Politik und Fußball in Bremen

Es geht ja nur um die zusätzlichen Kosten bei Hochrisikospielen.
Also müsste man da bei den Gästekarten Anfangen. Dann würde man zumindest die richtigen treffen.

Denn es sind ja bei uns eher die Gästefans die für Hochsicherheitsspiele sorgen und nicht unsere eigenen Fans.
jedenfalls kann der steuerzahler, also wir alle, nicht für die kosten belangt werden, die diese geisteskranken idioten jedes wochenende mit ihrem (unerwünschten) erscheinen in den stadien und den spielorten generell verursachen - dafür sind allein die vereine zuständig, die ja leider unfähig oder unwillig sind, endlich wirksame maßnahmen zu treffen - kaum vorstellbar, daß es "brave" familienväter gibt, die stolz sind, wenn sie als hooligans randale machen können und frau und kinder haben keine ahnung, was der papa so treibt!
 
Für Werder kann es nur positiv ausgehen. Entweder das BVerfG folgt der Argumentation des BVerwG, dann werden andere Länder sich anschließen und es bedarf einer einheitlichen Lösung.
In wie weit eine verfassungskonformen Bestätigung des BVerfG für Werder positiv ausgeht, wird davon abhängig sein welche Bundesländer mitziehen. Denn es würde Werder wenig bringen, wenn Bundesländer mit wenigen Proficlubs = Rheinland Pfalz, Saarland, Hessen, Hamburg oder die ostdeutschen mitziehen, während Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern mit ihren vielen Profivereinen sich verweigern.


Persönlich denke ich, ungeachtet der verfassungsrechtlichen Frage (das müssen eh die Experten beantworten), wird es wichtig sein zu klären wie genau "erwartbar" zu definieren ist bzw zukünftig sein wird.
Der Deutsche Anwaltsverein bewertet diesen Fall wie folgt:
Nach Einschätzung des Deutschen Anwaltvereins sieht es in dem Rechtsstreit nicht gut aus für die Klage der DFL. "Wir sehen das im Ergebnis genauso wie auch schon das Bundesverwaltungsgericht. Grundrechte der DFL sind nicht verletzt", sagte Sebastian Nellesen, Mitglied des Ausschusses für Verfassungsrecht beim DAV vor der Verhandlung. Der umstrittene Absatz im Bremischen Gebühren- und Beitragsgesetz sei verfassungsgemäß. "Letzten Endes ist es eine politische Frage, ob man entsprechende Gebührentatbestände einführen möchte oder nicht", erklärte Nellesen. "Nur ist das keine Frage, die das Bundesverfassungsgericht zu entscheiden hat." Diese Entscheidung liege bei den Gesetzgebern, also in diesem Fall den jeweiligen Länderparlamenten. Wie viele Länder dem Bremer Beispiel im Falle einer Abweisung der Klage folgen würden, bleibt offen.
https://www.sportschau.de/fussball/...le-fussball-bundesliga-prozessbeginn-100.html

Und weil es eine politische Entscheidung sein würde, ich kann mir beim besten Willen leider nicht vorstellen, dass ausgerechnet hierbei die 16 Landesregierungen an einem Strang ziehen würden.
 
jedenfalls kann der steuerzahler, also wir alle, nicht für die kosten belangt werden, die diese geisteskranken idioten jedes wochenende mit ihrem (unerwünschten) erscheinen in den stadien und den spielorten generell verursachen - dafür sind allein die vereine zuständig, die ja leider unfähig oder unwillig sind, endlich wirksame maßnahmen zu treffen - kaum vorstellbar, daß es "brave" familienväter gibt, die stolz sind, wenn sie als hooligans randale machen können und frau und kinder haben keine ahnung, was der papa so treibt!

So sieht es ja auch der Bremer Senat.
 
Es geht ja nur um die zusätzlichen Kosten bei Hochrisikospielen.
Also müsste man da bei den Gästekarten Anfangen. Dann würde man zumindest die richtigen treffen.

Denn es sind ja bei uns eher die Gästefans die für Hochsicherheitsspiele sorgen und nicht unsere eigenen Fans.

Solche Spacken gibt es leider auch bei uns - zuletzt am letzten Wochenende auch ohne Hochrisikospiel:
https://www.weser-kurier.de/werder/...t-anhaenger-angreifen-doc7v3l5rqh5dd1chge63a7
 
In wie weit eine verfassungskonformen Bestätigung des BVerfG für Werder positiv ausgeht, wird davon abhängig sein welche Bundesländer mitziehen.

Alle werden letztlich mitziehen, davon bin ich überzeugt. Und zwar nicht, weil sie alle an einem Strang ziehen sondern weil man den Wählern schlecht verkaufen kann, wieso ihr Land den Milliardenzirkus subventioniert und das Nachbarland nicht. Was DFL und Co. nämlich vergessen, ist, dass es viel mehr Menschen gibt die keinen Fußball gucken als solche, die es tun. Und auch viele unter denen die es tun sind in der Sache bei Mäurer (ich zum Beispiel immer schon und in Bremen hat Mäurer die öffentliche Meinung hinter sich, obwohl ganz Bremen Grün-Weiß ist). Mäurer war halt der erste der in dieser Sache das getan hat von dem er glaubt, dass es richtig ist und nicht überlegt hat ob sich die öffentliche Meinung hinter ihm versammelt oder nicht.

P.S.: Sollte, wider erwarten, das BVerfG gegen Bremen entscheiden, würde ich an Mäurers Stelle bereits jetzt Plan B in der Schublade haben: Sperrung der Gästebereiche bei Hochrisikospielen weil man die Kosten für die Steuerzahler vermeiden will. Das kann der Verein natürlich verweigern, nur dann gibt es keine Genehmigung für die Veranstaltung weil die Bremer Polizei die Sicherheit nicht gewährleisten kann und für Amtshilfe aus Niedersachen und Hamburg fehlt bedauerlicherweise das Geld. Werder verliert dann also am Grünen Tisch oder muss im Volkspark spielen.
 
Alle werden letztlich mitziehen, davon bin ich überzeugt. Und zwar nicht, weil sie alle an einem Strang ziehen sondern weil man den Wählern schlecht verkaufen kann, wieso ihr Land den Milliardenzirkus subventioniert und das Nachbarland nicht. Was DFL und Co. nämlich vergessen, ist, dass es viel mehr Menschen gibt die keinen Fußball gucken als solche, die es tun. Und auch viele unter denen die es tun sind in der Sache bei Mäurer (ich zum Beispiel immer schon und in Bremen hat Mäurer die öffentliche Meinung hinter sich, obwohl ganz Bremen Grün-Weiß ist). Mäurer war halt der erste der in dieser Sache das getan hat von dem er glaubt, dass es richtig ist und nicht überlegt hat ob sich die öffentliche Meinung hinter ihm versammelt oder nicht.

P.S.: Sollte, wider erwarten, das BVerfG gegen Bremen entscheiden, würde ich an Mäurers Stelle bereits jetzt Plan B in der Schublade haben: Sperrung der Gästebereiche bei Hochrisikospielen weil man die Kosten für die Steuerzahler vermeiden will. Das kann der Verein natürlich verweigern, nur dann gibt es keine Genehmigung für die Veranstaltung weil die Bremer Polizei die Sicherheit nicht gewährleisten kann und für Amtshilfe aus Niedersachen und Hamburg fehlt bedauerlicherweise das Geld. Werder verliert dann also am Grünen Tisch oder muss im Volkspark spielen.

Das was Werder dann machen könnte, den Gästeblock für Gäste sperren aber für Werderfams öffnen.

Da die Größe des Gästeblocks flexibel ist, ist es eben zumindest eine Überlegung wert.

Wie gesagt, es geht hier ja um die mehr Kosten bei Hochsicherhetsspielen.

Das obliegt ja der Polizei welche als solche eingestuft werden oder nicht.
 
Alle werden letztlich mitziehen, davon bin ich überzeugt. Und zwar nicht, weil sie alle an einem Strang ziehen sondern weil man den Wählern schlecht verkaufen kann, wieso ihr Land den Milliardenzirkus subventioniert und das Nachbarland nicht.
Argumentativ in der Sache bin ich bei dir. Mir fehlt jedoch der Glaube, dass bundesländerübergreifend dahingehend an einem Strang gezogen werden würde. Denn selbst innerhalb der Länder herrschen unterschiedliche Ansichten über den Umgang mit Hochrisikospielen, wie es aktuell in Niedersachsen bei der gerade die parallel laufende Debatte um den künftigen Verzicht von Auswärtsfans beim Derby Eintracht Braunschweig - Hannover 96 zu beobachten ist - wohlmöglich, weil in Teilen der Politik unter Fußballfans ein hohes Wählerpotential gesehen wird.

Und auch viele unter denen die es tun sind in der Sache bei Mäurer (ich zum Beispiel immer schon und in Bremen hat Mäurer die öffentliche Meinung hinter sich, obwohl ganz Bremen Grün-Weiß ist). Mäurer war halt der erste der in dieser Sache das getan hat von dem er glaubt, dass es richtig ist und nicht überlegt hat ob sich die öffentliche Meinung hinter ihm versammelt oder nicht.
Richtig, aber ich vermute, dass in Bremen die Akzeptanz für diese Maßnahme auch in den hohen Schulden des Stadtstaats begründet sein könnte.


P.S.: Sollte, wider erwarten, das BVerfG gegen Bremen entscheiden, würde ich an Mäurers Stelle bereits jetzt Plan B in der Schublade haben: Sperrung der Gästebereiche bei Hochrisikospielen weil man die Kosten für die Steuerzahler vermeiden will. Das kann der Verein natürlich verweigern, nur dann gibt es keine Genehmigung für die Veranstaltung weil die Bremer Polizei die Sicherheit nicht gewährleisten kann und für Amtshilfe aus Niedersachen und Hamburg fehlt bedauerlicherweise das Geld.
Wäre eine Maßnahme. Aber würde das das Problem lösen? Ich vermute nicht, denn auch damit könnten sich verfeindete Gruppen zu Randale am Rande des Spiels verabreden.
 
Mir fehlt jedoch der Glaube, dass bundesländerübergreifend dahingehend an einem Strang gezogen werden würde.

Wie gesagt, ich glaube die müssen dafür nicht an einem Strang ziehen, iSv. abgestimmten Handlungen. Das würde sich von selbst ergeben denke ich, ganz ohne Absprachen.

Richtig, aber ich vermute, dass in Bremen die Akzeptanz für diese Maßnahme auch in den hohen Schulden des Stadtstaats begründet sein könnte.

Kann schon sein, weiß ich nicht. Eine Rolle wird es sicherlich spielen, aber Mäurer geht es mehr ums Prinzip denn am Ende des Tages sind diese Summen für das Land Bremen ja vergleichsweise sehr klein. Auch sehe das als Sache des Prinzips und nicht als Beitrag zur Sanierung der Landesfinanzen, gleichwohl sehe ich durchaus den Punkt, dass man nicht verdonnert werden kann an allen Ecken und Enden zu sparen aber beim Fußball macht man dann eine Ausnahme (und sei sie klein).

Ich vermute nicht, denn auch damit könnten sich verfeindete Gruppen zu Randale am Rande des Spiels verabreden.

Können sie machen. Aber dann weiß man wenigstens vorher schon, dass man die alle bedenkenlos einknasten kann, denn wegen Fußball können sie dann ja nicht mehr kommen ;)
 
Ich hoffe die Kosten können auf die Vereine abgewälzt werden. Dann muss es höhere Eintrittspreise geben und dadurch können sich diese Vollidioten den Fußball irgendwann nicht mehr leisten.

Das mit den "Vollidioten" wird man niemals in den Griff bekommen, ist der EINE weg, schaut der ANDERE schon wieder um die Ecke...die entscheidenden Dinge entstehen in den Köpfen und da, wo dann genau dort gähnende Leere Einzug gehalten hat, ist in den seltensten Fällen noch was zu retten. Man erinnere sich, wie lange es auch bei uns gedauert hat, endlich diese "Nazibagage" aus dem Stadion zu bekommen. Ok...ich möchte die Ultras nun nicht unbedingt mit diesen "Geistlosen" in Verbindung bringen, aber ich habe gestern gerade, die neuen Statistiken für und im Umgang mit Jugendkriminalität bekommen, da wird dir nicht besser...da ist alles erfasst, vom Ladendiebstahl bis zu Mord oder Tötungsdelikt, alles in allem ein Anstieg um fast 30% in allen "Sparten". Übrigens haben 22 % der wahlberechtigten Jungwähler die AfD gewählt...und auch in Richtung Bildung und Ausbildung sieht es nicht rosig aus. Was das Thema SVW und gewaltbereite Fans oder Pyro betrifft, kann der Verein allein nicht in den Griff bekommen, wobei ich das mit der "Gewaltbereitschaft" und SVW mal etwas relativieren sollte, das ist bei so manchem Verein sicherlich viel krasser. Es muss sich grundlegend in der Gesellschaft etwas ändern...meine Vorstellungen und Ideen lasse ich hier mal besser außen vor...aber wir sind da alle gefragt. Das Problem ist die Gesellschaft und der Frust, der bei vielen mit einher gibt...und um das Abreagieren und dazu gehört es auch sich in Fußball Stadien auszutoben.
 
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Das mit den "Vollidioten" wird man niemals in den Begriff bekommen, ist der EINE weg, schaut der ANDERE schon wieder um die Ecke...die entscheidenden Dinge entstehen in den Köpfen und da wo dort gähnende Leere Einzug gehalten hat, ist in den seltensten Fällen noch was zu retten. man erinnere sich, wie lange es auch bei uns gedauert hat, endlich diese "Nazibagage" aus dem Stadion zu bekommen. Ok...ich möchte die Ultras nun nicht unbedingt mit diesen "Geistlosen" in Verbindung bringen, aber ich habe gestern gerade, die neuen Statistiken für und im Umgang mit Jugendkriminalität bekommen, da wird dir nicht besser...da ist alles erfasst, vom Ladendiebstahl bis zu Mord oder Tötungsdelikt, alles in allem ein Anstieg um fast 30% in allen "Sparten". Übrigens haben 22 % der wahlberechtigten Jungwähler die AfD gewählt...und auch in Richtung Bildung und Ausbildung sieht es nicht rosig aus. Was das Thema SVW und gewaltbereite Fans oder Pyro betrifft, kann der Verein allein nicht in den Griff bekommen, wobei ich das mit der "Gewaltbereitschaft" und SVW mal etwas relativieren sollte, das ist bei so manchem Verein sicherlich viel krasser. Es muss sich grundlegend in der Gesellschaft etwas ändern...meine Vorstellungen und Ideen lasse ich hier mal besser außen vor...aber wir sind da alle gefragt. Das Problem ist die Gesellschaft und der Frust, der bei vielen mit einher gibt...und um das Abreagieren und dazu gehört es auch sich in Fußball Stadien auszutoben.
Ganz nahe am Politikbereich :D, aber ich gebe dir recht. Der Anstieg der Gewalttaten ist gewaltig, in allen Bereichen, das erlebe ich auch in meinem Ehrenamt.
 
Das ist eine nachvollziehbare Entscheidung und in der Sache richtig. Die wird innerhalb der Liga aber zu noch stärkerer Wettbewerbsverzerrung führen, weil nicht alle Bundesländer mitziehen und damit nicht alle Bundesligisten damit belastet werden.

Für Werder ist das keine gute Nachricht.
 
Mal schauen wie die DFL das dann in Zukunft Handhabt mit Hochrisikospielen. Hoffe mal das die Kosten Gleichermaßen auf die Vereine verteilt.

Es werden jetzt auch Hamburg und Niedersachsen folgen evtl. Auch NRW.
Bleibt spannend.
 
Ist durch - Mäurer hat nun endgültig Recht bekommen. Finde ich aus neutraler Sicht richtig. Ist natürlich für Werder eher suboptimal, in der Sache aber korrekt.
Sehe ich auch so. Aber es wäre Wahnsinn, wenn die DFL weiterhin damit durchkommt, dass Werder die gesamte Summe zahlen muss. Wenn schon keine gemeinschaftliche Lösung möglich ist, müsste doch mindestens der jeweilige Gastverein die Hälfte zahlen.
 
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