@koesek
"Nach dem Offenbarungseid von gestern wird unsere Rumpftruppe (mit DER Bank und DER medizinischen Abteilung ist ein solcher Kader zwangsläufig irgendwann so zu bezeichnen. Jeder irgendwie Verletzte mutiert in Bremen zum Dauerausfall... Schöner Gruß an die Sportliche und die Medizinische Leitung!) vermutlich noch zwei Bonus-Spiele nach dem letzten Spieltag haben, und die sind noch lange nicht gewonnen; auch der 3. der Zweiten Liga kann Fußball spielen und wird hochmotiviert und ohne Kloß zwischen den Pobacken rennen. Ich widerspreche insofern Schaaf, der immer gesagt hat "es geht bis zum letzten Spieltag". Es geht eventuell sogar darüber hinaus...
Bis gestern vor dem Spiel habe ich mich geärgert, keine Karte für's letzte Heimspiel bekommen zu haben. NACH dem Spiel war ich froh über Platz vorm TV beim Spiel gegen BVB, so sauer war ich nach dem Abpfiff über den hilflosen Auftritt. Heute ist der Ärger weg, aber die Enttäuschung über das gestrige Spiel, die gesamte Saison und die relativ bescheidenen Zukunftsaussichten sind geblieben."
Der Kamerad Koesek hat absolut Recht. Ich habe gestern mittag schon, als das Werderheft mit der Post kam, diese "Positiv-Lektüre" in die Ecke geworfen. Mitglied des SVW nicht erst seit einem Jahrzehnt, konnte ich dieses auf Zuversicht getrimmte Gelaber nicht mehr lesen. Ich habe das Gefühl, dass bei einigen Angestellten ein Schnupfen ein Beinbruch ist. Außer den Nibelungen Frings, Wiese, Piza und Kameraden, sehe ich nur alte, kranke Leute, wo ich den Anblick junger Athleten erwarte. Eine Mitleid erregende Truppe ohne Plan und Biss. 1980, nach dem letzten Gastspiel in der DSF-Liga, als wir alle glaubten, Greuther Fürth und Reutlingen sehen uns nie wieder, scheint das in einigen Köpfen schon der Plan B zu sein.
Nicht nur ich, und wer bin ich denn schon und wenn ja, welcher, sagen Euch: Wenn wir da reinrutschen sollten, dann für eine lange, lange Zeit.
Die Kohle ist futsch, umgewandelt in Beton und Teppichboden, nicht für uns, für solche imaginären VIPS, die ja bekanntlich die Milliarden in die Kasse schieben, während man sich für die Canaille draußen die Parkplätze sperren lässt. Ein über 100 Jahre alter BL 1-Verein, dessen Verwalter sich genau dann, wenn sie gebraucht werden, die Parkplätze wegnehmen lassen, passt schon sehr gut in die Liga II. Nach alter Tradition wird der jämmerliche Shuttle-Dienst, eine Zumutung für ältere Herrschaften, die ihr Leben lang die Raute hochgehalten haben, wiederum als Positivum im Werderheft verkauft.
Und in einem Jahr kämpfen wir glorreich gegen die 3. Liga.
Wenn ihr nicht den Hintern hoch bekommt, wird es geschehen, glaubt es.