Konnte das Spiel gestern leider nicht verfolgen, da ich mit einer Autopanne kurz vor dem Anstoss rechts ran fahren musste - 2 Stunden auf den Pannendienst gewartet und das Spiel im Radio verfolgt.
Also im ASS sah es dann doch so aus, als wenn Nürnberg deutlich mehr vom Spiel hatte und spielerisch auch besser war - so wie man es auch erwarten konnte. Spielerisch geht offenbar wirklich wenig bis gar nichts zusammen. Das hängt nach wie vor mit unserer mangelnden Raumaufteilung, den Pass- und Laufwegen zusammen. Da hapert es einfach an allem. So kann man kein Spiel nach vorne aufziehen.
Positiv ist aber, dass unser Abwehrzentrum unter Dutt besser funktioniert. Vor allem Prödl, Caldirola und in den letzten beiden Spielen Luki, leisten dort eine herrvoragende Arbeit. Sie stehen meistens richtig, gewinnen so gut wie alle Kopfballduelle und kriegen immer bei scharfen hereingaben irgendwie einen Fuß dazwischen. Dabei scheint es gewollt zu sein, dass man dem Gegner das ganze Feld bis Höhe unseres 16ers überlässt. Auch die Außen der gegnerischen Mannschaft werden spät attakiert. Das hat zur Folge, dass die Gegner die Bälle aus dem Halbfeld reinflanken. Diese Bälle sind aber relativ einfach zu klären.
Bei Ballgewin geht es für unsere Maßstäbe anschließend relativ schnell nach vorne. Im Zentrum lauern auf einer Linie meistens Hunt, Obraniak oder eben Petersen und Di Santo. Das ist typisches Konterspiel. Wir ziehen uns vor dem 16er wie ein Schwamm zusammen um das Zentrum dicht zu machen und dehnen uns bei Ballgewinn schlagartig aus - ab gehts nach vorne. Dutt weiß, dass wir nicht passsicher sind. Da nun aber im Falle des gestrigen Spiels fast alle Nürnberger nicht mehr hinter dem Ball waren, muss unser Mittelfeld bei dem Raum nur los marschieren. Ich finde das war bei Hunts Lattentreffer, bei Di Santos Lattentreffer und auch bei Bargfredes Tor gut zu beobachten. Da steckt schon System hinter. Auf den Außen macht Iggy das aber inzwischen auch sehr gut, wenn dann ein Gegner mal zur Grundlinie durchdringen will.
Nun muss man aber sagen, dass man solch ein Spiel nur gegen schwache Gegner aufziehen kann. Spielerische bessere Mannschaften aus dem oberen Tabellenbereich verzichten dann auf Flanken aus dem Halbfeld und finden auch spielerische Lösungen. Denen darf man natürlich nicht so viel Raum bis zum 16er überlassen. Sonst klingelts wieder mehrfach. Ich vermute auch, dass Dutt das weiß. Da werden wir an unsere Grenzen stoßen. Umso wichtiger ist es, dass wir nun die Punkte gegen Abstiegskandidaten holen und so früh wie möglich in der sicheren Zone sind.