Robin Dutt

Es ist weniger eine Frage der Erwartungshaltung als eine der realistischen Einschätzung, wohin eine Entwicklung, wie wir sie anstreben, die auf charakterlich einwandfreien Kämpfertypen und einer relativ biederen Defensivtaktik fundiert, uns überhaupt führen kann. Meine Kritik richtet sich nicht gegen eine realistische Wahrnehmung der Möglichkeiten, sondern gegen den Glauben, damit nach 1-2 Jahren des Übergangs plötzlich oben wieder mitspielen zu können. Sie richtet sich dagegen, sich die Spielweise unter Dutt schönzusingen oder die Transferpolitik von Eichin zu glorifizieren, da war eben nicht viel, was irgendwo eine Hoffnung begründen könnte, nächstes Jahr nicht wieder dort anzufangen, wo wir im letzten Juli schon standen.

Was ich sehr positiv finde und was mir derzeit an Werder Spaß macht, ist die Tatsache, dass wir eine kämpferisch gute und damit unangenehm zu spielende Truppe haben. Klar kann man uns mit frühen Toren wie Mainz den Zahn ziehen, aber wenn das nicht gelingt oder man es versäumt, das zweite Tor nachzulegen, dann sind wir, siehe Gladbach, siehe Hoffenheim, immer noch da. Deswegen gehe ich auch davon aus, dass wir nächste Saison nicht absteigen werden, diese Mannschaft ist nicht komplett schlecht und wir haben keine faulen Eier mehr drin, außer vielleicht Ekici, der sich aber auch sehr profihaft verhält.

Insofern kann ich auch die Reaktionen auf meine Beitrag null nachvollziehen, andere User hauen gestern voll drauf, loben aber heute das Team in den höchsten Tönen. Sorry, das ist keine differenzierte Betrachtungsweise, die vom Einzelspiel abstrahiert, sondern ein Nachlaufen der aktuellen Ergebnisse. Nach einem 0:3 in Mainz ist die ganze Truppe voller Würste, nach einem 3:1 gegen Hoffenheim ist der Umbruch so gut wie realisiert und wir auf dem Weg nach oben. Beides ist grottenfalsch.
 
Gar nicht. Mit Obraniak steht sein Nachfolger bereits im Kader, dazu als Backup einen Zweitligisten. Obraniak sitzt zur Zeit nur noch auf der Bank, aber er wird der neue Offensivspieler sein (zusammen mit Junuzovic) wenn Hunt weg ist. Weil um einen Hunt auch nur ansatzweise adäquat zu ersetzen ist schlicht kein Geld da, Eichin hat ja schon gesagt: Geld für Transfers nur wenn Geld generiert wird. Also wenn man z.B. Ekici für 2mio loswerden könnte, dann hätten wir 2mio für einen Hunt-Nachfolger.

Stand in der Bild? Gesagt hat Eichin nämlich was ganz anderes....
 
Was maddin schreibt, ist im wesentlichen so zu unterschreiben.
Der Umbruch ist erst zum Teil vollzogen. Jetzt wo Hunt, Iggy, Mielitz sicher gehen, kann man nur hoffen, dass Ekici und Schmitz auch noch gehen.
Vorausgesetzt die gingen, dann könnte man deren Gehalt und evtl. Ablöse in neue Spieler investieren.
Wenn der ASR allerdings zu der Erkenntnis kommt, dass die 35 Mio€ Kaderkosten zu teuer sind, kann man sie auch ersatzlos streichen. Für einen Prödl kommt ein Galvez, Obraniak für Hunt, Bartels für Elia und der Rest würde durch die Nachwuchskräfte aufgefüllt werden, was hier so gerne gefordert wird?!
Wahrscheinlich wäre das der sportliche Selbstmord?
Es ist ganz entscheidend, wie der ASR die finanzielle Entwicklung bewertet. Hier zu glauben, dass in der kommenden Saison etwas anderes als Abstiegskampf vorherrschen wird, ist illusorisch. Selbst der scheidende KDF hat von 3-4 Jahren gesprochen.
TERD haben mit ihrer Aussage Übergangssaison falsche Anreize gesetzt. Der Übergang kann nur in die Plätze 9-12 sein anstatt 11-15. Das wäre ein zumindest realistisches Ziel, wobei diese Plätze auch oft sehr nahe an der Abstiegszone sind.
 
@ maddin

Dein Einwurf ist zwar grundsätzlich richtig, aber ganz so schwarz, daß es an dieser Mannschaft und dieser Situation nichts auf eine besserung hindeutet, sollte man es nun auch nicht sehen.

Mit dem "gefühlten Dauerumbruch seit Özils Weggang" stimme ich dir ebenso zu, wie zu der Tatsache, das uns die Kohle für die ganz interessanten Transfers fehlt. Dies bedeutet aber auch, daß man für die gewünschten Verbesserungen ausschließlich den Weg gehen kann bzw. muß, die Tugenden zu (...)

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Werder wird Zeit brauchen. Allerdings sehe ich in der Arbeit von TE genau die positiven Ansätze, die es braucht Werder wieder auf Kurs zu bringen. Nicht zuletzt das "Aufräumen" in allen Bereichen des "Vereins" ist für einige vielleicht harter aber ein absolut notwendiger Schritt, der von den zuvor Verantwortlichen, wahrscheinlich auch wegen persönlicher Bindungen, zu lange hinausgezögert wurde. Wichtig wird sein, dass man die richtigen Leute jetzt hierher bekommt.
Auch die Transferbilanz die TERD zu Verantworten haben ist eigentlich weitestgehend positiv. Makiadi ist immernoch, auch wenn sich zuletzt verbessert zeigte, eine leichte Enttäuschung. Aber sowohl Gracia, Caldirola als auch Di Santo sind für unsere Verhältnisse gute Transfers. Obraniak kann man noch nicht abschließend beurteilen, da er sich zunächst an die Bundesliga gewöhnen muss. Die Ansätze, die er aber durchaus schon zeigte, stimmen einen eher positiv.
Gehe daher eher optimistisch in die Zukunft ohne eben tabellenplatzmäßig zuviel zu erwarten. Ich wünsche mir, dass die nächste Saison ein bisschen entspannter wird und wir vielleicht im Pokal mal wieder ein, zwei Runden weiterkommen. Vielleicht auch mal wieder mit nem schönen Heimspiel am Dienstagabend gegen Bayern oder so.

Es ist ja auch ein Sache der Erwartunghaltung wenn Maddin hier wieder die Mottenkiste der armen grauen Maus Werder Bremen heraus holt, zu dem kein Spieler wechseln möchte, gefangen im ewigen Maß des Abstiegkampfes.

Mir persönlich reicht ein Werder im gesicherten Mittelfeld ohne einen Diego, Özil oder De Bruyne und erfreue mich über "limitierte Spieler" wie Garcia oder Caldirola, die das Herz am rechten Fleck tragen.

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Das ist der Punkt!
 
Und zwei Jahre ist die Zukunft?

Der HSV hat mit Leuten wie Kühne im Rücken und ggf. HSV plus, dem Background, dem Stadion und allem was dazugehört, ganz andere Möglichkeiten als Werder. Dass sie die in den letzten 2 Jahren um keinen Preis der Welt nutzen wollten, ist doch gut für uns. Dass sie es irgendwann tun werden, daran habe ich wenig Zweifel. Die paar Punkte, die wir mehr haben, sollten uns nicht blenden, wir können nur hoffen, dass der HSV absteigt, so dass er um Jahre zurückgeworfen wird.

Ach maddin....
Als du damals den Satz brachtest, da ging es nicht um einen Standortvorteil, um Kühne oder sonst wen (da gehe ich mit dir ja konform)
Damals ging es um das neue super innovative Traumduo Fink/Arnesen....
Was machen die beiden heute eigentlich?
 
Darum ging es mir nicht, fink und arnesen waren damals schon quatschköpfe und sind es heute noch. Deine Behauptungen sind etwas wirr.

finde ich aber bezeichnend, mit solchen Lügen zu operieren, anstatt sich mal mit den Argumenten zu Werder heute zu befassen. Sagt halt viel aus über den, der es braucht. Dass Fink ein Quatschkopf ist, habe ich damals bereits geschrieben und daran hat sich nichts geändert.
 
Du hast geschrieben, dass du erstmals seit 12 Jahren dort eine bessere Perspektive siehst. Den Standortvorteil kannst du doch wohl kaum ins Spiel bringen, der war schon vorher da.
Zudem hatte der HSV damals unter Fink ein kleines Zwischenhoch, so dass man schon den Eindruck bekommen konnte, dass dies deine Meinung beflügelt, zumal du es damals auch begründen konntest oder wolltest...
 
Es muss doch mittlerweile bei allen Mitforisten durchgestellt sein, dass die Werderzeiten unter KATS ENDGÜLTIG vorbei sind und man diese größtenteils wunderschöne Zeit nun mal langsam abhaken muss. Ich habe mich damit abgefunden. Viele ganz offensichtlich noch nicht, wie ich den Beiträgen von Maddin oder Campino (zumindest partiell) entnehme. Ziele, Ansprüche und finanzielle Rahmenbedingungen haben sich grundlegend geändert. Manche wollen oder können das nicht wahrhaben. Da haben wir schon oft genug drüber palavert. Es geht um einen mittelfristigen Neuaufbau, der vier bis sechs Jahre dauern kann und an dessen Ende nicht zwingend die Europaliga steht. Ich unterstelle TERD, dass sie das völlig klar sehen und sich interessiert ansehen werden, wie Erfolgsmodelle wie Augsburg oder in der Vergangenheit auch Freiburg funktioniert haben. Es gab eine Zeit beim SCF unter Volker Finke, in der viele unbekannte (Süd-)Osteuropäer, deren Name mit dem Kürzel "....willi bzw. vili" endete einen sehr guten Fußball gespielt und überrascht haben. Insofern ist bei TERD mangels finanzieller Masse künftig Kreativität, Einfallsreichtum und auch jede Menge Pragmatismus gefragt. Selbstverständlich läuft man dabei auch das Risiko, gegen den Abstieg zu spielen...TERD sind sich imho völlig klar darüber, dass sie aus der Not eine Tugend machen und (junge unbekannte)Spieler auftreiben müssen, die einen Vertrag bei Werder als die Chance ihres Lebens begreifen (also quasi das Gegenmodell zu einem Arnautovic) und sich dafür zerreißen. Das erfordert Charakter, Kameradschaft, Disziplin, Leistungswillen. Solche jungen namenlosen Spieler müssen TERD auftreiben....
 
Ich denke, dass die Wahrheit wie immer irgendwo in der Mitte liegen wird. Weder wird ganz schnell alles rosig, noch wird es so trist werden, wie von maddin beschworen. Dass es ein langer und auch schwieriger Weg weiter nach oben werden wird, ist hier wohl jedem klar. Und die meisten sind doch schon mal sehr froh, dass die Negativspirale der letzten Jahre durchbrochen zu sein scheint und es wenigstens die begründete Hoffnung gibt, dass es Stück für Stück weiter bergauf gehen wird.

So ungefähr. Im letzten Satz würde ich ein könnte statt wird wählen.
 
Es geht um einen mittelfristigen Neuaufbau, der vier bis sechs Jahre dauern kann und an dessen Ende nicht zwingend die Europaliga steht.

Also noch locker weitere drei Jahre Abstiegskampf ehe wir dann im gesicherten Mittelfeld ankommen? Ich denke nicht das dies der Anspruch von Eichin oder sonst irgendwem im Verein ist. Der klar formulierte Anspruch war bereits DIESES Jahr frühzeitig nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben. Dieses Ziel wurde verfehlt, also muss es für kommende Saison gelten. Ich möchte in diesem Zusammenhang mal auf Hoffenheim verweisen die kurz vorm Totalabsturz ihre eigene Wende eingeleitet haben, mit der Ansage nicht vom Kurs abzuweichen (auch und gerade nicht beim Trainer) selbst wenn eine Ehrenrunde in der zweiten Liga gedreht wird. Bei Hoffenheim erkennt man nun eine deutliche Linie, eine klare Entwicklung ihres Fußballs (auch wenn sie dieses Jahr werder-mäßig Gegentore kassieren). Und so lange ich das bei Werder nicht sehe (und ich persönlich sehe das halt noch nicht), sehe ich auch keine Wende hin zu irgendwas. Ich frage mich halt bis heute was die große Idee von dutt'schem Fußball ist, wie das Konstrukt am Ende der Reise aussehen mag. Vielleicht erkennen wir es ja früh in der kommenden Saison...
 
Der klar formulierte Anspruch war bereits DIESES Jahr frühzeitig nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben. Dieses Ziel wurde verfehlt, also muss es für kommende Saison gelten.

Was hieße denn für dich "frühzeitig"? Ich darf nur darauf hinweisen, dass noch nach dem 28. Spieltag rechnerisch nur die ersten sieben der Tabelle (bis einschließlich Mainz) sicher nicht absteigen konnten. 3 Spieltage später sind wir gerettet. Dazu haben wir diese Saison nicht einmal auf einem Abstiegsplatz gestanden, waren nie schlechter als Platz 14 und hatten minimal 3 Punkte Abstand zum Relegationsplatz.
Wenn man früher nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben will, würde man automatisch bereits um EL-Plätze mitspielen.
 
Also noch locker weitere drei Jahre Abstiegskampf ehe wir dann im gesicherten Mittelfeld ankommen? Ich denke nicht das dies der Anspruch von Eichin oder sonst irgendwem im Verein ist. Der klar formulierte Anspruch war bereits DIESES Jahr frühzeitig nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben. Dieses Ziel wurde verfehlt, also muss es für kommende Saison gelten. Ich möchte in diesem Zusammenhang mal auf Hoffenheim verweisen die kurz vorm Totalabsturz ihre eigene Wende eingeleitet haben, mit der Ansage nicht vom Kurs abzuweichen (auch und gerade nicht beim Trainer) selbst wenn eine Ehrenrunde in der zweiten Liga gedreht wird. Bei Hoffenheim erkennt man nun eine deutliche Linie, eine klare Entwicklung ihres Fußballs (auch wenn sie dieses Jahr werder-mäßig Gegentore kassieren). Und so lange ich das bei Werder nicht sehe (und ich persönlich sehe das halt noch nicht), sehe ich auch keine Wende hin zu irgendwas. Ich frage mich halt bis heute was die große Idee von dutt'schem Fußball ist, wie das Konstrukt am Ende der Reise aussehen mag. Vielleicht erkennen wir es ja früh in der kommenden Saison...

Wenn man möchte, dann erkennt man auch die Idee von Duttschen Fussball und auch eine Entwicklung.

Hoffenheim konnte auch noch gut sicheres Hoppschen Geld verbraten. Dazu würde ich die 4 Punkte, die Werder und Hoffenheim trennen nicht als wirklich relevant ansehen.

Das Ziel sich zwischen Position 8-14 zu bewegen wird man sehr wahrscheinlich erreichen. Mit dem Abstieg hat man auch nie wirklich was zu tun gehabt. Wenn man sich anschaut, dass aktuell immer noch acht Mannschaften absteigen können und es im Prinzip kaum ein gesichertes MF ist, sollte man die Aussage von TERD so sehen, wie sie gemeint war und nicht wie üblich krampfhaft nach Gründen suchen, gegen die neuen Verantwortlichen zu stänkern...

Im Prinzip spielt man in der Liga um die CL-Plätze, um die EL-Plätze oder gegen den Abstieg. Am 30. ST war nur Berlin jenseits von Gut und Böse...

Um die CL-Plätze wird Werder auch in vier Jahren nicht mitspielen. Also spielt man schlicht um die EL oder gegen den Abstieg. Und da ist vieles auch Glückssache. Vorallem, wenn man realisiert, dass auch in anderen Vereinen gearbeitet wird. Laut Eichin ist eben 8-14 realistisch...
 
Was hieße denn für dich "frühzeitig"? Ich darf nur darauf hinweisen, dass noch nach dem 28. Spieltag rechnerisch nur die ersten sieben der Tabelle (bis einschließlich Mainz) sicher nicht absteigen konnten. 3 Spieltage später sind wir gerettet. Dazu haben wir diese Saison nicht einmal auf einem Abstiegsplatz gestanden, waren nie schlechter als Platz 14 und hatten minimal 3 Punkte Abstand zum Relegationsplatz.
Wenn man früher nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben will, würde man automatisch bereits um EL-Plätze mitspielen.

:tnx:
 
Wenn du die "Ära des Umbruchs" ausrufst solltest du eher auf das Personal hinter der Mannschaft schauen, als auf einen Özil-Abgang o.ä.

Der Dicke hat viele Jahre so gescoutet und gehandelt, wie du es forderst und den Verein damit mehr oder weniger gegen die Wand gefahren. Lieber einen Arnautovic als Garcia, Caldirola und di Santo im Paket.

Jetzt müssen TERD diesen Karren wieder aus dem Dreck ziehen und hatten dafür im Grunde nichts als den Transfererlös von Sokratis als Pfeil im Köcher. Sokratis, der im Übrigen auch nicht durch Entwicklungspotenzial und Mördertalent herausgestochen hat, sondern vor allem durch seine Kämpfernatur und Charakterstärke.

Die Mannschaft musste neu erfunden werden und dafür brauchte es den echten Neustart. Für diesen legt man erst das Fundament und baut dann das Haus darauf. Dies haben KATS völlig vernachlässigt, haben gedacht, das Fundament ist vorhanden, es geht um punktuelle Verstärkung. Das "bestellte Feld" war aber weit und breit nicht zu sehen.

TERD haben den Pflug angesetzt, Altlasten abgestoßen und sich die Mittel geholt, eine neue Mannschaft zu formen, das Fundament zu legen und eben nicht eine besonders schicke Haustür ala Arnautovic gekauft, bevor irgendeine Grundlage zum Bauen gegeben war. Diese Grundlage festigt sich so langsam und DANN können in der intakten Mannschaft des tabellarischen Mittelfelds Talente heranwachsen.

Dies ist imo auch ein Grund, warum in dieser Saison die Einbettung von U23-Talenten noch nicht so funktioniert hat, wie Dutt sich das zu Beginn vorgestellt hatte.


Edit sagt noch: Ja wir SIND im Abstiegskampf, seit drei Jahren. Wenn du das nicht erkennen willst, dann ab nach Stellingen oder nach Golfsburg zum Klaus, der hat das nämlich auch nicht gesehen und fleißig weiter wie ein CL-Kandidat verpflichtet. Erst die Situation erkennen, dann die Situation annehmen, um situationsgerecht zu handeln und so die Dinge Schritt für Schritt zu verbessern.

:tnx::tnx::tnx:
 
Die von Maddin zitierten "Fakten" sehen wir doch in der Tabelle. Da haben wir jetzt schon mehr Punkte als nach 34 Spielen in der vergangenen Saison. Dadurch sind wir deutlich früher gerettet als voriges Jahr.
Das mal als Fakt!!!!

Was mir persönlich auffällt... Ich bin die letzten Jahre fast schon emotionslos geworden, ich habe Gegentore halt hingenommen und Tore auch nimmer wirklich gefeiert, Ausnahme war dann die Schlussphase in der Zeit von Allez Grün und der wirklichen entscheidenden Phase im Abstiegskampf. Ansonsten hatte ich wirklich eine emotionslose Phase, wie noch nie in meinen ca. 20 Jahren als Werder-Fan.

Diese Saison gehts mir gänzlich anders, ich bin wieder emotional wie eh und je und ich behaupte mal, dass das einfach auch an den endlich wieder kämpferischen Auftritten unserer Truppe liegt, daran, dass man endlich mal eine Veräderung sieht.

Das einfach mal so nebenbei als Anmerkung.
 
Ich würde die Aussage von TE, wonach man frühzeitig nichts mit dem Abstieg zu tun haben wollte, so deuten, dass es eben keine do-or-die-Spiele gibt. Die gab es aber diese Saison. Hätten wir gegen den HSV verloren, wären wir mitten drin im Abstiegskampf gelandet.

Und ich denke, dass kein Werder-Fan sagen wird, er (oder sie) hätte diese Saison nicht einen Gedanken an den Abstieg verschwendet. Werder war im Abstiegskampf und hat sich in den letzten beiden Spieltagen einigermaßen lösen können.

Für die nächste Saison erwarte ich keine Wunderdinge. Aber ich würde mir durchaus wünschen, dass wir zu keinem Zeitpunkt akut gegen den Abstieg spielen müssen.
 
Ich würde die Aussage von TE, wonach man frühzeitig nichts mit dem Abstieg zu tun haben wollte, so deuten, dass es eben keine do-or-die-Spiele gibt. Die gab es aber diese Saison. Hätten wir gegen den HSV verloren, wären wir mitten drin im Abstiegskampf gelandet.

Und ich denke, dass kein Werder-Fan sagen wird, er (oder sie) hätte diese Saison nicht einen Gedanken an den Abstieg verschwendet. Werder war im Abstiegskampf und hat sich in den letzten beiden Spieltagen einigermaßen lösen können.

Für die nächste Saison erwarte ich keine Wunderdinge. Aber ich würde mir durchaus wünschen, dass wir zu keinem Zeitpunkt akut gegen den Abstieg spielen müssen.

Aber erst dann wären "do or die" Spiele gekommen. So hatte man immer einen komfortablen Vorsprung. Man hat eben nicht akut gegen den Abstieg gespielt.
 
Es muss doch mittlerweile bei allen Mitforisten durchgestellt sein, dass die Werderzeiten unter KATS ENDGÜLTIG vorbei sind und man diese größtenteils wunderschöne Zeit nun mal langsam abhaken muss. Ich habe mich damit abgefunden. Viele ganz offensichtlich noch nicht, wie ich den Beiträgen von Maddin oder Campino (zumindest partiell) entnehme. Ziele, Ansprüche und finanzielle Rahmenbedingungen haben sich grundlegend geändert. Manche wollen oder können das nicht wahrhaben. Da haben wir schon oft genug drüber palavert. Es geht um einen mittelfristigen Neuaufbau, der vier bis sechs Jahre dauern kann und an dessen Ende nicht zwingend die Europaliga steht. Ich unterstelle TERD, dass sie das völlig klar sehen und sich interessiert ansehen werden, wie Erfolgsmodelle wie Augsburg oder in der Vergangenheit auch Freiburg funktioniert haben. Es gab eine Zeit beim SCF unter Volker Finke, in der viele unbekannte (Süd-)Osteuropäer, deren Name mit dem Kürzel "....willi bzw. vili" endete einen sehr guten Fußball gespielt und überrascht haben. Insofern ist bei TERD mangels finanzieller Masse künftig Kreativität, Einfallsreichtum und auch jede Menge Pragmatismus gefragt. Selbstverständlich läuft man dabei auch das Risiko, gegen den Abstieg zu spielen...TERD sind sich imho völlig klar darüber, dass sie aus der Not eine Tugend machen und (junge unbekannte)Spieler auftreiben müssen, die einen Vertrag bei Werder als die Chance ihres Lebens begreifen (also quasi das Gegenmodell zu einem Arnautovic) und sich dafür zerreißen. Das erfordert Charakter, Kameradschaft, Disziplin, Leistungswillen. Solche jungen namenlosen Spieler müssen TERD auftreiben....

:tnx::tnx::tnx:

Also noch locker weitere drei Jahre Abstiegskampf ehe wir dann im gesicherten Mittelfeld ankommen?

Wie man in dieser Saison sieht gibt es da kaum noch ein wirklich gesichertes Mittelfeld. Entweder du spielst um die EL oder gegen den Abstieg. Gerade jetzt kristallisieren sich Mannschaften heraus, die um die goldene Ananas kicken.
Grundsätzlich wird man aber damit rechnen müssen auch nächste Saison noch gegen den Abstieg spielen zu müssen. Hängt alles ein bisschen vom Entwicklungstempo der Mannschaft ab. Dies hatte RD ja im Laufe der Hinrunde auch schon gnadenlos überschätzt. Aber er hat denke ich im Laufe der Saison viel gelernt. Hierfür sprachen auch seine Aussagen vor Mainz- bzw. nach dem Schalkespiel als er das Spiel im Mainz wohlwissend schon zum Characktertest erklärte.


Ich denke nicht das dies der Anspruch von Eichin oder sonst irgendwem im Verein ist. Der klar formulierte Anspruch war bereits DIESES Jahr frühzeitig nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben. Dieses Ziel wurde verfehlt, also muss es für kommende Saison gelten.

Die Ziele waren der Nichtabstieg und 40 Punkte. Der Nichtabstieg ist eigentlich so gut wie geschafft, ob man die 40 Punkte-Marke noch knackt ist vor dem Hintergrund des Restprogramms möglich aber eher unwahrscheinlich.
Was nun frühzeitig in diesem Zusammenhang heißen sollte, muss wohl jeder für sich selbst bewantworten. Ich persönlich sehe uns drei Spieltage vor Saisonsschluss als quasi gesichert. Da passt das schon. Wir haben jetzt schon mehr Punkte als letzte Saison nach 34 Spielen. Ich denke das ist immer auch vor dem Hintergrund, dass hier doch einiges umgebaut wurde, als Erfolg verbuchen kann.


Ich möchte in diesem Zusammenhang mal auf Hoffenheim verweisen die kurz vorm Totalabsturz ihre eigene Wende eingeleitet haben, mit der Ansage nicht vom Kurs abzuweichen (auch und gerade nicht beim Trainer) selbst wenn eine Ehrenrunde in der zweiten Liga gedreht wird. Bei Hoffenheim erkennt man nun eine deutliche Linie, eine klare Entwicklung ihres Fußballs (auch wenn sie dieses Jahr werder-mäßig Gegentore kassieren). Und so lange ich das bei Werder nicht sehe (und ich persönlich sehe das halt noch nicht), sehe ich auch keine Wende hin zu irgendwas. Ich frage mich halt bis heute was die große Idee von dutt'schem Fußball ist, wie das Konstrukt am Ende der Reise aussehen mag. Vielleicht erkennen wir es ja früh in der kommenden Saison...

Hoffenheim lebt von der individuellen Klasse. Da ist eigentlich keine taktische Entwicklung zu erkennen. Das haben wir hier sogar mal ausführlich diskutiert und Mick hat das dann mal sehr gut, besser als ich es je könnte, beschrieben. Eigentlich ist es immernoch schlecht, dass Hoffenheim da nicht auf EL-Kurs ist mit der Klasse, die die da in der Truppe haben.
 
Was hieße denn für dich "frühzeitig"? Ich darf nur darauf hinweisen, dass noch nach dem 28. Spieltag rechnerisch nur die ersten sieben der Tabelle (bis einschließlich Mainz) sicher nicht absteigen konnten. 3 Spieltage später sind wir gerettet. Dazu haben wir diese Saison nicht einmal auf einem Abstiegsplatz gestanden, waren nie schlechter als Platz 14 und hatten minimal 3 Punkte Abstand zum Relegationsplatz.
Wenn man früher nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben will, würde man automatisch bereits um EL-Plätze mitspielen.

Wir sind mehrfach dicht unten an die Abstiegsplätze rangerutscht, nicht umsonst wurde ja bei Werder bis vor kurzem von Abstiegskampf gesprochen. Glücklicherweise hat die Mannschaft jedes mal noch die Kurve bekommen ehe es richtig brennen konnte (erstmalig gegen Leverkusen beispielsweise) aber das was Stuttgart und Hamburg gerade erleben war für uns locker auch drin. Und genau Stuttgart und Hamburg haben wir es zu verdanken das wir um den 30 Spieltag herum etwas aufatmen konnten und jetzt wohl durchatmen können. Hoffenheim beispielsweise hat am 26. Spieltag alles klargemacht, das nenne ich mal relativ frühzeitig. Hertha hat bereits in der Hinrunde alles klargemacht und kann es sich daher erlauben eine katastrophale Rückrunde (ähnlich Werder letzte Saison) zu spielen.
 
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