Medizinische Abteilung

@Sofatester:

Das dürfte aber wohl allen bekannt sein, die hier regelmäßig lesen. Wobei Du natürlich Recht hast, dass viele hier nicht lesen sondern einfach nur abkotzen. So gesehen ist es gut, dass Du es nochmal in den Fokus rückst.


Diesen Teil Deines Beitrags sollte JEDE / JEDER hier lesen, der weiter munter auf "die medizinische Abteilung" einhackt. Ich möchte das ergänzen:

Bei dem Spieler Hunt wurde durch Benni Kugel eine spezielle Gymnastik / Krafttraining eingeführt, um den Spieler körperlich robuster und weniger verletzungsanfällig zu machen. Hört sich wegen der momentan noch andauernden langen Verletzung von Hunt zwar komisch an, aber diese Behandlung hat gut angeschlagen, Aaron war körperlich sehr viel stärker geworden und vor seiner aktuellen Verletzung so lange verletzungsfrei wie nie zuvor.

Bei den Spielern Ekici und Avdic wurden, nachdem erste Probleme auftraten, Fehlstellungen im Beckenbereich ermittelt, seitdem trainieren auch die speziell. Bei Ekici soll gerüchteweise eine Bindegewebsschwäche dazu kommen und das bedeutet nunmal eine erhöhte Verletzungsgefahr im Leistenbereich und den Muskeln zwischen Leisten und Oberschenkel (Adduktoren brevis und longus), die man nie vollständig beseitigen kann. Da die Adduktoren im Oberschenkel ihren Ursprung am Schambein haben, kann es bei Anfälligkeit in diesem Bereich und nicht auskurierter Zerrungen bzw. kleinen Einrissen zu der gefürchteten Schambeinentzündung kommen. Oder wenn die Adduktoren keinen Ärger machen eben zu mehr oder weniger starken Leistenbeschwerden.

Und ehe einer jetzt meckert, das man das bei der Eingangsuntersuchung hätte feststellen müssen: Wir wissen erstens ja nicht, was festgestellt wurde und zweitens müßte eine sportmedizinische Untersuchung, die sowas ohne vorher bekannte Hinweise aufspürt, mehrere Tage andauern und das macht kein Bundesligaverein, auch wäre fraglich, wie die Spieler reagieren würden, wenn man sie mehrere Tage dauernden Tests unterziehen würde. Der Umfang der Untersuchungen bestimmen auch nicht die Ärzte selbst, das ist vorher durch das Management festgelegt. Das ist also eine andere Baustelle.

Fazit: Die Verletztenmisere ist im Moment das allerwichtigste Problem. Ist diese Misere mindestens auf ein allgemein "normales" Maß zurück gegangen, wird für alle alles einfacher. Und dann kann man auch alle übrigen Dinge viel leichter beurteilen und Gegenmaßnahmen eingreifen. Deshalb darf man diese Misere nicht als "Entschuldigung" für sportliche Fehlentwicklungen missbrauchen, sondern muss schonungslos die Ursachen aufklären und beseitigen.
 
Danke. :tnx:

Noch zum Link von Saviour: Der ist interessant, aber auch nicht neu. Es werden auch bei Werder viele Sachen gemacht. Man erinnere sich einfach mal an die Hand-Auge-Koordinationsschulungen in einem Augeninstitut am Anfang der Saison (Bericht darüber war hier auf werder.de). Es ist also bei Werder sicher nicht so wie im Amateurfussball der 70/80er Jahre, wo das Warmmachen durch etwas Hüpfen erfolgte und im Zweifel eine Tube Finalgon dazu kam.
 
Ich habe ja schon gesagt, dass man alles untersuchen muss, nicht nur die Heilmethoden der sportmedizinischen Abteilung aber auch die Trainingsmethoden der sportlichen Abteilung.
Ich darf erinnern dass vor einigen Jahren die Dortmunder auch solche vielen Verletzungen hatten, die Gründe analysierten und dann Wege gefunden hatten diese Probleme zu lösen. Diese Verletzungsmisere einfach mit Pech abzutun ist zu billig.
Diese Verletzungsmisere hätte uns letztes Jahr fast den Klassenerhalt gekostet und dieses Jahr vielleicht der internationale Wettbewerb.
Noch mal möchte ich erwähnen dass Bayer Leverkusen auch naturheilmethoden bei Spielern anwendet. Übrigens tut dies auch Herr Mayer-Wohlfarth. Auch in der Naturheilkunde gibt es Methoden wie man den Spielern helfen kann, hauptsächlich vorbeugende Maßnahmen anwenden kann.
 
In der heutigen Ausgabe vom "Bremer Anzeiger" steht ein höchst interessanter Artikel über die "Verletztenmisere" beim SV Werder im Blatt.

Es lohnt sich, diesen Artikel zu lesen. Schlüsse kann und soll dann jeder ziehen. Es ist ja schließlich eine journalistische Meinungsäußerung die ich nicht kommentieren, geschweige denn, beweisen muss.

Viel Spaß beim Lesen.
 
Ok wir reden hier also über einen Artikel, wo irgendwas drin steht, was aber vermutlich eh nicht von Bedeutung ist, weswegen wir auch nicht drüber reden müssen. Wa? :D
 
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