Es gab mal eine Zeit, da wurde auf der Arbeit die Wetterlage des kommenden Tages getippt. Als erstaunlich zuverlässig, mit bestimmt 80-prozentiger Trefferquote, erwieß sich die Voraussage: 'Das Wetter wird morgen so wie heute'.
Trotz dieses einfachen Schemas werden Neuverpflichtungen hier meistens sehr kontrovers diskutiert. Mit großen Fanlagern auf beiden Seiten, die sich in ihrer Meinung oft diametral zueinander verhalten.
Im Fall von Herrn Silvestre war aber die Gruppe derjenigen, die ein überwiegend düsteres Zukunftsszenario prognostizierten und die 'Hände-weg-von-diesem-Mann-lass-ihn-doch-in-die-türkische-Provinz'-Fraktion, die Unker und Schwarzmaler bemerkenswert in der Überzahl.
Es gab auch eine kleine Gruppe unentwegter, hoffnungsvoller Fans, die sich über den Transfer freuten.
Ich gehörte zu Beginn zu den Letzteren, gesellte mich nach einigem Nachdenken zu den Skeptikern und bin derzeit trotzdem ziemlich enttäuscht.
Es bleibt zu hoffen, dass die, ähm, suboptimale Performace wirklich nur der mangelnden Spielpraxis geschuldet ist, und uns nicht schon das geballte Spektrum der kompletten Leistungsfähigkeit dieses Altinternationalen offeriert wurde.
Allerdings wird man auch nicht von ungefähr zum 'schlechtesten Arsenal-Spieler aller Zeiten' gewählt.
Der Transfer erinnert mich so ein bisschen an den von Abel Xavier (kennt den noch jemand?). Obwohl der, glaube ich, nach drei Spieltagen, von den Verantwortlichen, schon wieder aus dem Verkehr gezogen wurde.
Transferfazit bisher: Slapstick-Flop, aber vielleicht mit Chancen auf einen Comedy-Preis. Ist ja auch was.