Robert Enke


Ja nee, Jensi, ist klar! Vor allem dieser schöne Satz:
"Ausgerechnet Oliver Kahn hatte mich im Dezember 2008 auf diese Idee gestoßen. Er sagte mir am Rande einer Fernsehsendung, dass die derzeitigen Torleute im Nationalteam so schlecht halten würden, dass er sich dort noch untrainiert ins Tor stellen könnte."
überzeugt mich. Alle drei Keeper sinnd und waren auch damals schon um Längen besser als diese an Größenwahn leidenden Torwartfossile.
 
Wobei er dann ja auch noch zu dem Schluss kommt: Nee, war doch nicht wegen mir. Ursächlich waren Löw und Wiese...

Zwei Jahre weniger hätten Deiner Karriere gut getan, Jens, aber ebenso wie ein Loddarmäddäus hast Du den richtigen Zeitpunkt zum aufhören verpasst. Und ebenso wie er hast Du nie gelernt, wann es besser ist, einfach mal die Klappe zu halten statt seine "Gedanken" dem Lügenblatt zu erzählen.
 
Martin Kind war am Sonntag zu Gast beim NDR Sportclub. Auch über Robert hat er sich geäußert. Etwas unglücklich, wie ich finde. Sinngemäß hat er gesagt, dass er zwar Verständnis habe, dass sein Umfeld ihn geschützt habe, dass man aber anders hätte handeln können, wenn man von der Depression gewusst hätte. Und dass Robert dann vielleicht heute noch leben würde.

Wie gesagt, ich finde die Aussagen nicht falsch: viele fordern ja, dass man offener mit dieser Krankheit umgeht, dass man keine Scham haben sollte, wenn jemand erkrankt. Aber so wie er es gesagt hat, könnte man meinen, er gibt den Angehörigen einen Teil der Schuld an Roberts Tod.
 
martin Kind war mir schon immer ein totaler Unsympant und er schafft es immer wieder dies zu belegen

einfach nur ein widerlicher Kerl -> Meine Meinung, muss keiner teilen, aber ich sehe es einfach so
 
Ich lese gerade das Buch das Reng über/mit Enke geschrieben hat. Die Idee zum buch entstand schon vor vielen Jahren und es war Enkes Wunsch das Buch mitzuschreiben.
Er hat schon jahrelang Material für das Buch gesammelt.

Das Buch macht deutlich dass wahrscheinlich NIEMAND hätte Enke helfen können in der Situation in der er sich befand. Das Buch sollte Kind vielleicht mal lesen...

es ist total interessant und zeigt einen echten Einblick in das Profifußballgeschäft gerade in Südeuropa und zeichnet die Karriere von Enke - so denke ich - eindrucksvoll nach ohne Schnörkel und ohne Beweihräucherung. Ich kanns nur empfehlen.
 
Ich finde ehrlich gesagt nicht, daß man Kind nun so attakieren sollte, wie´s teils geschieht.
Auch wenn man generell gerne in solchen Fällen dazu neigt, selbst leicht kritische Stimmen abzukanzeln, da man "sowas einfach nicht macht", sehe ich die Aussagen als durchaus berechtigt an. Er kritisiert ja nicht direkt, indem er mit dem Finger zeigend Vorwürfe formuliert, sondern er stellt generell die Frage, ob es im Umgang mit der ganzen Sache alternative Verhaltensweisen der Beteiligten hätte geben können, die evtl. zu einem anderen Ausgang geführt hätten. Diese Gedanken halte ich für legitim, da es andererseits auch etwas naiv wäre, per se zu sagen, daß man alles absolut ideal gehändelt hat.
Kind hat zudem ja auch selbst eingeräumt, daß auch er nicht alles nochmal so machen würde, wie zb. das Tragen des Sarges durch die Spieler.
Auch wenn es grade bei diesem Thema schwierig ist, richtig und falsch zu definieren, sollte man nicht sofort jegliche aufkommende kritische Stimmen verbieten. Vielleicht wäre ein offenerer Umgang mit dieser Krankheit womöglich gar nicht mal falsch und eine Alternative zu der Handhabung, das Thema größtenteils zu verschweigen.
Ob man RE nun auf eine andere Art und Weise hätte besser behandeln oder sogar retten können, bleibt sicher spekulativ. Das Recht, solche Gedanken zu äußern, auch wenn sie vielleicht unangenehm sind, sollte man Kind allerdings zu gestehen.
 
5vor12 hat alles gesagt was es zu sagen gibt! Es ist gar nicht verkehrt dieses Thema öfter mal wieder anzuschneiden. Scheinbar wurde es von vielen schon wieder vergessen.
 
Sky zeigt um 23.00 Uhr einen Bericht, wo Balitsch und Teresa Enke zu Wort kommen. Es soll vorangig um die Krankheit Depression gehen.
Finde ich schade, dass es so spät kommt. Sollte es dort wirklich um die Krankheit gehen, kann man um diese Zeit wohl nur wenige Leute erreichen und das Thema nicht besonders Publik machen.

Das es schon ein Jahr her ist, ist unglaublich. Es ist zwar ein krasser Vergleich, aber ich denke, dass fast jeder, ähnlich wie am 11.September 2001 weiß, was er zu dieser Zeit gemacht hat und wie er es erfahren hat.
 
Back
Top