Bund oder Bahn zu ihren Gunsten beeinflussen.
Meyer lässt auch die Argumentation eines der Gutachter der Landesregierung, Hans-Peter Dolde, wonach es bei der Mitfinanzierung durch das Land um eine unechte Gemeinschaftsaufgabe gehe, nicht gelten: Unechte Gemeinschaftsaufgaben gebe es laut Grundgesetz nicht. Doldes Argument sei eine reine Erfindung. Dolde und der Verfassungsrechtler Paul Kirchhof hatten in einer Expertise für die Landesregierung über die mögliche Zulässigkeit einer Volksabstimmung über Stuttgart 21 ebenfalls festgestellt, dass der Verkehrswegebau Sache des Bundes sei. Sie waren deshalb zum Schluss gelangt, dass eine Volksabstimmung über Stuttgart 21, wie sie die SPD verlangt, unzulässig sei. Kretschmann wertet auch die Kritik des Bundesrechnungshofs an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) als Beleg, dass Stuttgart 21 nicht seriös ist. Das Bundesverkehrsministerium hat die Kritik des Bundesrechnungshofs an angeblichen Falschaussagen Ramsauers derweil relativiert. Der Rechnungshof hatte laut Angaben der Stuttgarter Zeitung betont, anders als von der Regierung behauptet, habe der Rechnungshof nie sein Einvernehmen zu den Finanzierungsverträgen für Stuttgart 21 und die ICE-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm erklärt.
Ramsauer kontra Rechnungshof
Ramsauers Sprecher sagte gestern in Berlin, bei den Finanzierungsverträgen an sich bedürfe es keines Einvernehmens mit dem Rechnungshof, da er da keine Zuständigkeit hat. Bei den Antrags- und Verwendungsprüfungen der Finanzierungsvereinbarungen hingegen habe der Rechnungshof unter Auflagen sein Einvernehmen erklärt. Dazu gehörten etwa aktualisierte Kostenschätzungen.
Für Wirbel sorgt auch die Mitfinanzierung der Lärmschutzmaßnahmen entlang der Ausbaustrecke der Rheintalbahn durch das Land. Kretschmann erklärte auf die Frage, ob er die Zahlungen des Landes für Lärmschutzwände entlang der Rheintalstrecke ebenfalls für verfassungswidrig halte, der Lärmschutz sei Aufgabe dessen, der baut. Die Rheintalstrecke habe hohe Priorität. Sollte Stuttgart 21 nicht gebaut werden, müsse man freiwerdende Gel*der dort investieren.
Vielleicht hat er sich tatsächlich mal richtig mit dem Thema auseinandergesetzt und zu der Erkenntnis gekommen, dass er zu viel Polemik betrieben hat, ohne Alternativen aufzuzeigen oder auf Argumente einzugehen, ganz zu schweigen von den teilweise, seltsamen Artikel![]()
Geißler hat seinen Schlichterspruch abgegeben:
S21 soll mit Verbesserungen gebaut werden. K21 ist aufgrund zu vieler ungeklärter Fragen keine wirkliche Alternative.
Und die K21 Befürworter haben schon weitere Proteste angekündigt... Naja bis auf die Besserungen hätte man sich das schon fast schenken können....
Die meisten der S21-Gegner (die Parkschützer haben sich ja an der Schlichtung von Anfang an nicht beteiligt) geht es ja nicht um die Sache. Das wurde auch aus den Statements von der Frau vom BUND (Dalbender) oder vom dem SÖS Stadtrat Rogenbauch klar, die das Ergebnis der Schlichtung nicht akzeptieren wollen und lieber weiter protestieren. Das ist halt das Problem mit "Fundamentalisten". Entweder gehts nach deren Meinung oder es geht gar nicht.
Und den Grünen geht es ja auch ausschließlich um die Landtagswahl nicht umsonst drucksen sie seit Beginn der Diskussion bei der Frage, ob sie, sollten sie die Regierung in BW stellen, das Projekt stoppen würden, herum.


Die Frage was wolllen die Grünen denn nach einer Lantagswahl ist in meinen Augen lebensnotwendig..Das Problem an einem Volksentscheid - gerade wenn wir das mal konkret auf das Projekt S21 beziehen - ist doch, dass ein Ergebnis, wenn es Pro S21 ausfallen würde, von den Gegnern genauso wenig akzeptiert werden würde wie der heutige Schlichterspruch. Im Übrigen gibt es Umfragen, die bestätigen, dass S21 in Baden-Württemberg wohl eine Mehrheit unter der Bevölkerung hätte.
Aber ich halte eben genau aus den von dir genannten Gefahren relativ wenig von Volksentscheiden. In der Schweiz ist ja gerade irgendwie eine Änderung des Ausländergesetz angenommen worden, was von Völkerrechtlern sogar als völkerrechtswidrig eingestuft wird.
Aber diese Glorifizierung des Instrumentes des Volksentscheides habe ich auch noch nie verstanden. Auch in meiner eigenen Partei nicht. Jeder, der die Schlichtung zu S21 verfolgt hat, sollte gelernt haben wie komplex allein solche Entscheidungen sind. Habe das ja schon mal aus meiner politischen Erfahrung versucht zu berichten wie viel Papier man lesen und verstehen muss, um schon nach Außen hin relativ einfach erscheinende Entscheidungen treffen zu können.
Und zu den Grünen: Sie können sich auch jetzt schon damit beschäftigen, ob man einen Baustopp durchführen möchte oder nicht. Und sollte dies klar sagen. Die rechtliche Lage ist klar. Die Kosten, die ein Ausstieg verursacht liegen jetzt auch auf dem Tisch. Gerechnet von drei Wirtschaftsprüfungsinstituten. Sollen die Grünen jetzt mal endlich Farbe bekennen und sagen, was sie machen werden. Morburg lässt Grüßen.
Die Frage was wolllen die Grünen denn nach einer Lantagswahl ist in meinen Augen lebensnotwendig..
Nach Schlichtung
Die Demonstrationen gehen weiter
Stuttgart - Der Aufruf von Heiner Geißler zu fairem Umgang der Parteien miteinander hat bereits unmittelbar nach dem Schlichterspruch am Dienstagabend seine erste harte Probe erlebt. Eine aufgebrachte Menge von rund 200 Personen protestierte im und vorm Rathaus lautstark gegen Geißlers Entscheidung. Eine Gruppe von 150 Personen zog später in einem Demo-Zug über den Cityring vom Hauptbahnhof zum Landtag und zum Neuen Schloss, wo es zu Rangeleien mit dem Sicherheitsdienst kam und in deren Verlauf eine Scheibe eingeschlagen wurde. Danach zogen die Demonstranten zurück zum Hauptbahnhof.
(...)
Beobachter rechnen damit, dass sich bei den Demos der Ton wieder verschärft. Geißler sagte, das Recht zu Demonstrieren stehe nicht in Frage. Ein Freibrief für Gewalt und Beleidigungen sei das nicht.
Die Grünen werden es machen wie immer. Zur Not rückt man ja auch von Grundsätzen ab, wenn es um die Macht geht.
Bestes Beispiele war ja auch der Kosovo-Krieg, Morburg in HH.