Hui, mit Paris und Bayern Meister zu werden sollte ihn unsterblich gemacht haben...
Klar, Neapel war schon was aber nochmal, es wurde nicht Alles zu Gold was er angefasst hat.
Ich tu mich da immer schwer, sicher, rein nach den Erfolgen der beste Trainer ever ever....
Der funktioniert aber offenbar nicht überall, das wollte ich damit sagen.
Auch einem Top-Coach kann es passieren, dass er - gerade wenn er mehr als 2 oder 3 Stationen auf höherem / höchstem Niveau durchläuft - er irgendwo unzureichend funktioniert; sei es aus sportlichen oder zwischenmenschlichen Gründen. Das ist mMn kein Grund, in der Gesamtbetrachtung die Erfolge eines Trainers an seinen anderen Standorten zu relativieren, abzuwerten etc.
Denn wenn ein Trainer es schafft, sich 15, 20 oder mehr Jahren auf einem höheren Niveau, sei es international - oder um den Diskussionsfaden wieder zumindest einigermaßen in Richtung dieses Threads zu lenken - in der Bundesliga zu etablieren, dann hat er in der Gesamtbetrachtung überwiegend gute bis sehr gute Arbeit geleistet. Losgelöst davon, ob er in der Zeit z.B. nur 2-3 oder gar 7-8 Clubs coachte. Auch deshalb, weil er in der Lage / Willens war, die Entwicklungen im Fußballsport in diesen ca. anderthalb / zwei Jahrzehnten zu analysieren und die richtigen Schlüsse für seine weitere Arbeit zu ziehen. Und im Idealfall auch den richtigen Zeitpunkt zur Beendigung der Karriere zu finden, so wie z.B. Ferguson oder Heynckes es schafften, ein Wenger jedoch nicht.
BTT: Ob aus OW ein guter Bundesliga-Trainer werden kann? Durchaus. Jedoch ist er jetzt im 2. Jahr Erstliga-Trainer, er hat somit das Schwimmen in der 1. Liga gelernt, so dass es so langsam Zeit wird, dass er sich trauen sollte, das Nichtschwimmerbecken in Richtung des tiefen Wassers zu verlassen. Das heißt u.a., flexibler auf bestimmte Situation so mit Entscheidungen zu reagieren, die uns weniger ausrechenbar machen. Denn wer immer nur das macht, was er kann, bleibt immer nur das, was er ist.