Mesut Özil

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Achja, noch dazu.... Abgesehen davon, soso. Dass das eine Finale gegen Leverkusener ging, die gemessen an der Rückrunde der angesprochenen Saison so punktemäßig knapp an der Abstiegszone abschnitten und völlig von der Rolle waren, das andere aber gegen Bayern auf totalem Höhenflug stattfand, Özil dazu auf der falschen Position spielte, ist Dir aber schon aufgefallen, oder?
:tnx:

Da hat er aber Recht.Das kann man absolut nicht vergleichen.
Alleine schon Spieler aufgrund von ein paar Spielen zu bewerten halte ich für fragwürdig.
 
Zitat von Léon;1156337:
Ach Mick, hör doch auf hier den Experten zu mimen. Auch wenn deine Beiträge noch so lang und ausführlich sind, werden sie doch nicht wahrer und plausibler. Übe dich lieber in Demut sowie Bescheidenheit und geh den Leuten hier mit deiner dämlichen Überheblichkeit nicht auf die Nüsse. Vielen Dank....

Was geht denn hier ab? Ich dachte wir sind alle Fans eines Vereins und tragen alle die Raute in unsren Herzen oder zumindest auf der Brust. Wie kann man sich denn bitte zu solchen persönlichen Anfeindungen herablassen. Da kann ich mit HSV-Fans ja besser diskutieren.

Hier habe Leute unterschiedliche Ansichten zu Spielern des eigenen Vereins und wenn hier jemand seine Meinung nicht durchgedrückt bekommt wird er beleidigend? Der zitierte Post stellt dabei nicht den einzigen Forenschreiber dar, der sowas schreibt, aber ist in seiner "Qualität" dennoch herausstechend.

Wir sprechen hier von zwei bedeutenden Spielern von Werder, die das Spiel grundlegend anders interpretieren. Mesut Özil steht für einen modernen Spielmacher, der seine Genialität aus weniger auffälligen Aktionen bezieht, aber dennoch äußerst wichtig für die Mannschaft war. Er hat in der abgelaufenen BL Saison 9 Tore erzielt, als Mittelfeldspieler. Damit hat er ebenso viele gemacht wie ein Toni Kroos dem man eine umwerfende Saison nachsagt ( die er auch gespielt hat) und eins weniger als Misimovic. Man könnte höchstens Robben anführen, der darüber hinaus ragt, aber der ist für mich eher Außenstürmer als Mittelfeldspieler. Özil vorzuwerfen er wäre Torungefährlich oder ein Chancentod passen da wohl weniger. Natürlich kann er sich dabei noch steigern. Auf der anderen Seite stehen 17 Assists ein genialer Wert, der seine Bedeutung für die Mannschaft doch nur unterstreicht.

Dem Kerl wird vorgeworfen, dass er außer Form war in der zweiten Hälfte der Saison. Auffällig ist, dass dies zur gleichen Zeit war als auch Werder total am Boden war. Selbst als Werder zurück in die Erfolgsspur fand und Özil nicht in Form war merkte man, dass er dem Spiel gefehlt hat. Die Spiele nach der grausamen Niederlagenserie wurden über zwingenden Kampf gewonnen, den unbedingten Willen aus der Krise herauszukommen. Dies waren nicht die Spiele für die Werder gelobt wurde. Dies besserte sich auch erst gegen Ende der Saison, als auch Özil wieder im auftrieb war. Genausowenig zieht das Argument, dass Özil in wichtigen Spielen versagt hat. Für mich war das wichtigste Spiel der Saison das Rückspiel auf Schalke, das uns die Möglichkeit zur CL eröffnete und somit zu Einnahmen die für den Verein wichtiger sind als der DFB-Pokalsieg. In diesem Spiel überzeugte erneut Özil und machte das wichtige 1:0. Ebenso gegen Ghana in dem die Deutsche Mannschaft ebensowenig überzeugen konnte. Auch da war es Özil der den Unterschied ausmachte.

Auf der anderen Seite steht Diego. Ein Spieler der so unterschiedlich zu Özil ist wie es ein Tim Wiese ist. Er war ebenso wichtig für das Werderspiel konnte er doch durch Einzelaktionen das erzwingen, was Werder so nicht konnte. Ob das jetzt wie Mick argumentiert an dem falschen Mannschaftsgefüge gehangen hat oder anderen Dingen sei dahingestellt. Ich halte seine Argumentation für stichhaltig. Dennoch war Diego äußerst wichtig für den Verein. Er hat ebenso bedeutende Tore gemacht für Werder oder auch wichtige Assists. Seine Person hatte eine Strahlkraft, die kaum ein anderen Spieler der Bundesliga hatte (von Ribery mal abgesehen). Für Werder war Diego finanziell gesehen eine Goldgrube. So flogen dem Verein national als auch international die Herzen und auch Geldscheine zu. Im Gegensatz zu Özil hat Diego auch ein Verständnis und eine intuitive Begabung mit den Medien und Menschenmassen umzugehen. ICh kenne eigentlich keinen Spieler der Bundesliga, der dies so geschickt zu nutzen wusste wie er. Er ist die Verkörperung eines Fußballstars wie es Ronaldo ist, auch wenn dieser das anders umsetzt als Diego.

Beide Spieler hatten/haben auf ihre Weise ihre bedeutende Rolle für Bremen. Wieso kann man diese Unterschiedlichen Rollen nicht einfach akzeptieren, sondern haut hier gegenseitig auf unterstem Niveau aufeinander rum?
 
Diego kam als Talent und ging als fertiger Spieler. Özil kam als Talent und wird auch als solches gehen (wenn auch als "Supertalent"), sollte er sich jetzt für einen Wechsel entscheiden.

Als Diego noch da war, war das Spiel auf ihn zugeschnitten und Werder berechenbarer. Özil kommt zugute, dass er sich zunächst im Schatten Diegos prächtig entwickeln konnte (Ich fand die Saison 08/09 besser von ihm als die jetzige) und dann Marin und auch Hunt als kongeniale Partner zu Seite gestellt bekommen hat.
Auch kam ihm das 4-2-3-1 System zugute (wie auch den beiden vorgenannten) da keine direkte Zuordnung für die gegnerischen Vierkette und def. Mittelfeld aufgrund der Positionswechsel (Jeder stieß mal in die Spitze) erfolgen konnte.


Jeder Spieler hat seine Individualität und ist daher nicht "ersetzbar". Schaaf hat das meiner Meinung nach richtig gemacht und auf den Abgang von Diego mit einem Systemwechsel reagiert.

In dem Fall des Abgangs von MÖ kann MA diesen sicherlich ersetzen, da MÖ nicht die Hauptverantwortung getragen hat, so wie Diego zuvor. Die Ansätze von MA sind doch vielversprechend.

Lieber wäre es mir aber so:



Pizarro

Marin Özil Arnautovic

Hunt Bargfrede/Frings



Bei Hunt ist mir letzte Saison, wie Paul Tergat auch beobachtet hat, aufgefallen, das er sich in der Defensive enorm verbessert hat (seine ehemalige große Schwäche). Bei ihm könnte es so laufen, wie mit Schweinsteiger bei der WM.

Was wäre das für eine Offensive !:svw_applaus:
 
Alleine schon Spieler aufgrund von ein paar Spielen zu bewerten halte ich für fragwürdig.
Zumal der eine in dem Vergleichs-Fall der beiden Pokalspiele sogar in beiden dabei war und in dem, was dem anderen als (Allein-) Erfolg zugeschrieben wird, nicht unbeteiligt am Ausgang war. Aber selbst das wurde wieder wohlwollend unterschlagen.
Zitat von Léon;1156337:
Ach Mick, hör doch auf hier den Experten zu mimen. Auch wenn deine Beiträge noch so lang und ausführlich sind, werden sie doch nicht wahrer und plausibler. Übe dich lieber in Demut sowie Bescheidenheit und geh den Leuten hier mit deiner dämlichen Überheblichkeit nicht auf die Nüsse. Vielen Dank....
Aha, "dämliche Überheblichkeit". Nur mal so gefragt, was sind denn dann für Dich solche Sprüche:
"Wer hier auch nur andeutet, dass Mesut Özil schon die spielerische Klasse/Reife eines Diego (zu Werder-Zeiten) erreicht hätte, oder gar noch besser daherkomme - den kann auch ich wirklich nicht ernst nehmen. "?
Wenn einer dieser Meinung ist, aber dies nicht ansatzweise durch Argumente, geschweige denn Substanz unterlegt, brauch er nicht zu schreiben. Wenn er trotzdem solche Sinnlos-Parolen raushaut, kann das doch nur bedeuten, dass es ihm wichtig ist, sich hier zu melden. Und das ist keine "dämliche Überheblichkeit"? Und das ist „Demut“?
Dann kann ein Diskussionsforum zu, weil Sinn und Zweck der Sache ausgehebelt werden. Mag sein, dass ich zu blöd bin, aber ich verstehe das unter einem Fussball-Diskussions-Forum. Und der Beitrag von 5vor12 geht ja nun wirklich am Geschriebenen der letzten Seiten vorbei, enthält außerdem einige Falschaussagen.
 
Wir sprechen hier von zwei bedeutenden Spielern von Werder, die das Spiel grundlegend anders interpretieren.
:tnx: Das und nur darum ging es immer.
Mesut Özil steht für einen modernen Spielmacher, der seine Genialität aus weniger auffälligen Aktionen bezieht, aber dennoch äußerst wichtig für die Mannschaft war.
Das zu erkennen, scheint das Problem vieler hier zu sein und dient gleichzeitig dazu, abzusprechen, überragendes geleistet zu haben. Aber es ist ein altes und weit verbreitetes Problem.
Er hat in der abgelaufenen BL Saison 9 Tore erzielt, als Mittelfeldspieler. Damit hat er ebenso viele gemacht wie ein Toni Kroos dem man eine umwerfende Saison nachsagt ( die er auch gespielt hat)
Einwurf: Kross war spektakulärer. Das zählt mehr. ;)
Genausowenig zieht das Argument, dass Özil in wichtigen Spielen versagt hat. Für mich war das wichtigste Spiel der Saison das Rückspiel auf Schalke, das uns die Möglichkeit zur CL eröffnete und somit zu Einnahmen die für den Verein wichtiger sind als der DFB-Pokalsieg. In diesem Spiel überzeugte erneut Özil und machte das wichtige 1:0. Ebenso gegen Ghana in dem die Deutsche Mannschaft ebensowenig überzeugen konnte. Auch da war es Özil der den Unterschied ausmachte.
Eben. Einwurf: Er war dem oberflächlichen Betrachter zu unauffällig, deshalb war er nur ein Mitläufer, der dann gut ist, wenn die Mannschaft gut ist. ;)
Im Gegensatz zu Özil hat Diego auch ein Verständnis und eine intuitive Begabung mit den Medien und Menschenmassen umzugehen. ICh kenne eigentlich keinen Spieler der Bundesliga, der dies so geschickt zu nutzen wusste wie er. Er ist die Verkörperung eines Fußballstars wie es Ronaldo ist, auch wenn dieser das anders umsetzt als Diego.
Ein ganz wichtiger Punkt, der hier viel zu kurz kommt. Aber wie sich gerade hier zeigt: Diego hat seine Wirkung bei der breiten Masse nicht verfehlt.
 
Womöglich geht bei Mick ab und an etwas unter, dass Diego mal abgesehen von der Systemfrage zu seiner Zeit Werders herausragender Spieler war. Das muss man schon würdigen. Es ist aber auch nicht verboten, zu fragen, ob Diegos Bedeutung für das Spiel Werders vielleicht auch ein kleines bisschen damit zu tun hatte, dass er das Spiel sehr an sich gerissen hat und der alleinige und unumstrittene Chef auf dem Platz war. Gut in den Momenten, wenn er durch eine Aktion ein Spiel entschieden hat, vielleicht nicht ganz so gut, wenn er drei Kringel gedreht hat um für sich eine Lücke zu finden, während seine Mitspieler zu Zuschauern degradiert wurden, die nur spekulieren konnten, ob sie angespielt werden würden oder nicht.
Wenn das zu erwähnen gleichbedeutend mit Stänkern ist, dann weiss ich auch nicht.
Özil ist als Persönlichkeit noch lange nicht so weit wie Diego (und erst recht Micoud), er spielt unkonstanter als Diego. (und ich gebe gerne zu Protokoll, dass ich im Lauf seiner letzten Saison eine Art Fan von Diego geworden bin und ihn beispielsweise innerhalb der Geschichte Werders zur Zeit für deutlich bedeutender halte als Özil).
Aber das ist nur eine Seite der Medaille.
Denn dieser hat eine Fähigkeit, die Diego eher nicht hat oder jedenfalls wenig zeigt: Sich (spielerisch) als Teil des Ganzen zu begreifen und dem Spiel der Mannschaft ein- und sogar unterzuordnen. Auch deshalb gibt es so viele, die Diego Özil so eindeutig vorziehen. Sicher hat Özil Phasen gehabt, wo er untertauchte (mehr als Diego sicherlich), aber er fällt auch deshalb nicht so sehr ins Auge wie Diego, weil seine Spielweise an sich unauffälliger ist, weil er im besten Fall andere glänzen lässt, weil er seine Aufgabe weniger darin sieht, selbst ein Spiel zu entscheiden (und damit Werder zu helfen), sondern das nötige dafür zu tun, dass Werder erfolgreich ist. Er macht viel öfter als Diego das tat, mit direkten Pässen das Spiel schnell, er begreift den Platz mehr als Diego als Raum, in dem freie Zonen entscheidend sind die mit Pässen freigelegt werden müssen.
Er hat nicht den Status eines Diegos, aber die entsprechenden Statussymbole (licker-Noten, Berufungen zum Spieler des Monats, Tore usw.), die Diego zu Recht glänzen ließen, zu Lasten von Özil zu deuten, hieße meiner Ansicht nach, die unterschiedlichen Spielweisen und vor allem den Beitrag Özils zum Erfolg zu ignorieren.

Die Folge der Spielweise von Özil ist, dass das Spiel insgesamt unhierarchischer und un-zentralistischer ist. (Natürlich leisten dazu auch Spieler wie Hunt und Marin um nur zwei zu nennen, einen wichtigen Beitrag. Aber auch diese sind davon abhängig, dass sie Ballbesitz haben, dass der Ball läuft, dass Anspielstationen gesucht werden, dass man auf dem Flügel oder wenn man sich anbietet, nicht verhungert)
Und das ist strukturell durchaus ein Vorteil, unabhängig davon, ob man persönlich auf spektakuläre Einzelaktionen steht oder auf ein flüssiges, raumgreifendes Spiel.

Insofern mag der Vergleich zwischen Özil und Diego von Freunden der Spielweise Özils (wie Mick) ausgegangen sein.
Dass daraus bedauerlicherweise eine Art Schwanzvergleich geworden ist, ist allerdings eher einigen beleidigten Diegofans zuzuschreiben, die den Vergleich beider Spielweisen missverstehen und auf eine unwürdige Ebene runterziehen.

MFG dkbs
 
Özil ist als Persönlichkeit noch lange nicht so weit wie Diego (und erst recht Micoud), er spielt unkonstanter als Diego. (und ich gebe gerne zu Protokoll, dass ich im Lauf seiner letzten Saison eine Art Fan von Diego geworden bin und ihn beispielsweise innerhalb der Geschichte Werders zur Zeit für deutlich bedeutender halte als Özil).
Mal schauen, ob man wenigstens dich damit durchlässt. Ich darf solchen "Unsinn" jedenfalls nicht unabgestraft schreiben.

Ich finde im übrigen die - Beifall findende - Aussage von Sly nicht in Ordnung, wonach Diego zum "Medienprofi" erklärt wird. Ich habe ihn immer als 100 % authentisch betrachtet. Er hat immer das gemacht, was er auch angekündigt/angedeutet hat (egal was sein Vater so schnackte ...). Auch hat er seine eigenen Belange vernünftig mit den Belangen des SV Werder verknüpft. Die minutenlangen Sprechchöre zu seinem Abschied vor Beginn des Pokalendspiels sind auf diesem Boden gewachsen.
Für mich hat das weniger mit "Medienprofi" als mit vernünftigem, ehrlichen, offenen Auftreten zu tun. In diesen Belangen - mal ganz unabhängig vom Geschehen auf dem Platz - war Diego eine sehr angenehme Erscheinung.

Wobei ich Mesut Özil natürlich auf keinem Fall vorwerfen möchte, dass er außer den üblichen einstudierten Satzbausteinen ("wir sind jetzt erstmal glücklich ...") kaum zu einer freien, vernünftigen Rede in der Lage zu sein scheint. Letztlich geht es ja um's Fußballspielen und da ist er sicher ein Gewinn für jede Mannschaft. Worin seine Stärken liegen, hat dkbs ja auch ganz gut beschrieben. Das sehe ich ähnlich und das will ich auch bestimmt nicht kleinreden.
 
Ich hoffe einfach, dass man entweder mit Özil verlängert oder Diego zurück holt.

Beide gemeinsam wird Werder nicht finanzieren können und ein Team mit keinem von beiden müsste auf den ersten Blick von außen wahrscheinlich schon von einem bombenähnlichen Einschlag Arnautovics und/oder einer ganz besonders kreativen Phase von Hunt/Marin aufgefangen werden.

Beide Spieler haben für Werder eine Menge geleistet und ihre Vor- und Nachteile. In Summe muss doch aber jeder zu dem Schluss kommen, dass wir großes Glück haben, dass nach den genialen Jahren von Micoud wieder zwei offensive Mittelfeldspieler für Werder gespielt haben, um die uns nicht nur die Bundesliga, sondern die gesamte Fußballwelt beneidet.

Ich hab mich auch über das auf Diego zugeschnittene System geärgert, wenn ein gegnerisches Team mal verstanden hat ihn auszuschalten. Ich hab mich auch über Özils teilweise lustlos wirkenden Auftritte aufgeregt. Aber zusammengefasst überwiegt bei beiden Spielern die Freude über die größtenteils herausragenden Auftritte in denen man Diego eben nicht ausschalten konnte und Özil seine volle Spielfreude gezeigt hat. Wenn ich mir dieses Diego Video von shadiego ansehe, dann bekomm ich immernoch "Pipi in die Augen" und meine kleine Jubelarie nach dem Tor und der Vorlage gegen Schalke von Özil hat meine Nachbarn dazu bewogen nachzufragen, ob bei mir noch alles klar ist.

Dennoch wird Werder auch ohne beide ein schlagkräftiges Team haben, da Schaaf und Allofs es immer verstanden haben Abgänge zu kompensieren und notfalls etwas am System zu schrauben. Sie werden Özil nicht ziehen lassen, wenn sie dem Team nicht trotzdem Titel und großartige Spiele zutrauen würden.
 
Mal schauen, ob man wenigstens dich damit durchlässt. Ich darf solchen "Unsinn" jedenfalls nicht unabgestraft schreiben.

Ich finde im übrigen die - Beifall findende - Aussage von Sly nicht in Ordnung, wonach Diego zum "Medienprofi" erklärt wird. Ich habe ihn immer als 100 % authentisch betrachtet. Er hat immer das gemacht, was er auch angekündigt/angedeutet hat (egal was sein Vater so schnackte ...). Auch hat er seine eigenen Belange vernünftig mit den Belangen des SV Werder verknüpft. Die minutenlangen Sprechchöre zu seinem Abschied vor Beginn des Pokalendspiels sind auf diesem Boden gewachsen.
Für mich hat das weniger mit "Medienprofi" als mit vernünftigem, ehrlichen, offenen Auftreten zu tun. In diesen Belangen - mal ganz unabhängig vom Geschehen auf dem Platz - war Diego eine sehr angenehme Erscheinung.

Wobei ich Mesut Özil natürlich auf keinem Fall vorwerfen möchte, dass er außer den üblichen einstudierten Satzbausteinen ("wir sind jetzt erstmal glücklich ...") kaum zu einer freien, vernünftigen Rede in der Lage zu sein scheint. Letztlich geht es ja um's Fußballspielen und da ist er sicher ein Gewinn für jede Mannschaft. Worin seine Stärken liegen, hat dkbs ja auch ganz gut beschrieben. Das sehe ich ähnlich und das will ich auch bestimmt nicht kleinreden.

Ich kann Deiner Aussage hier zustimmen. Diego schien offen, vernünftig und ehrlich aufzutreten. Trotzdem war auch das Auftreten in den Medien ein ganz anderes. In Interviews nach Spielen hat er nicht nur mit Einzeilern geantwortet, sondern wenn ich mich recht erinnert auch relativ frei z.B. auf Englisch geantwortet. Insgesamt scheinen Diego und Özil einfach ganz andere Charaktere zu sein. Diego scheint von außen betrachtet eher aktiv und bestimmend, während man bei Özil eher eine gewisse Passivität erkennen könnte, z.B. nach verlorenen Zweikämpfen, wenn er wie ein kleines Kind den Boden haut, anstatt aufzustehen und hinterherzugehen. Es wäre vielleicht doch ganz gut für Özil, wenn er sich in dieser Beziehung weiterentwickeln würde - dafür wäre Bremen sicherlich kein falscher Ort.

Andere Sache: Özils Rolle bei der WM. Mir haben seine Leistungen bei der WM nicht wirklich gepasst, vor allem da er permanent als der Superstar der deutschen Mannschaft gehandelt wurde. Diese Erwartungen hat er nicht erfüllt und es ist auch quatsch zu sagen, dass fast jede Offensivaktion über Özil ging. Viele gingen über ihn, aber viele Angriffe liefen vor allem auch über Schweinsteiger oder Khedira, die sich gut in die Offensive mit einbanden oder über Müller, der nicht nur als Vollstrecker geglänzt hat. Das beste was Özil bei dieser WM (außer dem Tor gegen Ghana) wahrscheinlich gemacht hat: Er hat Platz für die Mitspieler geschafft. Da er der erklärte offensive Star der Nationalelf war, hat er wahrscheinlich mehr Aufmerksamkeit der Gegenspieler bekommen, womit Platz frei war, den der unbekannte Müller oder Schweinsteiger und Khedira nutzen konnten. Und gegen Spanien: Da ist er genauso wie die ganze Mannschaft (außer Merte) absolut untergetaucht, bzw. wenn ein ballführender Spanier 2-Meter von ihm entfernt war nicht aufgetaucht.
Ein Diego hätte uns da gutgetan, der es mit Aktivität anstatt Passivität, also z.B. mit ner Einzelaktion versucht - aber anstatt Marin einzuwechseln hat sich er der Bundesschalträger für Gomez entschieden. Uaaaaaaaahhhh. Wir wären Weltmeister geworden.
 

:tnx: Stimme ich auch 100% zu! Bei dem Testspiel gegen Freiburg hat man deutlich gemerkt, wie gut Özil dem Bremer Spiel tut! Bißchen wie Baumi, den hat man auch immer erst richtig gemerkt, wenn er nicht gespielt hat.
Gut, die Jungs waren sicher platt, aber nach vorne war das echt behäbig und Özil fehlt da schon um den freien Raum zu suchen und den für das schnelle Spiel/ Pass nach vorne zu nutzen. Das ist halt wesentlich unspektakulärer als Diego, wenn Özil den Ball nur kurz führt und dann weiterspielt. Beide können ein Spiel wesentlich prägen, aber bei Özil fällt es wesentlich weniger auf.
Ich find es echt schade, dass er wohl geht und ganz nachvollziehen kann ich es auch nicht. Mit Arnautovic hat er ja noch eine Anspielstation mehr...wenn er bleiben würde und wir uns noch defensiv ein bisschen breiter/besser aufstellen könnte das doch echt was werden diese Saison. Und jung genug um bei nem großen Verein zu spielen ist er dann ja immer noch!
 
@dkbs
Natürlich ist es dabei untergegangen, aber dass Diego zu seiner Zeit Werder`s herausragender Spieler war, habe ich nirgendwo bestritten. Ebenso wenig, was die Persönlichkeitsfrage angeht.

Was ich bestreite, ist nach wie vor, dass diese herausragende Bedeutung für Werder unter dem Strich die Mannschaft und in Folge dessen Werder nachhaltig weitergebracht hat. Denn es kommt ja nicht von ungefähr, dass die Abhängigkeit von Diego von Halbjahr zu Halbjahr grösser wurde, gleichzeitig Werder ab 2006 von Halbjahr zu Halbjahr spielerisch schlechter wurde und - in der letzten Saison spielerisch wieder zulegen konnte. Das ist belegbar und dürfte unstrittig sein. Ich halte es auch nicht für Zufall, dass ein Hunt plötzlich wieder stärker wurde wie in seinem ersten Jahr oder dass Fritz wieder besser wurde.
Denn wie Du schreibst...
Denn dieser hat eine Fähigkeit, die Diego eher nicht hat oder jedenfalls wenig zeigt: Sich (spielerisch) als Teil des Ganzen zu begreifen und dem Spiel der Mannschaft ein- und sogar unterzuordnen. Auch deshalb gibt es so viele, die Diego Özil so eindeutig vorziehen. Sicher hat Özil Phasen gehabt, wo er untertauchte (mehr als Diego sicherlich), aber er fällt auch deshalb nicht so sehr ins Auge wie Diego, weil seine Spielweise an sich unauffälliger ist, weil er im besten Fall andere glänzen lässt, weil er seine Aufgabe weniger darin sieht, selbst ein Spiel zu entscheiden (und damit Werder zu helfen), sondern das nötige dafür zu tun, dass Werder erfolgreich ist. Er macht viel öfter als Diego das tat, mit direkten Pässen das Spiel schnell, er begreift den Platz mehr als Diego als Raum, in dem freie Zonen entscheidend sind die mit Pässen freigelegt werden müssen.
Die Folge der Spielweise von Özil ist, dass das Spiel insgesamt unhierarchischer und un-zentralistischer ist. (Natürlich leisten dazu auch Spieler wie Hunt und Marin um nur zwei zu nennen, einen wichtigen Beitrag. Aber auch diese sind davon abhängig, dass sie Ballbesitz haben, dass der Ball läuft, dass Anspielstationen gesucht werden, dass man auf dem Flügel oder wenn man sich anbietet, nicht verhungert)
Und das ist strukturell durchaus ein Vorteil, unabhängig davon, ob man persönlich auf spektakuläre Einzelaktionen steht oder auf ein flüssiges, raumgreifendes Spiel.
... klassifizierst Du eindeutig Spielmacher-Attribute und damit ist eigentlich alles gesagt.
In diesem Zusammenhang kann ich persönlich nicht viel damit anfangen, wenn hier behauptet wird, Diego wäre der komplettere Spielmacher oder Özil hätte nicht andeutungsweise die spielerische Klasse/Reife eines Diego. Aber eben DAS ist regelmäßig Ausgangspunkt der Debatte, nichts anderes. Nur wird dies von gewissen Leuten hier beharrlich ignoriert, verfälscht, die angeblich sachlich diskutieren wollen, aber als einzige Reaktion dann "Özil-Groupies", "kann man nicht ernst nehmen" und ähnliches parat haben. Oder in polemischen Beiträgen wie dem von 5vor12 das Ganze mal kurzerhand in eine Richtung nach dem Motto "Diego-schlechtreden-und-Özil-in-den-Himmel-heben" schieben.
Auch habe ich oft genug betont, dass ich die Hauptschuld dafür nicht bei Diego sehe, sondern darin, dass er im falschen System eingesetzt wurde.
Dass daraus bedauerlicherweise eine Art Schwanzvergleich geworden ist, ist allerdings eher einigen beleidigten Diegofans zuzuschreiben, die den Vergleich beider Spielweisen missverstehen und auf eine unwürdige Ebene runterziehen.
Eben.
 
Ich finde im übrigen die - Beifall findende - Aussage von Sly nicht in Ordnung, wonach Diego zum "Medienprofi" erklärt wird. Ich habe ihn immer als 100 % authentisch betrachtet. Er hat immer das gemacht, was er auch angekündigt/angedeutet hat (egal was sein Vater so schnackte ...). Auch hat er seine eigenen Belange vernünftig mit den Belangen des SV Werder verknüpft. Die minutenlangen Sprechchöre zu seinem Abschied vor Beginn des Pokalendspiels sind auf diesem Boden gewachsen.
Für mich hat das weniger mit "Medienprofi" als mit vernünftigem, ehrlichen, offenen Auftreten zu tun. In diesen Belangen - mal ganz unabhängig vom Geschehen auf dem Platz - war Diego eine sehr angenehme Erscheinung.
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Da muss ich leider widersprechen. Wie jemand rüberkommt ist was total anderes. Ich habe nirgendwo gesagt, dass Diego sich nicht mit dem Verein identifizieren konnte oder ähnliches. Ich sagte auch nicht, dass er Dinge versprach die er nicht einhielt.

Aber auf der anderen Seite bin ich ganz ehrlich: Ich setz mich in meinem Studium nicht umsonst mit solchen Dingen auseinander. Sein eigener youtube-channel, seine Art mit den Fans umzugehen etc. Im Grunde hatte Diego hier einen Freifahrtsschein. Er konnte eigenmächtig zu Olympia fahren, mit dem Auto durch bremen heizen, das wurde ihm alles einfach verziehen, ist bzw. war eben Diego.

Zu der Sache mit öffentlichen Auftreten und authentisch. Über solche Dinge habe ich mehrere Hausarbeiten geschrieben, Seminare gehabt und Literatur gelesen. Du kannst dir vollkommen sicher sein, dass eine Person im öffentlichen Raum nicht die Person ist die man im privaten Raum kennenlernen darf.
 
Es ist schon erstaunlich, wie einseitig hier teilweise von einigen wenigen Lobpreisungen auf MÖ angestimmt werden und nicht mal mehr der Hauch von Kritik an dem ach so genialen Mesut geduldet wird, während man es in keiner Sekunde verpasst Diego zu diskreditieren...

Du hast nicht viele Kommentare der letzten Seiten gelesen, oder?
Weder sehe ich, dass Özil in den Himml gelobt noch Diego diskreditiert wird.
Genauso wenig sehe ich, dass Özil als der Heiland des Werder-Fussballs hingestellt wird. Er wird genauso kritisiert wie jeder andere auch.

Warum muss man solche Dinge immer so überzogen darstellen und mit Übertreibungen sondersgleichen die Diskussion zur Farce machen?
 

:tnx::tnx::tnx::tnx::tnx::tnx:

Auch an Mick und andere, die hier noch mal den Versuch machen etwas Sachlichkeit in die Debatte zu bringen. Das es User wie 5vor12 und Léon immer noch nicht begriffen haben, das "diskutieren" was anderes ist als "ansagen" mag bedauerlich erscheinen, quält mich aber wenig. Immerhin hält die Bergpredigt auch für solche Menschen einigen Trost bereit (beati pauperes spiritu quoniam ipsorum est regnum caelorum).

Ich habe hier ja auch bereits das Phänomen Özil und seine polarisierende Wirkung auf dieses Forum versucht zu ergründen, aber allmählich glaube ich, dass sich das nur unter der Rubrik: "Es is ja wie es is!" ablegen läßt.

Das bedeutet aber nicht, dass ich der schreienden Meute hier das Feld überlassen möchte. Zur Vergleichsdebatte ist aus meiner Sicht aber grade alles gesagt. Obwohl ich schon gespannt wäre, mal eine sachliche Gegenargumentation zu hören, die auf Hinweise á la "winkt ab", "lustlos", "charakterschwach", zweikampfverweigerer" ausnahmsweise verzichtet und sich ähnlich ausführlich wie von dkbs, dem Beweis des, im Vergleich zu Diego ungleich geringerem, spielerischen Vermögens von Özil widmet. Oder den behaupteten Einfluss von Mesuts Spielweise auf die Offensivstärke von Werder en detail als Phrase entlarvt. DAS würde mich interessieren und wäre auch legitim und würde mal was Neues sein.

Sollte ich aber wieder nur vielzeilige Posts voller unbewiesener Behauptungen, selbstgefällig als Tatsachen proklamierte Meinungen oder spärlich als tiefere Einsichten maskierte Stammtischnörgeleien lesen dürfen, werde ich mir (wie Léon) vorbehalten den einen oder anderen Protagonisten ebenfalls unter die nicht ernst zu nehmenden Forenbesetzer zu zählen.
 
@ Mick:
d'accord . Wobei ich es ehrlich gesagt vermeiden würde, den Begriff Spielmacher zu strapazieren.
Denn er ist letztlich eine Hülse, in die jeder seine eigene Vorstellung hineininterpretieren kann, sei es die eines Spielers, der den Ball laufen lässt, Anspielstationen und freie Räume sucht und selbst schafft, sei es die eines Führungsspielers, der Verantwortung fürs Aufbauspiel übernimmt und der Dreh- und Angelpunkt der Offensive ist. Je nach Sichtweise sind das ganz unterschiedliche Spielertypen, eben zum Beispiel Diego oder Özil.

Ebenso fragwürdig finde ich - zumindest in diesem Zusammenhang - eine Diskussion über Dinge, die die Persönlichkeit von Diego oder vor allem Özil betreffen, erst recht, wenn man sie einfach auf den Fußball überträgt. Das sehe ich genau wie galvimann.
Denn da ist die Versuchung einfach sehr groß, zu vergröbern, in Klischees zu verfallen.
Das soll nicht heißen, dass ich eine solche Diskussion verbieten möchte. Natürlich wirkt Diego als Person reifer und professioneller während Özil offensichtlich hier Defizite aufweist. Im Vergleich kommt Diego als "Sonnenschein" rüber, während Özil eher verhuscht wirkt.
Das sind Dinge, die zum Teil sicher ihre Auswirkungen auf dem Platz haben. So war Diego sicher ungleich mehr als Özil ein sog. "Führungsspieler", auch Özils Probleme mit der Konstanz lassen sich vielleicht damit in Zusammenhang bringen.
Aber das ist letztlich "nur" das, was an die Öffentlichkeit kommt und zumindest nicht eins zu eins zu übertragen und ernst zu nehmen, besonders wenn dann noch so obskure Dinge wie "Körpersprache" dazukommen.
Sowas ist sehr, sehr problematisch und geeignet, nur populistische Politik auf Kosten bestimmter Spieler zu machen.

@ Paul Tergat: Scheint zu klappen ;)

MFG dkbs
 
Das ist doch lächerlich, wenn ich das höre das ein özil besser wurde uund ein hunt und fritz auch weil diego ging dann kann ich nur lachen oder auslachen....

ein hunt war dauerverletzt, ein fritz hat ne schlechte phase gehabt und özil war noch nicht so weit.
Das hunt aufeinmal so stark wurde lag darin das er ein platz in der startelf endlcih bekommen hat und weil er mal ne vorbereitung durchgezogen hat ohne sich zu verletzen und özil ist nach der U20 EM und an der seite von diego gewachsen und gereift zu einem riesen talent mit potential. ein fritz hatte ne schlechte phase wie die ganze werder mannschaft 2008/2009 aber nur ne schlechte Bundesliga saison, man darf nicht vergessen das der kader zu dünn war, wir sind mit diego ins finale des uefacup gekommen und haben den dfb pokal gewonnen das geht gerne mal unter. das bspweise ein jensen zu diegos zeiten besser war, lag ja auch nicht daran weil diego auf den platz stand sondern auch daran das er nicht so oft verletzt war wie das ganzhe letze jahr. diego oder özil ist doch scheiss egal beide sind traumhafte spieler und für werder goldwert, es würde mcih freuen wenn özil hier endlcih mal verlängert,am liebsten würde ich beide heir haben
 
Also, dass sich Özil verbessert hat, weil er endlich auf der Position spielen konnte, wo seine Stärken zum Tragen kommen, ist jetzt nicht so unwahrscheinlich, dass man es als lächerlich bezeichnen sollte ;)
 
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