Auch wenn das Forum sich ja anscheinend auf Ole Werner als Schuldigen eingeschossen hat, muss man auch mal realistisch bleiben.
In die Abwehr haben wir Null investiert in dieser Transferphase. Dort steht dieselbe Gurkentruppe wie immer. Und mit Friedl und Velkovic auch noch zwei Abstiegsversager. Warum sollte man also glauben, dass diese Spieler plötzlich eine funktionierende Abwehr bilden könnten? Da kann Ole Werner am allerwenigsten für.
Und sich seine Werner Kritik jetzt schön reden wollen mit "dann hätte er offensiv wechseln müssen um die Abwehr zu entlasten"...was ein Mumpitz. Kein Trainer der Welt würde offensive Spieler einwechseln, wenn es darum geht ein Ergebnis über die Zeit zu bringen, gegen eine Mannschaft die pausenlos anstürmt weil sie nichts zu verlieren hat. Der normale Weg ist dann Ruhe rein zu bringen durch Erfahrung. Und genau das hat Ole mit Rapp und Groß getan.
Das macht aber unsere Abwehr nicht besser. Aber in dem Moment hätte kein anderer Spieler hätte daran was geändert, dass Friedl sich in der 94. im eigenen Strafraum vorführen lässt und Velkovic anscheinend nicht mehr als 3 Schritte am Stück rennen kann.
Nochmal: Kein Trainer würde bei dem Spielstand von 2:1 in so einem Spiel das Experiment machen und irgendwelche Hoffnungsträger oder Spieler die erst 1 Woche beim Verein sind einwechseln. Da kann ein Kownacki noch so gut in der Vorbereitung gewesen sein, beim 3:2 wäre er auch 50m vom Ball weggewesen weil er Stürmer ist und kein Abwehrspieler.
Die Schuld liegt nicht bei Ole Werner sondern ganz klar bei Baumann und Co. die jetzt die dritte Saison immer noch mit den Abstiegslosern aus 20/21 in der Abwehr Verträge machen statt diese vom Hof zu jagen.
Natürlich trifft OW als Trainer die Hauptschuld an dieser Pleite. Läge es nicht in seinem Verantwortungsbereich, entsprechende Verstärkung für die Abwehr einzufordern ? Ansonsten muss doch davon ausgegangen werden, dass der Trainer die Situation nicht so gravierend sieht, es würde Handlungsbedarf bestehen. Veljkovic ist langsam, unfähig Teil den Spielaufbau schon aus der Abwehr heraus gestalten zu können und sowohl in der 10. Minute, als auch in der letzten Minute, Mitverursacher einer ziemlich unnötigen Niederlage. Friedl ist ebenfalls solch ein Unsicherheitskandidat, immer gut für einen Bock und ebenfalls unfähig, den Spielaufbau von hinten heraus prägen zu können. Wenn OW hier keinen Handlungsbedarf sieht und dies entsprechend einfordert liegt es maßgeblich an ihm, diese Schwachstelle nicht realisieren zu können.
Die Ausrede, Werder habe immerhin 85 Minuten nur zu 10. gespielt, lasse ich nicht gelten. Dafür sind die Möglichkeiten entsprechend qualitativ wechseln zu können, zu groß. Unabhängig davon, hat Werder in der 2.HZ rein gar nichts mehr in dieses Spiel investiert, nur noch hinten gestanden und geglaubt, die Partie über die Runden schaukeln zu können. Eine offensivere Spielweise mit Kownacki wäre natürlich angeraten gewesen, oder wovor sollte sich ein Bundesligist bei einem 3.Ligisten fürchten müssen, etwa vor den eigenen Möglichkeiten ? Die ganze Vorbereitung hat für mich eine andere Startelf sehen lassen, darin kamen ganz bestimmt Groß, Rapp, Veljkovic und Burke nicht vor.
Der Trainer, in der 3. Saison für Werder tätig, muss die offensichtlichen Schwachstellen seiner Mannschaft endlich erkennen und kann nicht darauf hoffen, die ewig gleichen Fehler dadurch beheben zu können, indem er das schwächere Personal immer und immer wieder aufstellt. Nochmals zur Erinnerung, das war ein durchschnittlicher 3.Ligaverein und den muss man auch leicht reduziert, jederzeit beherrschen können - vorausgesetzt, das Personal wurde richtig gewählt.
OW hat die Rückrunde versagt, der Start in die neue Saison ist ihm misslungen und den Fehler sollte er bei sich suchen. Er hatte vor dem wichtigen Eröffnungsspiel gegen die Bayern die große Chance ein Zeichen zu setzen, das hat er leider total vermasselt.