Doch, auch wenn es nach Deiner Darstellung scheinbar nur ein funktionierendes System gibt, mit einer Art von Spielern, führen mehrere Weg nach Rom, .......
Ganz klar. Nur messe ich das, was offensichtlich möglich ist, stets an den Spielern die Werder hat. Nur darum geht`s.
Ein Robben bspw. genießt nicht den Stellenwert, weil er ein grandioser Stratege ist, der die Mitspieler reihenweise in Szene setzt und die Mannschaft dadurch "weiterbringt" (die sich im übrigen wie auch bei uns durch wechselnde Protagonisten ständig verändert), sondern weil er recht egoman für die "besonderen" Momente steht, die sogar recht absehbar sind.
Die Frage ist, in welcher Hinsicht dieser Stellenwert proklamiert wird. Denn dieses Beispiel passt ja gut zur Diskussion. Robben spielt auf einer Aussen-Position und dort in der Regel auch nur in einem 1-Stürmer-System. Da sind natürlich ab und an "egomane Momente" gefragt, wobei mir persönlich diese bei Robben auch noch zu oft übertrieben sind.
Mit Diego spielten wir dagegen in einer Raute plus zwei Stürmern. Das Rautensystem ist hochflexibel, funktioniert aber nur, wenn die Spieler darin das schnelle und vertikale Direktspiel beherrschen sowie gegen den Ball entsprechend stark sind. Es ist das System, welches geeicht ist auf blitzgescheites Umschalten, Platz schaffen nach Balleroberung, aber eben One-Touch und Spiel in die Vertikale erfordert. Es ist umgekehrt ebenso hoch störanfällig, wenn die Spieler das nicht umsetzen können. Wir hatten seinerzeit außer Frings keinen Akteur, der die erforderlichen Sicherungsaufgaben auf der HP erfüllen konnte, fiel er auch noch aus (wie es lange geschah), spielten dort Boro und Jensen, dann Özil und Jensen. Und dann eben ein Diego, dessen Ziel die Einzelaktion und der folgende Abschluss ist, egal ob im Doppelpass oder mit einer weiteren Zwischenstation. So agierten wir praktisch mit zwei Stürmern, plus einem Halbstürmer in der Zentrale und zwei nominellen Spielgestaltern mit Problemen gegen den Ball auf den Halbpositionen. Das eigene Spiel wurde so langsam, kringelig und abhängig von Einzelaktionen, gleichzeitig waren die zahlreichen, daraus resultierenden Kontersituationen fast schon eine Legende.
Kurz: Das System Schaaf war mit diesen Leuten nicht durchführbar, wurde aber durchgeführt.
Wenn Du Robben als Vergleich bringst, ginge das nur, wenn er in der Raute hinter zwei Stürmern agieren würde.
Ich halte es aber für grundfalsch, daraus zu schließen, wie hier geschrieben wurde, dass "Özil nicht andeutungsweise die spielerische Klasse eines Diego" hätte. Dazu passt auch, dass zu lesen war, Marin hätte angeblich eine bessere Saison gespielt.
Das wirst Du dann allerdings nicht bei mir gelesen haben.
Nein, hab Dich dahingehend ja auch nicht angesprochen, sondern meinte bspw. sowas hier....
Wer hier auch nur andeutet, dass Mesut Özil schon die spielerische Klasse/Reife eines Diego (zu Werder-Zeiten) erreicht hätte, oder gar noch besser daherkomme - den kann auch ich wirklich nicht ernst nehmen.
...mit derlei typischer Arroganz und Ignoranz ob der vorherigen Argumentationen wird letztlich die ganze Debatte destruktiv und endet dann eben in solchen unsinnigen Auseinandersetzungen, wie sie dann zu lesen waren. Muss das sein? Dann kann der Thread im Prinzip dicht.
Das ist wiederum eine Gleichung mit der ich ehrlich gesagt wenig anfangen kann. Qualität kann nie Schaden und darf auch nicht als Ausrede dienen, wenn andere "Glieder" schwächer sind.
Ausrede nicht, aber ein sinnvoller (Verbesserungs-) Ansatz schon. Gerade, weil Du vorher von Mannschaftssport sprachst. Es geht darum, im Sinne dieses Mannschaftssports zu handeln und wie oben beschrieben Spieler systematisch so zu integrieren, dass die Hierarchie nicht verloren geht. Das kann dazu führen, dass die individuelle Qualität einzelner leicht eingeschränkt wird, aber umgekehrt den Effekt haben, dass die Mannschaft besser wird. es muss um die Qualität des Teams gehen, nicht um die Herausstellung der Qualität einzelner.