Robin Dutt

maddin schreibt nicht über die Punktzahl, er schreibt über die Art zu spielen. Und da hat er recht damit das die Einzelspieler viel besser sind als sie teils hier aber vor allem von Dutt niedergemacht werden. Wenn wie gegen Freiburg kein Pass über 2m ankommt hat doch jeder Zweite hier geschrieben das es mit der Trümmertruppe eben anders nicht geht und wer, wie ich, mehr Fußball fordert, wurde damit abgekanzelt das man Träumer sei der sich noch in den Schaaf-Zeiten wähnt und angeblich wieder Kamikaze-Fußball fordert. Aber schau einer an, wie auch mal gegen Leverkusen aufgeblitzt können die Jungs durchaus Fußball spielen. Wäre ja auch etwas schräg wenn sie es verlernt hätten, aber als Argument um Dutts Arbeit zu stärken scheut man nicht mal davor zurück die eigenen Spieler schlecht zu reden um damit das Erreichte besser wirken zu lassen.

:tnx:
 
Ich halte auch nicht viel von Dutt.

Dennoch sollte man anfangen, mal die Kirche im Dorf zu lassen und die Dinge realistisch zu sehen.

Es ist Quatsch, zu behaupten, Dutt habe kein System, nur weil einem seines nicht passt. Er hat immerhin die Abwehr stabilisiert und bisher gegen die analogen Gegner mehr Punkte geholt als im Vorjahr, obwohl er nach dem Abgang von de Bruyne und Sokratis eine spielerisch schwächere Truppe vorgefunden hat. Leider tut er sehr wenig zum Einbau junger Leute in die Mannschaft.

Ein Großteil des Forums hat schon im Vorjahr gemeinsam mit dem Vorstand den Trainer abgesägt, es ist unsinnig, dies jetzt nochmals zu versuchen. Dabei ist es abwegig, einfach zu fordern: Dutt muss weg, wenn schon, dann eher: Der oder jener Trainer muss her.

Vielleicht könnte man es ja mal anders herum versuchen, nämlich den Trainer anzufeuern, auch mal seine positiven Seiten herauszustellen, anstatt immer nur auf ihm einzudreschen.

Ganz am Rande vermerke ich zudem positiv, dass er bei allem Anfeuern der Mannschaft einen gewissen Anstand nicht verliert und nicht auf gegnerischen Spieler, Betreuer und Schiedsrichter losgiftet wie die Herren Klopp, Tuchel, Streich u.a.. Man kann auch temperamentvoll sein, ohne den Gegner und die Schiedsrichter niederzumachen. Dazu gäbe es massenhaft zu schreiben. Positiv fielen mir am Sonntag in diesem Zusammenhang in Hannover beide Trainer (und auch Manager) auf, obwohl es für sie um sehr viel ging.

Euagoras
 
ich bin auch kein fan von dutt, und er hat alles andere als einen guten job gemacht. auch ich habe eine veränderung gefordert, aber wie hier schon gesagt, die mannschaft hat immer, wenn auch spät ein zeichen gesetzt. ich glaube auch, dass wir dieses jahr nicht absteigen und dutt dementsprechend eine chance für die neue saison verdient hat. er hatte geschickter weise ja bereits zu beginn gesagt, es dauer 2 jahre bis erfolge zu sehen sind.

so weit würde ich nicht gehen. wenn in der anfangsphase der buli 14/15 keine weiterentwicklung zu erkennen ist, muss gehandelt werden. nach 3 vorbereitungen und 3 transferperioden muss etwas passieren!
 
Ich halte auch nicht viel von Dutt.

Dennoch sollte man anfangen, mal die Kirche im Dorf zu lassen und die Dinge realistisch zu sehen.

Es ist Quatsch, zu behaupten, Dutt habe kein System, nur weil einem seines nicht passt. Er hat immerhin die Abwehr stabilisiert und bisher gegen die analogen Gegner mehr Punkte geholt als im Vorjahr, obwohl er nach dem Abgang von de Bruyne und Sokratis eine spielerisch schwächere Truppe vorgefunden hat. Leider tut er sehr wenig zum Einbau junger Leute in die Mannschaft.

Ein Großteil des Forums hat schon im Vorjahr gemeinsam mit dem Vorstand den Trainer abgesägt, es ist unsinnig, dies jetzt nochmals zu versuchen. Dabei ist es abwegig, einfach zu fordern: Dutt muss weg, wenn schon, dann eher: Der oder jener Trainer muss her.

Vielleicht könnte man es ja mal anders herum versuchen, nämlich den Trainer anzufeuern, auch mal seine positiven Seiten herauszustellen, anstatt immer nur auf ihm einzudreschen.

Ganz am Rande vermerke ich zudem positiv, dass er bei allem Anfeuern der Mannschaft einen gewissen Anstand nicht verliert und nicht auf gegnerischen Spieler, Betreuer und Schiedsrichter losgiftet wie die Herren Klopp, Tuchel, Streich u.a.. Man kann auch temperamentvoll sein, ohne den Gegner und die Schiedsrichter niederzumachen. Dazu gäbe es massenhaft zu schreiben. Positiv fielen mir am Sonntag in diesem Zusammenhang in Hannover beide Trainer (und auch Manager) auf, obwohl es für sie um sehr viel ging.

Euagoras

Das Fettgedruckte erscheint mir etwas sehr weit weg von der Realität, denn wenn der öffentliche Einfluß (egal ob Forum oder sonst woher) so immens wäre, dann wäre die Vertragsverlängerung von TS anno 2012 gar nicht erst zustande gekommen.

Ansonsten toller Beitrag.:tnx:
 
Ein Großteil des Forums hat schon im Vorjahr gemeinsam mit dem Vorstand den Trainer abgesägt, es ist unsinnig, dies jetzt nochmals zu versuchen.

Euagoras
Vor allem, da wir jetzt einen Trainer haben, der die Mannschaft in den Punkten Defensivverhalten und Taktik 3 Schritte nach vorn gebracht und im Bereich Menschenführung dem Vorgänger auch deutlich überlegen ist.
Den bisherigen Schwachpunkt, das Spielerische, wird RD auch noch beheben.
Das Spiel gegen Hannover war ja schon ziemlich nahe dran an dem, was mit dem vorhandenen Material maximal geht.
 
Über die Qualität des Kaders haben wir uns hier ja schon des Öfteren unterhalten.

Komischerweise bemängeln bzw. bemängelten ja einige, dass RD vor der Saison Spieler wie Prödl zum Abwehrchef gemacht und weiter an einem Fritz festhielte, und diese zu positiv eingeschätzt habe. Man kann da jetzt noch andere Namen hernehmen. Dies war so der Tenor vieler Leute im Winter, die RD scharf attakierten. Gleichzeitig wurde ja der "Königsmörder TE" auch gleich mit in die Kritik genommen, da dieser ja dann zwei Transferperioden gehabt habe, um die Mannschaft nach "seinen" Vorstellungen den Kader umzubauen. Also ginge der damals, noch ziemlich einhellig, als vergleichsweise schwach eingestufte Kader eben zu lasten TERDs.

Nun sind wir seit ein paar Wochen an dem Punkt, dass der Kader ja gar nicht so schwach sei und es allein an RD liege, dass wir so schwachen Fussball böten. Und RD die Mannschaft schwach gerdet hättem Wie sich die Sichtweise doch wandelt. Ist ja auch schön im Prödl Thread zu sehen. Zugegeben hat er sich doch gemacht. Gerade seit dem Winter bringt er eigentlich sehr konstant ordentliche Leistungen. Ist eben auch ziemlich Kopfballstark. Dass unser Abwehrsystem von RD genau darauf ausgelegt wurde, wird leider nicht gelobt. Denn, wenn man unsere Spiele sich genau anschaut, dann versuchen wir aus der Mitte möglichst alles zu vermeiden und den Gegner durchaus auf den Flügeln ein bisschen Raum zu lassen. So können die Spieler wie Luki oder eben Prödl ihre "Stärken" ausspielen. Fussballerisch bleiben nämlich beide limitiert. Und da kommen wir nämlich zu einem Punkt, den man für die Zukunft im Auge haben sollte. Im heutigen Fussball beginnt der Spielaufbau bei Torhüter und fussballerisch starken Verteidigern. Dabei sind für die Spielaufbau gerade die beiden Innenverteidiger durchaus wichtig, weshalb ich eben nicht glaube, dass es, wenn man den wieder dauerhaft schönen Kombinationsfussball sehen will, mit Leuten wie Prödl oder Luki passt. Ich weiss immernoch nicht, was Galvez da so kann, da man ja nicht besonders viel von Rayo in Deutschland mitbekommt.

Aber das war eigentlich nur ein "kleiner" Einschub. Worauf ich hinauswollte ist, dass ich den Kader in seiner Gesamtheit immernoch für schwach halte. Da ändern gute Auftritt gegen Leverkusen oder gegen Hannover gar nichts dran. Dieser Kader verfügt über einige gute Einzelspieler. Das ist keine Frage. Spieler, die sicher auch viele andere Bundesligisten in ihren Reihen hätten. Aber der Kader passt in seiner Zusammenstellung (noch?) nicht. Fallen bestimmte Spieler aus, dann brechen die Systeme ziemlich in sich zusammen. Wobei man sieht, dass der erste Anzug mittlerweile durchaus zwei, drei Systeme spielen kann. Wobei dabei wirklich nur selten guter Fussball bei rumkommt. Liegt aber eben auch in der schwäche unsere Spielaufbaus (siehe oben), gerade dann wenn unsere Verteidiger vom Gegner früh unter Druck gesetzt werden. Zum anderen bleibt mir die Mentalität dieser Truppe ein großes Rätsel. Wenn ich mir nur die Auftritte gegen Freiburg und Hannover anschaue und vergleiche mit welcher Einstellung die Mannschaft jeweils auf dem Platz gegangen ist, dann liegen da Welten zwischen. Genauso die ersten 20 Minuten im Spiel gegen Wolfsburg. Bezeichnend war der Fehlpass von Kroos direkt nach dem Anstoß in die Füße eines Wolfsburgers. Wo ist da bitte die nötige Konzentration. Dass es gegen Ende des Spiels mal Konzentrationsprobleme gibt, weil die Kondition nachlässt, ist vollkommen normal. Aber nach gefühlten drei Sekunden???

Dann nochmal zum "schwach Reden". Wir kamen mit dieser Mannschaft aus der schwächsten Rückrunde der Bundesligageschichte (übrigens die zweite davon in Folge). Sind in den drei Saisons zuvor zwei mal dem Abstieg gerade so von der Pfanne gesprungen und haben mit KdB und Socke zwei ganz wichtige Spieler der vergangenen Saison verloren. Neuverpflichtungen kamen zum Teil recht spät. Aber insgesamt wurde in meinen Augen vor der Saison von den sportlich Verantwortlichen ein sehr realistisches Ziel ausgegeben bzw. sehr realistisch antizipiert, indem man sagte es ginge darum hier etwas zu entwickeln, dass dies auch dauern könne, dass wir Rückschläge einkalkulieren müssten, dass es gegen den Abstieg ginge und das Ziel eben 40 Punkte seien. Ich weiss nicht, worin hier ein "Schlechtreden" zu erkennen ist???
Zumal sich eben auch andere Experten durchaus einig darin waren in Werder einen Abstiegskandidaten zu sehen.
Aber welches Ziel hätten denn die Verantwortlichen ausgeben sollen, ohne dass ihnen heute ein "Schlechtreden" unterstellt werden könnte??? Meisterschaft oder CL-Quali???

Was wiederum auf einem ganz anderen Blatt steht, ist die Frage, ob man mit RDs Arbeit zufrieden seien kann. Ich persönlich kann, wenn der Klassenerhalt geschafft wurde, mit dem Leben, was wir zusehen bekamen. Weil ich das ganze immernoch als Übergangsphase betrachte. Richtigerweise wurde hier von einigen schon angemerkt, dass RD auch in Freiburg erstmal ein Jahr brauchte, um seine Vorstellung umzusetzen. Zufrieden bin ich mit dem Fussball, den wir bieten nicht. Zufrieden bin ich allerdings damit, dass wir es doch schon oft geschafft haben die Null zu halten. Dennoch hätte ich mich, wenns ganz eng geworden wäre, mit einem Trainerwechsel anfreunden können, um diesen bekannten Strofeuereffekt zu zünden. Dass Trainerwechsel unter Saison seltenst nachhaltig etwas bewirkten ist ja statistisch durchaus erwiesen. Auch sieht man dies diese Saison Nürnberg, Hannover, Stuttgart und Hamburg, dass Trainerwechsel vielleicht eben diesen kurzen Effekt haben (Hamburgs Sieg gegen den BVB; Hannover in Wob), aber eben schon mittelfristig wenig bringen. Während man eigentlich am BTSV und Freiburg durchaus sieht, dass da auch mit dem Festhalte am Trainer einiges möglich ist. Auch uns zähle ich da noch rein.

Wie sollte es also weitergehen? Ich denke man muss, sofern mit dem Klassenerhalt das Primärziel auch rechnerisch erreicht ist, sich zusammensetzen und die Saison schonungslos analysieren. Ich denke nicht, dass wir das Sekudärziel "40 Punkte" erreichen werden. Hieran muss sich RD auch messen lassen. Zudem geht die Entwicklung doch ein bisschen zu schleppend voran, wobei das RD eigentlich durch sein viel zu frühes Umstellen des Fussballs in der Hinrunde, selbst verursacht hat. So musste im Winter wieder alles auf Null. Persönlich denke ich, dass man mit RD dann weiter machen sollte und ihm die Chance auf ein zweites Jahr geben sollte. Und dann wird man sehen, ob es auch zu der erhofften fussballerischen Entwicklung kommt. Zudem wird man ja an der Mannschaft doch einiges tun müssen.

Ich persönlich wäre erstmal äußerst beruhigt, wenn wir den Klassenerhalt jetzt auch rechnerisch in trockene Tücher bekämen!
 
Was wiederum auf einem ganz anderen Blatt steht, ist die Frage, ob man mit RDs Arbeit zufrieden seien kann. Ich persönlich kann, wenn der Klassenerhalt geschafft wurde, mit dem Leben, was wir zusehen bekamen. Weil ich das ganze immernoch als Übergangsphase betrachte. Richtigerweise wurde hier von einigen schon angemerkt, dass RD auch in Freiburg erstmal ein Jahr brauchte, um seine Vorstellung umzusetzen. Zufrieden bin ich mit dem Fussball, den wir bieten nicht. Zufrieden bin ich allerdings damit, dass wir es doch schon oft geschafft haben die Null zu halten. Dennoch hätte ich mich, wenns ganz eng geworden wäre, mit einem Trainerwechsel anfreunden können, um diesen bekannten Strofeuereffekt zu zünden. Dass Trainerwechsel unter Saison seltenst nachhaltig etwas bewirkten ist ja statistisch durchaus erwiesen. Auch sieht man dies diese Saison Nürnberg, Hannover, Stuttgart und Hamburg, dass Trainerwechsel vielleicht eben diesen kurzen Effekt haben (Hamburgs Sieg gegen den BVB; Hannover in Wob), aber eben schon mittelfristig wenig bringen. Während man eigentlich am BTSV und Freiburg durchaus sieht, dass da auch mit dem Festhalte am Trainer einiges möglich ist. Auch uns zähle ich da noch rein.

Wie sollte es also weitergehen? Ich denke man muss, sofern mit dem Klassenerhalt das Primärziel auch rechnerisch erreicht ist, sich zusammensetzen und die Saison schonungslos analysieren. Ich denke nicht, dass wir das Sekudärziel "40 Punkte" erreichen werden. Hieran muss sich RD auch messen lassen. Zudem geht die Entwicklung doch ein bisschen zu schleppend voran, wobei das RD eigentlich durch sein viel zu frühes Umstellen des Fussballs in der Hinrunde, selbst verursacht hat. So musste im Winter wieder alles auf Null. Persönlich denke ich, dass man mit RD dann weiter machen sollte und ihm die Chance auf ein zweites Jahr geben sollte. Und dann wird man sehen, ob es auch zu der erhofften fussballerischen Entwicklung kommt. Zudem wird man ja an der Mannschaft doch einiges tun müssen.

Zustimmung zum Rest Deines Beitrages. Zur RD muss ich aber sagen, dass ich zwar auch die Fortschritte erkenne, die er mit dieser Mannschaft gemacht hat und die hier von einigen tatsächlich gepflegt ignoriert bzw. unter den Tisch gekehrt werden. Aber ich war durch die Eindrücke der letzten Wochen ehrlich gesagt doch der Meinung, dass es mit ihm nicht weitergehen kann. Allerdings hatte glaube ich Gustav Jacobi es schon ganz richtig geschrieben: Kurz vor Eintritt der totalen Katastrophe legt die Mannschaft dann plötzlich wieder Auftritte hin, bei denen man eigentlich denkt, sie hätte verstanden, um was es geht, und holt dann auch die Punkte. Irgendwo faszinierend. Gab es zwar unter TS mMn auch schon, aber nicht mit diesen extremen Unterschieden. Leider kommt dann bei Dutt die mMn katastrophale Aussendarstellung dazu, die mich dann doch wieder denken lässt, dass wir eigentlich nächste Saison einen neuen Trainer bräuchten. Ich glaube aber auch, dass unsere Verantwortlichen mit RD weitermachen werden, möglicherweise auch noch unter dem Aspekt, nicht wieder so viele Trainer "verbrauchen" zu wollen wie 95-99. Wir werden Dutt wohl also tatsächlich nächste Saison noch hier sehen. Ob ich in der Lage bin, ihm eine "faire" Chance zu geben, da werden wohl die Eindrücke der nächsten Spiele entscheidend sein. Gebe ich offen zu.
 
Ich denke immer: Es ist doch gut, wenn Skripnik noch etwas Erfahrung im U23-Bereich sammelt und Dutt hier seinen Vertrag so erfüllt, dass keiner jubelt, aber auch kein Tal der Tränen ausbricht, so dass der Verein sich konsolidieren kann. Es hilft ja nichts, jedes Jahr den Trainer zu wechseln und dass Dutt mit seinem Fokus auf die Spieldestruktion es geschafft hat, zumindest in der Hälfte der Spiele ordentlich zu verteidigen, ist vielleicht eine Basis, auf die man einen besseren Fußball draufsetzen kann, wer weiß. Ich würde mir von Dutt mehr Mut wünschen, sowohl taktisch als auch in der formulierung von Zielen.
 
Es ist schwierig zu prognostizieren, ob ein anderer Trainer hier einen anderen Drive reinbekommen würde oder es besser gemacht hätte.

Die Außendarstellung interessiert mich ehrlich gesagt vergleichsweise wenig. Kann aber auch mit der RDs leben. Finde da jetzt nicht so viel, was mich da stört. Da wird ja jedes Wort - nicht von dir - auf die Goldwaage gelegt. Bleibt aber eben auch nicht aus, wenn der Erfolg ausbleibt. Das ist im Sport wie in der Politik möchte ich sage. Biste auf ner Erfolgswelle, dann machste während du die größe Sch*** baust noch alles richtig.

Was das sportliche angeht so muss man sich eben die Gedanken nach dem Klassenerhalt machen, ob man mit RD weitermachen möchte. Wie gesagt für mich spricht eben dann doch mehr für als gegen ihn. Das ist aber eben ein Abwägungsprozess, den jeder - auch die Verantwortlichen - selbst machen müssen. Man sollte auf keinen Fall an ihm Festhalten, wenn man nicht mehr von ihm überzeugt ist. Auch wenn das dann vielleicht wie Mitte/Ende der 90er bedeutet, dass man erstmal vier, fünf oder mehr Trainer braucht bis man den Richtigen hat.
 
Das Fettgedruckte erscheint mir etwas sehr weit weg von der Realität, denn wenn der öffentliche Einfluß (egal ob Forum oder sonst woher) so immens wäre, dann wäre die Vertragsverlängerung von TS anno 2012 gar nicht erst zustande gekommen.

Du bist lustig, der Vertrag hätte nie verlängert werden dürfen , und der davor von TS auch nicht .
Dann würde wir zumindest bei normaler Entwicklung um die EL Plätze mitspielen, und es würde nicht in jedem Spiel quasi um unsere Existentes gehen .

Zu RD, wenn wir wirklich den Klassenerhalt schaffen sollten (WAS ICH NOCH NICHT SEHE; KANN MIR AUCH VORSTELLEN DAS WIR JEDES SPIEL VERLIEREN UND ES UNS SO ERGEHT WIE DÜSSELDORF LETZTES JAHR), sollte er nächste Jahr noch auf der Bank sitzen , da sollte unser Ziel aber wieder sein um die EL Plätze und einem besseren Fußball mitzuspielen , wenn wir am ende dann nur 10 werden wäre das auch ok .
Das sollte unser Ziel sein nächste Saison .
Ob ich das RD zutraue, weiß ich ehrlich gesagt nicht .
 
Über die Qualität des Kaders haben wir uns hier ja schon des Öfteren unterhalten.

Komischerweise bemängeln bzw. bemängelten ja einige, dass RD vor der Saison Spieler wie Prödl zum Abwehrchef gemacht und weiter an einem Fritz festhielte, und diese zu positiv eingeschätzt habe. Man kann da jetzt noch andere Namen hernehmen. Dies war so der Tenor vieler Leute im Winter, die RD scharf attakierten. Gleichzeitig wurde ja der "Königsmörder TE" auch gleich mit in die Kritik genommen, da dieser ja dann zwei Transferperioden gehabt habe, um die Mannschaft nach "seinen" Vorstellungen den Kader umzubauen. Also ginge der damals, noch ziemlich einhellig, als vergleichsweise schwach eingestufte Kader eben zu lasten TERDs.

Es ging vielfach schon damals um die viel zu sehr auf Defensive ausgerichtete Maxime. Das konnte man eben damals auch schon an den Spielerverpflichtungen, bzw, besser ausgedrückt, an den nicht umgesetzten Verpflichtungen von Offensivkräften, festmachen.

Damals meinten viele User, die ohnehin von einer blühenden Zukunft allein aufgrund des Trainerwechsels ausgegangen sind, dass unser Offensivpotential absolut ausreichend sei. Komischerweise sind das fast dieselben User, die sich heute über unseren fast einzigen Stürmer Petersen aufregen. :(

Nun sind wir seit ein paar Wochen an dem Punkt, dass der Kader ja gar nicht so schwach sei und es allein an RD liege, dass wir so schwachen Fussball böten. Und RD die Mannschaft schwach gerdet hättem Wie sich die Sichtweise doch wandelt.

Die Sichtweise hat sich bei vielen "Experten" innerhalb dieser Saison offenbar schon mehrfach gewandelt. Die ursprüngliche Aussage, man könne die verbesserte Defensivarbeit irgendwann definitiv an weniger Gegentoren festmachen, musste kurzerhand an die Anzahl der "Zu Null Spiele" angepasst werden. Die Kritik, dass diese durch fast vollständigen Verzicht auf Offensivfußball "erkauft" wurden, wurde solange verteufelt, bis man sich entschloss, sich endgültig voom neuen Trainer Dutt und seinen Kompetenzen abzuwenden. :confused: :(


Ist ja auch schön im Prödl Thread zu sehen. Zugegeben hat er sich doch gemacht. Gerade seit dem Winter bringt er eigentlich sehr konstant ordentliche Leistungen. Ist eben auch ziemlich Kopfballstark. Dass unser Abwehrsystem von RD genau darauf ausgelegt wurde, wird leider nicht gelobt. Denn, wenn man unsere Spiele sich genau anschaut, dann versuchen wir aus der Mitte möglichst alles zu vermeiden und den Gegner durchaus auf den Flügeln ein bisschen Raum zu lassen. So können die Spieler wie Luki oder eben Prödl ihre "Stärken" ausspielen. Fussballerisch bleiben nämlich beide limitiert.

Es war angesichts mangelnder Alternativen völlig klar, dass Prödl genau diese Rolle als Abwehr-Chef einnehmen musste. Das konnte man ihm, nach mehr als 5 Jahren Bundesliga-Erfahrung auch zutrauen. Wenn icht mal dieses Vorhaben geklappt hätte, hätte Dutt gleich einpacken können.


Und da kommen wir nämlich zu einem Punkt, den man für die Zukunft im Auge haben sollte. Im heutigen Fussball beginnt der Spielaufbau bei Torhüter und fussballerisch starken Verteidigern. Dabei sind für die Spielaufbau gerade die beiden Innenverteidiger durchaus wichtig, weshalb ich eben nicht glaube, dass es, wenn man den wieder dauerhaft schönen Kombinationsfussball sehen will, mit Leuten wie Prödl oder Luki passt. Ich weiss immernoch nicht, was Galvez da so kann, da man ja nicht besonders viel von Rayo in Deutschland mitbekommt.

Ideal wäre mMn ein kompromissloser IV wie Prödl und ein spielintelligenter wie es Caldirola werden kann. Das passt schon! Galvez kann ich auch nicht einschätzen.

Aber das war eigentlich nur ein "kleiner" Einschub. Worauf ich hinauswollte ist, dass ich den Kader in seiner Gesamtheit immernoch für schwach halte. Da ändern gute Auftritt gegen Leverkusen oder gegen Hannover gar nichts dran. Dieser Kader verfügt über einige gute Einzelspieler. Das ist keine Frage. Spieler, die sicher auch viele andere Bundesligisten in ihren Reihen hätten. Aber der Kader passt in seiner Zusammenstellung (noch?) nicht. Fallen bestimmte Spieler aus, dann brechen die Systeme ziemlich in sich zusammen. Wobei man sieht, dass der erste Anzug mittlerweile durchaus zwei, drei Systeme spielen kann. Wobei dabei wirklich nur selten guter Fussball bei rumkommt. Liegt aber eben auch in der schwäche unsere Spielaufbaus (siehe oben), gerade dann wenn unsere Verteidiger vom Gegner früh unter Druck gesetzt werden. Zum anderen bleibt mir die Mentalität dieser Truppe ein großes Rätsel. Wenn ich mir nur die Auftritte gegen Freiburg und Hannover anschaue und vergleiche mit welcher Einstellung die Mannschaft jeweils auf dem Platz gegangen ist, dann liegen da Welten zwischen. Genauso die ersten 20 Minuten im Spiel gegen Wolfsburg. Bezeichnend war der Fehlpass von Kroos direkt nach dem Anstoß in die Füße eines Wolfsburgers. Wo ist da bitte die nötige Konzentration. Dass es gegen Ende des Spiels mal Konzentrationsprobleme gibt, weil die Kondition nachlässt, ist vollkommen normal. Aber nach gefühlten drei Sekunden???

Die Mannschaft hat sicher kein CL-Niveau, auch für einen EL-Qualiplatz ist sie zu schwach. Dennoch ist sie definitv besser als sie sich über weite Strecken der Saison präsentiert hat.

Die Fehler liegen, wie oben schon gesagt, in der falschen Zusammenstellung vor der Saison ( zu wenige Offensive) und in viel zu defensiv ausgerichteten Spielweise.

Dass die vielen Fehleinkäufe von KATS den Kader immer noch "belasten" ist j auch völlig klar. Im Vergleich zu vielen "Abstiegs-Konkurrenten" haben wir aber einen sehr brauchbaren Kader. Leider haben wir spielerisch viel zu wenig rausgeholt. Am Ende aber zählen ja die Punkte, die man mit viel, viel Dusel irgendwie eingefahren hat.

Dann nochmal zum "schwach Reden". Wir kamen mit dieser Mannschaft aus der schwächsten Rückrunde der Bundesligageschichte (übrigens die zweite davon in Folge). Sind in den drei Saisons zuvor zwei mal dem Abstieg gerade so von der Pfanne gesprungen und haben mit KdB und Socke zwei ganz wichtige Spieler der vergangenen Saison verloren. Neuverpflichtungen kamen zum Teil recht spät.

Wir hatten im letzten Jahr den jüngsten Kader der Liga. Die Schwäche der Rückrunde lag zum Großteil an der Unerfahrmenheit und der zunehmenden Panik. Übrigens auch in diser Saison einer der Gründe für die mutlosen Auftritte und die z.B von Dir oben beschriebenen Fehlpäasse a`la Kroos.

Darauf hat Eichin mit dem gezielten Zukauf "erfahrener Akteure" reagiert. Das war gut und richtig, aber wegen des Verzichts auf Offensive, nicht ausreichend. Insgesamt ist der Kader in dieser Saison deshalb kaum schwächer als in der Vorsaison. Die offensiven Schwächen waren offenbar genauso gewollt. Warum auch immer?! :unfassbar:

Aber insgesamt wurde in meinen Augen vor der Saison von den sportlich Verantwortlichen ein sehr realistisches Ziel ausgegeben bzw. sehr realistisch antizipiert, indem man sagte es ginge darum hier etwas zu entwickeln, dass dies auch dauern könne, dass wir Rückschläge einkalkulieren müssten, dass es gegen den Abstieg ginge und das Ziel eben 40 Punkte seien. Ich weiss nicht, worin hier ein "Schlechtreden" zu erkennen ist???

Damit wollte man auch den Druck von sich und der eigenen Arbeit abwenden. ;) Eichin sprach davon, dass der CL-Gedanke endlich aus den Köpfen verschwinden müsse, Dutt sprach davon, dass der Kader für eine Übergangssaison stark genug sei. Von "Verschanzen", von mut- und planlosem Gestümpere sprachen sie nicht! ;)


Zumal sich eben auch andere Experten durchaus einig darin waren in Werder einen Abstiegskandidaten zu sehen.
Aber welches Ziel hätten denn die Verantwortlichen ausgeben sollen, ohne dass ihnen heute ein "Schlechtreden" unterstellt werden könnte??? Meisterschaft oder CL-Quali???

Netzer z.B sagte dies erst, nachdem er vorher vor einer Entlassung Schaafs gewarnt hatte.

Unsere Verantwortlichen hätten zu Saisonzielen auch einfach mal die "Klappe halten, bzw. sich auf die Formuliereung "Übergangssaison" o. ä. einigen können, um keine Irritationen aufkommen zu lassen.

Was wiederum auf einem ganz anderen Blatt steht, ist die Frage, ob man mit RDs Arbeit zufrieden seien kann. Ich persönlich kann, wenn der Klassenerhalt geschafft wurde, mit dem Leben, was wir zusehen bekamen.

Diese Meinung scheint sich aber auch jeden Tag zu ändern, oder? :confused:

Weil ich das ganze immernoch als Übergangsphase betrachte. Richtigerweise wurde hier von einigen schon angemerkt, dass RD auch in Freiburg erstmal ein Jahr brauchte, um seine Vorstellung umzusetzen. Zufrieden bin ich mit dem Fussball, den wir bieten nicht. Zufrieden bin ich allerdings damit, dass wir es doch schon oft geschafft haben die Null zu halten. Dennoch hätte ich mich, wenns ganz eng geworden wäre, mit einem Trainerwechsel anfreunden können, um diesen bekannten Strofeuereffekt zu zünden. Dass Trainerwechsel unter Saison seltenst nachhaltig etwas bewirkten ist ja statistisch durchaus erwiesen. Auch sieht man dies diese Saison Nürnberg, Hannover, Stuttgart und Hamburg, dass Trainerwechsel vielleicht eben diesen kurzen Effekt haben (Hamburgs Sieg gegen den BVB; Hannover in Wob), aber eben schon mittelfristig wenig bringen. Während man eigentlich am BTSV und Freiburg durchaus sieht, dass da auch mit dem Festhalte am Trainer einiges möglich ist. Auch uns zähle ich da noch rein.

Eben. Das heißt ja eben auch, dass der Trainerwechsel vor der Saison ziemlich unnötig war. Jetzt müssen wir uns eben mit der neuen Situation arrangieren. Nur, wie lange? Sollen wir uns dieses spielerische Armut noch ein ganzes weiteres Jahr anschauen? Oder sollten wir mit Dutt erstmal in die neue Saison gehen, uns im Hintergrund aber schon mal nach einem neuen, idealerweise als "Systemtrainer" arbeitenden, gut zu Werder passenden Nachfolger umschauen? Ich wäre für die zweite Variante.

Wie sollte es also weitergehen? Ich denke man muss, sofern mit dem Klassenerhalt das Primärziel auch rechnerisch erreicht ist, sich zusammensetzen und die Saison schonungslos analysieren. Ich denke nicht, dass wir das Sekudärziel "40 Punkte" erreichen werden. Hieran muss sich RD auch messen lassen. Zudem geht die Entwicklung doch ein bisschen zu schleppend voran, wobei das RD eigentlich durch sein viel zu frühes Umstellen des Fussballs in der Hinrunde, selbst verursacht hat. So musste im Winter wieder alles auf Null. Persönlich denke ich, dass man mit RD dann weiter machen sollte und ihm die Chance auf ein zweites Jahr geben sollte. Und dann wird man sehen, ob es auch zu der erhofften fussballerischen Entwicklung kommt. Zudem wird man ja an der Mannschaft doch einiges tun müssen.


Von welcher Entwicklung sprichst Du? :confused: Von diesem "Verschanzen" vor dem eigenen Tor? :roll:

Plötzlich willst Du Dutt dch eine weitere Chance einräumen, was vor dem Hannver-Spiel noch ganz anders klang?

Ich glaube eh, dass er jetzt zunächst hier bleiben wird. Eine große spielerishce Entwicklung erwarte ich aber unter ihm nicht. Insofern müssen wir uns in der nächsten Hinserie auf ähnlichen "Fußball" von Werder einstellen und hoffen, dass es Eichin gelingt, die Abgänge, insbesondere den von HUnt, besser zu ersetzen als im Vorjahr. Ich hoffe, dass Obraniak "durchstartet"!

Ich persönlich wäre erstmal äußerst beruhigt, wenn wir den Klassenerhalt jetzt auch rechnerisch in trockene Tücher bekämen!

Das sind wir uns einig. Seit Sonntag sieht das Ganze ja auch sehr viel besser aus. :tnx: :daumen:
 
@ Felissilvestris

Vielen Dank für deinen lesenswerten Beitrag.

Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, daß die Schwäche der Gesamtheit des Kaders noch weitere Gesichter hat. U.a. steht und fällt unser Spiel mit der Tgaesform der "Altgedienten" Fritz, Prödl und Hunt, d.h. wenn hier irgendwo Flaute herrscht, ist kaum einer der anderen Spieler aus Gründen von Spielstärke, Erfahrung, mangelnder Führungskompetenz (und möglicherweise auch aus Gründe teaminternen Hierarchie?) nicht in der Lage ist, das Heft in die Hand zu nehmen.
 
Was das sportliche angeht so muss man sich eben die Gedanken nach dem Klassenerhalt machen, ob man mit RD weitermachen möchte. Wie gesagt für mich spricht eben dann doch mehr für als gegen ihn. Das ist aber eben ein Abwägungsprozess, den jeder - auch die Verantwortlichen - selbst machen müssen. Man sollte auf keinen Fall an ihm Festhalten, wenn man nicht mehr von ihm überzeugt ist.

Korrekt, ein kontinuierlicher Neuaufbau kostet nun einmal seine Zeit und ist i.d.R. nicht linear. D.h. man muß bei unvermeidbaren Rückschlägen auch die nötige Geduld aufbringen, so lange aller spielerischen Magerkost zum Trotz ein positiver Trend noch erkennbar ist.


Auch wenn das dann vielleicht wie Mitte/Ende der 90er bedeutet, dass man erstmal vier, fünf oder mehr Trainer braucht bis man den Richtigen hat.

Grundsätzlich richtig, aber diese Phase hat aber auch gezeigt, daß man mit jedem personellen Fehlentscheidung bei der Trainerfrage den Neuafubau um mindestens ein Jahr zurückwirft.
 
Du bist lustig, der Vertrag hätte nie verlängert werden dürfen , und der davor von TS auch nicht.
Dann würde wir zumindest bei normaler Entwicklung um die EL Plätze mitspielen, und es würde nicht in jedem Spiel quasi um unsere Existentes gehen .

Das ist eine Schlussfolgerung, die ich (zumal in diesem Thread) nicht so ganz nachvollziehen kann. Wenn Schaaf früher entlasssen worden wäre, hätte man auch damals schon beim Nachfolger einen Missgriff machen können.
 
Es ging vielfach schon damals um die viel zu sehr auf Defensive ausgerichtete Maxime. Das konnte man eben damals auch schon an den Spielerverpflichtungen, bzw, besser ausgedrückt, an den nicht umgesetzten Verpflichtungen von Offensivkräften, festmachen.

Damals meinten viele User, die ohnehin von einer blühenden Zukunft allein aufgrund des Trainerwechsels ausgegangen sind, dass unser Offensivpotential absolut ausreichend sei. Komischerweise sind das fast dieselben User, die sich heute über unseren fast einzigen Stürmer Petersen aufregen. :(

Andersherum müssten diejenigen, die den Trainerwechel immer vor allem aufgrund der tollen Hinrunde für falsch hielten, zur gleichen Ansicht gekommen sein, denn da spielten wir ja mit gleichem, vorhandenden Personal (einziger Unterschied: De Bruyne) tollen, erfrischenden Offensivfussball. ;)

Aber das führt jetzt wieder zu weit ins Off-Topic. Nur mal kurz zu den Verpflichtungen: Ein Makiadi, so sehr man zu Recht dessen bisherige Leistungen kritisieren darf und muss, war seit Jahren der erste erfahrene, fertige DM den wir verplichtet haben. TS hatte es im DM lange mit Juno probiert und ansonsten standen da mit Kroos und Trybull zwei Leute zur Verfügung, die bislang nur Talentstatus hatten und Iggy, der dort nie wirklich zum Zuge kam. Einzig Bargfrede hatte Erfahrung, der hatte allerdings schon in der Vergangenheit gezeigt, dass ihm der 6er nicht liegt und verletzte sich dann auch noch in der Vorbereitung, so dass die Transfers mMn schon Sinn machten. Es kamen ja mit Di Santo ein Stürmer und mit Garcia ein eher offensiv ausgerichteter LV. Wenn man dann im Kader noch Juno, Hunt und Ekici, Elia und Arni hat (letzter ging dann ja noch auf den letzten drücker), dann kann ich die Transfers so wie sie gemacht wurden schon nachvollziehen.

Dass es mit dem Kader und den beschriebenen Spielern am Ende nicht gepasst hat und z.B. ein Ekici im MF irgendwann gar keine Rolle mehr spielte, steht auf einem völlig anderen Blatt und darf natürlich zu Recht kritisiert werden. Es wurde ja auch mit dem Obraniak-Transfer deutlich, dass Dutt sich da wohl mehr Alternativen im ZM wünschte. Aber allein die Tatsache, dass manche sich von vorne herein mehr offensive als defensive Spieler zur aktuellen Saison wünschten, zeigt mMn genau einen der Kardinalsfehler auf, der hier in den letzten Jahren in der Kaderzusammenstellung gemacht wurden.
 
Makiadi war nie ein 6er und hat das auch nicht gelernt. Er war eine völlig uninspirierte, unspezifische und teure Verpflichtung nach dem Motto: Kennen wir, hat ne Klausel. Das ist die unkreative Art der einkaufspolitik, die Werder sich nicht leisten kann. Die richtigen Leute, um die Mannschaft entscheidend zu verstärken, wurden eben nicht geholt.
 
Die Idee fand ich an sich sogar ganz gut: wenn denn der Spieler auch die Qualitäten hat, die der Trainer zu brauchen meint, warum sollte man einen unsicheren Transfer vorziehen? Das Problem war nur, dass zum einen der Spieler die Erwartungen trotz Bekanntheit nicht hat erfüllen können, und dass die fixe Ablöse ihn nicht zu einem Schnäppchen gemacht hat, wie es jetzt zB bei Hahn der Fall ist.
 
Makiadi war nie ein 6er und hat das auch nicht gelernt. Er war eine völlig uninspirierte, unspezifische und teure Verpflichtung nach dem Motto: Kennen wir, hat ne Klausel. Das ist die unkreative Art der einkaufspolitik, die Werder sich nicht leisten kann. Die richtigen Leute, um die Mannschaft entscheidend zu verstärken, wurden eben nicht geholt.

Naja, Makiadi hat bei Freiburg neben Schuster schon als doppelte 6 gespielt. Und das auch ganz ordentlich, selbst wenn er es nicht gelernt hat.

Böse Zungen behaupten ja, dass man ihn auch deshalb geholt hat, um Freiburg weiter zu schwächen und sich eines vermeintlichen Abstiegs-Konkurrenten zu entledigen. (Zungen aus Freiburg, die auf ihren ehemaligen Trainer überhaupt nicht gut zu sprechen sind...).

Ich glaube eher, dass Dutt in ihm einen ihm bekannten, umgänglichen, bezahlbaren und erfahrenen Durchschnittspieler gesehen hat.
 
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