Ich habe auch gelesen, dass Mesut nicht fastet.
Zur Vertragsverlängerung ist meine Meinung, dass Mesut und auch sein Umfeld sehr wohl wissen, was Mesut an Werder hat. Und sie werden Mesuts wunderbare Entwicklung durch einen möglicherweise lukrativen aber frühzeitigen Wechsel nicht gefährden. Mein Eindruck ist, Mesut würde noch gerne länger in Bremen bleiben.
Aber die finanzielle Geschichte spielt eine große Rolle. Und ich kann mir vorstellen, dass Klaus Allofs bisher ein Angebot gemacht hat, was der Özil Seite nicht gefällt, weil es einfach viel zu niedrig ist.
Stellen wir uns mal folgendes vor: Allofs hat Mesut einen Vertrag mit einem Leistungsbezogenem Gehalt von ca 2,5 Mio Euro per anno gemacht. Das ist natürlich mehr als 1,8 Mio Euro, die Mesut bisher bei Werder verdienen konnte. Aber, seien wir mal ehrlich. Über ein Angebot von 2,5 Mio Euro lächelt Mesut doch nur Müde, wenn man bedenkt was er bei einem Wechsel wirklich verdienen könnte.
Man muss einfach mal ganz realistisch einsehen, dass Mesut in einer hervorragenden Verhandlungsposition ist. Und das er in absehbarer Zeit astronomische Spitzengehälter erhalten wird. So oder so, ob bei Werder oder woanders, er wird diese Spitzengehälter erhalten.
Die Sache liegt eigentlich nur bei Allofs. Er muss ein Angebot auf den Tisch legen, das einigermaßen mit den Angeboten anderer Clubs mithalten kann. Ich sage nicht, dass Werder genausoviel wie andere Vereine zahlen soll. Aber 2,5 Mio, oder meinetwegen auch ruhig 3, 5 Mio Eur per anno, sind einfach zu wenig im Vergleich zu dem, was Mesut bei anderen europäischen Spitzenklubs verdienen kann.
Ich will das mal vereinfacht darstellen. Es ist so, dass durch einen Vereinswechsel von Mesut sehr, sehr viel Geld generiert werden wird. Das ist Fakt. Gehen wir mal von 25 Mio Euro aus. Und nun geht es eigentlich nur noch darum, wie dieser Transfererlös von 25 Mio Euro zwischen Spieler und Verein geteilt werden. Nur darum geht es eigentlich, eine ganz simple Kiste.
Beispiel 1:
Mesut geht im Sommer 2010 und hat noch ein Jahr Vertrag. Der neue Verein zahlt Werder eine Ablöse von 10-15 Mio Euro. Den Rest kassiert Mesut als Handgeld.
Beispiel 2:
Mesut geht im Sommer 2011 und ist ablösefrei. Mesut kassiert die volle Summe, die der neue Verein als Ablöse zu zahlen bereit gewesen wäre. Also volle 25 Mio Euronen.
So sieht die Sachlage aus. Und jetzt muss man sich Gedanken machen, wie man eine faire und zufriedenstellende Lösung für alle Seiten findet. Und da erscheint mir ein Angebot von Werder über 2,5 bis 3 mio Euro pro Jahr als viel, viel zu wenig! Um nicht zu sagen, ein Witz, Angesichts der Summen die bei einem Wechsel fließen würden!
Ich sag mal so. Wenn Werder Mesut wirklich halten möchte, und auch später am Transfererlös beteilgt werden möchte, dann muss Allofs ein Mindesangebot von 4 Mio Euro vorlegen. Eher braucht man sich gar nicht an einen Tisch setzen. Erst ab einem Angebot von 4-5 Mio Euro pro Jahr halten sich die finanziellen Dinge zwischen Mesut und Werder meiner Meinung nach die Waage. Alles darunter ist zum erheblichen finanziellen Nachteil des Spielers.
Allofs mach die Kasse auf!
