Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Monatelang war Said Husejinovic weg vom Fenster. Der Bannstrahl von Trainer Thomas Schaaf hatte den jungen Bosnier getroffen und ihn mit schöner Regelmäßigkeit auf die Tribüne katapultiert. Die Leistungen des 21-Jährigen im Training waren einfach nicht ausreichend gewesen, um sich für den Kader zu qualifizieren, so die Begründung von Schaaf.
Doch Husejinovic ließ sich nicht hängen, nahm die Verbannung als Ansporn, sich noch mehr reinzuhängen. Und tatsächlich fiel der Offensivspieler zuletzt im Training wieder positiv auf. Was auch Schaaf freilich nicht verborgen blieb. Er nominierte Husejinovic für die Bundesligapartie in Nürnberg, wo der Bosnier bei seinem 14-minütigen Kurzeinsatz für reichlich Furore sorgte. Eine feine Flanke, die Tim Borowski zum 2:2 hätte verwerten müssen, darüber hinaus war er mittelbar an allen gefährlichen Aktionen beteiligt. Das hat er sehr gut gemacht, lobt Sportchef Klaus Allofs das Offensivtalent.
Husejinovic habe sich den Einsatz verdient gehabt, da die Rückmeldung aus dem Training sehr ordentlich war, wie Allofs erklärt: Das muss er jetzt stabilisieren. Said hat den ersten Schritt getan. Ich hoffe, dass er jetzt nachlegt und sich damit auch unsere Geduld auszahlt.
Speziell will Allofs, dass Husejinovic weiter an seinem Spielverständnis arbeitet und an der taktischen Schulung. Hier gebe es noch Nachholbedarf. Außerdem muss er noch intensiver Deutsch lernen, fordert der Sportchef. Denn nur so kann auch die Kommunikation auf dem Platz besser werden.
Im Europa-League-Spiel morgen gegen Austria Wien sitzt Husejinovic allerdings erstmal wieder auf der Tribüne. Er ist nicht für den internationalen Wettbewerb gemeldet. Doch das, so Allofs, sollte seinen Spieler nicht davon abhalten, jetzt auch den zweiten Schritt zu tun.