Mesut Özil

Du hast gesagt er wollte nur seinen Kumpel grüßen und würde nicht zum Inhalt des tweeds stehen.

Ach wir reden jetzt darüber, das ist ja ne andere Geschichte.

Da habe ich geschrieben, dass ich glaube, dass er seinen Kumpel grüßen wollte, wie auch Emre Can.
Es aber letztlich auch nicht genau weiß, da ich weder sein Psychiater bin noch eine Glaskugel besitze, die mir zeigt was seine wahren Beweggründe für die Aktion waren.

https://www.derwesten.de/sport/fuss...so-daneben-ist-ein-kommentar-id227397165.html

Der Kommentar geht in meinen Augen auch etwas zu weit.
 
Ach der verfolgte Özil, läßt mal wieder seine Wirklichkeitsblase aufleuchten,
er lebt anscheinend so in seiner Welt, dass er gar nicht merkt, dass er gar nicht dazu gehört.

Natürlich gibt es Rassismus in Deutschland (siehe afd), aber sie trifft halt nicht auf den im Ausland lebenden Millionär Özil zu.
Natürlich darf sich jeder in Deutschland im Gegensatz zur Türkei mit jedem ablichten lassen,
aber genauso werde ich das so interpretieren wie ich es sehe.
Özil ist neben der Spur, der fährt auf einem Gleis wie die Royals in irgendeiner anderen rechten Welt.
Naivität trägt einen Namen: Özil.
:heul:
 
Bei Gündogan vielleicht. Bei Özil nicht. Außer, dass er mittlerweile einer der teuersten Bankdrücker aller Zeiten ist.

Was aber auch nicht verwunderlich und eben die andere Seite der gleichen Medaille ist.
So ist sicher auch der Brasilianer bei PSG der teuerste Verletzte aller Zeiten,
bald kommt sicher auch die Horror - Geschichte der Invalidität hinzu,
was für eine Kapitalvernichtung in einer Welt,
die es aber anscheinend bezahlen will/kann und/oder es so zuläßt.
:kaffee:
 
aber sie trifft halt nicht auf den im Ausland lebenden Millionär Özil zu.

Hat er ja (so) auch nicht behauptet.
Geschenkt, Menschen die sich mit Rassismus konfrontiert sehen, müssen sich häufig rechtfertigen. Grotesk, aber leider Realität. Nicht erst seit der AfD. Die ist Symptom und Spiegel zugleich. Nicht zuletzt hier im Forum wurde mir zum Beispiel schon erklärt, dass es nicht relevant sei wie etwas beim Gegenüber ankommt, sondern wie es angeblich gemeint war. Beweisumkehr und die Schuld den Beleidigten zuschieben. Und natürlich sich selbst in die Opferrolle begeben wenn man andere beleidigt hat.

Naja, zu Özil ist alles gesagt, Erdogan ist sein Kumpel. Sein Problem. Wenn man ihm nun deswegen seine deutsche Nationalität aberkennen möchte, dann fordere ich auch allen Fans von Höcke und co die Nationalität abzuerkennen und ihnen, keine Ahnung, die russische oder ungarische zu geben.
 
Nochmal, Rassismus ist nie gerechtfertigt, also für mich persönlich.
Wenn ich mich aber als Person, die so in der Öffentlichkeit steht mich als deutscher Staatsbürger mit einem Despoten wie Erdogan ablichten lasse kann ich das gerne tun, darf mich aber (so ich denn über so etwas wie gesunden Menschenverstand verfüge) nicht wundern, dass ein derartiger Shitstorm über mich hereinbricht.
Ich bin voll auf deiner Meinung. Für mich war damals gar nicht so sehr das Foto entscheidend. Dies könnte man mit viel Wohlwollen noch als höfliche Geste gegenüber dem Präsidenten der Heimat seiner Eltern betrachten. Entscheidend war der Kommentar von Özil, aber auch von Gündogan dazu. Nämlich die Bezeichnung für Erdogan als ihren Präsidenten. Soweit ich weiß haben beide nur die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie hätten sich doch für die türkische Staatsbürgerschaft entscheiden können. Haben sie aber nicht, garantiert haben sie sich gedacht, mit Deutschland haben wir mehr Erfolg. Hat sich dann auch bewahrheitet.
Eigentlich sollten wir das Thema damit eigentlich beenden. Özil lebt in seiner eigenen Welt.
 
Aber es geht doch gar nicht nur um Rassismus.
Wie ich geschrieben habe und auch in dem verlinkten Kommentar steht, ist der Rassismus immer zu verurteilen, egal was da vorausgegangen ist.
Es geht darum, dass Özil sich mit jemandem Öffentlichkeitswirksam hat ablichten lassen, der von Demokratie gelinde gesagt nicht allzuviel hält und das sollte ihm, der Jahrzehnte lang Errungenschaften wie Demokratie und Meinungs- bzw. Religionsfreiheit in Deutschland genossen hat normalerweise schon zu Denken geben, hat es offenbar nicht.
Im Gegenteil er würde sich ja laut eigener Aussage mit jedem Präsidenten der Türkei ablichten lassen.
Es gab sicherlich auch zuhauf Kommentare, die nur die Aktion verurteilt haben abseits von Rassismus.
Dass es da auch einen Haufen Spinner gibt, die dann so ne Nummer zum Anlass nehmen um ihren Rassismus auszuleben steht ja auf nem anderen Blatt und ist ja auch zu verurteilen, weil es komplett am Thema vorbei geht.
 

Hhmmm, also dass der türkische Verband sich nicht ausreichend um die Spieler bemühen würde, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.
Aber gut, wenn er das sagt wird das wohl stimmen.

Vielleicht hätte er einfach sagen sollen, dass der deutsche Verband eher ermöglicht erfolgreich zu sein aber das wäre vermutlich nicht so gut angekommen.
 
ich kann es nicht beurteilen, deshalb unterstelle ich ihm nicht, zu lügen.

Och komm schon, ein bisschen spekulieren darf man doch.:)
Ich sag ja auch nicht, dass ich die Ultima Ratio liefere aber gefühlsmäßig darf man doch mal einen raushauen.
Wenn man denn dann auch in der Lage ist, sich im Nachhinein zu revidieren, wenn man denn mal falsch liegen sollte.
Wobei das in diesem Falle zugegebenermaßen schwierig ist, weil wir seine wahren Beweggründe vermutlich nie erfahren werden.
 
Och komm schon, ein bisschen spekulieren darf man doch.:)
Ich sag ja auch nicht, dass ich die Ultima Ratio liefere aber gefühlsmäßig darf man doch mal einen raushauen.
Wenn man denn dann auch in der Lage ist, sich im Nachhinein zu revidieren, wenn man denn mal falsch liegen sollte.
nö, ich weiß ja, dass diese einstellung hier im forum leider recht weit verbreitet ist, aber weitaus besser als sich im nachhinein zu revidieren wäre es, dinge, die man nicht beurteilen kann, einfach nicht zu beurteilen.
 
Ich finde die - zugegeben - eher nebenbei getätigte Aussage, dass er sich für den DFB entschieden habe, weil der Verband sich damals mehr bemüht habe, wenig überzeugend/glaubwürdig.
Dagegen spricht nicht nur die frühere Kontaktaufnahme durch den türkischen Verband, sondern auch, dass sich eine Menge türkischer Scouts in Deutschland aufhalten, um gezielt Spieler mit türkischen Wurzeln anzusprechen. Zudem dürften sich in etwa zur selben Zeit die Altintops für die türkische Nationalelf entschieden haben, die auch, so weit ich das noch korrekt in Erinnerung habe, in deutschen U-Mannschaften gespielt haben. Also geschlafen hat der türkische Verband sicher nicht.
Ich war damals davon ausgegangen, dass sich Özil bewusst für Deutschland entschied, um auf Nationalmannschaftsebene größere Erfolge erzielen zu können, als mit der Türkei möglich. Dafür setzte er sich damals aber auch einer ungleich größeren Konkurrenz aus - gerade im Mittelfeld.
Wenn man das Interview insgesamt betrachtet, erscheint mir der Grundton eher der zu sein, dass es um das Thema Integration ging, auch wenn das dem Zeitgeist geschuldet gewesen sein mag und fast eine Art Marketingstrategie darstellen könnte.
 
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