@ Mick:
d'accord . Wobei ich es ehrlich gesagt vermeiden würde, den Begriff Spielmacher zu strapazieren.
Denn er ist letztlich eine Hülse, in die jeder seine eigene Vorstellung hineininterpretieren kann, sei es die eines Spielers, der den Ball laufen lässt, Anspielstationen und freie Räume sucht und selbst schafft, sei es die eines Führungsspielers, der Verantwortung fürs Aufbauspiel übernimmt und der Dreh- und Angelpunkt der Offensive ist. Je nach Sichtweise sind das ganz unterschiedliche Spielertypen, eben zum Beispiel Diego oder Özil.
Ebenso fragwürdig finde ich - zumindest in diesem Zusammenhang - eine Diskussion über Dinge, die die Persönlichkeit von Diego oder vor allem Özil betreffen, erst recht, wenn man sie einfach auf den Fußball überträgt. Das sehe ich genau wie galvimann.
Denn da ist die Versuchung einfach sehr groß, zu vergröbern, in Klischees zu verfallen.
Das soll nicht heißen, dass ich eine solche Diskussion verbieten möchte. Natürlich wirkt Diego als Person reifer und professioneller während Özil offensichtlich hier Defizite aufweist. Im Vergleich kommt Diego als "Sonnenschein" rüber, während Özil eher verhuscht wirkt.
Das sind Dinge, die zum Teil sicher ihre Auswirkungen auf dem Platz haben. So war Diego sicher ungleich mehr als Özil ein sog. "Führungsspieler", auch Özils Probleme mit der Konstanz lassen sich vielleicht damit in Zusammenhang bringen.
Aber das ist letztlich "nur" das, was an die Öffentlichkeit kommt und zumindest nicht eins zu eins zu übertragen und ernst zu nehmen, besonders wenn dann noch so obskure Dinge wie "Körpersprache" dazukommen.
Sowas ist sehr, sehr problematisch und geeignet, nur populistische Politik auf Kosten bestimmter Spieler zu machen.
@ Paul Tergat: Scheint zu klappen
MFG dkbs