Bremen
Moderator
@ Paul Tergat
Die Begleitumstände des Torwartwechsels stehen unter keinem guten Licht. Zumindest oberflächlich betrachtet, aber man sollte sich auch mal die Mühe machen, hinter der Fassade zu blicken und auch dabei die Geschichte bemühen, denn in der Saison 2002/03 hatten wir eine ähnliche Situation:
Der damalige Keeper Pascal Borel zeigte ebenso wie Miele einige schwache Spiele, wobei sich diese bei Borel stärker auswirkten, weil er sich im Vergleich zu Miele mehr kapitale Fehlgriffe leistete. Aller daraus resultierender öffentlicher Kritik zum Trotz hatte der damalige Werder-Coach Thomas Schaaf sich vor seinen Torwart Pascal Borel gestellt und dessen Aufstellung vehement verteidigt. Aber trotz dieser Fürsprache des Trainers stand nach einer 1:2-Heimpleite gegen 1860 München plötzlich Jakub Wierzchowski zwischen den Pfosten; dieser machte es aber auch nicht besser, so daß nach 3 Spielen Pause wieder Borel das Werdertor hütete. Borel riß nach dieser kurzen Auszeit zwar auch keine Bäume aus, aber er präsentierte sich zumindest sichtbar stabiler als vorher.
Welche Beweggründe veranlassen also einen Trainer, aller „Treueschwüre“ zum Trotz den Torwart doch auszutauschen? Reine Boshaftigkeit oder Dilettantentum? Konnte es z.B. nicht auch sein, daß er den unter öffentlichen Druck stehenden Keeper schützen möchte und ihn deshalb aus der öffentlichen Schußlinie nimmt? Oder war es gar, wie es seinerzeit Thomas Schaaf in abstruser Weise punktuell unterstellt wurde, eine Vorführaktion des Trainers nach dem Motto „Seht ihr, ich habe dem öffentlichen Druck nachgegeben, aber der andere Keeper kann es eben auch nicht besser“?
In beiden Fällen ist davon auszugehen, daß auch die Fürsorgepflicht eines Vorgesetzten einen nicht unerheblichen Beitrag zu diesen Entscheidungen beigetragen hat. Miele ist leider nun wahrlich kein Keeper, der vor Selbstbewußtsein nur so strotzt und die seit Jahren wackelige und ebenso so wenig selbstbewußte Defensivarbeit seiner Vorderleute ist für sein Selbstvertrauen auch alles andere als förderlich; hinzu kommen noch die Nachfolger-Diskussionen in denen Miele fälschlicherweise oft an Tim Wiese gemessen bzw. sogar dessen Rückkehr gewünscht/gefordert wurde; und last but not least die Tatsache, daß Tim Wiese beim Frings-Abschiedsspiel besondere Huldigungen bekam. Das sind alles Punkte, die an einem Spieler wie Miele nagen können. Und in Anbetracht der Schärfe der (Foren-)Kritik an Miele war es für ihn rückwirkend betrachtet vielleicht sogar besser, daß Dutt ihn rausnahm, denn auch wenn eine Niederlage i.d.R. das Resultat einer schwachen Mannschaftsleistung ist, stand Miele besonders im Focus der Kritik, so daß ich mir nicht vorstellen möchte, wie diese Kritik (auch hier) an Miele nach der die 0:7-Klatsche gegen die Bayern ausgefallen wäre und wie sich das alles auf Miele ausgewirkt hätte.
Die Begleitumstände des Torwartwechsels stehen unter keinem guten Licht. Zumindest oberflächlich betrachtet, aber man sollte sich auch mal die Mühe machen, hinter der Fassade zu blicken und auch dabei die Geschichte bemühen, denn in der Saison 2002/03 hatten wir eine ähnliche Situation:
Der damalige Keeper Pascal Borel zeigte ebenso wie Miele einige schwache Spiele, wobei sich diese bei Borel stärker auswirkten, weil er sich im Vergleich zu Miele mehr kapitale Fehlgriffe leistete. Aller daraus resultierender öffentlicher Kritik zum Trotz hatte der damalige Werder-Coach Thomas Schaaf sich vor seinen Torwart Pascal Borel gestellt und dessen Aufstellung vehement verteidigt. Aber trotz dieser Fürsprache des Trainers stand nach einer 1:2-Heimpleite gegen 1860 München plötzlich Jakub Wierzchowski zwischen den Pfosten; dieser machte es aber auch nicht besser, so daß nach 3 Spielen Pause wieder Borel das Werdertor hütete. Borel riß nach dieser kurzen Auszeit zwar auch keine Bäume aus, aber er präsentierte sich zumindest sichtbar stabiler als vorher.
Welche Beweggründe veranlassen also einen Trainer, aller „Treueschwüre“ zum Trotz den Torwart doch auszutauschen? Reine Boshaftigkeit oder Dilettantentum? Konnte es z.B. nicht auch sein, daß er den unter öffentlichen Druck stehenden Keeper schützen möchte und ihn deshalb aus der öffentlichen Schußlinie nimmt? Oder war es gar, wie es seinerzeit Thomas Schaaf in abstruser Weise punktuell unterstellt wurde, eine Vorführaktion des Trainers nach dem Motto „Seht ihr, ich habe dem öffentlichen Druck nachgegeben, aber der andere Keeper kann es eben auch nicht besser“?
In beiden Fällen ist davon auszugehen, daß auch die Fürsorgepflicht eines Vorgesetzten einen nicht unerheblichen Beitrag zu diesen Entscheidungen beigetragen hat. Miele ist leider nun wahrlich kein Keeper, der vor Selbstbewußtsein nur so strotzt und die seit Jahren wackelige und ebenso so wenig selbstbewußte Defensivarbeit seiner Vorderleute ist für sein Selbstvertrauen auch alles andere als förderlich; hinzu kommen noch die Nachfolger-Diskussionen in denen Miele fälschlicherweise oft an Tim Wiese gemessen bzw. sogar dessen Rückkehr gewünscht/gefordert wurde; und last but not least die Tatsache, daß Tim Wiese beim Frings-Abschiedsspiel besondere Huldigungen bekam. Das sind alles Punkte, die an einem Spieler wie Miele nagen können. Und in Anbetracht der Schärfe der (Foren-)Kritik an Miele war es für ihn rückwirkend betrachtet vielleicht sogar besser, daß Dutt ihn rausnahm, denn auch wenn eine Niederlage i.d.R. das Resultat einer schwachen Mannschaftsleistung ist, stand Miele besonders im Focus der Kritik, so daß ich mir nicht vorstellen möchte, wie diese Kritik (auch hier) an Miele nach der die 0:7-Klatsche gegen die Bayern ausgefallen wäre und wie sich das alles auf Miele ausgewirkt hätte.
Eben!
. Jedenfalls ganz meine meinung