Politik und Fußball in Bremen

Weil NRW und Bayern einfach nen A... voll Kohle haben. Denen ist das egal und die vielen Vereine bei denen einfach als Marketinginstrument zu wichtig. Einer der Gründe warum mich Föderalismus so nervt.

Bei NRW ist quasi jedes Spiel ein Hochsicherheitsspiel. Zumindest an den Bahnhöfen wo viele Fans auf einander treffen. Da ist die Unterscheidung wo wer was schon wieder schwieriger. Dazu Zeitgleich verschiedene Demos. Da ist der Aufwand für Polizei einfach generell höher. Andere Sportarten wollen auch nicht zu kurz kommen.
 
[...] Heftige Kritik kam auch von Fanvertretern. Die Vereinigung Unsere Kurve nahm das Urteil nach einer Mitteilung "fassungslos zur Kenntnis"[...]Fast zynische merkte Sprecher Thomas Kessen an: "Wir erwarten nun vom Freistaat Bremen jährliche Rechnungen an die Veranstalter des Bremer Freimarkts. Auch das Münchner Oktoberfest, der Kölner Karneval und die Silvesterpartys am Brandenburger Tor müssen den Veranstaltern in Rechnung gestellt werden. [...]
https://www.sportschau.de/fussball/...sten-urteil-bundesverfassungsgericht-100.html
Noch nicht einmal den Unterschied zwischen Freie Hansestadt und Freistaat kennen, aber Forderungen in diese Richtung stellen wollen... :ugly:
 
Ich finde das Urteil gut. Jetzt muss man es nur richtig umsetzen.
Entweder werden die Polizeikosten direkt der DFL in Rechnung gestellt und wenn die sich das nicht von den einzelnen Vereinen wiederholen, bleiben sie halt auf den Kosten sitzen oder es werden die entsprechenden Gastvereine belangt, die ja scheinbar für ein Hochrisikospiel verantwortlich sind, denn wenn ich bei 17 Heimspielen pro Saison 3 Hochrisikospiele habe, kann das nicht an den Heimfans liegen.
Kann zur Folge haben, dass zu Auswärtsspielen keine Fans mehr mitfahren und man ein Stadion voller Heimfans hat, ist dann so, wenn es dadurch friedlich bleibt.
 
Jetzt wirds interessant. Ob jetzt im Norden viele Vereinsverantwortliche hoffen, dass die Konstellation so bleibt wie gerade, also Werder und St. Pauli in der 1. Liga, HSV in der 2. Liga, Rostock in der 3. Liga? :ugly:

Tante Edith: Gibt es die Möglichkeit, gegnerische Fans aus bestimmten Gründen von einem Spiel auszuschließen? Das würde die Situation recht effektiv aus Vereinssicht deeskalieren, wenn keine gegnerischen Fans ins Stadion gelassen würden. Dann gibts auch kein Hochrisiko beim Spiel, da keine (potentiell) verfeindeten Fangruppierungen aufeinander treffen können.
 
Dieses heutige Urteil kann doch Niemanden ernsthaft überraschen. Die DFL hat leider damals die Chance verpasst, als Werder als einziger Club zahlen musste, Solidarität zu zeigen und eine gemeinsame Lösung zu kreieren. In Zeiten leerer Kassen werden die Kommunen und auch die Bundesländer nicht umhin kommen, Gelder zu generieren. Es trifft vor allem die kleinen Clubs in NRW, weil dort extrem gepflegte Fanfeindschaften existieren. Am Ende bekommen die Gästefans generell kein Kartenkontingent mehr. Das wäre eine der Lösungen. Keine Werderfans mehr in fremden Stadien z.B..
 
Jetzt wirds interessant. Ob jetzt im Norden viele Vereinsverantwortliche hoffen, dass die Konstellation so bleibt wie gerade, also Werder und St. Pauli in der 1. Liga, HSV in der 2. Liga, Rostock in der 3. Liga? :ugly:

Tante Edith: Gibt es die Möglichkeit, gegnerische Fans aus bestimmten Gründen von einem Spiel auszuschließen? Das würde die Situation recht effektiv aus Vereinssicht deeskalieren, wenn keine gegnerischen Fans ins Stadion gelassen würden. Dann gibts auch kein Hochrisiko beim Spiel, da keine (potentiell) verfeindeten Fangruppierungen aufeinander treffen können.
Wohl kaum. Die einzige Lösung wäre, wenn man generell auf Auswärtsfans verzichten würde und am besten auch keine Stehplätze mehr. Das will aber mit Sicherheit niemand.
 
In Zeiten leerer Kassen werden die Kommunen und auch die Bundesländer nicht umhin kommen, Gelder zu generieren.
Grundsätzlich richtig. Aber viele Politiker ticken dahingehend anders, denn sie müssen, anders als z.B. eingetragene Kaufleute, nicht mit ihrem Privatvermögen für ihre fatalen Fehlentscheidungen haften. Dafür wollen sie um so mehr wiedergewählt werden. Und vermeiden es (bisher) somit mehrheitlich, wahlberechtigen Fußball-Fans mit die unpopulären Entscheidung vor den Kopf zu knallen, den Vereinen in ihren Bundesländern die Mehrkosten für Hochrisikospiele in Rechnung zu stellen.

Mag sein, dass durch das Rechtssicherheit bietende Urteil des Bundesverfassungsgerichts punktuell ein Umdenken stattfindet. Aber so lange die "Schwergewichte" -Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern hier nicht mitziehen wird die Weiterbelastung an die DFL ein Flickenteppich bleiben. Und seitens der DFL ist eine gemeinsame Lösung offensichtlich auch nicht gewünscht.
 
Tante Edith: Gibt es die Möglichkeit, gegnerische Fans aus bestimmten Gründen von einem Spiel auszuschließen? Das würde die Situation recht effektiv aus Vereinssicht deeskalieren, wenn keine gegnerischen Fans ins Stadion gelassen würden.

Die Vereine können das nicht so einfach, da die DFL ein bestimmtes Kontingent für Auswärtsfans verbindlich vorschreibt und der austragende Verein muss das gewährleisten. Allenfalls die Polizei könnte beschließen, dass Auswärtsfans nicht zugelassen werden weil sonst die Sicherheit der Veranstaltung nicht gewährleistet werden kann. Ich bin sicher, dass Mäurer das als nächsten Schritt gemacht hätte, wenn das Urteil anders ausgefallen wäre.
 
Grundsätzlich richtig. Aber viele Politiker ticken dahingehend anders, denn sie müssen, anders als z.B. eingetragene Kaufleute, nicht mit ihrem Privatvermögen für ihre fatalen Fehlentscheidungen haften. Dafür wollen sie um so mehr wiedergewählt werden. Und vermeiden es (bisher) somit mehrheitlich, wahlberechtigen Fußball-Fans mit die unpopulären Entscheidung vor den Kopf zu knallen, den Vereinen in ihren Bundesländern die Mehrkosten für Hochrisikospiele in Rechnung zu stellen.

Mag sein, dass durch das Rechtssicherheit bietende Urteil des Bundesverfassungsgerichts punktuell ein Umdenken stattfindet. Aber so lange die "Schwergewichte" -Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern hier nicht mitziehen wird die Weiterbelastung an die DFL ein Flickenteppich bleiben. Und seitens der DFL ist eine gemeinsame Lösung offensichtlich auch nicht gewünscht.
Dem halte ich entgegen, dass es bislang ein schwebendes Verfahren war. Nun sind Fakten geschaffen. In Bayern hat man diesbezüglich weniger Probleme und im Ländle nur wenn Baden vs Schwaben antritt. NRW ist das Zünglein an der Waage. Dort hat man halt alte Feindschaften bis runter in die untersten Ligen. Diese ganzen Vereine wie Essen und Wuppertal etc. können das finanziell gar nicht stemmen und würden von der Landkarte verschwinden. Essen, Duisburg waren mal Erstligisten. Weg mit Schaden wäre mir dort zu einfach gedacht. Das hat nichts mit Fußballromantik zu tun, sondern mit Lokalkolorit. Die DFL hat ja mehr Geld und wird es nun verteilen müssen. Hier sehe ich das Problem.
 
Dem halte ich entgegen, dass es bislang ein schwebendes Verfahren war. Nun sind Fakten geschaffen. In Bayern hat man diesbezüglich weniger Probleme und im Ländle nur wenn Baden vs Schwaben antritt. NRW ist das Zünglein an der Waage. Dort hat man halt alte Feindschaften bis runter in die untersten Ligen. Diese ganzen Vereine wie Essen und Wuppertal etc. können das finanziell gar nicht stemmen und würden von der Landkarte verschwinden. Essen, Duisburg waren mal Erstligisten. Weg mit Schaden wäre mir dort zu einfach gedacht. Das hat nichts mit Fußballromantik zu tun, sondern mit Lokalkolorit. Die DFL hat ja mehr Geld und wird es nun verteilen müssen. Hier sehe ich das Problem.

Nur eines dazu es geht hierbei nur um die Profiligen. Amateursport ist davon ausgenommen.
 
Ganz aktuell, der MSV spielt am 24.01. (Freitagabends schon dämlich genug) gegen RWO.
Da ist auch Alles Andere als ein Freundschaftsspiel, es sind bereits 22.000 Karten verkauft (Vorverkaufsstart gestern!), davon 1.200 nach Oberhausen.
Vermutlich werden da auch ein bis zwei Polizisten vor Ort sein...
 
Allenfalls die Polizei könnte beschließen, dass Auswärtsfans nicht zugelassen werden weil sonst die Sicherheit der Veranstaltung nicht gewährleistet werden kann.
Ich bin mir nicht sicher, aber meines Wissens müsste ein solches Verbot vom jeweiligen, der Polizei übergeordnetem Innenministerium kommen, oder? Denn im letzten Jahr hatte doch in Bezug auf die wiederholt schweren Ausschreitungen bei den Niedersachsen-Derbys zwischen Eintracht Braunschweig und Hanoi 96 die niedersächsische Innenministerin angedeutet, ggf. ein Gästefans-Verbot durchzusetzen, sofern die Clubs keine zielführenden Konzepte zur Reduzierung von Gewalt präsentieren würden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die DFL wird bestimmt nicht freiwillig zahlen.Ein gemeinsamer Fond wäre gut,wird aber durch durch unterschiedlichen Regelungen der Bundesländer wohl nicht kommen.
Bei Corona war es ja ruhig ohne Auswärtsfans .Vielleicht muß man dazu übergehen,das alle Auswärtstickets bei Risikospielen personalisiert werden .Ist natürlich unpopulär,aber sorgt vielleicht für mehr Ruhe .Während Corona als dann wieder Zuschauer da waren,hat das auch funktioniert.Das einige Problemfans dann trotzdem ohne Ticket anreisen,kann man auch nicht verhindern.Diese Ausschreitungen,Randale,Sachbeschädigungen usw sind ja auch nicht mehr normal.Genauso eine Abart wie Rettungskräfte angreifen oder die Exzesse bei Silvester in einigen Städten..
Mir ist es eh ein Rätsel warum die immer gleichen Asis nicht konsequent aus dem Verkehr gezogen werden .
 
Eintrittspreise um 5.-€ erhöhen , fertig .
Bringt zwar Unruhe , aber wer sollte es sonst zahlen ?
Die "Fans", die dafür verantwortlich sind ?
Die Polizei muss halt strenger gegen gewaltbereite Fans vorgehen.
Wann wurde mal ein "Fan" mit Pyrotechnik "geschnappt" ?
Es ist verboten, aber man schaut zu, obwohl die Strafen für die Vereine hoch sind.

Der echte Fan, der vielleicht mit seiner Familie zu spielen geht, dafür zu Kasse zu bitten sehe ich als unfair an.
 
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