Peter Niemeyer

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Hmm, also mit dem Überangebot im defensiven Mittelfeld ist das so eine Sache... ich könnte mir das nur erklären, wenn man langfristig wieder mit 4-4-2 und Raute spielen möchte, daher nur einen klassischen Sechser hat - dafür reicht Frings/Bargfrede locker aus. Leuten wie Borowski oder Jensen würde das sicher entgegen kommen (denn die Halbpositionen haben sie bei Werder bis zum Erbrechen gespielt), Marin dafür wohl eher nicht...
 
Hmm, also mit dem Überangebot im defensiven Mittelfeld ist das so eine Sache... ich könnte mir das nur erklären, wenn man langfristig wieder mit 4-4-2 und Raute spielen möchte, daher nur einen klassischen Sechser hat - dafür reicht Frings/Bargfrede locker aus. Leuten wie Borowski oder Jensen würde das sicher entgegen kommen (denn die Halbpositionen haben sie bei Werder bis zum Erbrechen gespielt), Marin dafür wohl eher nicht...

dann macht es aber wenig sinn, dass werder so scharf auf wesley ist, der, um es generell mal zu sagen, sowieso nicht von beginn an die erhoffte verstärkung wäre, sondern aufgrund eines anderen spielrhythmus, einer anderen umgebung usw. auch erstmal einige zeit bräuchte
 
dann macht es aber wenig sinn, dass werder so scharf auf wesley ist, der, um es generell mal zu sagen, sowieso nicht von beginn an die erhoffte verstärkung wäre, sondern aufgrund eines anderen spielrhythmus, einer anderen umgebung usw. auch erstmal einige zeit bräuchte

Soweit ich das mitbekommen habe, kann Wesley alle Positionen in einer Raute bekleiden. Bevorzugt aber die zentral defensive Position.
Ein Spieler der im 4-4-2 mit Doppel-6 und Raute zu gebrauchen ist, oder auch in einem 4-3-3.
Solange ein Ersatz für Niemeyer kommt, sehe ich den Wechsel nicht so tragisch. Auch wenn es menschlich wohl ein Verlust ist. Aber sportlich hat es, auch wegen zahlreicher Verletzungen, nie wirklich gepasst. Dann kann ich auch den Wunsch nach einem "Tapetenwechsel" nachvollziehen. Ich wünsche ihm auf jedenfall viel Erfolg bei der Hertha.
 
dann macht es aber wenig sinn, dass werder so scharf auf wesley ist, der, um es generell mal zu sagen, sowieso nicht von beginn an die erhoffte verstärkung wäre, sondern aufgrund eines anderen spielrhythmus, einer anderen umgebung usw. auch erstmal einige zeit bräuchte

Schau mal über den Tellerrand hinaus:
Frings ist 33 und weiß vermutlich selbst noch nicht wie lange er noch auf CL-Niveau mitmischen kann. Bei Bargfrede vermag ich nicht zu beurteilen, ob er die Leistung der vergangenen Saison bestätigen kann bzw. wann bei ihm das Ende der Fahnenstange (im Hinblick auf seine eigene Entwicklung) erreicht ist. Wesley ist 23 und kann an Frings' Seite in diese Rolle hineinwachsen. Insofern macht es für mich durchaus Sinn.

Transfers haben nunmal nicht immer den Sinn und Zweck, ab dem Zeitpunkt der Verpflichtung einen fertigen Kader stehen zu haben - gerade bei der Verpflichtung von jüngeren Spielern spielt immer auch eine gewisse Entwicklung eine Rolle, die jungen Spielern i.d.R. auch zugestanden wird. Perspektivische Neuverpflichtungen sollten einem Werder-Fan jedenfalls lange kein Fremdwort mehr sein ;)

Diese Personalie würde für mich selbst dann Sinn machen, wenn man zum 4-4-2 mit Raute zurückkehrt. Marin könnte an Özils Stelle stoßen, vorausgesetzt Arnautovic setzt sich als Mann neben Pizarro durch. Für die Halbpositionen wären Borowski und Jensen m.E. geeigneter als für die 6er-Position und kämpfen mit Hunt und Bargfrede um die Einsätze, je nach dem ob man die Raute offensiv oder defensiv ausrichten will. Und sollten Wesley UND Frings sich für die Startelf aufdrängen, wird man einen von beiden auch auf der Halbposition gebrauchen können. Zumindest Frings hat dort schon TOP-Spiele gezeigt, vor allem unmittelbar nach seiner Rückkehr zu Werder.

Also ein schlechtes Mittelfeld sieht in meinen Augen anders aus. Zumal man einerseits mehrere Varianten aufgrund der unterschiedlichen Spielertypen hat, und andererseits bezogen auf die Spielsituation auf ein Trapez verschieben kann. Hier hat sich ja auch in den letzten Jahren immer wieder gezeigt, dass das System lange nicht so starr ist wie viele immer meinen.
 
Dakradiert in die 2. Liga ?

Armer Peter, DAS hast Du NICHT verdient!
Dennoch, in Berlin ist`s schön und ich wünsche Dir dort sehr viel Erfolg, vielleicht bist ja schneller wieder in Bremen als Gedacht. :svw_applaus:
 
Wesley ist 23 und kann an Frings' Seite in diese Rolle hineinwachsen. Insofern macht es für mich durchaus Sinn.
:tnx:
Diese Personalie würde für mich selbst dann Sinn machen, wenn man zum 4-4-2 mit Raute zurückkehrt. Marin könnte an Özils Stelle stoßen, vorausgesetzt Arnautovic setzt sich als Mann neben Pizarro durch. Für die Halbpositionen wären Borowski und Jensen m.E. geeigneter als für die 6er-Position und kämpfen mit Hunt und Bargfrede um die Einsätze, je nach dem ob man die Raute offensiv oder defensiv ausrichten will.
Dazu habe ich teilweise eine andere Sicht. Marin ist eigentlich kein Rautenspieler, bestenfalls wie Du sagst, auf der Zehn. Die Übersicht beim letzten Pass hat er, ohne Frage. Aber dann müsste er sein Spiel noch einmal grundlegend umstellen, den Ball mehr laufen lassen. Kann MM das? Andernfalls haben wir ein Remake des "Kombinationsspiels" von 2006-2009. Was sich dann vermutlich noch gravierender als seinerzeit in Ergebnissen auswirken würde, weil neben dem fehlenden Spielaufbau die Torgefahr im OM fehlt.
Zu den Halbpositionen - erinnere Dich an 2007/2008. Wie ich bereits im Wesley-Thread schrieb...
Ausserdem sehe ich Jensen nur sehr bedingt als DM-Alternative. DJ hat eine markante Schwäche, die er mit Boro teilt - beim Spiel gegen den Ball agiert Jensen im Raum oft unklug, will sagen, ihm fehlt bei Ballverlust die schnelle Auffassungsgabe für eine entstehende Spielsituation, dazu antizipiert er defensiv nicht gut genug. Die Folge ist, dass Werder`s Raumaufteilung im Umkehrspiel schlecht ist, das Verschieben nicht klappt. Erinnere Dich mal an die Saison 2007/2008, da spielten wir nach Frings-Ausfall in der Raute mit Jensen und Boro auf den Halbpositionen, dazu vorne Diego, der seine Position nicht hielt. Während dieser Zeit waren wir aufgrund dessen exorbitant anfällig für Kontersituationen, signifikant die Heimspiele gegen Duisburg und Wolfsburg, Gegner, die selbst wenig taten außer auf diese Situationen warten oder das Spiel in Stuttgart. Dazu kommen bei Jensen die Verletzungsprobleme, weswegen mit ihm zu oft schwer zu rechnen ist.
Mit einer Raute hinter Pizza, Arno, bestehend aus Marin plus Boro, Jensen auf den HP hätten wir, da bin ich ziemlich sicher, ein neues, handfestes Struktur- und Kontergegentorproblem.
Und sollten Wesley UND Frings sich für die Startelf aufdrängen, wird man einen von beiden auch auf der Halbposition gebrauchen können. Zumindest Frings hat dort schon TOP-Spiele gezeigt, vor allem unmittelbar nach seiner Rückkehr zu Werder.
Gerade Frings ist auf der HP, also auf der Destruktivebene, wegen seiner typischen Fähigkeiten, optimal aufgehoben. Besonders wenn das Spiel schneller und genauer ist, wo er mit seinen wichtigen Balleroberungen und gutem Stellungsspiel sowie den Antreiberqualitäten den Ausgleich zur Kreativebene schafft. Deshalb war er ja in dem einen Jahr, welches Du ansprichst, gemeinsam mit Micoud so verdammt stark.
Dafür sehe ich in Frings keinen Sechser, weil ihm in der Spielorganisation und im Spieleröffnen nun mal zu oft die Übersicht und demzufolge die variablen Möglichkeiten fehlen.
Hier hat sich ja auch in den letzten Jahren immer wieder gezeigt, dass das System lange nicht so starr ist wie viele immer meinen.
Meines Erachtens schon. Auch in vielen Spielen der letzten Saison. Ein Wandeln der Raute zum Trapez bzw. ballorientiertes Verschieben gemäß der Spielsituation/Spielstand bedingt auch immer eine gewisse Anzahl entsprechender Spielertypen. Im offensiv-konstruktiven Bereich hatten wir da viele Möglichkeiten, im defensiv-strategischen Bereich hingegen nicht. Da fehlte es vielen - gegen den Ball! - an klugem Spiel im Raum. Bargfrede und teilweise TF brachten das mit, Niemeyer auch, wie ich finde.
So hatten wir beim Umkehrspiel zu oft schlechte Raumaufteilung, zu grosse Abstände zwischen den Mannschaftsteilen, ganz extrem, wenn einer der Genannten ausfiel. Boro/Hunt konnten das kaum ausgleichen. Hinzu kam, dass Frings, den wir auf der HP nötig brauchten, auf der Sechs spielte.
 
:tnx:
Meines Erachtens schon. Auch in vielen Spielen der letzten Saison. Ein Wandeln der Raute zum Trapez bzw. ballorientiertes Verschieben gemäß der Spielsituation/Spielstand bedingt auch immer eine gewisse Anzahl entsprechender Spielertypen. Im offensiv-konstruktiven Bereich hatten wir da viele Möglichkeiten, im defensiv-strategischen Bereich hingegen nicht. Da fehlte es vielen - gegen den Ball! - an klugem Spiel im Raum. Bargfrede und teilweise TF brachten das mit, Niemeyer auch, wie ich finde.
So hatten wir beim Umkehrspiel zu oft schlechte Raumaufteilung, zu grosse Abstände zwischen den Mannschaftsteilen, ganz extrem, wenn einer der Genannten ausfiel. Boro/Hunt konnten das kaum ausgleichen. Hinzu kam, dass Frings, den wir auf der HP nötig brauchten, auf der Sechs spielte.

Schöne Analyse bis Du zu dem Punkt mit Opa Frings auf den Halbpositionen kommst.
Dafür ist Lutscher mittlerweile deutlich zu langsam. Er macht seine guten Leistungen auf der "6" mit Einsatz, viel Erfahrung und einem Stellungsspiel, das auch durch die viele Erfahrung so gut ist.

Aber speziell in diesem Punkt war Käpt'n Baumi (neben Hoettges vor Urzeiten) noch einen Tick besser.
 
Du, was macht eigentlich Peter?
Der hat gerade den Verein gewechelt.
Oh, das ist bestimmt hart.
Nee, Hertha!

Peter, bleib gesund, wir sehen uns dann nächstes Jahr hoffentlich wieder! :)
 
Schöne Analyse bis Du zu dem Punkt mit Opa Frings auf den Halbpositionen kommst.
Dafür ist Lutscher mittlerweile deutlich zu langsam. Er macht seine guten Leistungen auf der "6" mit Einsatz, viel Erfahrung und einem Stellungsspiel, das auch durch die viele Erfahrung so gut ist.

Aber speziell in diesem Punkt war Käpt'n Baumi (neben Hoettges vor Urzeiten) noch einen Tick besser.
Die beiden lassen sich aber generell nicht vergleichen. Baumann war taktisch in der Raute deshalb so enorm wichtig, weil er ein One-Touch-Spieler war, mit einer guten Intuition für die Spielsituation, der wusste, wann und wie er das Spiel verlagern musste und so ein Spiel richtig schnell machen konnte. Aufgrund seiner Übersicht und Antizipation wurde er auch nicht so oft in die direkten Zweikämpfe verwickelt. Dafür sind im Idealfall ja auch die HP in der Raute da. Baumi - ein idealer Rauten-Sechser.

Frings dagegen ist ein völlig anderer Spielertyp, seine herausragenden Fähigkeiten liegen in der Balleroberung, im abgezockten Zweikampfverhalten, im Nachsetzen und nachfolgend im Anschieben des Spieles. Er kommt viel mehr über die Physis als Baumann, ist dadurch präsenter. Ein idealer HP-Spieler. Egal, ob mittlerweile zu langsam oder nicht.
 
Schöne Analyse bis Du zu dem Punkt mit Opa Frings auf den Halbpositionen kommst.
Dafür ist Lutscher mittlerweile deutlich zu langsam. Er macht seine guten Leistungen auf der "6" mit Einsatz, viel Erfahrung und einem Stellungsspiel, das auch durch die viele Erfahrung so gut ist.

Aber speziell in diesem Punkt war Käpt'n Baumi (neben Hoettges vor Urzeiten) noch einen Tick besser.

Ich mach's mal kurz:
Wenn die Raute so gelebt wird wir Thomas Schaaf es sich vorstellt, dann spielt Schnelligkeit nicht die Hauptrolle. Leider ist der One-Touch-Fußball aus dem Double-Jahr den jetzigen Spielertypen etwas zum Opfer gefallen - meine Meinung. Aber wenn wir aus dieser Zeit die möglichen Spieler von den Halbpositionen nehmen, sollten wir feststellen dass Borowski, Ernst oder Lisztes auch nicht die Sprinter vor dem Herren waren.

Diese Einschätzung gilt natürlich nur für das Spiel mit Ball - in der Rückwärtsbewegung sind sicher noch andere Dinge gefragt, die Frings aber in meinen Augen auch nicht für die Halbposition disqualifizieren, trotz fortgeschrittenen Alters. --> siehe Einschätzung von Mick, insofern brauche ich nichts zu wiederholen ;)
 
Und Hertha liegt gleich wieder hinten. Aber wenigstens ist der Neuzugang, der nach ein paar Minuten verletzt runter musste nicht Peter sondern Rob Friend. Gute Besserung aber auch an den.
 
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