Denn Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart) soll in seiner Stellungnahme gegenüber dem DFB-Sportgericht seine auf dem Platz gefällte Entscheidung revidiert haben. Der Referee hatte in der 83. Minute im Zweikampf zwischen Frings und Nürnbergs Thomas Broich einen Schlag des Bremers mit dem Ellenbogen gesehen, wertete das als Tätlichkeit. Dafür beträgt die Mindeststrafe zwei Spiele Sperre. Der Kontrollausschuss verlangt aber nur eine Auszeit von einer Partie. Allein daran sieht man doch, dass da etwas falsch gelaufen ist, meint Allofs.
Offenbar ist es so, dass Schmidt selbst seine Entscheidung nicht mehr konsequent vertreten mag. In seinem Bericht finden sich laut Allofs weder die Begriffe Tätlichkeit noch Ellenbogen. Von einer Berührung mit der Hand sei darin die Rede. Die hat es auch gegeben. Aus Versehen, wie selbst Broich gegenüber der Bild-Zeitung bestätigte: Es war keine Absicht. Das würde ich auch schriftlich bestätigen. Also fasst Allofs zusammen: Es liegt offensichtlich eine falsche Wahrnehmung des Schiedsrichters vor. Deshalb: Freispruch!