Wir schreiben den 20. Spieltag der Bundesliga-Saison 2018/2019. Ganz Werder liefert beim 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg einen kritikwürdigen, uninspirierten Auftritt ab. Ganz Werder? Nein! Zumindest sah Trainer Florian Kohfeldt das im Anschluss an die Partie so, als er zwei Werder-Profis bewusst von seiner Generalkritik, in sich der Coach auch selbst einschloss, aussparte. Dass eine dieser Ausnahmen Jiri Pavlenka heißen würde, war nicht schwer zu erraten. Der einzige Feldspieler hingegen war nicht ganz so offensichtlich: „Ich nehme Niklas Moisander raus. Ansonsten muss sich jeder angesprochen fühlen“, schloss der Werder-Coach sein Fazit zu den Individualleistungen.
Extra-Lob für den Abwehrchef seitens des Trainers ist nichts Neues. Moisander, so wirkt es, kommt Kohfeldt oft zu schlecht weg. Anfang Oktober bedachte Werders Chefcoach Moisander nach dem 2:0 gegen Wolfsburg mit einer besonderen Würdigung („Überragend, was der da hinten rausgefischt hat!“), vor der Partie in Mainz Anfang November bescheinigte Kohfeldt dem Finnen „eine Qualität, die wir nicht eins zu eins ersetzen können“.