Schiedsrichterleistungen bei dieser WM

Ausgerechnet der Schiri, der vorher richtig madig gemacht wurde, zeigt bisher die souveränste Leistung bei dieser WM. Im Spiel Deutschland-Ghana gab es bis auf eine (falsche) Abseitsentscheidung m.E. nichts zu motzen!
 
Die rote Karte gestern gegen Ponce (?) war jawohl der Witz schlechthin. Der streift im Laufen Torres leicht am Fuß und der bleibt 2 Minuten liegen. Dafür Gelb zu geben ist eine Frechheit, der soll doch weiterlaufen. So macht doch Fußball keinen Spaß mehr, in der Kreisliga würden die dich für solche Einlagen mit Bier übergießen und des Sportplatzes verweisen
 
Das war, wie schon richtig im TV kommentiert, eine Konzessionsentscheidung. Der Trainer hätte den Spieler schützen und vom Platz nehmen müssen. Ganz ehrlich: Ich hatte es noch zu meinem Kumpel gesagt "warum nimmt er ihn jetzt nicht vom Platz, der ist mehr als fällig". War ein typischer Trainerfehler.

Was mir insgesamt nicht nur bei dieser, aber bei dieser WM ganz besonders auffällt: Es werden ganz offensichtlich von der FIFA neue Regelauslegungen den Schiedsrichtern vorgegeben. Dann heißt "pfeift großzügiger, lasst mehr laufen", dann heißt es "pfeift alles ab, sonst ufert es aus". Meine Herren Kommissionsmitglieder: Bitte lasst die wirklich guten Schiedsrichter pfeifen und verlasst Euch mehr auf deren Fingerspitzengefühl. So weiß niemand, woran er ist: Nicht die Spieler, nicht die Pfeifen und nicht die Trainer. Ein Großteil der mangelhaften Leistungen der Unparteiischen ist hausgemacht, weil sie keine einheitliche Linie finden.

Dusselig und ärgerlich und außerdem wettbwerbsverzerrend.
 
Stark hat in einem eigentlich leicht zu leitenden Spiel zwei klare Elfmeter nicht gegeben (einen für Uruguay und einen für Südkorea). Wenn ein Schiedsrichter aus Asien oder Afrika zwei Elfmeter in einem Spiel übersehen würde, wäre das Geschrei der deutschen Medien groß, aber so wird es totgeschwiegen. ;)

Vor allem der Sky-Kommentator hat sich gehütet Stark zu kritisieren. Ich fand dass er auch andere Szenen nicht wirklich richtig gepfiffen hat, aber die von die erwähnten waren schon die krassesten.
 
Stark hat in einem eigentlich leicht zu leitenden Spiel zwei klare Elfmeter nicht gegeben (einen für Uruguay und einen für Südkorea). Wenn ein Schiedsrichter aus Asien oder Afrika zwei Elfmeter in einem Spiel übersehen würde, wäre das Geschrei der deutschen Medien groß, aber so wird es totgeschwiegen. ;)

@ Karlotto
Das Problem sind glaube ich weniger die Anweisungen als die generell unterschiedliche Regelauslegung. In den südamerikanischen, aber auch in den südeuropäischen Ligen, wird strenger und konsequenter gepfiffen als z.B. in der Bundesliga. Das zeigt sich auch an der Statistik der gelben und roten Karten. So gibt es in der Primera Division dreimal so viele Platzverweise und in der Copa Libertadores (dem südamerikanischen Pendant zur CL) sogar viermal so viele Platzverweise wie in der Bundesliga.
 
Meiner Ansicht hat Stark Uruguay bevorteilt, der nicht gegebene Elfer für Südkorea war jedenfalls klarer als der Uruguay nicht gegebene. Auch bei anderen Situationen hatte ich das Gefühl, dass er eher gegen Südkorea gepfiffen hat....
Mal schauen, was morgen der Schiri aus Uruguay im Spiel der Deutschen macht...
 
Schon genial. War bei USA - Ghana ein Fehler drin? Fällt mir gerade nicht ein.

Aber in den bisher anderen 3 Achtelfinals haben die Schiris einen schönen Mist zusammengepfiffen. Stark übersieht 2 Elfmeter, wobei der für Südkorea noch klarer war. Der Kollege aus Uruguay und dessen Linienrichter sehen nicht, dass der Ball weiter hinter der Linie ist und Rosetti und dessen Lininenmann übersehen mal ein 3-Meter Abseits.

Fehler können passieren, aber nicht so viele und so krasse auf diesem Niveau. Das ist Wettbewerbsverzerrung.
 
Schon genial. War bei USA - Ghana ein Fehler drin? Fällt mir gerade nicht ein.

Aber in den bisher anderen 3 Achtelfinals haben die Schiris einen schönen Mist zusammengepfiffen. Stark übersieht 2 Elfmeter, wobei der für Südkorea noch klarer war. Der Kollege aus Uruguay und dessen Linienrichter sehen nicht, dass der Ball weiter hinter der Linie ist und Rosetti und dessen Lininenmann übersehen mal ein 3-Meter Abseits.

Fehler können passieren, aber nicht so viele und so krasse auf diesem Niveau. Das ist Wettbewerbsverzerrung.

:tnx:
Absolut! No-Go!
 
Das ist die 10. WM, die ich bewußt miterlebe und in all den Jahren gab es Irrtümer der Pfeifenmänner, aber diese WM wird, auch wenn die selbstherrlichen FIFA-Herren bewußt ignorieren, ist Weltmeisterschaft der Fehlentscheidungen.
 
Schon genial. War bei USA - Ghana ein Fehler drin? Fällt mir gerade nicht ein.

Aber in den bisher anderen 3 Achtelfinals haben die Schiris einen schönen Mist zusammengepfiffen. Stark übersieht 2 Elfmeter, wobei der für Südkorea noch klarer war. Der Kollege aus Uruguay und dessen Linienrichter sehen nicht, dass der Ball weiter hinter der Linie ist und Rosetti und dessen Lininenmann übersehen mal ein 3-Meter Abseits.

Fehler können passieren, aber nicht so viele und so krasse auf diesem Niveau. Das ist Wettbewerbsverzerrung.
:tnx:

Der Einfluss von Schiedsrichterfehlentscheidungen ist immens.

Wie dumm es ist, technischen Hilfsmitteln eine generelle Absage zu erteilen, konnte man gestern wieder sehen. Das Abseitstor der Argentinier lief in der Wiederholung auf der Leinwand. Die Mexikaner haben das gesehen und auch der Schiedsrichter und sein Asssistent dürften das gesehen haben. Trotzdem wurde die Entscheidung nicht korrigiert. Denn wenn das Schiedsrichtergespann das Tor aufgrund des Videobeweises nicht gegeben hätte, wäre das nach den FIFA-Statuten ein Regelverstoß und damit auch ein möglicher Protestgrund gewesen.

Auch der Videobeweis würde nicht jede Fehlentscheidung verhindern. Wenn ein Stürmer z.B. zu Unrecht wegen einer angeblichen Abseitsposition zurückgepfiffen wird, lässt sich das nicht mehr rückgängig machen. Aber es gibt Möglichkeiten, die Anzahl der spielentscheidenden Fehlentscheidungen zu minimieren.

1. Man könnte eine Torkamera oder den Chip im Ball einführen.

2. Man könnte den vierten (oder einen fünften) Schiedsrichter mit einem Fernseher ausstatten. Dieser wäre mit dem Hauptschiedsrichter per Headset verbunden und könnte bei schwer wiegenden Fehlentscheidungen eingreifen. Da die Schiedsrichter per Funk verbunden sind, wäre noch nicht mal eine Spielunterbrechung notwendig.

Beide Vorschläge würden den Spielfluss nicht zerstören, aber so schwer wiegende Fehlentscheidungen wie die von Stark, Larrionda und Rosetti vermutlich verhindern. Es kann nämlich nicht sein, dass ein Schiedsrichter wider besseren Wissens an einer Fehlentscheidung festhalten muss.
 
Auch der Videobeweis würde nicht jede Fehlentscheidung verhindern.

Eben. Klare Fehler wie das Abseitstor der Argentinier oder das nicht gegebene Tor der Engländer wären damit aufzuklären, aber jedes Wochenende kann man in der Sportschau sehen, dass gerade die kniffligen Entscheidungen nur aus bestimmten Perspektiven und in der x-ten Verlangsamung möglicherweise aufgeklärt werden könnten. Das taugt zwar, um dem Schiedsrichter einen Fehler in der Nachbetrachtung anzukreiden, aber nicht als Entscheidungshilfe im laufenden Spiel.

1. Man könnte eine Torkamera oder den Chip im Ball einführen.

Der Chip im Ball wäre eine simple, verlässliche und erprobte Möglichkeit, um über Tor oder nicht Tor zu entscheiden. Das ist zwar nicht viel, aber immerhin wäre damit eine große Fehlerquelle ausgeschaltet.

2. Man könnte den vierten (oder einen fünften) Schiedsrichter mit einem Fernseher ausstatten. Dieser wäre mit dem Hauptschiedsrichter per Headset verbunden und könnte bei schwer wiegenden Fehlentscheidungen eingreifen. Da die Schiedsrichter per Funk verbunden sind, wäre noch nicht mal eine Spielunterbrechung notwendig.

Das erinnert mich zu sehr an die Torrichter, die von der UEFA ausprobiert wurden, und die haben sich bis auf wenige Ausnahmen als ausgesprochene Pfeifen erwiesen.
 
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