Ich finde ehrlich gesagt nicht, daß man Kind nun so attakieren sollte, wie´s teils geschieht.
Auch wenn man generell gerne in solchen Fällen dazu neigt, selbst leicht kritische Stimmen abzukanzeln, da man "sowas einfach nicht macht", sehe ich die Aussagen als durchaus berechtigt an. Er kritisiert ja nicht direkt, indem er mit dem Finger zeigend Vorwürfe formuliert, sondern er stellt generell die Frage, ob es im Umgang mit der ganzen Sache alternative Verhaltensweisen der Beteiligten hätte geben können, die evtl. zu einem anderen Ausgang geführt hätten. Diese Gedanken halte ich für legitim, da es andererseits auch etwas naiv wäre, per se zu sagen, daß man alles absolut ideal gehändelt hat.
Kind hat zudem ja auch selbst eingeräumt, daß auch er nicht alles nochmal so machen würde, wie zb. das Tragen des Sarges durch die Spieler.
Auch wenn es grade bei diesem Thema schwierig ist, richtig und falsch zu definieren, sollte man nicht sofort jegliche aufkommende kritische Stimmen verbieten. Vielleicht wäre ein offenerer Umgang mit dieser Krankheit womöglich gar nicht mal falsch und eine Alternative zu der Handhabung, das Thema größtenteils zu verschweigen.
Ob man RE nun auf eine andere Art und Weise hätte besser behandeln oder sogar retten können, bleibt sicher spekulativ. Das Recht, solche Gedanken zu äußern, auch wenn sie vielleicht unangenehm sind, sollte man Kind allerdings zu gestehen.