Stimmung im Stadion

Brauchen wir ein neues speziell auf Werder zugeschnittenes Fankonzept?


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Dem Spielverlauf angepasste Stimmung, was soll das sein?

Die Fresse halten wenn man hinten liegt ist voll situationsbezogen und deshalb das Richtige.
Kommt rüber als würde hätte man überhaupt keine Bindung zum Spiel besitzen und genau das ist fälschlicherweise das was man der Gegenseite vorwirft.

Dem Spielverlauf angepasste Stimmung ist z. B. gestern sehr deutlich geworden:

Nach einem 0:2 nach 18 Minuten und einer weiterhin grottenschlechten Leistung des Teams gibt es KEINEN Grund irgendwelche Gesänge anzustimmen, oder?
Als die Mannschaft anfing sich zu wehren gab es auch die ersten Anfeuerungen, als sie in der 2. Halbzeit dann richtig gekämpft und gegengehalten haben war die Unterstützung von den Rängen auch voll da!
Das ist situationsbedingt...
 
Da stimme ich dir zu, Trommeln wären nicht schlecht, wenn sie denn echte Unterstützung der Schlachtrufe sind, aber nicht zur Untermalung dieses Untertones (Dauergesang).

Wer mal Zeit, Lust und Geld (oder sky) hat, der sollte sich mal ein Spiel der Hannover Scorpions (DEL) anschauen. Da kann man sehr gut erkennen, wie Trommeln und Unterstützung der Mannschaft durch Schlachtrufe und (einfache) Gesänge zusammen ein eindrucksvolles Gesamtbild ergeben...

egal welches Team in der DEL, habe Ingolstadt gg. berlin gesehen...

GEIL!!!:tnx:
 
Nach einem 0:2 nach 18 Minuten und einer weiterhin grottenschlechten Leistung des Teams gibt es KEINEN Grund irgendwelche Gesänge anzustimmen, oder?

Da wird klar, das überhaupt keine, wirklich überhaupt keine emotionale Bindung zum Spiel bzw. zu Werder zu haben scheinst.

Ich will Werder siegen sehen und würdig in Europa vertreten, das widerspricht sich radikal mit Fresse halten wenn man 2-0 hinten liegt. Gerade das ist der Grund noch viel agressiver, lauter intensiver zu schreien, so laut wie es nur ebend geht. Mein Wille Werder siegen zu sehen hört doch da nicht auf, sondern wird sogar noch verstärkt.

"Kein Grund irgendwelche Gesänge anzustimmen", tzzz, wofür gehst du eigentlich ins Stadion?

Aber verstehe schon, "spielbezogen" und so, kehr kehr.
 
Dem Spielverlauf angepasste Stimmung ist z. B. gestern sehr deutlich geworden:

Nach einem 0:2 nach 18 Minuten und einer weiterhin grottenschlechten Leistung des Teams gibt es KEINEN Grund irgendwelche Gesänge anzustimmen, oder?
Als die Mannschaft anfing sich zu wehren gab es auch die ersten Anfeuerungen, als sie in der 2. Halbzeit dann richtig gekämpft und gegengehalten haben war die Unterstützung von den Rängen auch voll da!
Das ist situationsbedingt...

aber eine Mannschaft brauch auch Anfeuerung usw. wenn schlecht läuft...

Oder?
 
Da wird klar, das überhaupt keine, wirklich überhaupt keine emotionale Bindung zum Spiel bzw. zu Werder zu haben scheinst.

Ich will Werder siegen sehen und würdig in Europa vertreten, das widerspricht sich radikal mit Fresse halten wenn man 2-0 hinten liegt. Gerade das ist der Grund noch viel agressiver, lauter intensiver zu schreien, so laut wie es nur ebend geht. Mein Wille Werder siegen zu sehen hört doch da nicht auf, sondern wird sogar noch verstärkt.

"Kein Grund irgendwelche Gesänge anzustimmen", tzzz, wofür gehst du eigentlich ins Stadion?

Aber verstehe schon, "spielbezogen" und so, kehr kehr.

aber eine Mannschaft brauch auch Anfeuerung usw. wenn schlecht läuft...

Oder?

:lol:
Wie wäre es mit einem "Auf geht's Werder kämpfen und siegen"? Unfassbar, was du da schreibst!

Wuhu Gleichgesinnte! :beer:
 
Schön, dass es zwischendrin endlich auch mal ein paar Meinungen zu lesen gibt.
Dieses ganze "schwarz/weiß" denken ist wirklich nicht besonders förderlich, um zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen.

Die Ultras sind durchaus stimmgewaltig und sorgen auch optisch für eine ansprechende Unterstützung. Allerdings stört mich persönlich an den "Ultragesängen" eben auch, was viele andere stört: Man häufig das Gefühl, dass das Spiel und die Mannschaft ziemlich egal sind, sondern es mehr um die Selbstdarstellung der Ultras geht. Dieser Eindruck nährt sich für mich nicht nur aus Spielen bei Werder. Ich sehe ja recht viele Fussballspiele und eben auch in vielen unteren Klassen und die "Fussballstimmung" hat sich in den letzten Jahren schon sehr dahin geändert, dass man das Gefühl bekommt, dass die "Kurven" mehr damit beschäftigt sind ihre eigene "Choreographie" sauber durchzubringen als die Mannschaft zu unterstützen.

Auf der anderen Seite hat man gerade gestern gesehen, dass ohne eine organisierten Support vieles einfach im Sande verläuft. So etwas kann sich natürlich dann geben, wenn sich zum Beispiel alle, die bereit sind zu singen und nicht irgendwie organsiert sind, sich in einem bestimmten Bereich treffen würden. Es kam mal ein bisschen was aus dem einen Block, dann mal wieder aus dem anderen. Dies führte dann dazu, dass vieles abgewürgt wurde. Wenn es mal über die Blöcke hinweg übergriff, dann ging auch richtig was anfeuerungstechnisch.

Was mir insgesamt schon bei vielen Spielen aufgefallen ist - gestern nicht - dass die Ultras schon fast pikiert reagieren, wenn aus anderen Bereichen der Ost ganz einfache Schlachtrufe kommen. Es kommt dann nicht selten vor, dass man gegeneinander statt miteinander singt. Hier müssen denke ich auch die Ultragruppierungen lernen, dass sie die Kurve nicht exklusiv haben und auch kein Monopol auf die Gesangsauswahl.

Insgesamt würde ich mir wünschen, dass man lernt zusammenzustehen, was nur dann funktionieren kann, wenn alle aufeinander zu gehen. Da wäre es wirklich hilfreich, wenn man sich in einem bestimmten Bereich der Kurve sammeln würde, wenn man mitsingen möchte. Die Ultras müssen dann lernen, dass es nicht wirklich hilfreich ist, wenn man sich vergleichsweise komplizierten Texten und Melodien bedient. Hier gilt der Spruch: "Weniger ist manchmal Mehr!"
Im Übrigen kommt bei den "komplizierten" Liedern auch nicht viel vom Text an. Sieht man auch schön an dem geposteten Video der Rapidler. Da "untertiteln" sie ihre Gesänge in dem Video, damit man sich überhaupt nur ansatzweise denken kann, was da gesungen wird.
 
Ich habe mir das gestern ganz wertneutral angeschaut und muss sagen, dass ich zum ersten Mal seit langer Zeit das Gefühl hatte, echte Fußballatmosphäre mitzubekommen. Zwischendurch Phasen der Stille, manchmal zaghafte Anfeuerungen und manchmal, je nach Verlauf, massive Unterstützung der Mannschaft. Kein Dauerteppich sondern eine Entwicklung von Stimmungen, Begeisterung, Enttäuschung, ruhige Phasen, laute Phasen. Ich wusste gar nicht mehr, wie sowas früher war. Und ich fand es sehr angenehm.

Es war ein Auf und Ab, wie ein Spiel nun mal so ist. Wenn man sich angewöhnt, bei Support wieder die Qualität und nicht alleine die Dauer von Gesängen zu schätzen, dann könnte ich mit so etwas wie gestern sehr gut leben - wenn man mal berücksichtigt, dass sich da natürlich manches noch entwickeln muss.

Und nun drescht los.
 
Da wird klar, das überhaupt keine, wirklich überhaupt keine emotionale Bindung zum Spiel bzw. zu Werder zu haben scheinst.

Ich will Werder siegen sehen und würdig in Europa vertreten, das widerspricht sich radikal mit Fresse halten wenn man 2-0 hinten liegt. Gerade das ist der Grund noch viel agressiver, lauter intensiver zu schreien, so laut wie es nur ebend geht. Mein Wille Werder siegen zu sehen hört doch da nicht auf, sondern wird sogar noch verstärkt.

"Kein Grund irgendwelche Gesänge anzustimmen", tzzz, wofür gehst du eigentlich ins Stadion?

Aber verstehe schon, "spielbezogen" und so, kehr kehr.

Ja ne, is klar! Endlich hat mir mal jemand klargemacht, dass ich keine emotionale Bindung zu diesem Wirtschaftsunternehemn habe.

Mein Bester, als du noch nicht wusstest was WERDER ist, da sind wir mit 4 Leuten in Darmstadt (1. Liga) gewesen, da bin ich alleine zum Pokalspiel nach Völklingen getrampt, da bin ich schon einmal mit diesem Club durch die Zweitligahölle gegangen usw..

Und du willst mir erzählen, dass ich keine emotionale Bindung zu diesem Club habe?!?

Eine spielbezogene Unterstützung - und da sind wir gar nicht sooo weit auseinander - wäre natürlich in dieser schwierigen Situation vonnöten gewesen. Wenn, ja wenn man gespürt hätte, dass die Mannschaft kämpft, rackert, arbeitet und sich die Lunge aus dem Hals rennt wäre das sicher auch kein Thema gewesen. Aber dieser lust- und emotionslose Auftritt in den ersten 30 Minuten gestern hatte einfach keine Unterstützung verdient, meine Meinung. Wurde dann ja sofort besser, als die Mannschaft anfing, sich auf eben diese Tugenden zu besinnen.
 
Schön, dass es zwischendrin endlich auch mal ein paar Meinungen zu lesen gibt.
Dieses ganze "schwarz/weiß" denken ist wirklich nicht besonders förderlich, um zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen.

Die Ultras sind durchaus stimmgewaltig und sorgen auch optisch für eine ansprechende Unterstützung. Allerdings stört mich persönlich an den "Ultragesängen" eben auch, was viele andere stört: Man häufig das Gefühl, dass das Spiel und die Mannschaft ziemlich egal sind, sondern es mehr um die Selbstdarstellung der Ultras geht. Dieser Eindruck nährt sich für mich nicht nur aus Spielen bei Werder. Ich sehe ja recht viele Fussballspiele und eben auch in vielen unteren Klassen und die "Fussballstimmung" hat sich in den letzten Jahren schon sehr dahin geändert, dass man das Gefühl bekommt, dass die "Kurven" mehr damit beschäftigt sind ihre eigene "Choreographie" sauber durchzubringen als die Mannschaft zu unterstützen.

Auf der anderen Seite hat man gerade gestern gesehen, dass ohne eine organisierten Support vieles einfach im Sande verläuft. So etwas kann sich natürlich dann geben, wenn sich zum Beispiel alle, die bereit sind zu singen und nicht irgendwie organsiert sind, sich in einem bestimmten Bereich treffen würden. Es kam mal ein bisschen was aus dem einen Block, dann mal wieder aus dem anderen. Dies führte dann dazu, dass vieles abgewürgt wurde. Wenn es mal über die Blöcke hinweg übergriff, dann ging auch richtig was anfeuerungstechnisch.

Was mir insgesamt schon bei vielen Spielen aufgefallen ist - gestern nicht - dass die Ultras schon fast pikiert reagieren, wenn aus anderen Bereichen der Ost ganz einfache Schlachtrufe kommen. Es kommt dann nicht selten vor, dass man gegeneinander statt miteinander singt. Hier müssen denke ich auch die Ultragruppierungen lernen, dass sie die Kurve nicht exklusiv haben und auch kein Monopol auf die Gesangsauswahl.

Insgesamt würde ich mir wünschen, dass man lernt zusammenzustehen, was nur dann funktionieren kann, wenn alle aufeinander zu gehen. Da wäre es wirklich hilfreich, wenn man sich in einem bestimmten Bereich der Kurve sammeln würde, wenn man mitsingen möchte. Die Ultras müssen dann lernen, dass es nicht wirklich hilfreich ist, wenn man sich vergleichsweise komplizierten Texten und Melodien bedient. Hier gilt der Spruch: "Weniger ist manchmal Mehr!"
Im Übrigen kommt bei den "komplizierten" Liedern auch nicht viel vom Text an. Sieht man auch schön an dem geposteten Video der Rapidler. Da "untertiteln" sie ihre Gesänge in dem Video, damit man sich überhaupt nur ansatzweise denken kann, was da gesungen wird.

:tnx: :tnx: :tnx:

Manchmal können andere besser ausdrücken was ich im Grundsatz meine...
 
Da wird klar, das überhaupt keine, wirklich überhaupt keine emotionale Bindung zum Spiel bzw. zu Werder zu haben scheinst.

Ich will Werder siegen sehen und würdig in Europa vertreten, das widerspricht sich radikal mit Fresse halten wenn man 2-0 hinten liegt. Gerade das ist der Grund noch viel agressiver, lauter intensiver zu schreien, so laut wie es nur ebend geht. Mein Wille Werder siegen zu sehen hört doch da nicht auf, sondern wird sogar noch verstärkt.

"Kein Grund irgendwelche Gesänge anzustimmen", tzzz, wofür gehst du eigentlich ins Stadion?

Aber verstehe schon, "spielbezogen" und so, kehr kehr.

Nu mal so als Theorie: Es gäbe auch die theoretische Möglichkeit, dass DU keine "emotionale Bindung zum Spiel" besitzt, wenn Du während eines Fußballspiels, in dem es Strömungen und Aufs und Abs gibt ein Programm abspulst, das mit dem Spielgeschehen nicht das Entfernteste zu tun hat.

Ich bin sicher, dass Hammer nicht meinte, man solle bei 0:2 dauerhaft "die Fresse halten", bis es besser aussieht, sondern dass man dann naturgemäß erst einmal alles sacken lassen muss, ehe man danach beginnt, Werder anzufeuern. Genau das ist gestern passiert, und das kommt der Natur und der Tradition des Erlebens von Fußball im Stadion unendlich viel näher als "Ich singe so viel wie möglich, egal ob man das überhaupt noch als Stimmung wahrnimmt".
 
Schön, dass es zwischendrin endlich auch mal ein paar Meinungen zu lesen gibt.
Dieses ganze "schwarz/weiß" denken ist wirklich nicht besonders förderlich, um zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen.

Die Ultras sind durchaus stimmgewaltig und sorgen auch optisch für eine ansprechende Unterstützung. Allerdings stört mich persönlich an den "Ultragesängen" eben auch, was viele andere stört: Man häufig das Gefühl, dass das Spiel und die Mannschaft ziemlich egal sind, sondern es mehr um die Selbstdarstellung der Ultras geht. Dieser Eindruck nährt sich für mich nicht nur aus Spielen bei Werder. Ich sehe ja recht viele Fussballspiele und eben auch in vielen unteren Klassen und die "Fussballstimmung" hat sich in den letzten Jahren schon sehr dahin geändert, dass man das Gefühl bekommt, dass die "Kurven" mehr damit beschäftigt sind ihre eigene "Choreographie" sauber durchzubringen als die Mannschaft zu unterstützen.

Auf der anderen Seite hat man gerade gestern gesehen, dass ohne eine organisierten Support vieles einfach im Sande verläuft. So etwas kann sich natürlich dann geben, wenn sich zum Beispiel alle, die bereit sind zu singen und nicht irgendwie organsiert sind, sich in einem bestimmten Bereich treffen würden. Es kam mal ein bisschen was aus dem einen Block, dann mal wieder aus dem anderen. Dies führte dann dazu, dass vieles abgewürgt wurde. Wenn es mal über die Blöcke hinweg übergriff, dann ging auch richtig was anfeuerungstechnisch.

Was mir insgesamt schon bei vielen Spielen aufgefallen ist - gestern nicht - dass die Ultras schon fast pikiert reagieren, wenn aus anderen Bereichen der Ost ganz einfache Schlachtrufe kommen. Es kommt dann nicht selten vor, dass man gegeneinander statt miteinander singt. Hier müssen denke ich auch die Ultragruppierungen lernen, dass sie die Kurve nicht exklusiv haben und auch kein Monopol auf die Gesangsauswahl.

Insgesamt würde ich mir wünschen, dass man lernt zusammenzustehen, was nur dann funktionieren kann, wenn alle aufeinander zu gehen. Da wäre es wirklich hilfreich, wenn man sich in einem bestimmten Bereich der Kurve sammeln würde, wenn man mitsingen möchte. Die Ultras müssen dann lernen, dass es nicht wirklich hilfreich ist, wenn man sich vergleichsweise komplizierten Texten und Melodien bedient. Hier gilt der Spruch: "Weniger ist manchmal Mehr!"
Im Übrigen kommt bei den "komplizierten" Liedern auch nicht viel vom Text an. Sieht man auch schön an dem geposteten Video der Rapidler. Da "untertiteln" sie ihre Gesänge in dem Video, damit man sich überhaupt nur ansatzweise denken kann, was da gesungen wird.

:tnx:

wenn aber mehr mitsingen dann kommt es auch nicht wie ein "genöle", oder wie es hier auch immer genannt wird, rüber. Bei Auswärtsfahrten hörtr es sich auch nicht so an. weil alle mitmachen! Es muss sich mal zusammengesetzt werden. Um eine Lösung zu finden, damit alle wieder zufrieden sind...
 
:tnx:

wenn aber mehr mitsingen dann kommt es auch nicht wie ein "genöle", oder wie es hier auch immer genannt wird, rüber. Bei Auswärtsfahrten hörtr es sich auch nicht so an. weil alle mitmachen! Es muss sich mal zusammengesetzt werden. Um eine Lösung zu finden, damit alle wieder zufrieden sind...

Das ist wohl richtig. Nur man wird mit der Gesangsauswahl nicht mehr Leute zum Mitmachen bekommen. Denke, dass kann ziemlich sicher feststellen, da wir das "Problem" ja nun schon einige Zeit haben.
Ums mal platt und ein bisschen überspitzt auszudürcken: Ein gutes Fussballlied muss man auch noch mit 3,0 Promille mitsingen und klatschen können.
 
...
Mein persönliches Fazit lautet: wenn es den Ultras gelingt, einfachen, für die Allgemeinheit verständlichen und zum Mitmachen animierenden Support zu erbringen, dann ist dieses sicher sinnvoll und zielführend. Wenn die Ultras sich aber weiterhin mit lästigem Dauergenerve - der überhaupt nicht dem Spielverlauf angepasst ist (wie denn auch, wenn der Vortänzer mit dem Rücken zum Feld steht) selbst feiern wollen, dann sind sie einfach nur überflüssig!!
...
P.S.: ich gehe seit mehr als 35 Jahren regelmäßig zu Werder und ich kann dir versichern: ohne Ultras geht es auch, wenn nicht sogar besser!

Deinem Fazit kann ich in Teilen beipflichten.
Ich verstehe jedoch nicht, dass ausgerechnet Du schreibst, die Stimmung müsse sich neu organisieren, einige Spiele weiter wäre die Stimmung bestimmt wieder besser usw., obgleich Du Dich im "Pro-Stimmung" Fred dahingehend äußerst, es gäbe sozusagen für Dich keinen Grund die Mannschaft anzufeuern, wenn sie 0:2 hinten liegt und nach Deinem Ermessen keinen Einsatz, Kampfgeist o.ä. zeigt.
Sieht so die "Neu-Odnung" der Stimmung für Dich aus, wenn man sich zurückhält, wenn die Mannschaft nicht das Erwartete / Gewünschte leistet?
 
Nu mal so als Theorie: Es gäbe auch die theoretische Möglichkeit, dass DU keine "emotionale Bindung zum Spiel" besitzt, wenn Du während eines Fußballspiels, in dem es Strömungen und Aufs und Abs gibt ein Programm abspulst, das mit dem Spielgeschehen nicht das Entfernteste zu tun hat.

Ich bin sicher, dass Hammer nicht meinte, man solle bei 0:2 dauerhaft "die Fresse halten", bis es besser aussieht, sondern dass man dann naturgemäß erst einmal alles sacken lassen muss, ehe man danach beginnt, Werder anzufeuern. Genau das ist gestern passiert, und das kommt der Natur und der Tradition des Erlebens von Fußball im Stadion unendlich viel näher als "Ich singe so viel wie möglich, egal ob man das überhaupt noch als Stimmung wahrnimmt".

Man spult kein Programm ab. Und ich verstehe nicht warum z.B. längere Gesänge bei Rückstand nichts mit dem Spiel zu tun haben sollen? Warum kann man die Intensität aus Rufen nicht länger in Lieder ziehen, eine emotionale Intensität ist doch zweifellos das ganze Spiel über vorhanden, völlig unabhänhig vom Spielstand.
 
Sorry, aber wenn du nach einem Spiel hier die These aufbauen willst, es ginge NUR mit Ultras, dann behaupte ich, das sich das ganze in 5 Spielen so weit findet, das es perfekt ohne geht. Wenn da gestern 3 Mann mit Trommeln gewesen wären, hätte das wahrscheinlich schon völlig anders ausgesehen

Das was dem Stadion gestern fehlte, war ein Taktgeber. Dieser wollen die Ultras sein und das sollen Sie auch sehr gern!, nur wollen Sie nicht recht verstehen, das der vorgelegte Takt einfach nicht Massenkompatibel ist.

Aber das ist genau das Problem, was hier einige haben. Es will gar keiner die Frage diskutieren, ob MIT oder OHNE Ultras, das was hier eigentlich Thema sein müsste ist: Wie kriegt man alle unter einen Hut! Und da meinen leider speziell die Ultras, es ginge nur auf deren Weise. Man hält dann zwar ab und zu die Füße still, wenn mal von woanders was kommt oder "nimmt was auf" wie es immer so schön heißt, aber sowas wie: Olé, SV Werder, Olé, Olé... wie es über Jahre kam und andere einfache Sachen, die ebenfalls über Jahre das Stadion geprägt haben sind einfach nicht kreativ genug und zu schlecht als das man sie selbst bringen könnte um damit auch mal selbst zu signalisieren: "Wir gehen auch auf euch zu, kommt ihr auch mal auf uns zu!" (was ja sicher auch anders klappen könnte.) Kalter Krieg in Bremen...:rolleyes:

Auf Seite 16 der "Pro-stimmung!" hab ich schonmal nen Lösungsversuch geschrieben und ich danke FBremer für das, was er hier geschrieben hat! Hätte ich gestern gewusst, dass keine Trommel im Stadion geween wäre, hätte ich selbst eine mitgebracht, ohne Taktvorgabe geht's halt einfach schwieriger. Ich bin übrigens Student ;) und hab mir die Seele aus dem Leib geschrieben, mit mäßigem Erfolg muss ich sagen und ich hab auch nicht jedes Mal Lust dazu. Aber es gibt definitiv Fangruppen, die Lust und die "Macht" haben, die Massen mitzureißen. Die Ultras zähle ich dazu, man kann nur versuchen, das ganze zu verbessern, so dass alle Lust haben, mitzumachen (Siehe Seite 16, "Pro-Stimmung!".
Gestern war die Stimmung ohne Frage besch... Aber auch mit den Ultras ist die Stimmung oft nicht sooo doll und genau da liegt der Punkt. Liebe Ultras und alle anderen supportwilligen Fanclubs und Fans. Wenn ihr euer Team unterstützen wollt, lasst uns alle zusammen arbeiten und nicht dauernd einander beleidigen!!!
Auch über "Fußballatmosphäre" gibt's wohl unterschiedliche Ansichten! Niemand muss 90 Min Vollgas geben (außer die, die auf dem Platz stehen, weil sie im Gegensatz zu uns bezahlt werden ;) ), aber wenn die Fans nur noch Stimmung machen, wenn Werder gute Aktionen gelingen, haben wir nicht mehr so den Heimvorteil, wie man sich das wünscht. Dann hängt alles davon ab, wer das erste Tor schießt und wieviel Moral die Mannschaft zeigt. Den Heimvorteil sollte der Fanblock "Ostkurve" und alle, die sonst noch Lust haben, schon nutzen, denke ich!
Wichtig ist nur, dass alle, die Stimmung machen wollen, zusammen arbeiten sollten!!! D.h. testet aus, was gut ankommt und macht da weiter. Alles andere kann man zu Hause singen!
 
aber wenn die Fans nur noch Stimmung machen, wenn Werder gute Aktionen gelingen, haben wir nicht mehr so den Heimvorteil, wie man sich das wünscht.

Vielleicht doch, weil man dann überhaupt erst einmal wieder WAHRNIMMT, dass danach Stimmung AUFKOMMT. Das Aufkommen von Stimmung haben wir in der Ostkurve atmosphäretechnisch abgeschafft. Zugunsten des Dauerpegels.
 
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