Poetry Slams

Glaubt ihr an einen positiven Einfluss von Poetry Slams?

  • Ja

    Votes: 3 10,3%
  • Nein

    Votes: 11 37,9%
  • Was ist ein Poetry Slam?

    Votes: 15 51,7%

  • Total voters
    29
  • Poll closed .
Zitat von Flo in Grün-Weiß;2074218:
Ein kurzes Statement noch zum anscheinend herausgegriffenen Beispiel Goethe und Schiller: hab ich sogar gelesen, ohne aller zehn Seiten einzuschlafen. Je nach Buchdicke kann man die ja in kurzer Zeit am Abend vor der Klausur durchlesen.
Aber die ganzen Stürmer und Dränger kritisieren und handeln demnach so indirekt, was das Lesen aus meiner Sicht langweilig macht. Ich mag es lieber direkter und deshalb lese ich am besten gar nicht.:p :D

Man muss es ja nicht ganz lassen.
"Auch das schlechteste Buch hat seine gute Seite: die letzte."
John Osborne
 
Jetzt muss man sehen: Literatur ist ein weites Feld.

Ich muss zugeben... das ist das einzige gute, was Effi Briest dieser Welt gegeben hat :p War auch nicht so mein Ding, aber Literatur ist eben Geschmackssache. Ich kann mit Fontane, Beckett und Austen nicht viel anfangen, aber dafuer mit Defoe (obowohl ich verstehen kann, wenn man Robinson Crusoe nicht so mag, Moll Flanders ist schliesslich 100x besser :D) oder den Bromtes - genau wie du es eben beschreibst, sind Geschmaecker verschieden. Dass einem Gewisse Gattungen mehr liegen als andere ist auch ganz normal, mit Liebeslyrik kann man michn zB. jagen, auch wenn ich objektiv den literarischen Wert anerkenne. :ugly:

Und darum ging es mir ja auch gar nicht. Von mir aus kann auch jemand sagen, dass er mit Goethe speziell nichts anfangen kann - ich persoenlich wuerde z.B. auch Shakespeaere jeder Zeit Goethe und Schiller vorziehen. Aber man kann auch von Literatur, die einem beim Lesen nicht so gut gefaellt etwas lernen. Ich fand Musil z.B. furchtbar zu lesen, und das obwohl ich eigentlich genau auf diese Zeitperiode stehe. Gelernt habe ich trotzdem was, deshalb ist keine Sekunde davon vergeudet gewesen. :)

Jetzt habe ich aber irgendwie den Faden zum Poetry Slam verloren, sorry :D


EDIT: Werden wir jetzt eigentlich in der Facharbeit zitiert? :D
 
Werdet ihr. Danke für die regen Diskussionen hier:thumb::thumb:
Werde viele von euch zitieren um alle Argumente aufführen zu können.

Obwohl wir ja ziemlich stark vom Thema abgewichen sind.:D Ich war sogar niemals im Thema drin. Ich bin eingestiegen, als das eigentliche "Problem" schon längste beiseite gekehrt wurde.:D

Um in diesem Thread mal nicht komplett Off Topic zu bleiben ein paar Worte zu den Poetry Slams: Ich kann mir da nicht wirklich viel drunter vorstellen, aber nachdem, was du davon so berichtet hast, habe ich mal für "Nein" gestimmt. Meine aufgrund mangelndem Bezug natürlich eingeschränkte Meinung lässt sich aus bisher verfassten Beiträgen irgendwie zusammenfassen. Ich möchte mir jetzt nicht alle einzelnen Passagen heraussuchen.:thumb:
 
Ja stimmt, das ganze ist schon etwas vom Thema ab, aber solang es immernoch um Literatur geht ist doch alles im Rahmen.

Ich fange heute abend an die Umfrage auszuwerten. Hat jemand noch was zum Thema?:)
 
So Leute, Facharbeit ist fertig. Vielen Dank für eure Hilfe. Hab letztendlich als Fazit ein leichtes "nein".

Der Thread kann ja trotzdem auf bleiben, für weitere Erfahrungsberichte über Slams:)


Gruß
 
So gestern Abend mein erster offizieller Poetry Slam:)

3. geworden. Um 3(!!!) Stimmen am Finale vorbei gekratzt.

Erste Runde mit meiner Biographie als erster ins Halbfinale eingezogen.
Im Halbfinale musste ich als 1. ran. Das hat mir wohl das Genick gebrochen.
 
Ist das eigentlich normal, dass Poetry Slamer ihren Text immer ablesen bzw. so tun?

Ja. Also es ist erlaubt frei vorzutragen. Viele lernen auswendig, wenn es um Gedichte geht. Bei ernsten, melancholischen(richtig geschrieben?:confused:) machen das auch einige. Aber grötenteils gehts ja um Kurzgeschichten, die man vorliest. Und man möchte ja nicht nen Comedyauftritt nachmachen und einfach vor sich her plappern.
 
Ich poste es einfach mal hier drin.

Ich schreib grad n kleines Gedicht für nen Poetry Slam. Ist über Jugendliche und soll auch witzig angehaucht sein, ist es bis jetzt auch aber Ich hab jetzt nen totalen Hänger und komm nicht weiter.

Jemand ne Idee?


Hier das Gedicht:

Seht euch nur die Jugend an,
wie sie heute saufen kann.
Laufen durch die Innenstadt,
den Wodka haben sie niemals satt.

Sie raufen, pöbeln, randalieren,
das seid ihr am kritisieren.
Dabei seid ihr ganz klar im Recht,
denn was wir tun ist wirklich schlecht.

Wir stellen uns wirklich gerne quer,
machen Lärm bis nachts um vier.
Doch ist es echt nicht lange her,
da wart „Die Jugendlichen“ ihr.

Ihr habt das alles auch gemacht,
seid auch in Gräben aufgewacht.
Jaja, auch ihr wart mal so dumm,
Doch um das zuzugeben, fehlt der Mumm.

„Das hat es früher nicht gegeben!“
Sagt ihr ohne euch zu schämen,
Als würd‘t ihr über allem schweben.
Das find ich echt total daneben.
 
Das "zu wenig gelesen" wird, ist ein urbanes Märchen, mit dem ich seitdem ich in der Schule gewesen bin, konfrontiert werde. Was ist an diesem "Verdikt" falsch?

1) Es impliziert, das mal mehr gelesen wurde - auf welche Zeit bezieht sich das? Auf eine Zeit in der Umfragen noch nicht erhoben wurden. Und in dieser wurde eher weniger gelesen - weil der Bevölkerung der Zugang zu Büchern eher erschwert war und das Gros nur 9 Schuljahre hatte. Zudem kaum Bücher erschienen im Vergleich zu heute.

2) Es geht "ums gute Buch". Diejenigen, die dieses Verdikt in die Welt setzten, "bestimmten" auch was lesenswert sei: Also gehen sie von einem "Kanon" aus und packen da allenfalls noch die lokale und regionale Zeitung(en) mit hinein. Comics, viel Belletristik, Pulp Fiction und Groschenromane werden unglaublich viel gelesen - zählen aber in die "Bewertung" ob gelesen wird nicht hinein.

3) Die Jugend liesst heute eher mehr als weniger. Alleine schon durch das Internet. Letzteres hat die Tendenz das mehr gelesen wird eher verstärkt.

Ich komme zu dem Urteil, das Poetry slams ne tolle Sache sind - aber es ist eher ein Sache der Unterhaltung als das man damit "missionieren" sollte. Rockkonzerte wurden auch nicht ersonnen, um Leute für das Gitarrenspiel so zu begeistern, das sies sofort erlernen. Dies ist ein wünschenswerter Nebeneffekt.
Gute Poetry slams unterhalten die Leute.
 
Das "zu wenig gelesen" wird, ist ein urbanes Märchen, mit dem ich seitdem ich in der Schule gewesen bin, konfrontiert werde. Was ist an diesem "Verdikt" falsch?

1) Es impliziert, das mal mehr gelesen wurde - auf welche Zeit bezieht sich das? Auf eine Zeit in der Umfragen noch nicht erhoben wurden. Und in dieser wurde eher weniger gelesen - weil der Bevölkerung der Zugang zu Büchern eher erschwert war und das Gros nur 9 Schuljahre hatte. Zudem kaum Bücher erschienen im Vergleich zu heute.

2) Es geht "ums gute Buch". Diejenigen, die dieses Verdikt in die Welt setzten, "bestimmten" auch was lesenswert sei: Also gehen sie von einem "Kanon" aus und packen da allenfalls noch die lokale und regionale Zeitung(en) mit hinein. Comics, viel Belletristik, Pulp Fiction und Groschenromane werden unglaublich viel gelesen - zählen aber in die "Bewertung" ob gelesen wird nicht hinein.

3) Die Jugend liesst heute eher mehr als weniger. Alleine schon durch das Internet. Letzteres hat die Tendenz das mehr gelesen wird eher verstärkt.

Ich komme zu dem Urteil, das Poetry slams ne tolle Sache sind - aber es ist eher ein Sache der Unterhaltung als das man damit "missionieren" sollte. Rockkonzerte wurden auch nicht ersonnen, um Leute für das Gitarrenspiel so zu begeistern, das sies sofort erlernen. Dies ist ein wünschenswerter Nebeneffekt.
Gute Poetry slams unterhalten die Leute.

:dafür::dafür: Hilft mir zwar für die Facharbeit nicht mehr, ist aber ne richtig gute Begründung. Das Beispiel mit dem Rockkonzert find ich sehr gut. Hab ich noch nicht dran gedacht ;)
 
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