Politik und Fußball in Bremen

Habe prinzipiell nichts dagegen, wenn die Liga an den Kosten beteiligt wird. ABER nicht so. Es kann nicht sein, dass es einen einzelnen Verein trifft. Und das hauptsächlich, weil unfähige Politiker in jeglich erdenklicher Weise versuchen Geld zu schinden. Entweder es trifft alle oder keinen, fertig.
Zudem sehe ich hier auch einfach Werder nicht als Ansprechpartner. Werder ist ja nicht verantwortlich, sondern diejenigen, die Krawall machen. Halbwegs verständlich fände ich bestenfalls eine Kostenübernahme der auf dem Verinsgelände eingesetzten Polizisten. Wie weit soll den die Haftung sonst noch gehen? Wird man Werder dann eine Beteiligung an den Müllkosten auferlegen, die zusätzlich jedes Spielwochenende anfallen? Oder gar für Schäden durch Wildpinkler oder Vandalismus?

Und statt Spiele woanders auszutragen, kann man nicht schlicht den Sitz der GmbH verlegen? Klar das ändert nichts an der Beteilung an den Polizeikosten, würde aber ein Zeichen setzen. Bezahlt man seine Steuern eben in Zukunft dort, wo man willkommener ist.
 
Ich schrob schon anderswo: Wenn bei mir Vandalen im Garten wüten und ich die Polizei rufe, muss ich dann auch den Einsatz zahlen? Hätte ich keinen Garten, gäbe es keine Vandalen darin. Und wenn die Polizei gleich ein ganzes SEK schickt, es könnten ja Terroristen sein, muss ich das dann extra zahlen, weil ich zwar die Polizei gerufen habe, aber nicht selbst festlegen kann, in welchem Umfang diese tätig wird?

Es ist einfach nur hanebüchen
 
Im Übrigen zeigen diese Provinzpossen doch vor allem eines: Das bundesland Bremen gehört endlich abgeschafft. Und das sage ich als Bremer. Ich stelle mich in die Bürgerschaft und sage: I want all of you to be fired.
 
Im Übrigen zeigen diese Provinzpossen doch vor allem eines: Das bundesland Bremen gehört endlich abgeschafft. Und das sage ich als Bremer. Ich stelle mich in die Bürgerschaft und sage: I want all of you to be fired.

Grundsätzlich hast du Recht, aber als Niedersachse befürchte ich, dass wir dann den Schuldenberg abtragen müssen, den die jahrzehntelange Verschwendungssucht unfähiger Senatoren angehäuft hat.
 
Dieses Vorgehen ist schon aus dem Eigeninteresse der bremischen Politik heraus unverständlich. Jedenfalls hat die Stadt bzw. das Land Bremen angesichts der angespannten sportlichen wie wirtschaftlichen Lage des SV Werder sehr viel mehr zu verlieren als die DFL. Werder ist nicht nur seit Jahrzehnten gerade auch international eines der Haupt-Aushängeschilder der Stadt, schon allein deshalb ist es nicht nur eine Unverschämtheit (aber wenn sie mal wieder einen Titel holen, sind sie die Größten und die Herren Politiker stellen sich im grünen Schal hin, ba!), dem Verein derart in den Rücken zu fallen, sondern mit Blick auf die Zukunft auch eine Dummheit. Sagt nebenbei auch einiges über das Standing von WL in der Bremischen SPD aus, aber der hatte ja schon im Sommer gesagt, er könne das Vorgehen "politisch verstehen" oder so ähnlich :lol:

Was da in der Bremer Politik abgeht, lässt einen nur den Kopf schütteln. Das ist unfassbar. Viele der Gründe für das Kopf schütteln hast du genannt. Gerade dass es in hohem Maße die Parteil von WL ist, ist unglaublich. Wie haben die sich in guten Zeiten im Werder-Erfolg gesonnt....

Grundsätzlich bin ich schon lange der Meinung, dass die Bundesligavereine für die Kosten der Polizeieinsätze aufkommen müssten. Das sage ich als Fußballfan und wie viel mehr muss das den Leuten stinken die mit Fußball nichts am Hut haben. Allerdings ist das Bundesland Bremen das letzte, welches mit dieser Maßnahme beginnen darf - aus den oben im Zitat genannten Gründen.

Wenn es irgendwann mal wieder Erfolge zu feiern gibt, wird wichtig sein, die Politik konsequent außen vor zu lassen, wenn sie dann wieder angekrochen kommt und mit teilhaben möchte.
 
Heute also das Skandal-Spiel gegen Gibraltar. Ich schaue es mir sicher nicht an.

Ich hoffe ja immer noch, dass weitere Bundesländer dem positiven Beispiel Bremens folgen. Aber vermutlich haben die nicht genug Eier.
 
Aber sicher doch.

Allein schon wie schnell die Deutsche Fußball Mafia das Spiel verlegt hat... Wir reden hier von gewählten Politikern in einem der demokratischten und fortschrittlichsten Staat der Welt - und nicht von Terroristen.

Ich finde das Vorgehen gut, dass man die durch den Fußball verursachten Kosten auch auf den Fußball abwälzt - statt sie von der Allgemeinheit tragen zu lassen. Das muss man nicht genauso sehen. Aber völlig ohne Diskussion solche drastischen Konsequenzen ziehen und dabei noch einen unbeteiligten Dritten (Werder) mit reinzuziehen? :roll:
 
Aber sicher doch.

Allein schon wie schnell die Deutsche Fußball Mafia das Spiel verlegt hat... Wir reden hier von gewählten Politikern in einem der demokratischten und fortschrittlichsten Staat der Welt - und nicht von Terroristen.

Ich finde das Vorgehen gut, dass man die durch den Fußball verursachten Kosten auch auf den Fußball abwälzt - statt sie von der Allgemeinheit tragen zu lassen. Das muss man nicht genauso sehen. Aber völlig ohne Diskussion solche drastischen Konsequenzen ziehen und dabei noch einen unbeteiligten Dritten (Werder) mit reinzuziehen? :roll:

Dann bitte auch die Anmelder von Demonstrationen, die Schützenvereine, die Veranstalter von Konzerten und Privatpartys (etc.) zu Kasse bitte...

Und wieso Werder = unbeteiligter Dritter?
 
@cornholio: hä ernsthaft? der ursprung des ganzen schlamassels kommt doch nicht vom dfb, sondern vom bundesland bremen, mit diesem völlig unsinnigen und viel zu kurz gedachten beschluss.
 
Non-Profit Veranstaltungen wie Demos würde ich jetzt nicht in den selben Topf schmeißen.

Ein Argument, das ich in dem Zusammenhang häufig lese: Warum sollen Tausende Fußball-Fans für den Schaden gerade stehen, den einige wenige Randalierer machen? Und warum sollen dann all diejenigen zahlen, die überhaupt nichts vom jeweiligen Spiel haben?

Fußball ist ein Milliarden-Geschäft. Ich kann einen Euro mehr pro Ticket zahlen. Jeder Fußball-Fan kann das. So lange wir Fußball-Fans Gehälter in zweifacher Millionen-Höhe finanzieren, ist es lächerlich und sogar scheinheilig, wenn gleichzeitig Subventionen vom Staat verlangt werden. So lange es solche Gehälter gibt, sind Preise für Tickets etc. offenbar noch nicht hoch genug - wir ja weiter fleißig gekauft.

Das was DFB und DFL hier veranstalten kennen wir doch aus der freien Wirtschaft: Konzern XY fordert von der Politik Steuervergünstigungen oder er verlegt Arbeitsplätze ins Ausland. Beim Konzern schreit das Volk dann auf "was fällt den überbezahlten Sesselpupern eigentlich ein?" - aber DFB/DFL haben Narrenfreiheit.

Und wieso Werder = unbeteiligter Dritter?

Das schließe ich daraus, dass bei einem Spiel zwischen Werder und Hannover nicht etwas beide Clubs zur Kasse gebeten werden, sondern nur einer.
 
Non-Profit Veranstaltungen wie Demos würde ich jetzt nicht in den selben Topf schmeißen.

Ein Argument, das ich in dem Zusammenhang häufig lese: Warum sollen Tausende Fußball-Fans für den Schaden gerade stehen, den einige wenige Randalierer machen? Und warum sollen dann all diejenigen zahlen, die überhaupt nichts vom jeweiligen Spiel haben?

Fußball ist ein Milliarden-Geschäft. Ich kann einen Euro mehr pro Ticket zahlen. Jeder Fußball-Fan kann das. So lange wir Fußball-Fans Gehälter in zweifacher Millionen-Höhe finanzieren, ist es lächerlich und sogar scheinheilig, wenn gleichzeitig Subventionen vom Staat verlangt werden. So lange es solche Gehälter gibt, sind Preise für Tickets etc. offenbar noch nicht hoch genug - wir ja weiter fleißig gekauft.

Das was DFB und DFL hier veranstalten kennen wir doch aus der freien Wirtschaft: Konzern XY fordert von der Politik Steuervergünstigungen oder er verlegt Arbeitsplätze ins Ausland. Beim Konzern schreit das Volk dann auf "was fällt den überbezahlten Sesselpupern eigentlich ein?" - aber DFB/DFL haben Narrenfreiheit.

Seh ich ganz genauso.
 
warum sollen denn der dfb oder werder für den schaden gerade stehen, den einige wenige randalierer machen?
 
Verursacher-Prinzip.

Wenn man schon nicht die jeweiligen Randalierer rankriegt, dann doch schon eher innerhalb der Fußball-Gemeinschaft bleiben, statt das von der Allgemeinheit tragen zu lassen.
 
aber weder der dfb noch werder verursachen die randale. werder veranstaltet einfach nur ein fußballspiel, was drumherum passiert kann werder nicht beeinflussen. und wie weit sollte das verursacherprinzip denn überhaupt gelten? soll werder dann beispielsweise auch bezahlen, wenn sich irgendwo auf der welt ein werder- und ein hsv-fan in die haare kriegen und dabei schaden entsteht? im prinzip wären werder und der hsv nach deiner auslegung dann ja auch verursacher dessen.
 
Zitat von gelöscht;2999174:
Deswegen kommt ja auch kein Konzertveranstalter oder hast du was gehört? AC/DC, Queen, Die Toten Hosen, Metallica in Bremen? Tote Hose ist nur im Stadion....

Metallica, Michael Jackson, Rolling Stones, Tina Turner, Bon Jovi, Depeche Mode, Guns'N Roses, Van Halen etc ... soviel dazu! Also verkriech dich bitte einfach!

Zum Thema: Sehr stilvoll vom DFB uns dieses Mega-spannende Gibraltar-Spiel zu entziehen (4:0!! habt ihr zum Schluss auch so gezittert?). Man wollte uns ja was gutes damit tun. :roll:
Was passiert eigentlich, wenn die anderen Bundesländer es dem Bremer Senat gleichtun und zur Kasse bitten? Gibt ja genügend Problem-Spiele, gerade im Ruhrgebiet.


warum sollen denn der dfb oder werder für den schaden gerade stehen, den einige wenige randalierer machen?

Bei der gereizten Stimmung in den Stadien und umzu kann man schon die Frage aufwerfen inwieweit der jeweilige Verein und der DFB eine Mitschuld tragen. Die Medien gießen im Vorfeld solcher Partien natürlich auch viel Öl ins Feuer und daher muss man diese auch hinterfragen. Allerdings bleibt auch festzuhalten, dass es im sportlichen Bereich nur im Fußballsport zu solchen Fan-Ausschreitungen kommt. Beim Basketball, Hockey, Handball oder Boxen scheint es ja eher friedlich zu zugehen. Irgendwas machen die Verbände und Vereine dort wohl anders.
 
Non-Profit Veranstaltungen wie Demos würde ich jetzt nicht in den selben Topf schmeißen.

Ein Argument, das ich in dem Zusammenhang häufig lese: Warum sollen Tausende Fußball-Fans für den Schaden gerade stehen, den einige wenige Randalierer machen? Und warum sollen dann all diejenigen zahlen, die überhaupt nichts vom jeweiligen Spiel haben?

Fußball ist ein Milliarden-Geschäft. Ich kann einen Euro mehr pro Ticket zahlen. Jeder Fußball-Fan kann das. So lange wir Fußball-Fans Gehälter in zweifacher Millionen-Höhe finanzieren, ist es lächerlich und sogar scheinheilig, wenn gleichzeitig Subventionen vom Staat verlangt werden. So lange es solche Gehälter gibt, sind Preise für Tickets etc. offenbar noch nicht hoch genug - wir ja weiter fleißig gekauft.

Das was DFB und DFL hier veranstalten kennen wir doch aus der freien Wirtschaft: Konzern XY fordert von der Politik Steuervergünstigungen oder er verlegt Arbeitsplätze ins Ausland. Beim Konzern schreit das Volk dann auf "was fällt den überbezahlten Sesselpupern eigentlich ein?" - aber DFB/DFL haben Narrenfreiheit.



Das schließe ich daraus, dass bei einem Spiel zwischen Werder und Hannover nicht etwas beide Clubs zur Kasse gebeten werden, sondern nur einer.

Ist schon blöd wenn man keine Ahnung von Volkswirtschaft hat und dann hier mit platten Phrasen umsicht wirft. Das was der Fußball erwirtschaftet und an Steuern zahlt (UsSt., Einkommenssteuer usw) übersteigt das was der Staat dafür bzw für Polizei ausgiebt um ein Vielfaches.
Und wenn du nach dem Verursacherprinzip gehst ist das genauso ein Schwachsinn, da nicht die Veranstaltung selber den Einsatz verursacht. Verursacher sind wenn überhaupt die Leute/Fans. Außerdem haben weder Fans noch Verein/DFB als "Verursacher" die Möglichkeit zu bestimmen ob und wie viel Polizei nötig ist.
Außerdem ist es Kernaufgabe des Staates im öffentlichen Raum die öffentliche Sicherheit sicher zu stellen und das sicher nicht nur wenn jemand dafür bezahlt.
 
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