Mittlerweile heißt es beinahe jede Woche, dass die Mannschaft in der ersten Halbzeit nicht rein gekommen sei, sich die Dinge die man sich vorgenommen habe nicht umsetzen konnte, um sich dann nach einer stark verbesserten zweiten Halbzeit doch nicht zu belohnen. Ich glaube nicht daran, dass die Spieler zu blöd sind oder gegen den Trainer spielen und daher Woche für Woche bei Anpfiff pennen. Ich glaube, dass die Mannschaft sich Woche für Woche auf dem Platz erst mal die Lösungen suchen muss. Und das sie das kann, zeigt die Mannschaft Woche für Woche, nur reicht es eben nicht, eine Halbzeit zu wissen was man tut. Das spricht leider sehr dafür, das Ole Werner die Mannschaft regelmäßig nicht auf den Gegner einstellt. Mit Ausnahmen wie Mainz, da sieht man dann auch, wie gut eigentlich gespielt werden könnte. Tja, und das wirft dann leider wirklich die Frage auf, wie es mit Ole Werner weiter gehen soll, wenn er selbst erst eine Halbzeit braucht um dann grob zu verstehen, wie gegen den jeweiligen Gegner gespielt werden muss.
Was nun das Spiel gestern angeht: Der einzige Grund der mir halbwegs, aber auch nur halbwegs in den Sinn kommt wenn ich Rapp in der IV sehe, ist Kopfballstärke gegen Weghorst. Veljkovic und Friedl sind da schwächer und Stark nunmal verletzt. Wenn man dann, wie Werner, sich weiterhin weigert vom Grundsystem abzuweichen, dann landet man wohl leider unweigerlich bei Rapp. Njinmah in der Starkelf wurde hier von vielen gefordert und die waren sicherlich auch froh, dass ihre Forderung "erfüllt" wurde. Ich fand es falsch. Die Idee war vermutlich, ihn mit Tempo hinter Brooks und Vogt zu schicken, das ist aber ein Konteransatz und das zu Hause, wo man mit Borré einen Spieler hat, der die langen Säulen bei Hoffenheim technisch ganz anders beschäftigen könnte und damit Raum öffnet für z.B. Schmid (und natürlich Ducksch). Man hätte natürlich auch beides haben können, Borré UND Njinmah, aber da sind wir ja wieder beim Problem mit der Viererkette, die Werner sich nicht traut zu spielen. Ich denke, die Luft wird dünner für Werner, denn Fritz' Aussage von letzter Woche ("So viel Zeit haben wir auch nicht") liest sich durchaus so, das man keine endlose Geduld mit Werner hat.