Mitgliederversammlungen

Brauer: Das Thema NLZ bleibt weiter ein Politikum. Werder hat der Stadt Bremen angeboten, 75% der anstehenden Kosten zu übernehmen, 25% sollte die Stadt Bremen übernehmen, denn das entspricht dem Verhältnis der Nutzung, denn es gibt viele Mitnutzer*innen außerhalb von Werder, denn es letztlich eine kommunale Sportstätte.
Es geht also nicht darum, dass Werder öffentl. Gelder für eigene Projekte erwartet. Im Gegenteil: Werder würde so die Modernieserung notwendiger sportinfrastruktureller voranzutreiben. Zudem hat die Bremer Regierung im Koalitionsvertrag die Unterstützung von Werders NLZ-Planungen in der Pauliner Marsch festgeschrieben.
 
Brauer: Jetzt müssen den Worten der Bremer Regierung Worte folgen. Der Standort Pauliner March hat für Werder einen hohen Stellenwert, auch aus emotionalen Gründen. Gleichzeitig muss aber anerkannt werden, dass der Standort sowohl auf die Anwohner*innen als auch auf den Hochwasserschutz große Herausforderungen inne hat.
 
Über 48.000 Mitglieder haben wir jetzt: Neuer Rekord, der nach sportlich schwierigen Zeiten von ungebrochener Leidenschaft für Werder spricht. Aber wir wollen mehr Mitglieder. Frankfurt, Köln und der HSV haben 100.000-Marke durchbrochen, kürzlich Hertha die 50.000. Das sollte uns anspornen. Warum sollte Werder nicht auch 100.000 Mitglieder knacken? Zum 125jährigen Vereinsjubiläum, soll es eine neue Kampagne zur Mitgliedergewinnung geben. Wichtig: Es soll über 1,5 Jahren ein gesundes Wachstum geben. Nachhaltriges Wachstum ist das Ziel, nicht mit Lockangeboten kurzzeitig die Zahl zu pushen. Dazu soll es noch mehr attraktive Familienangebote geben. Verein und Kapitalgesellschaft arbeiten dazu Hand in Hand. Ein gesunder und attraktiver Verein ist Basis für gute Kaptialgesellschaft. Dazu soll es aber auch Satzungsänderungen geben, um die Mitgliedschaft attraktiver zu gestalten. Künftig sollen Fördermitglieder abstimmen dürfen bei Wahlen und Satzunganträgen. Die aktuelle Satzung mit nicht-stimmberechtigten Mitgliedern ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Bundesliga, aber nicht in positiver Weise. Das soll korrigiert werden. Dabei sollen aber keine Rechte weggenommen werden. Passives Wahlrecht soll aber nicht geändert werden, das soll Sporttreibenden und aktiven Engagierten vorbehalten bleiben. Die Sportabteilungen sind das Rückgrat des Vereins.
:top:

Sehr guter Ansatz, denn gemessen an der Strahlkraft hinkt Werder bei den Mitgliedzahlen stark hinterher. Was wohl auch im Image des vorherigen Trikotsponsors lag bzw. liegt.
 
Brauer zum Thema Gästebreich:
Wir wurden immer wieder für unser Sicherheitsmanagement gelobt. Trotzdem haben uns Bilder wie letztes Jahr gegen die Bayern schockiert. Deshalb wird der Gästeblock im kommenden Sommer verändert: Die Stehplätze werden nach unten in die Blocke 114, 118 und noch einen verschoben. Die Sitzplätze werden in die Blöcke 117, 119, 125 und 135 (bin mir nicht sichder, ob richtig verstanden) verschoben. Er bittet bei allen Betroffenen, die Platz ändern müssen, um Verständnis. Die Betroffenen werden im Frühjahr 2024 darüber informiert.
 
Brauer zu Stadteilbussen:
Er berichtet vom Projekt. Es gab Probleme, weil durch Stadteilbusse Platz für Gästebusse fehlte und es P&R-Umsetzungen am Hemelinger Hafen bedurfte, die aber zu vielen Problemen und auch zu Agressionen gegen Busfahrer*innen einluden. Darum gab es zur neuen Saison Änderungen bei den Stadtteilbussen. Man muss eingestehen, dass das neue Konzept nicht aufgegangen ist. Zum Spiel gegen Frankfurt wurden letzte Woche Stadtteilbusse wieder (wenn auch in verringerter Zahl) neu eingeführt.
Ihm ist wichtig klarzustellen, dass das neue Konzept keine finanziellen Aspekte hatte, sondern aus Sicherheitsperspektiven passierten.
 
Brauer zu Fachkräftemangel:
Es wird immer schwieriger auch Personal für Werder zu finden. Daher sollen Mitarbeiter*innen in Zukunft stärker gefördert werden und mit Werder wachsen. Dazu soll es bspw. neue Business-Englisch-Kurse und Vorträge zu Antisemitismus, Diversität und Künstlicher Intelligenz geben und ein Talent Management für Frauen und vielversprechende Nachwuchskräfte. Dazu soll auch das Trainee-Programm der Profis mitgedacht werden, das bisher Fritz und Borowski absolviert haben und aktuell Wiedwald, Bargfrede und Hausicke absolvieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Werder handelt nachhaltig und HHG sieht Werder für die Zukunft sehr gut aufgestellt, auch wenn große Herausforderungen anstehen. Wir alle - Fans, Mitarbeiter, Vetantwortliche - haben Zeichen der Zeit erkannt und müssen sich Herausforderungen stellen. Dazu soll es eine Präambel geben, die Bekenntnis zur Nachhaltifkeit festschreibt.
Zählt dazu auch, dass die Ultras künftig auf Pyros verzichten müssen?
 
Brauer: Werder braucht eine neue Lernkultur und muss sich gesellschaftlichen Wandelmomenten öffnen und auch das eigene bisherige Handeln kritisch reflektieren. In allen Bereichen.
Braucher endet mit einer afrikanischen Weisheit vor einem Foto afrikanischer Kulisse: "Immer wenn die Sonne aufgeht, wacht die Gazelle auf. SIe weiß, sie muss heute schneller laufen als die langsamte Gazelle, wenn sie nicht gefressen werden möchte. Es wird auch jeden Morgen der Löwe wach, er weiß, dass er schneller sein muss als die langsamte Gazelle, wenn er nicht verhungenr möchte. Daraus folgt: Es ist egal, ob du Löwe oder Gazelle bist: Wenn über der Steppe die Sonne aufgeht, dann musst du rennen."
Das mögen sich alle im Verein, Profispieler und alle anderen zu Herzen nehmen.
 
Anne-Kathrin Laufmann, Geschäftsführerin Sport & Nachhaltigkeit spricht jetzt. Es ist auch ihre erste Rede.
Auch sie stellt sich vor: Seit 2006 bei Werder, durfte Bereich Nachhaktigkeit mit tollem Team aufbauen und konnte sich in dem Bereich gut aufstellen. Es ist eine Herzensgelegenheit von ihr. Sie war ein paar Jahre Jugendreferentin im Präsidium und steht jetzt in neuer Funktion vor der MV.
 
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