Soziale Gerechtigkeit....?

Und wieder schön mit der Pauschalkeule kommen - und von deinen Erfahrungen auf die Allgemeinheit schließen-

Hä?? Lebe ich in einer Parallelwelt oder hat sich in diesem Land ein millionenfacher "Markt" für prekäre Arbeitsverhältnisse entwickelt und gesellschaftlich war das absolut ok? Ich weiß nicht was ich da bei dir getriggert habe und warum du steil gehst, aber sei unbesorgt, es ging nicht um dich persönlich, das könntest du daran erkennen, dass ich von "gesellschaftlich" geschrieben habe.
 
Was solche Kommentare bezwecken sollen,erschließt sich mir nicht.

Es klang so (und die Diskussion hier hat sich auch sofort in diese Richtung entwickelt), als wenn es nur Gutverdiener und Mindestlöhner gibt. Und selbst wenn es so wäre, dann würde sich immer noch die Frage stellen wie viele Menschen es beruflich überhaupt betrifft. Und dann kann man darüber reden, wie man diese erreicht. Wenn mir zb opalo schreibt, dass es in der teuersten Stadt Deutschlands auch Pendler gibt die sehr wenig verdienen, dann stellt sich die Frage wie viele das sind,und ob diese Beispiele geeignet sind daraus eine Maßnahme abzuleiten. Sonst sind wir ganz schnell beim running gag aus den Simpson ob denn nicht endlich auch mal jemand an die Kinder denkt.
 
Hä?? Lebe ich in einer Parallelwelt oder hat sich in diesem Land ein millionenfacher "Markt" für prekäre Arbeitsverhältnisse entwickelt und gesellschaftlich war das absolut ok? Ich weiß nicht was ich da bei dir getriggert habe und warum du steil gehst, aber sei unbesorgt, es ging nicht um dich persönlich, das könntest du daran erkennen, dass ich von "gesellschaftlich" geschrieben habe.


...häufig niemand dafür interessiert ...aber das wir diese gesellschaftlich überhaupt akzeptiert haben.... Und immer wenn "wir" dann eine Diskussion über diese oder jene Verhältnisse führen, holen wir die Kassiererin aus der Kiste die als Argumentverstärker herhalten darf, während sich sonst niemand dafür interessiert ob und was man da an der Kasse verdient. Also, wir sind beim Spritpreis. Alle Kassierer und Kassiererinnen bei meinem Stammsupermarkt wohnen in direkter Nähe zu diesem. Warum sind die jetzt stellvertretend betroffen und müssen herhalten? Das meine ich mit entwürdigend.

Immer "wir", "alle", "niemand"...

Und Erfahrungsberichte von anderen zählen für dich nichts, nur das eigene Umfeld und die daraus resultierende Erfahrung - alles andere wird entweder nicht erwähnt, in Zweifel gezogen oder verleugnet.
 
Mindestlohn verhindert diese Auswüchse von Unternehmen die sich nur dann lohnen, wenn man den Menschen Löhne zahlt von denen sie nicht leben können. Warum sie dort dann trotzdem arbeiten? Weil, Schröder und seiner damaligen SPD sei es gedankt, sie müssen? Nein, weil die CDU schon damals den Mindestlohn verhindert hat in Kombination mit der Agenda geplant war um das Lohndumping zu verhindern was natürlich sofort eingesetzt hat.

Anyway: Dein Beispiel mit den USA ist valide, dort arbeiten die Menschen tatsächlich häufig mehrfach. Ich habe das persönlich erlebt, 10-Stunden-Schicht plus Anfahrt und Abfahrt (zusammen 3~4 Stunden) oben drauf und dann noch ein Zweitjob weil es für die Familie nicht reichte. Die Frage ist nur, ob man in so einem Land leben möchte. Für mich ist die Antwort klar, nein, möchte ich nicht und ich will auch nicht zulassen, dass Deutschland in ein solches Land transformiert wird.

Das Beispiel mit den USA zeigt den totalen Gegensatz zu unserer Gesellschaft. Die Verhältnisse in den USA sind ein Extrem, das ich nicht glorifiziere. Aber die Einstellung, dass immer gleich der Staat (also die Allgemeinheit) aushelfen muss, wenn es knapp wird, finde ich genau so wenig erstrebenswert. Man muss sich mal selbst fragen, ob alles, was man konsumiert, nötig ist. Es gibt Leute, die das neueste iPhone für 1500 € haben und gleichzeitig jammern, dass es finanziell knapp ist. Und natürlich gibt es auch Leute, bei denen es wirklich knapp ist.
Kreativ werden, Fahrgemeinschaften bilden, unnötige Fahrten vermeiden, auch mal unbequemere Lösungen akzeptieren, überflüssigen Konsum vermeiden. Ansonsten finde ich es tatsächlich nicht verwerflich, über eine Nebentätigkeit nachzudenken. Es soll natürlich nicht so sein, dass man darauf angewiesen ist, um zu überleben, wie in den USA. Aber so ist es ja auch nicht. In D ist jeder abgesichert. Aber wenn man mehr als das nötigste haben will, dann muss man auch darüber nachdenken, dass mehr leisten eine Option ist.

Wie gesagt, ich muss es nicht, aber ich denke selbst darüber nach, einen Job nebenbei zu machen, weil wir gerne reisen und zwei Flugreisen im Jahr doch ein bisschen wenig sind, wenn wir noch alle Ziele besuchen wollen, die wir uns vorgenommen haben.
 
Mindestlohn verhindert diese Auswüchse von Unternehmen die sich nur dann lohnen, wenn man den Menschen Löhne zahlt von denen sie nicht leben können. Warum sie dort dann trotzdem arbeiten? Weil, Schröder und seiner damaligen SPD sei es gedankt, sie müssen? Nein, weil die CDU schon damals den Mindestlohn verhindert hat in Kombination mit der Agenda geplant war um das Lohndumping zu verhindern was natürlich sofort eingesetzt hat.

Anyway: Dein Beispiel mit den USA ist valide, dort arbeiten die Menschen tatsächlich häufig mehrfach. Ich habe das persönlich erlebt, 10-Stunden-Schicht plus Anfahrt und Abfahrt (zusammen 3~4 Stunden) oben drauf und dann noch ein Zweitjob weil es für die Familie nicht reichte. Die Frage ist nur, ob man in so einem Land leben möchte. Für mich ist die Antwort klar, nein, möchte ich nicht und ich will auch nicht zulassen, dass Deutschland in ein solches Land transformiert wird.

Das Beispiel mit den USA zeigt den totalen Gegensatz zu unserer Gesellschaft. Die Verhältnisse in den USA sind ein Extrem, das ich nicht glorifiziere. Aber die Einstellung, dass immer gleich der Staat (also die Allgemeinheit) aushelfen muss, wenn es knapp wird, finde ich genau so wenig erstrebenswert. Man muss sich mal selbst fragen, ob alles, was man konsumiert, nötig ist. Es gibt Leute, die das neueste iPhone für 1500 € haben und gleichzeitig jammern, dass es finanziell knapp ist. Und natürlich gibt es auch Leute, bei denen es wirklich knapp ist.
Kreativ werden, Fahrgemeinschaften bilden, unnötige Fahrten vermeiden, auch mal unbequemere Lösungen akzeptieren, überflüssigen Konsum vermeiden. Ansonsten finde ich es tatsächlich nicht verwerflich, über eine Nebentätigkeit nachzudenken. Es soll natürlich nicht so sein, dass man darauf angewiesen ist, um zu überleben, wie in den USA. Aber so ist es ja auch nicht. In D ist jeder abgesichert. Aber wenn man mehr als das nötigste haben will, dann muss man auch darüber nachdenken, dass mehr leisten eine Option ist.

Wie gesagt, ich muss es nicht, aber ich denke selbst darüber nach, einen Job nebenbei zu machen, weil wir gerne reisen und zwei Flugreisen im Jahr doch ein bisschen wenig sind, wenn wir noch alle Ziele besuchen wollen, die wir uns vorgenommen haben.
 
Immer "wir", "alle", "niemand"...

Und Erfahrungsberichte von anderen zählen für dich nichts, nur das eigene Umfeld und die daraus resultierende Erfahrung - alles andere wird entweder nicht erwähnt, in Zweifel gezogen oder verleugnet.

Ich weiß nicht was gerade mit dir los ist, aber wieso markierst du zwei Dinge, die nicht zusammen gehören und markierst gerade nicht den Teil, auf den sich der erste Satz bezieht? Der zweite Teil mit meinem Beispiel bezieht sich direkt als Antwort auf ein Beispiel mit ebenfalls einem persönlichen Bericht. Ich bin überzeugt, dass du diesen Zusammenhang herstellen könntest, wenn du denn wolltest. Willst du aber aus irgendeinem Grund gerade nicht. Also belassen wir es besser dabei, oder lies halt noch mal den Kontext nach und wir fangen bei null an.
 
Und natürlich gibt es auch Leute, bei denen es wirklich knapp ist.
Kreativ werden, Fahrgemeinschaften bilden, unnötige Fahrten vermeiden, auch mal unbequemere Lösungen akzeptieren, überflüssigen Konsum vermeiden.

Das Problem in der aktuellen Diskussion ist halt, dass diese Preissteigerungen ziemlich aus dem Nichts gekommen sind. Jetzt kann man die Grundsatzdiskussion führen: Es ist seit vielen Jahren klar, dass Energiepreise, insbesondere fossile Energie, steigen werden. Wenn sich dann niemand darum kümmert (sei es aus Bequemlichkeit, sei es aus Ignoranz oder sei es aufgrund fehlender Möglichkeiten) und es dann plötzlich ein Problem gibt, so könnte man für die Diskussion schon fragen, wieso jetzt der Staat helfen soll wenn man sich jahrelang nicht selbst geholfen hat. Einerseits. Andererseits: Mit den Reformen bis 2005 wurde von Menschen erwartet, dass sie flexibler sind bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes. Also notfalls umziehen oder eben pendeln weil man im 21. Jahrhundert nicht mehr erwarten kann, dass der Arbeitsplatz immer vor der Haustür ist. Und da seit 2005 Sanktionen drohen wenn man Arbeitslos geworden ist und keine Angebote annimmt, pendeln manche Menschen eben. Aber genau DIESE Gruppe, die politisch/gesellschaftlich fast schon gezwungen worden ist zu pendeln, um die geht es und da kann man mMn. nicht mit dem Zweitjob um die Ecke kommen. Die vielen anderen, da habe ich genau null Mitleid. Also die Leute mit "niedrigem" (ungleich minimal) Einkommen und zwei Autos, darunter ein SUV und ein Urlaub auf Mallorca pro Jahr, mal ganz platt gesprochen.

Und wir reden hier über Spritpreise.....was ist eigentlich, wenn die Spekulanten die selbe Nummer vor der nächsten Heizperiode durchziehen? Rufen wir dann wieder nach Gießkannen vom Staat, oder wollen wir nicht lieber mal die Märkte regulieren, immerhin betrifft eine (warme) Wohnung etwas, was in der Bedürfnispyramide ziemlich dominant ist...
 
Auch wenn sie nicht an mich gerichtet ist: rhetorische oder themenbezogene Frage?

Themenbezogen. Ich habe selber gegoogelt, weil es mich interessiert aus welchen Berufsgruppen die Pendler so bestehen und wie sie pendeln. In Bremen sind die Speckgürtel ja wie gesagt eher wohlhabend, in München ist umgekehrt die Stadt für viele nicht zu finanzieren. So würde ich z.B. den Teufel tun und die Pendler aus zb Lilienthal auch noch bezuschussen. Eine Statistik, wenn es sie denn gibt, wäre für eine Diskussion wie diese jedenfalls sehr interessant und hilfreich mMn.
 
Haben wir nicht dieses Problem mittlerweile schon in Deutschland mit steigender Tendenz? Werden nicht jetzt schon verzweifelt Busfahrer, LKW-Fahrer, Pflegekräfte usw. gesucht? Platzen nicht jetzt schon im Gegenzug dazu unsere Unis aus allen Nähten?
Aber das kommt doch daher, das fast jeder Dödel Abitur mach kann und anschliessend zur Uni drängt. Wurde aber auch schon an anderer Stelle diskutiert. Die von dir genannten Berufe anständig bezahlen und vieles würde sich erledigen. Ginge natürlich zu Lasten derjenigen, welche diese Leistungen in Anspruch nehmen und das würde wiederum Geschrei geben.
Und was @marian70 angeht: sicher klingen seine Thesen provozierend, dennoch stecken darin auch ein Stück weit erforderliche Realitäten.
Viele Arbeitnehmer scheuen sich heute, Arbeit im Sinne des Wortes zu leisten. Ich höre von den ehemaligen (älteren) Kollegen diesbezüglich nichts Gutes. Möglichst bequem durchs Leben mäandern. Im Gegensatz dazu meine Eltern, mehr noch meine Großeltern, welche nach Feierabend aus einer 42 h/Woche noch auf das Feld gingen, Früchte zu ernten, um diese auf dem Wochen-Markt zu verkaufen. Heute undenkbar.
Um sich einen guten Überblick zu verschaffen, muss man schon ein wenig höher fliegen, Betrachtungen aus der Bodensperktive ergeben nur sehr eingeengte Kenntnisse.
 
Die von dir genannten Berufe anständig bezahlen und vieles würde sich erledigen. Ginge natürlich zu Lasten derjenigen, welche diese Leistungen in Anspruch nehmen und das würde wiederum Geschrei geben.

Genau das hatte ich weiter oben mit gesellschaftlicher Akzeptanz dieser prekären Beschäftigungsverhältnisse beschrieben und wurde dafür angeblafft. Aber es ändert ja nichts, faire Löhne bedeuten höhere Kosten beim Empfänger der entsprechenden (Dienst)Leistung (Das spiegelt sich auch in anderen Bereichen wider, billiges Fleisch z.B. und die Art wie gleichzeitig mit Tieren umgegangen wird. Stichwort ist da ja unser eigener Sponsor, Wiesenhof).
 
Themenbezogen. Ich habe selber gegoogelt, weil es mich interessiert aus welchen Berufsgruppen die Pendler so bestehen und wie sie pendeln. In Bremen sind die Speckgürtel ja wie gesagt eher wohlhabend, in München ist umgekehrt die Stadt für viele nicht zu finanzieren. So würde ich z.B. den Teufel tun und die Pendler aus zb Lilienthal auch noch bezuschussen. Eine Statistik, wenn es sie denn gibt, wäre für eine Diskussion wie diese jedenfalls sehr interessant und hilfreich mMn.

Belegbare Zahlen kann auch ich nicht liefern. Aber aufgrund meiner beruflichen sowie einem privaten Kontakt im Großraum München kann ich bestätigen, dass viele Normalverdiener sich eine Zuhause in München bei einem durchschnittlichen Mietpreis von ca. 18,50 € je m² in leisten können und somit entsprechend pendeln. Wobei diese Normalverdiener überwiegend in der nördlichen Peripherie von München wohnen. Dennoch gibt in dem Großraum auch zahlreiche besserverdienenden Pendler, die sind jedoch eher südlich der Stadt, v.a. im Bereich Ammersee / Starnberger See ansässig.
 
Das Problem in der aktuellen Diskussion ist halt, dass diese Preissteigerungen ziemlich aus dem Nichts gekommen sind. Jetzt kann man die Grundsatzdiskussion führen: Es ist seit vielen Jahren klar, dass Energiepreise, insbesondere fossile Energie, steigen werden. Wenn sich dann niemand darum kümmert (sei es aus Bequemlichkeit, sei es aus Ignoranz oder sei es aufgrund fehlender Möglichkeiten) und es dann plötzlich ein Problem gibt, so könnte man für die Diskussion schon fragen, wieso jetzt der Staat helfen soll wenn man sich jahrelang nicht selbst geholfen hat. Einerseits.

Klar ist das absehbar - aber was willste denn machen?
N Sparbuch anlegen für steigende Preise? :denk:


Andererseits: Mit den Reformen bis 2005 wurde von Menschen erwartet, dass sie flexibler sind bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes. Also notfalls umziehen oder eben pendeln weil man im 21. Jahrhundert nicht mehr erwarten kann, dass der Arbeitsplatz immer vor der Haustür ist. Und da seit 2005 Sanktionen drohen wenn man Arbeitslos geworden ist und keine Angebote annimmt, pendeln manche Menschen eben. Aber genau DIESE Gruppe, die politisch/gesellschaftlich fast schon gezwungen worden ist zu pendeln, um die geht es und da kann man mMn. nicht mit dem Zweitjob um die Ecke kommen.

Ja, es wird Flexibilität im Job verlangt und ist ja auch ok - problematisch wirds bei der verlangten Flexibilität des Wohnorts.
Nahezu jeder Wohnungswechsel ist mit höherer Miete verbunden, die ein ggfs. Plus beim Gehalt direkt wieder auffrisst.
Dazu kommt, im Familienfall, Betreuungsangebote, besonders von der Betreuungszeit - die hängen oftmals der Realität hinterher.

Die vielen anderen, da habe ich genau null Mitleid. Also die Leute mit "niedrigem" (ungleich minimal) Einkommen und zwei Autos, darunter ein SUV und ein Urlaub auf Mallorca pro Jahr, mal ganz platt gesprochen.

Auch hier kann man das nicht so pauschal sagen - auch wenn ich natürlich weiß, was du meinst ;)
Aber solche Pauschalisierungen mag ich halt nicht-
Kenne auch welche, niedrige Einkommen, Kinder, 2 PKW (keine SUV) notwendig, da beide Vollzeit (so sehr Vollzeit halt geht bei unseren westlichen Betreuungszeiten in den Kindergärten) arbeiten - unterschiedliche Arbeitsorte + Schichten + Kinderbetreuung...
Urlaub in dem Sinne nicht! möglich.

Gibt eben immer solche und solche Fälle. :)


Und wir reden hier über Spritpreise.....was ist eigentlich, wenn die Spekulanten die selbe Nummer vor der nächsten Heizperiode durchziehen? Rufen wir dann wieder nach Gießkannen vom Staat, oder wollen wir nicht lieber mal die Märkte regulieren, immerhin betrifft eine (warme) Wohnung etwas, was in der Bedürfnispyramide ziemlich dominant ist...

In einem Staat, indem die Gesundheit (Ärzte, Sportanlagen, Schwimmbäder... der gesamte Bereich eben) der Bürger voll und ganz kapitalisiert abläuft, und wer Kohle hat deutlich besser dasteht und wer arm ist, wirklich am Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) ist...
Ja, da schreie ich dann nach dem Staat.
Das der bitte diese Märkte in einen sozialen Rahmen drückt oder aber die Gießkanne auspackt.
Und das nicht erst jetzt, sondern seit ich weiß wie das System läuft - und das ist jetzt ca. 20 Jahre der Fall.
 

Schwierig. Der einfachste Weg wäre vermutlich die Beeinflussung über das Wahlverhalten. Also Grüne Themen mehr in den Vordergrund rücken. Wobei es einem die Grünen zugegeben lange Jahre nicht leicht gemacht haben. Dann das angesprochene eigene Verhalten. Ich sehe zum Beispiel zunehmend diese Lasten-E-Bikes im Stadtbild und denke mir jedes mal: "Hm, cool. Praktisch und günstig." Aber wenn ich dann ehrlich bin, auf den Luxus des Autos würde ich trotzdem nicht verzichten wollen. Und das ist jetzt Städtisch, bei Pendlern sieht die Sache noch mal anders aus. Ich kenne allerdings einen Kollegen, der sich tatsächlich genau wegen der Pendelei ein E-Bike gekauft hat. Nur bei richtig miesem Wetter steigt er ins Auto. Das ist also wieder ein klein wenig inkonsequent, weil er ja trotzdem nicht auf den PKW verzichtet und es somit wieder Luxus ist. Aber: Es geht (auch ohne Auto). Der Mensch an sich ist halt bequem, der eine mehr der andere weniger und oft muss erst was passieren, ehe wir uns bewegen. Vielleicht ist das jetzt so ein Moment.

Kenne auch welche, niedrige Einkommen, Kinder, 2 PKW (keine SUV) notwendig, da beide Vollzeit (so sehr Vollzeit halt geht bei unseren westlichen Betreuungszeiten in den Kindergärten) arbeiten - unterschiedliche Arbeitsorte + Schichten + Kinderbetreuung...
Urlaub in dem Sinne nicht! möglich.

Darum ja "viele" und nicht "alle". Ich beziehe mich da ein wenig auf frühere Debatten nach denen günstiger Urlaub (auch und gerade im Ausland) für viele Menschen nicht mehr möglich würde, wenn die Flugpreise wieder anziehen würden. Und dabei frage ich mich dann immer, wann unsere Gesellschaft eigentlich vergessen hat, dass man für einen Urlaub früher auch mal sparen musste und das dieser ggf. nicht jedes Jahr möglich ist bzw. nicht jedes Jahr per Fernreise. Ich weiß, dass du das irgendwie als "Pauschalisierung" liest, aber ich versuche ganz bewusst immer über uns als Gesellschaft zu reden, egal ob ich persönlich (oder meinetwegen du) zu einer bestimmten Entwicklung beigetragen habe.

Ja, da schreie ich dann nach dem Staat.
Das der bitte diese Märkte in einen sozialen Rahmen drückt oder aber die Gießkanne auspackt.

Beim Markierten bin ich ganz bei dir. Bei Letzterem vehement nicht. Denn das bedient ein neoliberales Bild, bei dem die Kollateralschäden ungehemmter Märkte von uns Bürgern selbst bezahlt werden und nicht den Verursachern. Um im Thema zu bleiben: Die Mechanik der Märkte, Angebot und Nachfrage um es mal ganz billig zu beschreiben, gibt keinerlei Grund dafür, weshalb jetzt die Preise durch die Decke schießen. Es sind reine Spekulationsgeschäfte. So, und jetzt können wir die Gießkanne auspacken und Kriegsgewinnler damit sogar noch belohnen, oder wir gehen den Kern des Problems an, denn was wir gerade sehen ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Klar, man kann im Winter auch nen dickeren Pullover anziehen wenn es kalt im Wohnzimmer wird, man kann lernen richtig zu lüften, aber die eigene Höhle, der Rückzugsraum, die Privatsphäre und gerade wenn Kinder mit im Konzert sind, das ist noch mal eine ganz andere Hausnummer als hohe Spritpreise. Wenn der Gesetzgeber jetzt nicht regulativ eingreift, dann stehen wir in einem halben dreiviertel Jahr ggf. vor noch einem viel größeren Problem und auch Deutschland kann nicht endlos Schulden machen um all diese Dinge zu bezahlen.
 
Das ist ein Trugschluss. In Deutschland leben schätzungsweise 45.000 Obdachlose.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/s...corona-a-217e5479-76fe-4a71-977d-fde914882858

Und diese Menschen befinden sich in einem Teufelskreis: keine Arbeit ---> kein festes Einkommen ---> kein fester Wohnsitz

Niemand muss in D obdachlos sein.
Es gibt zwar Wohnraummangel, wie man auch an den teilweise abartig hohen Mieten sieht.
Eine Politik, die meint, das Problem mit einer Mietpreisbremse lösen zu können, ist rein populistisch und weicht dem Problem nur aus.
Denn dadurch entsteht keine einzige neue Wohnung. Es muss massiv Wohnraum gebaut werden. Das ist das einzige, was hilft.

Wer obdachlos wird, kann zumindest in Notunterkünften unterkommen. Das ist nicht schön, aber es soll ja auch keine Dauerlösung sein.
Es ist aber auch bekannt, dass ein großer Teil der Obdachlosen dieses Schicksal selber wählt.
 
Niemand muss in D obdachlos sein.
Es gibt zwar Wohnraummangel, wie man auch an den teilweise abartig hohen Mieten sieht.
Eine Politik, die meint, das Problem mit einer Mietpreisbremse lösen zu können, ist rein populistisch und weicht dem Problem nur aus.
Denn dadurch entsteht keine einzige neue Wohnung. Es muss massiv Wohnraum gebaut werden. Das ist das einzige, was hilft.

Wer obdachlos wird, kann zumindest in Notunterkünften unterkommen. Das ist nicht schön, aber es soll ja auch keine Dauerlösung sein.
Es ist aber auch bekannt, dass ein großer Teil der Obdachlosen dieses Schicksal selber wählt.
Kein Mensch muss irgendwas, ausser zu sterben....
Mir ist das dennoch zu platt, ich nehme auch mal an, dass du noch nie obdachlos warst oder?
 
Niemand muss in D obdachlos sein.
Es gibt zwar Wohnraummangel, wie man auch an den teilweise abartig hohen Mieten sieht.
Eine Politik, die meint, das Problem mit einer Mietpreisbremse lösen zu können, ist rein populistisch und weicht dem Problem nur aus.
Denn dadurch entsteht keine einzige neue Wohnung. Es muss massiv Wohnraum gebaut werden. Das ist das einzige, was hilft.

Wer obdachlos wird, kann zumindest in Notunterkünften unterkommen. Das ist nicht schön, aber es soll ja auch keine Dauerlösung sein.
Es ist aber auch bekannt, dass ein großer Teil der Obdachlosen dieses Schicksal selber wählt.
Das bezweifel ich stark. Klar, ein Teil möchte das nicht anders, bzw. Hilfe annehmen. Aber ein großer Teil? Es ist nicht einfach, wenn man obdachlos ist, von der Straße aus eine neue Wohnung zu finden.
Welcher Vermieter möchte denn jemanden haben, der eine offensichtliche Drogen- oder Alkoholproblematik hat, oder jemand der eine langjährige Knastgeschichte hinter sich hat?
;)
(und ich arbeite u.a. in der Wohnungslosenhilfe)

Aber ist hier sowieso OT.
 
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