Robin Dutt

http://www.goal.com/de/news/827/bun...men-undankbare-aufgabe-für-robin?ICID=HP_BN_4

Es ist mal wieder wunderbar, daß ein SpoDi und Trainer mit "Dagoberts Geldspeicher" im Rücken und möglicherweise anderen Problemen im Kopf sich über unseren neuen Trainer äußert und so nebenbei unseren SVW für "keine dankbare Startaufgabe" hält u. wir natürlich auch "nicht unter d. ersten 5 d.Liga zu finden sein werden".Ich weiß natürlich nicht , welches Schwein ihn geritten hat, aber wirklich langfristige Erfolge hat dieser Prof. RaRa "Dummschwätzer" auch noch nicht gerissen in der 1.BL. :wand::kotz:

IMHO muß man dies ein wenig differnzierter betrachten.

Nach den 3 sportlich und finanziell sehr dürftigen Jahren ist der Trainerjob bei Werder (auch man es als Werder-Fan gerne anders sieht) nun wahrlich kein Traumjob. Unter dem Aspekt hat Rangnick grundsätzlich schon recht, aber es sträuben sich einem schon die Nackenhaare, wenn eine solche Äußerung von jemanden kommt, bei dessen aktuellen und den beiden letzten Arebeitgeber Geld keine (große) Rolle spielte.
 
...Nach den 3 sportlich und finanziell sehr dürftigen Jahren ist der Trainerjob bei Werder (auch wenn man es als Werder-Fan gerne anders sieht) nun wahrlich kein Traumjob.

Das glaube ich nicht!

Man muss natürlich definieren, was genau unter einem "Traumjob" zu verstehen ist. ;)

Für einen Trainer, der wie Werder mit individuellen Ideen mittelfristig in Ruhe reüssieren möchte, gibt es doch kaum einen besseren Standort als Bremen. Trainer, die den schnellen Erfolg anstreben oder solche, die finanziell aus dem Vollen schöpfen wollen oder müssen, sind hier sicher an der falschen Adresse.

Ich könnte mir vorstellen, das Dutt die Arbeitsbedingungen in Bremen schon als Traum empfinden könnte!
 
Naja, wie definiert man Traumjob? Erinnert euch daran, dass Magath vom Deutschen Meister zum Trümmerverein Schalke (den er noch mehr zertrümmert hat :D) gewechselt war.

Dutts Vorraussetzungen:

- Hohes Renomee. Zweiter der Ewigen Tabelle, hohe Tradition, hohe Beliebtheitswerte deutschlandweit.
- Seriöses Umfeld. Hier wird ein Trainer nicht nach 6 Monaten entlassen, hier ist die Medienlandschaft noch vergleichsweise human und die Existenz des Vereins ist auch nicht gefährdet.
- Finanzkraft (und mMn Kader) im gesicherten Mittelfeld. Es gibt drei, vier Vereine in der Liga, die hier deutlich besser dastehen und nochmal so viele, die etwas besser dastehen. Das ist sicher kein großer Pluspunkt. Aber a) stehen wir soo schlecht nicht da, wenn wir Transfers im Rahmen von ca. 10 Mio Euro stemmen können und b) ist solch eine Knappheit auch eine interessante Aufgabe (auch wenn's abgedroschen klingt).

Wenn ich das auf mich persönlich und ein mögliches Jobangebot übertrage, wäre ich begeistert. Das wäre eine herausfordernde Aufgabe bei einem Unternehmen der Güteklasse Daimler mit hoher Jobsicherheit.

Einzig die Vergleiche mit Schaaf und mögliche festgefahrene Strukturen aus der KATS-Ära, die nicht ins Bild von Dutt passen, sehe ich als problematisch an. Aber hierbei sehe ich eher Eichin gefordert als Dutt.
 
Es gibt vermutlich eine Handvoll Trainer, für die Werder kein Traumjob wäre.
Für 99 % der Trainer, die im deutschen Profi-Fußball arbeiten, wäre Werder allerdings schon ein Traumjob.
 
Es gibt vermutlich eine Handvoll Trainer, für die Werder kein Traumjob wäre.
Für 99 % der Trainer, die im deutschen Profi-Fußball arbeiten, wäre Werder allerdings schon ein Traumjob.

aber auch nur in punkto sattelfest.
das erbe unserer großen trainer anzutreten is schon ziemlich riesig.
wir sind ja nicht grundlos soweit oben in der ewigen tabelle.
und so etwas kann auch eine last sein - ganz gleich wie treu die vereinsführung dem trainer gegenüber ist.
und auf der anderen seite wäre mir bei den 99% vermutlich schlecht geworden, wenn ich mir ansehe, was da für namen kolportiert worden sind.. ich sag nur loddar.. :ugly:

von daher hats uns schon ganz gut getroffen mit dutt glaub ich.
 
http://www.goal.com/de/news/827/bun...men-undankbare-aufgabe-für-robin?ICID=HP_BN_4

...unseren SVW für "keine dankbare Startaufgabe" hält u. wir natürlich auch "nicht unter d. ersten 5 d.Liga zu finden sein werden".Ich weiß natürlich nicht , welches Schwein ihn geritten hat, aber wirklich langfristige Erfolge hat dieser Prof. RaRa "Dummschwätzer" auch noch nicht gerissen in der 1.BL. :wand::kotz:

Damit hat er doch Recht? Wer glaubt ernsthaft das wir unter den ersten 5 dieses Jahr landen?! :roll::ugly:
 
yup. ich hoffe diese "durststrecke" wird ihm keinen strick drehen.

ich denke das wir GERADE hier bei uns in Bremen ein Umfeld haben (Verantwortliche und Fans) das einen sehr feinen, objektiven Blick für sportliche Belange hat und sehr genau weiss wie Fortschritte zu bewerten sind bzw. ob es diese überhaupt gibt. vereinzelte miese Laune Terroristen und Doppelagenten die nur dazu da sind dem Verein zu schaden hat wohl jeder Verein zu einem geringen Anteil. die wollen wir aus dieser Einschätzung mal gepflegt ausklammern.
auch ist es völlig normal das nach den ersten herben Klatschen die ersten Nostradamus Jünger aus den Löchern kriechen, die entweder vergessen haben ihre Medikamente zu nehmen und dadurch fürchterlich nervös sind, oder aber nur auf diese Chance gewartet haben um hier ne Plattform für ihren shitstorm zu haben.
mich persönlich tangieren solche subversiven Elemente absolut periphär, solange man diese als solche kenntlich machen und somit Schaden vom Verein abwenden kann.
 
Und hinzu kommt die Hypothek der Folgen aus den letzten Jahren.

Die Nachfolger von Otto Rehhagel hatten auch eine Hypothek - nämlich die Hypothek des Erfolgs und besonders die Hypothek der Vizemeisterschaft im Jahr zuvor. Daran (u.a.) ist zumindest de Mos gescheitert. Insofern weiß ich nicht, ob die Situation für Dutt nicht sogar vergleichsweise einfacher ist, da er etwas neu aufbauen kann (zugegeben mit beschränkten Mitteln) und die Erwartungshaltung definitiv geringer ist als 1995. Zumal im letzten jahr von Otto die Mannschaft eher über ihren zu erwartenden Möglichkeiten gespielt hat, während die aktuelle Mannschaft eher unter jenen gespielt hat.

Ich denke schon, dass Dutt sich da einen guten, wenn auch nicht einfachen Job ausgesucht hat. Super-Pep hat da in München sicher eine weitaus undankbarere Aufgabe zu erfüllen.
 
Er hält Werder für keine dankbare Aufgabe für einen Trainerneuling. Das stimmt vermutlich auch. Nur hätte Rangnik auch jemand sagen können, dass Dutt kein Neuling ist.

:tnx: Eben. Seine Aufgabe als Finke- Nachfolger in Freiburg und damaliger Neuling war deutlich schwerer, sowohl finanziell als auch sportlich. Und die hat er mit Bravour gelöst.

was auch überhaupt nicht unser Anspruch ist. Daher kann ich schon verstehen, wenn man sich fragt was den Typen geritten hat, sowas zu erzählen.

:tnx: In der Tat. Niemand hier erwartet doch die Plätze 1-6. Alles kann, nichts muss. Wenn Dutt Werder in der Saison 13/14 aus dem Abstiegskampf raushält, sind 90% der Werderfans (inklusive meiner Wenigkeit) doch zufrieden.

Die Nachfolger von Otto Rehhagel hatten auch eine Hypothek - nämlich die Hypothek des Erfolgs und besonders die Hypothek der Vizemeisterschaft im Jahr zuvor.
...
Ich denke schon, dass Dutt sich da einen guten, wenn auch nicht einfachen Job ausgesucht hat. Super-Pep hat da in München sicher eine weitaus undankbarere Aufgabe zu erfüllen.

Auf jeden Fall. Im Grunde konnte der Nachfolger von König Otto damals nur scheitern, denn man hat von ihm den gleichen Erfolg erwartet. Ähnlich ist die Situation aktuell in der Tat bei Guardiola, der in meinen Augen vor einer verdammt schweren Aufgabe steht. Denn wie will er den maximal möglichen Erfolg (Triple) mit einer nun sicherlich doch schon etwas "titelsatteren" Mannschaft noch toppen?
Zu Werder: Man kann die Ära Rehhagel nicht mit der Ära Schaaf vergleichen, denn erstere endete mit großen Erfolgen (Pokalsieg 91, Europapokalsieg 92, Meisterschaft 93, Pokalsieg 94, Vizemeisterschaft 95) während Schaafs Platzierungen und Ergebnisse in den letzten 3 Jahren von Dutt locker einholbar sein sollten. Insofern tritt er ein deutlich leichteres Erbe an als weiland de Mos oder aktuell Guardiola.
 
Die Nachfolger von Otto Rehhagel hatten auch eine Hypothek - nämlich die Hypothek des Erfolgs und besonders die Hypothek der Vizemeisterschaft im Jahr zuvor. Daran (u.a.) ist zumindest de Mos gescheitert. Insofern weiß ich nicht, ob die Situation für Dutt nicht sogar vergleichsweise einfacher ist, da er etwas neu aufbauen kann (zugegeben mit beschränkten Mitteln) und die Erwartungshaltung definitiv geringer ist als 1995. Zumal im letzten jahr von Otto die Mannschaft eher über ihren zu erwartenden Möglichkeiten gespielt hat, während die aktuelle Mannschaft eher unter jenen gespielt hat.

Ich denke schon, dass Dutt sich da einen guten, wenn auch nicht einfachen Job ausgesucht hat. Super-Pep hat da in München sicher eine weitaus undankbarere Aufgabe zu erfüllen.

In der Tat wird Super-Peppi jedes Spiel mit 5:0 gewinnen müssen, um der Kritik auszuweichen. Bei einem 3:0 wird es ein Kaisergrollen geben, denn man ist in München was Besseres gewohnt. :lol:

RD macht zurzeit es absolut richtig, dass er die etablierten Spieler zunächst im Stamm gesetzt hat. Es würde auch überhaupt keinen Sinn machen, die jungen Spieler jetzt gleich ins kalte Wasser zu werfen und sie damit wahrscheinlich in einer nichtfunktionierenden Einheit zu überfordern. Sorge macht mir das Anfangsprogramm mit drei Auswärtsspielen in vier Spieltagen und zudem das Pokalspiel in Saarbrücken. Hoffentlich stimmt der Satz mit 3x ist Bremer Recht nicht und Bremen kommt im Saarland weiter!!!
Ich habe so meine Befürchtung, dass bei entsprechend schlechten Ergebnissen mit entsprechendem Tabellenstand die Stimmung im Team und im Umfeld dramatisch kippen kann. 13 sieglose Spiele in der Vorsaison bleiben mal nicht eben so in den Kleidern stecken.
 
Die Nachfolger von Otto Rehhagel hatten auch eine Hypothek - nämlich die Hypothek des Erfolgs und besonders die Hypothek der Vizemeisterschaft im Jahr zuvor. Daran (u.a.) ist zumindest de Mos gescheitert. Insofern weiß ich nicht, ob die Situation für Dutt nicht sogar vergleichsweise einfacher ist, da er etwas neu aufbauen kann (zugegeben mit beschränkten Mitteln) und die Erwartungshaltung definitiv geringer ist als 1995.

Ja und Nein. Dutt hat es zwar ein wenig leichter, weil durch die mageren letzten 3 Jahre die Erfolge von Schaaf länger zurücklagen als seinerzeit bei Rehhagel / de Mos, aber wenn ein Coach 14 - teilweisse sehr erfolgreiche - Jahre lang bei einem Verein tätig war, dann hinterläßt er seinem Nachfolger automtiasch schon recht große Fußstapfen, auch wenn die jüngste Vergangenheit alles andere als rund lief. Allerdings hat Dutt den Vorteil, daß er die Rolle als Nachfolger eines langjährigen Coaches aus Freiburger Zeiten als "Erbe" von Volker Finke kennt; außerdem hinterläßt er den Eindruck, daß er nur notwendige Veränderungen vornimmt bzw. vorgenommen hat, während de Mos so ziemlich alles umgekrempelt hat, was ihm zwischen die Finger kam.
 
Ja und Nein. Dutt hat es zwar ein wenig leichter, weil durch die mageren letzten 3 Jahre die Erfolge von Schaaf länger zurücklagen als seinerzeit bei Rehhagel / de Mos, aber wenn ein Coach 14 - teilweisse sehr erfolgreiche - Jahre lang bei einem Verein tätig war, dann hinterläßt er seinem Nachfolger automtiasch schon recht große Fußstapfen, auch wenn die jüngste Vergangenheit alles andere als rund lief. Allerdings hat Dutt den Vorteil, daß er die Rolle als Nachfolger eines langjährigen Coaches aus Freiburger Zeiten als "Erbe" von Volker Finke kennt; außerdem hinterläßt er den Eindruck, daß er nur notwendige Veränderungen vornimmt bzw. vorgenommen hat, während de Mos so ziemlich alles umgekrempelt hat, was ihm zwischen die Finger kam.

das hast Du sehr schön auf den Punkt gebracht, Baron von Münchhausen! :daumen: :D :beer:
 
Ja und Nein. Dutt hat es zwar ein wenig leichter, weil durch die mageren letzten 3 Jahre die Erfolge von Schaaf länger zurücklagen als seinerzeit bei Rehhagel / de Mos, aber wenn ein Coach 14 - teilweisse sehr erfolgreiche - Jahre lang bei einem Verein tätig war, dann hinterläßt er seinem Nachfolger automtiasch schon recht große Fußstapfen, auch wenn die jüngste Vergangenheit alles andere als rund lief.

Die 14 Jahre gab es aber auch bei Rehhagel, insofern ist die Größe der Fußstapfen für diesen Vergleich irrelevant - die sind in beiden Fällen groß (gewesen).
 
Back
Top