Rafael Borré (SC Internacional / Brasilien)

Auch wenn du das mit deinem Post sicher etwas auf die Schippe nehmen wolltest, finde ich diese grundsätzliche Vorgehensweise gar nicht so übel.
Dass soll nicht heißen, dass ich zufrieden mit der Arbeit der Verantwortlichen bin, aber ins Risiko zu gehen, passt nicht wirklich zu diesem Verein.
Ja und Nein. Wie jedes andere Wirtschaftsunternehmen auch, muss auch ein Profiverein wie Werder Bremen über den Mut verfügen, unternehmerische Risiken einzugehen, um sich weiterzuentwickeln und somit wettbewerbsfähig zu bleiben. Jedoch ist hierbei u.a. scharfer Verstand von Nöten, um den manchmal sehr schmalen Grad zwischen Mut und Übermut nicht zu überschreiten. So war z.B. der Stadionumbau - losgelöst von der Debatte, dass ein Neubau an einem anderen Standort verhältnismäßig günstiger gewesen wäre - eine mutige und somit im Grundsatz richtige Entscheidung. Die über mehrere Jahrzehnte laufende Rückzahlung dieses Umbaus auf 20 Heimspiele je Saison zu kalkulieren, war jedoch Übermut, der - und hier stimme ich dir zu 1899% zu - nicht zu dem passte, was man bis dato von Werder kannte.
 
Inoffiziell wirkt es für mich so, als wenn man die eigene Arbeit unter restriktiven finanziellen Mitteln aufwerten will. So nach dem Motto: guckt mal wieviel wir mit so wenig hinbekommen. Da kriegen andere allerdings mehr hin.

Desweiteren hat das ewige Kleinmachen auch einen negativen Effekt auf den Verein und die Mannschaft. Man wird nämlich auch als klein und schwach wahrgenommen. Fritz redet genau wie Baumann. Mit ihm geht die verbale Verzwergung weiter ....
:tnx:

Und diese Verzwergung - welche sich auch auch in dem Jammer-Buch von MB wiederfindet - passt nicht zu Werder Bremen. Zumindest nicht zu dem Werder Bremen in den Zeiten, in denen ich vor ca. 40 Jahren Fan dieses Vereins wurde. Klar, auch WL hat die Platte des finanziell benachteiligten Clubs mantraartig rauf und runter georgelt. Nur damals war Werder Bremen ein Verein, der wie ein Terrier den Großkopferten mit Freude in die Waden biss - wogegen heutzutage am Osterdeich das Image als geprügelter Hund kultiviert wird.
 
Warum? So erfolgreich KA war, so effektiv hat er den Verein in kürzester Zeit an die Wand gefahren und in den letzten 10 Jahren ging es permanent bergab. Wo willst Du da die Erfolge her holen? Schade, dass es in der ersten Kolfeld Saison nicht für Europa gereicht hat, aber Platz 8 ist imho das maximale was mit Werder in der aktuellen Lage, die sich im Vergleich zu den Zeiten von WL, massiv verändert hat, zu holen im Stande ist.
Sieht man ja auch an anderen kleinen Vereinen, die eine Saison vielleicht in Europa spielen und dann wieder weg sind.
Ich hab kein Problem damit, wenn Werder ein solider Mittelklasse Erstligist ist, der nichts mit dem Abstieg zu tun hat.
 
WL hat die Platte des finanziell benachteiligten Clubs mantraartig rauf und runter georgelt. Nur damals war Werder Bremen ein Verein, der wie ein Terrier den Großkopferten mit Freude in die Waden biss -

Und hätte klein-@Bremen schon ein Modem besessen und Werder ein Forum, hätte klein-@Bremen die Fans belehrt wieso diese Selbstverzwergung verhindert, dass Werder sich nicht an der Eiche reibt sondern selbst die Eiche ist ;)
 
Warum? So erfolgreich KA war, so effektiv hat er den Verein in kürzester Zeit an die Wand gefahren und in den letzten 10 Jahren ging es permanent bergab. Wo willst Du da die Erfolge her holen?
Es war nicht nur KA - sondern u.a. der Aufsichtsrat, der seiner Kontrollfunktion nicht ausreichend nachkam. Nach Beseitigung dieses Scherbenhaufens hätte der Erfolg sich einstellen können: 2016 hatte Werder mit dem 1:0 gegen Frankfurt im "Endspiel" den Klassenerhalt gesichert und nahm im Sommer 25 Mio. € für Ujah und Vestergaard ein. Gar nicht so schlecht für einen Verein, der 3 Jahre zuvor eine Landesbürgschaft benötigte, weil dieser so klamm war, dass er vorübergehend seine Raten für Zins und Tilgung für den Stadionumbau nicht zahlen konnte. Der Rest der Geschichte ist bekannt: trotz der 25 Mio. € hatte sich schon vor Corona ein dickes Transferminus angehäuft, es folgte Corona (worunter andere Clubs ebenfalls litten), Relegation, 1 Jahr später der Abstieg, Anleihe um Liquidität und Lizenz zu sichern und vor 5 Monaten musste Lücke aus wirtschaftlicher Notwendigkeit verkauft werden. Während im selben Zeitfenster eben jene Frankfurter DFB-Pokal und Europa League gewannen, in der CL spielten und eine kluge Kaderwertpolitik betrieben. Mit den richtigen Entscheidern ist also Erfolg möglich.


Ich hab kein Problem damit, wenn Werder ein solider Mittelklasse Erstligist ist, der nichts mit dem Abstieg zu tun hat.
:tnx:
Sehe ich auch so. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es war nicht nur KA - sondern u.a. der Aufsichtsrat, der seiner Kontrollfunktion nicht ausreichend nachkam. Nach Beseitigung dieses Scherbenhaufens hätte der Erfolg sich einstellen können: 2016 hatte Werder mit dem 1:0 gegen Frankfurt im "Endspiel" den Klassenerhalt gesichert und nahm im Sommer 25 Mio. € für Ujah und Vestergaard ein. Gar nicht so schlecht für einen Verein, der 3 Jahre zuvor eine Landesbürgschaft benötigte, weil dieser so klamm war, dass er vorübergehend seine Raten für Zins und Tilgung für den Stadionumbau zahlen konnte. Der Rest der Geschichte ist bekannt: trotz der 25 Mio. € hatte sich schon vor Corona ein dickes Transferminus angehäuft, es folgte Corona (worunter andere Clubs ebenfalls litten), Relegation, 1 Jahr später der Abstieg, Anleihe um Liquidität und Lizenz zu sichern und vor 5 Monaten musste Lücke aus wirtschaftlicher Notwendigkeit verkauft werden. Während im selben Zeitfenster eben jene Frankfurter DFB-Pokal und Europa League gewannen, in der CL spielten und eine kluge Kaderwertpolitik betrieben. Mit den richtigen Entscheidern ist also Erfolg möglich.

:tnx:
Sehe ich auch so. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.


:tnx::tnx:

Diese Darstellung könnte man auch noch direkt in den Kohfeldt-Thread kopieren, als Erwiderung zum Post von @mimib #27265.
Gut auch, dass du nochmals herausgestellt hattest, dass wir vor der Übernahme durch FB uns ordentlich konsolidiert haben.
Wem wir es u. a. zu verdanken haben ist bekannt.
Besonders erwähnenswert auch deine Herausstellung, dass wir schon vor Corona ein dickes Transferminus angehäuft haben und
sich somit schon eine Lähmung hinsichtlich kreativer Transfers einstellte. Corona verstärkte dieses Minus sowie die Handlungsfähigkeiten.
Richtig, es hatten alle mit Corona ihre Schwierigkeiten, aber die meisten Vereine haben eben vorher ihre Hausaufgaben gemacht und
konnten somit sportlich, wie auch finanziell diese Delle abfangen. Sie mussten eben nicht Spieler abgeben. Der Supergau war dann der daraus
resultierende Abstieg und zuvor die Relegation mit allen Begleiterscheinungen.
Frankfurt ist ein sehr gutes Beispiel, aber auch andere Vereine die mit Werder auf Augenhöhe zu sehen sind haben es weitaus besser gemacht.
Sie stehen heute besser da und haben ein annehmbares Minus oder eine ausgeglichene bis hin zu einer verbesserten Bilanz.
Hier darf man Union, Augsburg, Freiburg, Mainz, Stuttgart und BMG benennen. S04 geht natürlich durch die Decke.
Das entscheidende jedoch ist, dass alle benannten Vereine ihre Kaderwerte relativ halten konnten oder aber nach einem "leichten" Knick
wieder erhöhten. Freiburg, Stuttgart, BMG z. B. erzielte auch während Corona einen kontinuierlichen Aufwärtstrend.
Diese Vereine mussten durch ihre vorherige kluge und kreative Finanz- und Transferpolitikpolitik offensichtlich nicht so sehr das Eigenkapital
oder die Kaderwerte belasten. Somit konnten sie einen sportlichen Verfall offensichtlich verhindern.
Wie soll man die Arbeit eines Managers bewerten der in seiner Verantwortlichkeit ca. 6 Mio. Euro bekommen hat und eine solche
Ruine hinterlässt bitte bewerten, wenn nicht mit dem was an Fakten vorliegt.
Versagen bei den Finanzen, Verträgen, Selbstreflektion usw..
In allen Bereichen ist das eine absolute Katastrophe. Das geht nur noch schlimmer auf Schalke.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ihr schweift alle vom Thread-Thema ab.
Auch ein Mod, der/die auch sonst ziemlich schnell den Wischer bei OT schwingt/schwingen.
;)

Zurück zum Thema.
Ich gehe davon aus, dass er am 14.01.24 in Bochum für den SVW auf dem Platz steht.
Puh. Gerade noch so die Kurve bekommen.
 
:tnx:

Und diese Verzwergung - welche sich auch auch in dem Jammer-Buch von MB wiederfindet - passt nicht zu Werder Bremen. Zumindest nicht zu dem Werder Bremen in den Zeiten, in denen ich vor ca. 40 Jahren Fan dieses Vereins wurde. Klar, auch WL hat die Platte des finanziell benachteiligten Clubs mantraartig rauf und runter georgelt. Nur damals war Werder Bremen ein Verein, der wie ein Terrier den Großkopferten mit Freude in die Waden biss - wogegen heutzutage am Osterdeich das Image als geprügelter Hund kultiviert wird.


Das ewige gleiche Bla, bla bla.
Ich kann es nicht mehr lesen.
Hat doch gar nichts mit diesem Threat zu tun.

Wischen und weg.

:klatsch:
 
Vertreter von Internacional sollen in Deutschland weilen, um letzte Gespräche mit Werder zu führen - und waren dabei gerüchteweise bereits erfolgreich. Demnach zahle man zusätzlich 300.000 Euro an den SVW, Transfer-Bekanntgabe erfolge am Wochenende.
Quelle

300.000 € nur?
Da macht seine "Erkältung" aktuell ja Sinn...
:wink2:
Hätte Frankfurt den nicht im Sommer an die Brasilianer verkaufen können?
:mad:
 
Zuletzt bearbeitet:
Dan steht es wohl fest, mit Frankfurt sollten wir zukünftig keine Leihe mehr vereinbaren. Entweder ganz oder gar nicht, nur nicht leihen.

Mir geht es hier nicht alleine um den Spieler sondern um den Vertragsbruch den Frankfurt forciert.

Schade um Borre
 
Vertreter von Internacional sollen in Deutschland weilen, um letzte Gespräche mit Werder zu führen - und waren dabei gerüchteweise bereits erfolgreich. Demnach zahle man zusätzlich 300.000 Euro an den SVW, Transfer-Bekanntgabe erfolge am Wochenende.
Quelle

300.000 € nur?
Da macht seine "Erkältung" aktuell ja Sinn...
:wink2:

Die wir bekommen würden. Uns gehört der Spieler nicht, wir haben ihn nur geliehen. das darf man nicht vergessen.
 
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