Grundsätzlich finde ich den Gedanken, dass die Allgemeinheit nicht für alle Kosten in Verbindung mit der Gewährleistung der Sicherheit bei Fußballspielen aufkommt, sondern dass sich die Vereine in irgendeiner Form daran beteiligen sollen, nachvollziehbar.
Was aber aus meiner Sicht nicht geht, ist dass das bundeslandabhängig ist, denn dann hätte z. B. Werder, wenn dem Verein Kosten aufgebürdet werden, einen Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Vereinen in anderen Bundesländern, in denen das nicht der Fall ist.
Außerdem stellt sich die Frage, wie es für Vereine in den unteren Ligen gehandhabt werden soll - da gibt es ja auch Risikospiele, und diese Vereine könnten solche Kosten noch weniger stemmen als ein Bundesligist.
Drittens, wie schon in anderen Posts angesprochen, ist zu definieren, was ein Sicherheitsspiel ist, und wo die Kostenobergrenze liegen soll, denn es kann ja nicht sein, dass die Sicherheitskräfte einen "Freibrief" bekommen, so viele Personen etc. zu stellen, wie sie wollen, da der Verein ja schließlich zahlen muss.
Wenn also eine Beteiligung der Vereine erfolgen soll, muss das auf einem möglichst für alle Vereine fairen Weg gehen - z. B. über einen Festbetrag pro Saison, den jeder Verein zu zahlen hat und der dann für Bundesligisten höher ausfällt als für Vereine aus niedrigeren Ligen. Oder ggf. auch über einen "Sicherheitszuschlag" von ein paar Cent für jede Eintrittskarte, den der Verein ja übernehmen kann, wenn er die Ticketpreise nicht erhöhen will.
Wie gesagt, die Idee, dass sich die Vereine an den Kosten beteiligen, finde ich nicht abwegig, aber es sollte auf eine transparente Weise passieren und auch alle Vereine treffen.