Es war nicht nur KA - sondern u.a. der Aufsichtsrat, der seiner Kontrollfunktion nicht ausreichend nachkam. Nach Beseitigung dieses Scherbenhaufens hätte der Erfolg sich einstellen können: 2016 hatte Werder mit dem 1:0 gegen Frankfurt im "Endspiel" den Klassenerhalt gesichert und nahm im Sommer 25 Mio. € für Ujah und Vestergaard ein. Gar nicht so schlecht für einen Verein, der 3 Jahre zuvor eine Landesbürgschaft benötigte, weil dieser so klamm war, dass er vorübergehend seine Raten für Zins und Tilgung für den Stadionumbau zahlen konnte. Der Rest der Geschichte ist bekannt: trotz der 25 Mio. € hatte sich schon vor Corona ein dickes Transferminus angehäuft, es folgte Corona (worunter andere Clubs ebenfalls litten), Relegation, 1 Jahr später der Abstieg, Anleihe um Liquidität und Lizenz zu sichern und vor 5 Monaten musste Lücke aus wirtschaftlicher Notwendigkeit verkauft werden. Während im selben Zeitfenster eben jene Frankfurter DFB-Pokal und Europa League gewannen, in der CL spielten und eine kluge Kaderwertpolitik betrieben. Mit den richtigen Entscheidern ist also Erfolg möglich.

Sehe ich auch so. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Diese Darstellung könnte man auch noch direkt in den Kohfeldt-Thread kopieren, als Erwiderung zum Post von
@mimib #27265.
Gut auch, dass du nochmals herausgestellt hattest, dass wir vor der Übernahme durch FB uns ordentlich konsolidiert haben.
Wem wir es u. a. zu verdanken haben ist bekannt.
Besonders erwähnenswert auch deine Herausstellung, dass wir schon vor Corona ein dickes Transferminus angehäuft haben und
sich somit schon eine Lähmung hinsichtlich kreativer Transfers einstellte. Corona verstärkte dieses Minus sowie die Handlungsfähigkeiten.
Richtig, es hatten alle mit Corona ihre Schwierigkeiten, aber die meisten Vereine haben eben vorher ihre Hausaufgaben gemacht und
konnten somit sportlich, wie auch finanziell diese Delle abfangen. Sie mussten eben nicht Spieler abgeben. Der Supergau war dann der daraus
resultierende Abstieg und zuvor die Relegation mit allen Begleiterscheinungen.
Frankfurt ist ein sehr gutes Beispiel, aber auch andere Vereine die mit Werder auf Augenhöhe zu sehen sind haben es weitaus besser gemacht.
Sie stehen heute besser da und haben ein annehmbares Minus oder eine ausgeglichene bis hin zu einer verbesserten Bilanz.
Hier darf man Union, Augsburg, Freiburg, Mainz, Stuttgart und BMG benennen. S04 geht natürlich durch die Decke.
Das entscheidende jedoch ist, dass alle benannten Vereine ihre Kaderwerte relativ halten konnten oder aber nach einem "leichten" Knick
wieder erhöhten. Freiburg, Stuttgart, BMG z. B. erzielte auch während Corona einen kontinuierlichen Aufwärtstrend.
Diese Vereine mussten durch ihre vorherige kluge und kreative Finanz- und Transferpolitikpolitik offensichtlich nicht so sehr das Eigenkapital
oder die Kaderwerte belasten. Somit konnten sie einen sportlichen Verfall offensichtlich verhindern.
Wie soll man die Arbeit eines Managers bewerten der in seiner Verantwortlichkeit ca. 6 Mio. Euro bekommen hat und eine solche
Ruine hinterlässt bitte bewerten, wenn nicht mit dem was an Fakten vorliegt.
Versagen bei den Finanzen, Verträgen, Selbstreflektion usw..
In allen Bereichen ist das eine absolute Katastrophe. Das geht nur noch schlimmer auf Schalke.