Glücklicherweise war das Spiel heute ein Spiegelbild der Saison mit ´nem kräftigen Sprung im Spiegel. Wenn der Spiegel ganz geblieben wäre, hätten wir nämlich noch locker das 2:3 oder gar das 3:3 kassiert. Die Partie war beileibe nicht souverän geführt, aber so schlecht, wie einige sie hier machen (und wie der Premiere-Kommentator m.E. nach sie gemacht hat) war sie nun doch nicht. Leute, das war ein Uefa-Cup-Viertelfinale, das wir mit 3:1 gewonnen haben. GEWONNEN! Dass sich Torchancen in einem Fußballspiel nicht vermeiden lassen, ist ja wohl jedem klar. Dass Herr Q. drei davon ausgelassen hat, ist schön. Die Auswechslungen sind vielleicht etwas seltsam, aber bei einem bis dahin sicheren 3:0 auch nicht komplett unnachvollziehbar. Für mich war der Zweikampf von Mertesacker auf Höhe der Eckfahne ca. 10 Minuten vor Schluss mit anschließendem blödsinnigen Fehlpass von Tziolis der Auslöser für die Schlussoffensive von Udine - und das ist auch das entscheidende Argument, das hier schon einige ins Feld geführt haben: Uns fehlt die im Endeffekt nötige Konzentration über 90 Minuten. So ein Ding kann man auch locker zu Ende spielen, ohne dabei zu locker zu spielen. Das hat uns in dieser Saison schon einige Punkte gekostet, ist heute aber zum Glück nochmal wirklich gut ausgegangen. Unsere Ausgangsposition jedenfalls ist hervorragend, wir müssen nicht so tun, als wäre die Truppe nicht in der Lage, auswärts zu treffen (Mailand, St. Etienne). Ein Tor in Italien und die Sache ist, trotz aller Unzulänglichkeiten in diesem Spiel, durch. Was mich zum Ausgangspunkt zurückführt: Fehler passieren in jedem Spiel, man kann, man darf sie sogar machen, alles andere wäre theoretisch perfekter Fußball (und schließlich haben wir nicht gegen Barcelona gespielt) und wenn sie nicht bestraft werden, umso besser.