natürlich hat sie das. bei manchen stärker, bei anderen weniger. und ich finde das auch erstmal gar nicht tragisch. wieso auch? gelungene integration bedeutet ja auch nicht: werde 100% deutsch. zumal ich das weiter oben ausgeführt habe: da müsste man erstmal einen konsens finden, was "deutsch" auf persönlichkeitsebene ist. also nennen wir es besser "kulturelle einflüsse". dann besteht gelungene integration nicht darin, dass man sagt "verliere alle nicht-deutschen kulturellen einflüsse, verliere die verbindung zu deinem anderen wurzelland". 1. wieso, solange die anderen kulturellen einflüsse mit dem grundgesetzt vereinbar sind? 2. wie soll das für jemanden gehen, der sogar eine geliebte familie im anderen land hat und der die verbindung zum anderen land eben fühlt? exorzismus durchführen? soll er ins andere land zurück? ja aber wenn er sich doch auch zu dem land, in welchem er aktuell lebt so verbunden fühlt? wenn er eben zu 2 ländern verbindung verspürt? dafür fehlt vielen das verständnis, auch im jeweils anderen land. das klassische problem von diaspora.
gelungene integration hat ganz idealerweise neugier als ausgangspunkt, akzeptanz und verständnis als weiterführung und reges zusammenleben als endpunkt. leider in der realität selten anzutreffen. hindernisse: vorallem xenophobie und ethnozentrismus. und zwar von beiden seiten ausgehend. den schuldigen gibt es nicht.