Ich kann die allgemeine Untergangsstimmung weniger verstehen. Eigentlich ist sie ja nichts neues, denn wenn man ehrlich ist, melden sich immer zu Saisonbeginn jegliche Pessimisten zu Wort, die mahnend den Finger erheben und die aktuelle Transferpolitik anprangern.
Das dies durch die letzte Saison zusätzlich Futter bekommen hat, brauche ich ja niemanden zu erzählen.
Grundsätzlich seh ich das Problem in der letzten Saison eher in der Offensive. Werders Abwehr sieht auf Grund der Ausrichtung seit Jahren schlecht aus. Ich will das hier auch weiter gar nicht ausführen, das habe ich bereits unzählige Male in diversen anderen Threads getan. Das Werder selbst in sehr erfolgreichen Jahren hinten des Öfteren mal 'Tag der offenen Tür' hatte ist ja auch kein Geheimnis.
Es haperte im letzten Jahr aus meiner Sicht klar an den geschossenen Toren bzw. herausgespielten Torchancen. Das war für Bremen einfach viel zu wenig, es war nicht Werder-Like. Über vergebene Torchancen ärgere ich mich natürlich immer, aber vor zwei Jahren, konnte man sich wenigstens sicher sein, dass nach einer vergebenen Torchance die nächste nicht lange auf sich warten lässt. Das fehlte letztes Jahr.
Durch Mehmet Ekici, eigentlich vielmehr durch seine Position, ist das verloren gegangene Zahnrädchen wieder da, wodurch sich Werder's Offensive auszeichnet. Ich bin davon überzeugt, dass dadurch Spieler wie Marin, Hunt oder Wesley profitieren und die Angreifer wesentlich einfacher zu Torchancen kommen werden. Diese Spieler waren ja im letzten Jahr größtenteils auf sich alleine gestellt. Das sich dadurch wieder das bekannte erfolgreiche Werderspiel, vorne hui und hinten pfui einstellt, ist meine größte Hoffnung.
Das Werder durch Verletzungssorgen gerade in der Innenverteidigung Probleme bekommen könnte, will ich ja gar nicht abstreiten. So wie es aber aussieht, werden Mertesacker und Prödl relativ schnell wieder einsatzbereit sein. Demnach würde man mit 3 Innenverteigern in die Saison gehen. Ich kann dadurch den AR durchaus verstehen, dass man in Zeiten eines Umbruch's konservativ mit diesen Umstand umgeht.