Mesut Özil

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Sebe
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
die vergleiche und analogien hier hinken doch vorne und hinten...
ein auto hat keine eigenen interessen. mit ihm kann ich verfahren wie ich will.
ein auto sucht sich keinen neuen fahrer, der für seine laufbahn am vorteilhaftesten ist. ein auto ist ein willenloses stück materie, eine ware, ein gebrauchsgegenstand.
ein fussballspieler ist vielleicht humankapital, aber eben nicht ohne eigenes interesse.
im übrigen kann ich, das nötige kleingeld vorausgesetzt, morgen zum händler gehen und mir ein auto meiner wahl kaufen, ohne irgendwen fragen zu müssen - als letztes das auto selbst.
bei einem spielertransfer hat der spieler sehr wohl ein mitspracherecht. ich kann nicht nach brasilien fahren, mir einen x-beliebigen jungen spieler schnappen und sagen: "hier ist das geld, ab morgen spielst du bei meinem verein."
wir reden hier immer noch über arbeitsverträge. nicht über kaufverträge. da gibt es einen unterschied. im ersteren fall erwerbe ich die arbeitskraft eines menschen, nicht ihn selber - er arbeitet für mich und ich bezahle ihn dafür. beim kaufvertrag erwerbe ich den gegenstand selbst und kann fortan frei über ihn verfügen. ich darf ihn gelb anmalen, treten und sogar verbrennen, solange er nicht aus giftigen materialien besteht.
einen fussballer darf ich nicht so ohne weiteres gelb anmalen, da gibt's ärger...
also, bei allem verständnis für gewinnmaximierung im kapitalismus, irgendwo sind da auch grenzen. und die sollten sich einige hier mal wieder verdeutlichen. und es ist vielleicht verständlich, dass man in erster linie die interessen seines vereins im auge hat, man darf darüber aber nicht vergessen, dass es bei vertragsschluss eben zwei parteien gegeben hat. den verein, der sich einiges an vorteilen von dem spieler verspricht, was in letzter konsequenz vielleicht auch gewinn durch verkaufserlös sein mag, dann aber auch den spieler, der werder eventuell nur als durchgangsstation für seine karriere und zum grossen geld gesehen hat. das mag fan (auch ich) nicht gerne sehen, ist aber leider so - gerade die, die hier mit kapitalismus argumentieren, sollten für diese einstellung doch wohl verständnis haben...
 
FALSCH.

Ist doch völlig spekulativ. Wenn Diego noch eine Saison geblieben wäre, hätte man Marin gar nicht erst gekauft und wer weiß was man dann diese Saison mit Diego erreicht hätte.

Wenn ein Spieler wie Özil nächste Saison, aufgrund von Topleistungen, einen großen Anteil daran hat, dass wir in der CL weit kommen, dann fängt das durchaus einen ablösefreien Wechsel in einem gewissen Rahmen auf.

FALSCH! Laut KA ist unser Kader über einen längeren Zeitraum nur mit der Teilnahme an der CL zu finanzieren. Sprich aus diesen Einnahmen sind Transfers im mehrstelligen Millionenbereich für uns nicht zu finanzieren! Ich dachte eigentlich das wäre allgemein bekannt wenn man sich ein bisschen mit Werder beschäftigt!

Interessant finde ich auch deinen anderen Ansatzpunkt. Einen wechselnden Spieler durch einen Spieler aus der eigenen Jugend zu ersetzten. Wie soll das funktionieren? Du weisst dann also schon einige Jahre im voraus was für einen Spieler du verpflichten wirst der dann nach 3 Jahren wieder geht und daraufhin baust du ein Nachwuchstalent auf?
 
...
also, bei allem verständnis für gewinnmaximierung im kapitalismus, irgendwo sind da auch grenzen. und die sollten sich einige hier mal wieder verdeutlichen. ...

:tnx: Danke! Das trifft meine Intention voll und ganz.

Vor allem aber kann ich es nicht leiden, wenn man zwar von seinem Vereinsmanagement in Bezug auf Spielerverträge und Ablösegewinne kaltherziges Assetmanagement geradezu erwartet, bei dem Spieler eine solche, auf den eigenen Marktwert fixierte Logik aber als vereinsschädigend geißelt. Das bedeutet der Verein darf, ja muss ein Hai sein, der Spieler aber bitte das Wohl des geliebten Vereins im Blick haben.:stirn:

Das ist eine ziemliche Doppelmoral, die sich auch nicht durch bedingungslose Treue zum Verein rechtfertigt, liebe peggy. Zum Status des Spielers als menschliche Arbeitskraft hat weltenbauer alles gesagt.

Mir geht es nicht darum, dass man findet Mesut sollte bleiben, oder gehen oder sich überhaupt mal entscheiden. Da gibt es genug Raum für Kritik, aber dieser Vorwurf es wäre schändlich den Verein um seinen Verkaufserlös zu bringen ist in seiner Härte unterirdisch.

Zumal, da wiederhole ich mich, was wenn sich alle Spieler an diesen Ehrenkodex halten würden. Die Fans anderer Vereine haben ja meist eine ähnliche Sicht auf ihren Verein und dessen Spieler wir ihr hier. Und damit natürlich dieselbe Erwartungshaltung.

Wir hätten z.B. NIE einen Jo Micoud ablösefrei von Parma bekommen, oder einen Ümit Davalla!

Am Ende weiß ich, dass mein Verein nicht die kaltherzige Profitmaximierungsmaschine ist, zu der sie manche hier machen wollen. Das weiß ich nicht erst seit Kristian Lisztes. Klaus wird sich um eine Lösung bemühen, die wirtschaftlich und menschlich Sinn macht. Und wenn das nicht geht, werden wir Mesut dieses, oder nächstes Jahr gebührend verabschieden.:svw_schal:
 
:tnx: Danke! Das trifft meine Intention voll und ganz.

Vor allem aber kann ich es nicht leiden, wenn man zwar von seinem Vereinsmanagement in Bezug auf Spielerverträge und Ablösegewinne kaltherziges Assetmanagement geradezu erwartet, bei dem Spieler eine solche, auf den eigenen Marktwert fixierte Logik aber als vereinsschädigend geißelt. Das bedeutet der Verein darf, ja muss ein Hai sein, der Spieler aber bitte das Wohl des geliebten Vereins im Blick haben.:stirn:

Das ist eine ziemliche Doppelmoral, die sich auch nicht durch bedingungslose Treue zum Verein rechtfertigt, liebe peggy. Zum Status des Spielers als menschliche Arbeitskraft hat weltenbauer alles gesagt.

Mir geht es nicht darum, dass man findet Mesut sollte bleiben, oder gehen oder sich überhaupt mal entscheiden. Da gibt es genug Raum für Kritik, aber dieser Vorwurf es wäre schändlich den Verein um seinen Verkaufserlös zu bringen ist in seiner Härte unterirdisch.

Zumal, da wiederhole ich mich, was wenn sich alle Spieler an diesen Ehrenkodex halten würden. Die Fans anderer Vereine haben ja meist eine ähnliche Sicht auf ihren Verein und dessen Spieler wir ihr hier. Und damit natürlich dieselbe Erwartungshaltung.

Wir hätten z.B. NIE einen Jo Micoud ablösefrei von Parma bekommen, oder einen Ümit Davalla!

Am Ende weiß ich, dass mein Verein nicht die kaltherzige Profitmaximierungsmaschine ist, zu der sie manche hier machen wollen. Das weiß ich nicht erst seit Kristian Lisztes. Klaus wird sich um eine Lösung bemühen, die wirtschaftlich und menschlich Sinn macht. Und wenn das nicht geht, werden wir Mesut dieses, oder nächstes Jahr gebührend verabschieden.:svw_schal:

dem ist absolut nichts mehr hinzuzufügen! absolut richtig was du sagst! :applaus:
 
FALSCH! Laut KA ist unser Kader über einen längeren Zeitraum nur mit der Teilnahme an der CL zu finanzieren. Sprich aus diesen Einnahmen sind Transfers im mehrstelligen Millionenbereich für uns nicht zu finanzieren! Ich dachte eigentlich das wäre allgemein bekannt wenn man sich ein bisschen mit Werder beschäftigt!

Wenn wir aber einen Spieler abgeben der zu denen gehört die viel Gehalt beziehen, dann wird durch so einen Abgang auch wieder Mittel "frei". Und von was glaubst du finanzieren wir Arnautovic, und die anderen evtl. anstehenden Transfers die laut Gerüchten schon sehr weit gediehen sind?

Deiner Logik nach, hätten wir nur die zweite Rate von Juve für Diego diese Saison zur Verfügung, da bisher keine Abgänge feststehen bzw. deren Ablösen nicht und in anderen Jahren gar keine.
Und wir hätten demnach Marin gar nicht verpflichten dürfen.

In den letzten Jahren hat Werder fast immer ein Transferminus gehabt. Das ginge ja laut deiner Aussage gar nicht.



Interessant finde ich auch deinen anderen Ansatzpunkt. Einen wechselnden Spieler durch einen Spieler aus der eigenen Jugend zu ersetzten. Wie soll das funktionieren? Du weisst dann also schon einige Jahre im voraus was für einen Spieler du verpflichten wirst der dann nach 3 Jahren wieder geht und daraufhin baust du ein Nachwuchstalent auf?

Häh? Ich baue doch meine Jugend nicht nach Bedar auf, sondern habe meine Jugendabteilung die ich als Verein fördere oder nicht. Entsprechend habe ich dann die Möglichkeit Spieler in die erste Mannschaft zu ziehen. Oder woher kamen die Bargfredes, Borowskis, Schweinsteigers, Badstubers etc.?

Und um hier mal ein paar konkrete Fälle zu nennen:

Kristajic, Ailton, Listec, Ernst, Stalteri, Magnin, Klasnic, (Alberto)

gingen alle ablösefrei. Hat uns das in ein tiefes Loch gestoßen?

Nö. Weil eben das Gesamtpaket bei Werder stimmt und man gut plant und solche eventualitäten offenbar mit einplant. Ebenso wie entsprechende günstige Verpflichtungen wie Fritz, Wiese (beide ablösefrei) oder Naldo und Owo zu tätigen.
 
die vergleiche und analogien hier hinken doch vorne und hinten...
ein auto hat keine eigenen interessen. mit ihm kann ich verfahren wie ich will.
ein auto sucht sich keinen neuen fahrer, der für seine laufbahn am vorteilhaftesten ist. ein auto ist ein willenloses stück materie, eine ware, ein gebrauchsgegenstand.
ein fussballspieler ist vielleicht humankapital, aber eben nicht ohne eigenes interesse.
im übrigen kann ich, das nötige kleingeld vorausgesetzt, morgen zum händler gehen und mir ein auto meiner wahl kaufen, ohne irgendwen fragen zu müssen - als letztes das auto selbst.
bei einem spielertransfer hat der spieler sehr wohl ein mitspracherecht. ich kann nicht nach brasilien fahren, mir einen x-beliebigen jungen spieler schnappen und sagen: "hier ist das geld, ab morgen spielst du bei meinem verein."
wir reden hier immer noch über arbeitsverträge. nicht über kaufverträge. da gibt es einen unterschied. im ersteren fall erwerbe ich die arbeitskraft eines menschen, nicht ihn selber - er arbeitet für mich und ich bezahle ihn dafür. beim kaufvertrag erwerbe ich den gegenstand selbst und kann fortan frei über ihn verfügen. ich darf ihn gelb anmalen, treten und sogar verbrennen, solange er nicht aus giftigen materialien besteht.
einen fussballer darf ich nicht so ohne weiteres gelb anmalen, da gibt's ärger...
also, bei allem verständnis für gewinnmaximierung im kapitalismus, irgendwo sind da auch grenzen. und die sollten sich einige hier mal wieder verdeutlichen. und es ist vielleicht verständlich, dass man in erster linie die interessen seines vereins im auge hat, man darf darüber aber nicht vergessen, dass es bei vertragsschluss eben zwei parteien gegeben hat. den verein, der sich einiges an vorteilen von dem spieler verspricht, was in letzter konsequenz vielleicht auch gewinn durch verkaufserlös sein mag, dann aber auch den spieler, der werder eventuell nur als durchgangsstation für seine karriere und zum grossen geld gesehen hat. das mag fan (auch ich) nicht gerne sehen, ist aber leider so - gerade die, die hier mit kapitalismus argumentieren, sollten für diese einstellung doch wohl verständnis haben...

:tnx:

Auch Fußballspieler sind Menschen...
 
FALSCH.









Also Bostonlow erst lesen, dann denken und dann tippen. Dann wäre dir aufgefallen, das ich die Begründung bereits im ersten Post gegeben habe und es eben darum geht, dass es eben nicht einfach nur um Kapital geht.



Die Welt ist nie schwarz/weiß, wer das glaubt lebt in einer Traumwelt (wie du es so schön ausgedrückt hast). Fußball ist eben kein reines Kapitalgeschäft sondern ein Paket aus Sport und Kapital. Allein schon aus dem Grund, das Spieler am Ende entscheiden inwieweit sie das Geschäft beeinflussen. Da kann sich ein Verein noch so auf den Kopf stellen. Wenn Özil hier seinen Vertrag erfüllen will (aus welchen Gründen auch immer), kann Werder gar nix machen. Und damit man als Verein trotzdem einen Nutzen davon hat, wird er auch spielen.



Da gibt es doch nun wirklich genug Beispiele die das widerlegen.

Ich kann nicht jeden Unsinn von Fremden lesen, wenn du dich auf mich beziehst, bitte genauer, sollte im Bereich des möglichen sein.

Nochmal zum schwarz-weiß Thema, hast es ja oben schön formuliert, aber der Herr Özil denkt auch wirtschaftlich. Seh es einfach ein, es ist die Neuzeit. Du beziehst dich auf sportliche Werte, wo Ausnahmen wieder mal sprichwörtlich die Regel bestätigen. In deinem Fall ist Werder weiß und Özil schwarz oder auch andersherum wenn es wen politisch stört. Ich werde es auch nicht weiterkommentieren, denn wenn Geld keine Tore schiessen würde, wären die Bayern nicht vorne, sondern Freiburg. Sportliche Werte hehe, ja schön, finde ich auch gut, wer nicht? :)
 
Das System heisst Kapitalismus und wird auch durch seitenlange Beiträge nicht geändert werden, manchmal wunder ich mich, in welcher Traumwelt manche leben ;) Wirtschaftsunternehmen handeln nach Profit, und das sind nunmal die heutigen Fussballvereine.

Amen.

Volker, ich finde Deine Gedanken ja echt sympathisch, aber es wird wohl der Tag kommen, an dem auch innerhalb deines Lebens Dein Idealismus an der erbarmungslosen, verkackten Systemlogik zerbricht. Welcome to the machine.
 
Amen.

Volker, ich finde Deine Gedanken ja echt sympathisch, aber es wird wohl der Tag kommen, an dem auch innerhalb deines Lebens Dein Idealismus an der erbarmungslosen, verkackten Systemlogik zerbricht. Welcome to the machine.

Ich verstehe gerade irgendwie nicht, weshalb volker hier so als extremer Idealist hingestellt wird, nur weil er z.B. sagt, dass Özil eben auch ablösefrei gehen KANN eben weil er ein Mensch mit eigenem Willen ist. Seine ersten Beiträge bezogen sich doch alle nur darauf, dass wir hier keinen Sklavenmarkt haben und man ihn zu nix zwingen kann.
Wenn MÖ partout nicht diesen Sommer wechseln und auch nicht verlängern will, kann sich Werder auf den Kopf stellen...und kann ihn trotzdem nicht zwingen. (da hat volker Recht)

Und GERADE wenn wir hier nur vom Kapital reden, würde Werder ihn nicht auf die Tribüne setzen, denn ein gut spielender Özil, der ablösefrei wechselt, bringt immer noch mehr als ein nicht spielender Özil, der ablösefrei wechselt. Und ja...da sind wir bei den sportlichen Werten, die laut bostonlow (der anscheinend andere Beiträge nicht wirklich genau liest) ja so gut wie keine Rolle spielen.

Sicher wäre ein ablösefreier Wechsel ein finanzieller Supergau in seinem Fall, denn man hat sich ja sicher schon bei seiner Verpflichtung eine hohe Ablösesummer versprochen. In den Ruin treiben wird er Werder aber nicht, denn eine derartige Finanzpolitik ist doch gerade nicht Zeichen unseres Vereins.

Und volker hat ebenso Recht, wenn er vom Transfergesamtpaket spricht, denn es kommt eben wirklich nicht nur auf Kaufbetrag und Ablöse an. Ein Spieler, den ich z.B. für 15Mio. hole und dann für nur 18Mio weiterverkaufe, hat doch trotzdem einen viel höheren Wert für den Verein als diese nominell gewonnenen 3Mio, wenn er maßgeblichen Anteil daran hat, dass wir die CL erreichen. Vielleicht hat sogar einen größeren als ein Spieler bei dem ich rein Ablöse-technisch 8Mio Gewinn mache, weil ihn mir ein Öl-Scheich-Verein glücklicherweise abkauft, obwohl er bei uns Bankdrücker war. Das war doch eigentlich auch volker´s Kernaussage. Und das ist für mich kein Idealismus sondern Finanzpolitik, die mehr als nur den einen Faktor Kauf-Verkauf einbezieht (das Gehalt habe ich jetzt auch bewusst weggelassen)

Irgendwie scheint es, als würde dem guten volker hier das Wort im Munde verdreht ;)
Hoffen wir doch einfach alle mal, dass es nicht hart auf hart kommt und der gute MÖ einfach diesen Sommer unter irgendeinen Vertrag seine Unterschrift setzt
 
Sicher wäre ein ablösefreier Wechsel ein finanzieller Supergau in seinem Fall, denn man hat sich ja sicher schon bei seiner Verpflichtung eine hohe Ablösesummer versprochen. In den Ruin treiben wird er Werder aber nicht, denn eine derartige Finanzpolitik ist doch gerade nicht Zeichen unseres Vereins.

Ich weiß, diese Diskussion dreht sich im Kreis, aber hier kommt wieder das Thema Dankbarkeit ins Spiel. Mesut muss doch wissen, dass es nicht in Werders Sinne sein kann, ihn ablösefrei ziehen zu lassen.

Ich erwarte auch nicht, dass Mesut nun aus Dankbarkeit für eine Bundesliga-Serie auf sein Gehalt verzichtet oder ähnliches, eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit erhöhten Bezügen käme ja auch ihm zugute.

Vor allem aber verschafft sie KA einen größeren Spielraum und Planungssicherheit. Und ja, ich bin tatsächlich naiv genug um zu glauben, hier spiele die Dankbarkeit eines Spielers, der hier mit miserablem Ruf und auch sportlich wenig vorzeigbarem zum Star der Mannschaft und Stammspieler der Nationalmannschaft geworden ist, eine Rolle
 
:tnx: Kastemato

Wenn sich für Mesut Özil die Situation nun so darstellt, dass es für ihn besser wäre, nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern dass z.B. er erwarten dürfte, dass im nächsten Jahr sein Wunschverein anklopft, müßte man es ihm dann übel nehmen, dass er in diesem Jahr keine Unterschrift unter irgendeinem Vertrag setzt?

Die Sache hat so oder so zwei Seiten. Wenn er denn im nächsten Jahr ablösefrei wechseln würde, dann wäre es eben so. Werder würde deswegen nicht am Armenstock gehen. Schließlich darf man nicht nur die in Aussicht stehende Ablöse für ihn in die Rechnung einwerfen. Es bleibt letztlich die Summe, die Werder für ihn investiert hat. Und die dürfte er schon wieder eingespielt haben. Insofern sprechen wir hier nicht von einem echten Verlust, sondern von einem entgangenen Gewinn. Einen wirklichen Verlust sehe ich z.B. in die Investition CA, der dem Verein sportlich nun rein gar nichts gebracht hat, nur viel Ärger und eben jenen finanziellen Ausfall. MÖ war in jeglicher Hinsicht transfertechnisch ein Volltreffer. Ganz egal, was jetzt passiert.
 
:tnx: Kastemato

Wenn sich für Mesut Özil die Situation nun so darstellt, dass es für ihn besser wäre, nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern dass z.B. er erwarten dürfte, dass im nächsten Jahr sein Wunschverein anklopft, müßte man es ihm dann übel nehmen, dass er in diesem Jahr keine Unterschrift unter irgendeinem Vertrag setzt?

Die Sache hat so oder so zwei Seiten. Wenn er denn im nächsten Jahr ablösefrei wechseln würde, dann wäre es eben so. Werder würde deswegen nicht am Armenstock gehen. Schließlich darf man nicht nur die in Aussicht stehende Ablöse für ihn in die Rechnung einwerfen. Es bleibt letztlich die Summe, die Werder für ihn investiert hat. Und die dürfte er schon wieder eingespielt haben. Insofern sprechen wir hier nicht von einem echten Verlust, sondern von einem entgangenen Gewinn. Einen wirklichen Verlust sehe ich z.B. in die Investition CA, der dem Verein sportlich nun rein gar nichts gebracht hat, nur viel Ärger und eben jenen finanziellen Ausfall. MÖ war in jeglicher Hinsicht transfertechnisch ein Volltreffer. Ganz egal, was jetzt passiert.

Das ist richtig, aber Werders geschäftspraktik ist darauf ausgerichtet junge Spieler zu formen und entsprechend zu verkaufen. Nur dadurch lassen sich eben auch Transfers wie Arnautovic etc realisiseren. Dass es in der Vergangenheit auch Ausnahmen gab steht ausser Frage.

Was hier viele vergessen ist, dass der Kader (wie er jetzt dasteht) die Millionen aus der Champions-League durch Gehaltskosten und Prämien aufbraucht. Will man weitere Investitionen tätigen geht das meist nur über Verkäufe und Neueinkäufe!

Wenn Werder jemanden verpflichtet, dann auch mit dem Blick, wie dieser Spieler sich entwickeln kann und was er später Wert sein wird. Das war bei Klose so, bei Ismael, bei Diego .... und das ist auch so bei Mesut Özil. Da würde es aber auf jeden Fall weh tun, wenn er ablösefrei geht!
 
Ich muss Volker da auch grundsätzlich Recht geben.
Mir kommt der Transfermarkt viel zu oft wie ein Sklavenmarkt vor und dementsprechend ist es gut, dass der Spieler ein Mitspracherecht hat. Das steht ihm zu, ich will ja auch von meinem Chef nicht plötzlich nach Turkmenistan verschachert werden, nur weil die da grade den ultimativen Deal bieten.;)

Ich fände es schade, wenn MÖ ablösefrei wechselt, aber auch das darf er. Ich bezweifle, dass in seinem Vertrag ominöse Klauseln drin sind, die besagen, dass ein Fußballer im Falle persönlichen Erfolges nie und nimmer ablösefrei gehen darf.

Das Problem wird wohl eher sein, dass der Junge hin und her gerissen wird. Von der Tendenz, zu einem "großen" Verein wechseln zu wollen, von den Einflüsterungen der Berater und der vermutlichen vernünftigen Einwände von Werder Seiten.
Soll mal die WM spielen, dann wird man sehen. Eventuelle Interessenten möchten das sicher auch gern abwarten.

Es gibt Verträge und wenn er nicht so ein Theater abzieht wie andere Spieler (MK) dann ist das für mich okay. Mensche sind unterschiedlich, einige legen Wert auf eine Wohlfühlumgebung, andere auf das Materielle. Und Özil muss da noch Erfahrunge sammeln, die ih ein Torsten Frings z.B. voraus hat.
 
Ich weiß, diese Diskussion dreht sich im Kreis, aber hier kommt wieder das Thema Dankbarkeit ins Spiel. Mesut muss doch wissen, dass es nicht in Werders Sinne sein kann, ihn ablösefrei ziehen zu lassen.

Ich erwarte auch nicht, dass Mesut nun aus Dankbarkeit für eine Bundesliga-Serie auf sein Gehalt verzichtet oder ähnliches, eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit erhöhten Bezügen käme ja auch ihm zugute.

Vor allem aber verschafft sie KA einen größeren Spielraum und Planungssicherheit. Und ja, ich bin tatsächlich naiv genug um zu glauben, hier spiele die Dankbarkeit eines Spielers, der hier mit miserablem Ruf und auch sportlich wenig vorzeigbarem zum Star der Mannschaft und Stammspieler der Nationalmannschaft geworden ist, eine Rolle

Nun, das ist in der Tat dann etwas Idealismus, denn das kann man leider nicht mehr von den Spielern erwarten (!)
Aber ich möchte auch nochmal ausdrücklich klarstellen, dass ich in obigem Beitrag ja nur vom Extremfall sprach.
So wie sich MÖ am Rande der Spiele bisher geäußert hat, scheint es mir so, dass er einfach noch unschlüssig ist und die WM abwarten will. Dass er wirklich auf Teufel komm raus auf das höhere Handgeld nächste Saison warten will, wenn er ablösefrei geht...das wirkte bisher keinesfalls so und ich hoffe, dass es dabei auch bleibt.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Back
Top