Robin Dutt

unterschreib ich

Das Geld frisst unseren Fußball auf. Es ist kein auf Taktik basierendes Spiel mehr, sondern wird immer mehr ein reines Manager-Spiel. Das muss aufhören. Wir müssen schauen, dass wir eine Obergrenzen bei Transfers und Gehältern bekommen, sonst platzt die Blase.
Stuttgarts Sportvorstand Robin Dutt im „Doppelpass“ über die wahnsinnigen Ablösesummen im Fußball
 
Das Geld frisst unseren Fußball auf. Es ist kein auf Taktik basierendes Spiel mehr, sondern wird immer mehr ein reines Manager-Spiel. Das muss aufhören. Wir müssen schauen, dass wir eine Obergrenzen bei Transfers und Gehältern bekommen, sonst platzt die Blase.
Stuttgarts Sportvorstand Robin Dutt im „Doppelpass“ über die wahnsinnigen Ablösesummen im Fußball


Es wird keine Obergrenzen geben, das wird rechtlich nicht durchsetzbar sein. Schon das -wirkungslose- Financial-Fairplay ist rein rechtlich gar nicht haltbar.
Der Fußball verkommt zum Kapitalismus pur, womit steinreiche Leute ihr eigenes Managerspiel spielen. Jeder will den anderen überbieten. Fatal kann es für Vereine ohne steinreiche Klubeigentümer werden, wenn die versuchen, mit Schulden und großem finanziellen Risiko da mithalten zu wollen, Vereine wie beispielsweise Real Madrid oder in Deutschland S04.

Fatal kann es auch für deutsche Vereine werden, wenn die mit enormen finanziellem Risiko versuchen wollen, sich der neuen Finanzkraft Englands zu erwehren und den Ablöse- und Gehälterwahnsinn mitmachen.

Letztendlich tun mir Spieler wie aktuell de Bruyne sogar leid. Der Junge ist doch völlig durcheinander, kaum noch er selbst. Der wird täglich durch seine Berater bearbeitet, nach Manchester zu wechseln, weil die nur an ihren eigenen -riesigen- Profit dabei denken. Ob sich de Bruyne dort wohlfühlen wird und wie seine sportliche Entwicklung dort wird, interessiert die nicht die Bohne.
Und mal ehrlich: Was macht es noch für einen Unterschied, ob man 8 oder 20 Mios im Jahr verdient? Mich würde das EHRLICH gesagt nicht mehr die Bohne interessieren...
 
Zitat von neuegrünewelle;3165144:
Es wird keine Obergrenzen geben, das wird rechtlich nicht durchsetzbar sein. Schon das -wirkungslose- Financial-Fairplay ist rein rechtlich gar nicht haltbar.

Kommt darauf an wie es organisiert ist. Wenn sich die Vereine selber darauf einigten (Wunschtraum, ich weiß) wäre das überhaupt kein Problem.

Zitat von neuegrünewelle;3165144:
Und mal ehrlich: Was macht es noch für einen Unterschied, ob man 8 oder 20 Mios im Jahr verdient? Mich würde das EHRLICH gesagt nicht mehr die Bohne interessieren...

Jaja. :lol:
 

Da kannst Du lollen wie Du willst, es ist so. Ab einer Mio wäre es mir scheißegal...

Mit einer Mio könnte ich mir alle Wünsche erfüllen, die ich hätte. FÜR WAS brauche ich dann mehr? Mich interessieren weder teure Autos noch teure Uhren noch teure Markenklamotten noch sonst so ein Scheiß. Das alleinwichtigste ist für mich Gesundheit und Glücklichsein. Und das kann man noch nicht mal kaufen...

Die materielle Gier vieler Menschen kann und konnte ich noch nie nachvollziehen. Aber wers braucht...
 
Zitat von gelöscht;3165152:
Doch doch! Es gibt beinen gewissen "Grenznutzen" von Geld. Das heißt, dass ab einer bestimmten Summe die Zufriedenheit/das Glücksgefühl in Verbindung mit Geld nicht mehr steigt.

Was würdest Du denn mit 20 Millionen pro Jahr anfangen, das Dir mit 8 Millionen pro Jahr nicht möglich wäre? Und würde Dich das dann glücklicher machen?

Warum wechseln Fussballer dann von einem 5 Mio im Jahr-Vertrag noch zu einem 8 Mio im Jahr-Vertrag?

Weil man sich irgendwann dran gewöhnt hat, und man seinen Lebensstandard angepasst hat.
 
Warum wechseln Fussballer dann von einem 5 Mio im Jahr-Vertrag noch zu einem 8 Mio im Jahr-Vertrag?

Weil man sich irgendwann dran gewöhnt hat, und man seinen Lebensstandard angepasst hat.
Gute Frage! Aber wie soll denn die Anpassung des Lebensstandards aussehen, wenn man statt 5 plötzlich 8 Millionen verdient?

Lässt man sich dann den Lamborghini tunen? Dass Menschen dem Geld nachlaufen auch wenn sie es nicht mehr nötig haben, ist leider eine Tatsache. Gut belegt ist allerdings auch, dass es sie ab einem bestimmten Einkommensniveau, das bei den meisten Fußball-Profis längst erreicht ist, nicht mehr glücklicher macht.
 
Zitat von gelöscht;3165161:
Gute Frage! Aber wie soll denn die Anpassung des Lebensstandards aussehen, wenn man statt 5 plötzlich 8 Millionen verdient?

Lässt man sich dann den Lamborghini tunen? Dass Menschen dem Geld nachlaufen auch wenn sie es nicht mehr nötig haben, ist leider eine Tatsache. Gut belegt ist allerdings auch, dass es sie ab einem bestimmten Einkommensniveau, das bei den meisten Fußball-Profis längst erreicht ist, nicht mehr glücklicher macht.

:tnx: Es gab da doch sogar eine größere (japanische?) Studie...und die Summe, ab der der Gewinn an Lebensqualität nicht mehr im Verhältnis zu negativen Aspekten stand, war erstaunlich gering.
Wobei man dazu aber anmerken muss, dass da an Managern und Leuten aus der Wirtschaft geprüft wurde, bei denen ein Mehr an Einkommen auch mit einem Mehr an Stress/Verantwortung/... verbunden war. Das ist ja bei einem Fußballprofi nicht so direkt der Fall.
 
Wenn sehr gut verdienende Fußballspieler ihr Geld vernünftig anlegen, können sie mit 30 ihre Karriere beenden und ihr Leben lang von dem Geld leben. Von daher machen 8 statt 5 Millionen schon einen Unterschied.
 
Wenn sehr gut verdienende Fußballspieler ihr Geld vernünftig anlegen, können sie mit 30 ihre Karriere beenden und ihr Leben lang von dem Geld leben. Von daher machen 8 statt 5 Millionen schon einen Unterschied.

Wenn jemand mit den überschüssigen 3 Millionen wohltätiges tut, soll mir das ganz recht sein. Ist aber leider selten der Fall. Ein vorbildliches Beispiel ist Philipp Lahm.
 
Zitat von gelöscht;3165161:
Gute Frage! Aber wie soll denn die Anpassung des Lebensstandards aussehen, wenn man statt 5 plötzlich 8 Millionen verdient?

Lässt man sich dann den Lamborghini tunen? Dass Menschen dem Geld nachlaufen auch wenn sie es nicht mehr nötig haben, ist leider eine Tatsache. Gut belegt ist allerdings auch, dass es sie ab einem bestimmten Einkommensniveau, das bei den meisten Fußball-Profis längst erreicht ist, nicht mehr glücklicher macht.

Das Problem ist, das mehr Geld auch mehr Verwaltung braucht und mehr Sorgen mit sich bringt. Wer viel hat, kann auch viel verlieren.

Das mit dem Lamboghini ist natürlich Klischee-Denken. Auch Fußballer sind nicht alle doof und können ihr Geld sinnvoll anlegen, ein Unternehmen gründen oder sich an einem Unternehmen beteiligen.

Wenn "Ex-Fußballer" wie Dutt über die Unsitten der heutigen Gehälter schimpfen schwingt bei mir auch immer der Verdacht mit, dass sie ein bisschen neidisch sind, dass sie damals als Fußballer verhältnismäßig wenig verdient haben.
 
:tnx: Es gab da doch sogar eine größere (japanische?) Studie...und die Summe, ab der der Gewinn an Lebensqualität nicht mehr im Verhältnis zu negativen Aspekten stand, war erstaunlich gering.
Wobei man dazu aber anmerken muss, dass da an Managern und Leuten aus der Wirtschaft geprüft wurde, bei denen ein Mehr an Einkommen auch mit einem Mehr an Stress/Verantwortung/... verbunden war. Das ist ja bei einem Fußballprofi nicht so direkt der Fall.

Wir driften zwar weg vom Thema, aber die Sache mit dem Einkommen finde ich interessant.
Ich weiß nicht, ob es dieselbe Studie war, aber irgendwo wurden mal 5 Millionen Euro Vermögen genannt (immer noch sehr viel, aber immerhin kein abstrakter Wert mehr). Ungefähr ab da nimmt das Glücksempfinden mit steigendem Vermögen kaum noch zu.

Bei Fußballern wird es ähnlich sein wie bei Top-Managern: Das Geld an sich interessiert sie bei steigendem Einkommen nicht mehr. Es geht mehr um das Einkommen als Symbol für die eigene Überlegenheit (quasi im "Status-Ranking"). Wenn einer 5M und einer 8M pro Jahr verdient, bedeutet es nicht "ich habe mehr Geld" sondern "ich bin besser als Du!"
Meine Vermutung.
 
Bei Fußballern wird es ähnlich sein wie bei Top-Managern: Das Geld an sich interessiert sie bei steigendem Einkommen nicht mehr. Es geht mehr um das Einkommen als Symbol für die eigene Überlegenheit (quasi im "Status-Ranking"). Wenn einer 5M und einer 8M pro Jahr verdient, bedeutet es nicht "ich habe mehr Geld" sondern "ich bin besser als Du!"
Meine Vermutung.

Klar. Natürlich braucht man keine 8 Millionen. Aber wenn man der Meinung ist, dass man genauso gut ist wie der Mitspieler, ist es ja unfair, wenn der mehr für die gleiche Arbeit verdient.
 
Zitat von neuegrünewelle;3165144:
Es wird keine Obergrenzen geben, das wird rechtlich nicht durchsetzbar sein.

Wenn in einem der liberalsten und wirtschaftsfreundlichsten Staaten auf diesem Planeten, den USA, ein Salary Cap rechtlich möglich ist, dann wird das wohl in Deutschland bzw. Europa auch kein Problem sein. Und mit der neuen TV-Vermarktung in England ist es überfällig. Dann kann ManCity ja gerne KdB unter Vertrag nehmen und ihm 20mio im Jahr bezahlen. Die anderen Positionen müssen dann eben mit Nachwuchsspielern besetzt werden weil kein Geld mehr für weitere Gehälter übrig ist.
 
Wenn in einem der liberalsten und wirtschaftsfreundlichsten Staaten auf diesem Planeten, den USA, ein Salary Cap rechtlich möglich ist, dann wird das wohl in Deutschland bzw. Europa auch kein Problem sein. Und mit der neuen TV-Vermarktung in England ist es überfällig. Dann kann ManCity ja gerne KdB unter Vertrag nehmen und ihm 20mio im Jahr bezahlen. Die anderen Positionen müssen dann eben mit Nachwuchsspielern besetzt werden weil kein Geld mehr für weitere Gehälter übrig ist.


:tnx:
 
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