Moin zusammen.
Jetzt musste ich erstmal ein paar Stunden schlafen und mir einen Kopf machen, wie ich das, was ich da gestern gesehen habe in Worte fassen soll.
Wie hieß es mal so schön? 11 Freunde soll ihr sein. Gestern sah ich nicht mal 11 Bekannte. Ich sah aber einen Romano Schmid, der sich zeigen wollte. Er hat gekämpft und ist viel gelaufen. Das seine Pässe manchmal nicht ankamen, ist geschenkt. Darauf gehe ich später nochmal ein. Ein Gebre Selassi; einer der mich schon länger aufregt, hat den Ball, läuft und spielt dann zurück. Keine Läufe nach vorne. Er ist zu sehr darauf bedacht, sich nicht zu verletzen oder keinen so großen Bock zu schießen. Auf der anderen Seite gibt es Freund Augustinsson. Er ist da schon besser, läuft viel und geht auch mal nach vorne. Chancen werden von seiner Seite meisten sehr schnell vereitelt. Ecken und Freistöße kann er aber nicht schießen.
Von dem Traber Eggestein sage ich auch mal lieber nichts. Ich denke dazu habe ich alles gesagt.
Was will ich genau sagen? Das Team, was da gestern auf dem Feld stand, war kein Team. Das war ein Haufen von "Einzeldarstellern", die keine Lust mehr haben. Als ein Kruse noch bei Werder war, hat er zum Trainer gesagt, was er haben will. Er hat den Spielern gesagt, wo er sie haben will, wenn er den Pass X oder Y spielt. Er war ein Leader und die Spieler hatten nicht nur sichtbaren Erfolg, sondern auch noch Spaß am Spiel.
Jetzt wo Kruse weg ist, kann sich der Trainer nicht mehr dahinter verstecken und Kohfeldts Schwächen kommen zu Tage. Die Schwäche vom Trainer ist, dass er aus dieser Mannschaft kein Team, keine 11 Freunde oder eine homogene Mannschaft formt.
Diese Schwäche kann sich aber kein Trainer/Coach einer Bundesliga Mannschaft leisten.
Darüber hinaus fällt auf, dass viele Pässe nicht ankommen. Woran liegt es? Haben die Spieler krumme Füße? Vom letzten gehe ich mal nicht aus. Auch hier mache ich wieder ein Defizit beim Trainer fest. Wenn ein Spieler wie Toprak oder Fridl den Ball hat, dann will er den wieder los werden. Gebe, spielt einfach zum Torwart (Mir gefällt er als Spieler. Hat aber auch bald kein Bock mehr) . Soll er doch sehen, wie er damit klar kommt. Das machen die anderen beiden aber nicht. Aber es gibt keine Anspielstationen. Wo sind die Möglichkeiten den Ball so zu spielen, wo einer "sein könnte". Und es könnte dort einer sein, weil ein Rashica/Chong weiß, dass da jetzt ein Ball hinkommt. Das alles, bevor der Ball gespielt wurde.
Mal ehrlich, beim Schach kennt man mindestens seine nächsten 5 Züge. Ein Toprak oder ein Fridl, kennen nicht mal den nächsten Zug.
Thema Sargent. Ich denke, er ist schon ein Guter. Aber hier fehlt ein wichtiger Punkt. Wer spielt ihn so an, dass er den Ball ordentlich verwerten kann? Und zweitens, was sind eigentlich seine Stärken? Ich denke, diese Stärken vom Trainer entweder nicht erkannt oder nicht gefördert werden. Das selbe beim Selke. Selke ist nicht schlecht. Das drum herum passt nicht zu ihm.
Und nun nochmal zum Romano Schmid. Warum ist er gestern so positiv aufgefallen? Weil er sich zeigen wollte, ja. Er hatte aber noch etwas. Er hatte Lust zu spielen. Das seine Pässe nicht ankamen, lag nicht an ihm. Es liegt daran, dass niemand seine Pässe vorher kannte.
Lieber Florian Kohfeld. Möglich dass du ein guter Trainer bist. Aber nicht in einer Bundesliga Mannschaft und auch nicht bei Werder.
Die Mannschaft zeigt im Spiel, was ihren fehlt. Und das ist eine Taktik. Sie wollen von dir wissen, was sie machen sollen. Siehe dir die letzten beiden Spiele an. Achselzucken bei den Spielern, wenn sie den Ball haben. Keine Sprints in die Tiefe. Keine hohen Flanken in den Strafraum. Nichts zu sehen. Das ist auch deine Aufgabe, dieses den Spielern aufzuzeigen.