Du hast schon Recht, in erster Linie geht es um die Art und Weise wie er Fussball spielt. Aber die "landsmannschaftliche" Nähe verstärkt bei mir noch mal die Begeisterung für seinen tollen Fussballstil.
Tja und ebenso toll fand ich es, wenn das Nationalteam mit Spielern wie Sammer, Kirsten, Linke, Schneider, Ballack Erfolge feierte/feiert oder eben Fritz und Boro dazugehörten. Deshalb kann ich ja ein Stück weit Deine Euphorie nachvollziehen.
Ähnlich ist in aller Spekulativität eine mögliche Gehaltsfrage zu bewerten: Ich weiß nicht, ob Werder Özil das zahlen wird (bzw. kann), was der Markt jetzt schon hergeben würde. Einerseits setzt der Markt eben Maßstäbe, Andererseits muss Werder auf das Gehaltsgefüge und vor allem im Verhältnis zur Altersstruktur achten. Ob Werder es da verantworten könnte, Ozil z.B. mehr als Diego zuletzt zu zahlen?
Im Moment sicher nicht. Leider geht es aber um jetzt und heute....
Was das Gehalt angeht, bin ich der Meinung, dass Werder in diesem Fall neue Wege gehen sollte. Man muss sich auch dem Markt anpassen. Ich glaube, Werderano hat hier vor kurzem geschrieben, dass das was Werder Mesut an Gehalt brutto bieten kann, er in England netto verdienen könnte. Also beinahe effektiv das doppelte. Dem muss Werder Rechnung tragen. Natürlich geht der Fussball in Bremen weiter, auch ohne Mesut. Aber, ich glaube Kontinuität und Nachhaltigkeit über einen längeren Zeitraum zahlen sich für Werder aus. Ich finde, Werder sollte von diesem selbstauferlegtem Image des "Aufbau-Clubs" sich langsam verabschieden. .
Kommt drauf an, was Du unter Kontinuität verstehst. Das dachte ich auch einmal, dass das einfacher gehen würde. Belies Dich im Thread ,, Der Gang an die Spitze.." da ging es 1,5 Jahre überwiegend darum. Und zwar auf sehr sachlicher und guter fachlicher Ebene. Denn wer sich inhaltlich intensiver mit Werder beschäftigt, der wird sehr schnell feststellen, dass dieses Image auf einer gezielt gewählten Philosophie fusst, die wiederrum aus Erfahrungen der Vergangenheit entstanden ist und durch die Gegenwart immer wieder bestätigt wird. Ich glaube nicht, dass das so machbar ist, wie Du es Dir vorstellst.
Andere Deutsche Vereine treten mitlerweile auch selbstbewusst auf und kratzen am Sockel des deutschen Überklubs Bayern. Werder sollte sich in diese Phalanx einreihen und auch selbstbewusste Ziele, zumindests für sich nach Innen formulieren und auch dementsprechend arbeiten.
Schau Dir die Vereine an, die versuchten, über einen Zeitraum mit Bayern mitzuhalten - Leverkusen, Dortmund, Schalke usw. und sieh hin was, vor allem finanziell, dabei rausgekommen ist.
Zitat von Lothar Matthäus;659451:
Werder muss sich in erster Linie den eigenen Gegebenheiten anpassen - nicht den Marktverhältnissen. Ich denke, dkbs hat es schon treffend formuliert, indem er festhielt, dass Werder bestenfalls das brutto bieten kann, was z.B. ein englischer Klub netto zahlt. Neue Wege gehen, kannst du nur, wenn du dafür die Mittel hast. Der Gegenentwurf hieße, sich zu verschulden. Das hielte sicher nicht nur ich für unverantwortlich. Neue Wege gehen heißt also, neues Geld zu generieren - Werder hat begonnen: Neuer Trikotsponsor, neuer Brustsponsor, Ausbau der Merchandising-Abteilung usw. Der nächste Schritt, oder vielmehr die letzte Karte wäre der Verkauf des Stadionnamens.
Du suggerierst mit dem obigen Beitrag, als würde irgendwer hier auf dem Geld hocken. Dem ist aber nicht so. "Der Gang an die Spitze erfordert ein Umdenken bei Werder" ist ne schöne Lektüre, um sich da mal näher mit zu befassen.

Danke Karlotto, da sollten einige wirklich mal wieder reinschauen, ist immer noch aktuell einzulesen im alten Forum! Habe da lange Zeit mitgemacht - und es ist/war der absolut niveauvollste Thread, den ich im Werder-Forum je erlebt habe. Wie war da eigentlich Dein User-Name?
Die von Dir beschriebenen neu ,,generierten", oder noch zu ,,generierenden" Geldquellen gleich wieder für ein exorbitantes Gehalt von Mesut auf`s Spiel zu setzen, wäre sehr, sehr heikel, ist sowieso nicht die Art von Werder und KA und wird auch so nicht passieren. Das sollte Cem schon begreifen.
Unwürdig von wem? Mesut? Werder?...
Sorry, aber die Sichtweise finde ich ein wenig naiv. ....
Wenn andere Vereine "ernst" machen, kann Werder ohnehin nicht mithalten. Das sind dann völlig andere Dimensionen.

Ich glaube kaum, dass es Fussballer gibt, die auf das doppelte Gehalt verzichten, nur weil es ihnen irgendwo super gefällt oder sie derartige Entwicklungschancen sehen. In erster Linie zählt das, was sie mit ihrem Beruf verdienen können, mit einem Beruf, den sie obendrein nicht sehr lange im Leben ausüben können. Dazu kommt die eigene Werbewirksamkeit, die eben bei den grossen Metropolen-Vereinen zusätzlich noch erheblicher greifen kann als im beschaulichen Bremen. Etwas anderes zu glauben wäre, wie es 5vor12 treffend beschreibt, erschreckend naiv.
... und trotzdem springen hier einige drauf an, drehen am Rad, spekulieren, stellen die Treuefrage, bringen Papa/Schalke ins Spiel ... hyper, hyper ...
...und ewig grüßt das Murmeltier. *gähn*
Das Gefühl habe ich auch! :svw_schal:
