Medizinische Abteilung

Es gibt eine weitere Studie zu der Saison 2004/2005, die auf dem Datenmaterial der Berufsgenossenschaft basiert.

Ein Vergleich der Vereine untereinander gibt es nicht, ist auf eine Saison bezogen aber auch nicht seriös. Wenn, dann müsste man das über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren auswerten. Ich kann mich an Spielzeiten erinnern, in denen Werder sehr vom Verletzungspech anderer Teams (Leverkusen, HSV) profitiert hat und u.a. dadurch noch die CL erreichte. Aber der Verletztenstand der letzten zwei Jahre ist schon sehr krass, dass sich natürlich die Frage stellt, ob das nur Zufall ist.

Als wesentliche Ergebnisse der Studie hielten die Verfasser der o.g. Studie u.a. folgende Punkte fest:

- Jeder Spieler im Berufsfußball erleidet pro Saison im Schnitt etwa zwei Verletzungen, eine schwerere mit resultierender Arbeitsunfähigkeit und eine leichtere, die lediglich Behandlungskosten verursacht.

- Die 1953 Fußballprofis der drei höchsten Ligen (Anmerkung von mir: in der Saison war die 3. Liga noch zweigleisig) kommen abzgl. einer 6wöchigen Wettkampf- und Trainingspause auf theoretisch ca. 630.000 Arbeitstage. Durch Verletzungsfolgen fallen knapp 85.000 Tage hiervon weg. Umgerechnet auf einen Mannschaftskader bedeutet dies, dass 13,5 % der Spieler permanent nicht einsetzbar sind.

Wer sich für die Studie interessiert:
http://www.vbg.de/imperia/md/content/produkte/downloads/abschlussbericht.pdf

Ein Verletztenstand von 13,5 Prozent ist also der "Normalwert". Das bedeutet: Von 22 Spielern sind durchschnittlich immer 3 verletzt.

Da liegt Werder seit anderthalb Jahren deutlich (!) drüber. Allerdings nicht wegen besonders vieler Muskelverletzungen - da hat es andere Vereine sogar noch häufiger getroffen -, sondern wegen des "Grundpegels" an Langzeitverletzten. Damit meine ich Boenisch, Naldo, Silvestre, Borowski, Avdic, Hunt, Prödl und jetzt Ekici, die monatelang ausfielen oder noch ausfallen werden.

Der Anteil an leichten oder mittelschweren Verletzungen ist in Bremen nicht höher als anderswo, eher sogar niedriger. Nur wenn man permanent 4 Langzeitverletzte hat, macht es sich natürlich sofort bemerkbar, wenn dann noch 2 bis 3 "normale" Verletzungen auftreten.
 
Vor allem fallen auch Verletzungen eines Leistungs- oder Hoffnungsträgers sehr viel mehr ins Gewicht und auf, als wenn sich ein sonst ganz hoffnungsvoller Youngster wie Yildirim schwer und lange verletzt.
 
Ich hab mal eine frage(und weiß gerade auch nicht wo ich sie so stellen soll ;))
Ab wie vielen verletzten spielern kann eigentlich ein spiel verschoben werden?Ich mein nicht das nächste woche der busfahrer spielen muss?;)
 
najut das interview wirft für mich denoch eine unklarheit auf - oder besser gesagt: ein widerspruch.

erst wird gesagt, dass die bremer spieler einen optimalen aufbau hatten und folgeverletzungen deshalb von ihm ausgeschlossen werden.

dann sagt er etwas später aber, wie gut sie doch arbeiten würden, da die spieler ja im durchscnitt nach knapp 10 tagen wieder fit sind ("spitzenwert" der liga) - der bundesligaschnitt liegt aber bei 20 tagen....

spätestens da sollte er sich doch selbst die frage stellen, ob uns dieser "spitzenwert" nicht mehr probleme bereitet, als uns weiterhilft. augenscheinlich gehen andere vereine viel vorsichtiger mit ihren profis um!!!!!!!!!

oder will unser dr behaupten, in bremen wird medizinisch doppelt so gut gearbeitet?!


tut mir leid, aber ich wünsche mir auch hier einen umschwung. er hat sich manche statistiken schön ausgelegt, aber wie ich es ja geschrieben habe, geht das auch genau anders herum. bitte entlassen!
 
Weil damit ja auch erwiesen ist, was du gesagt hast. Sorry, aber dein Post hat genauso wenig Gehalt wie das Interview, nur dass du keine Schweigepflicht hast.
 
folgeverletzungen kommen meist dann zum tragen, wenn ein spieler wieder zu früh eingesetzt wird.

unsere spieler werden doppelt so schnell wieder aufn platz geschickt, als bei allen anderen bundesligavereinen.

das zeigt doch deutlich wie stark wir uns vom rest der liga unterscheiden 10 statt 20 tage...
inwiefern das kein "gehalt" haben soll, musst du mal begründen! vor allem nicht so frech mit schweigepflicht meinerseits abstempel - das ist mir zu billig und so ein gehabe kannste dir sparen!
 
folgeverletzungen kommen meist dann zum tragen, wenn ein spieler wieder zu früh eingesetzt wird.

unsere spieler werden doppelt so schnell wieder aufn platz geschickt, als bei allen anderen bundesligavereinen.

das zeigt doch deutlich wie stark wir uns vom rest der liga unterscheiden 10 statt 20 tage...
inwiefern das kein "gehalt" haben soll, musst du mal begründen! vor allem nicht so frech mit schweigepflicht meinerseits abstempel - das ist mir zu billig und so ein gehabe kannste dir sparen!

Es kommt ja darauf an. die spieler wollen ja schnell wie möglich wieder spielen. Aber bei Naldo hat man gesheen, dass TS gebremst hat. Ich glaube dass die übergroße Beslastung und der Druck der Spieler mit ein auslösender Faktor für die Verletzungen sind. Hierm uss man ein gleichgewicht herstellen.
Hier müssen unabhängige sportmediziner dies untersuchen.
 
Es gibt also aktuell nichts, was Sie verändern müssen?

Dimanski: Nein. Es ist eine Hysterie entfacht worden. Das ist die Eigenart der modernen Medienwelt. Es wäre sehr schlimm, wenn wir erst einen derartigen Medienhype bräuchten, um unsere Arbeit auf den Prüfstand zu stellen oder einen Verbesserungsprozess einzuleiten. Denn wir verbessern uns ständig!

In der Öffentlichkeit genießt Werders medizinische Abteilung allerdings nicht den besten Ruf. Für eine Verletzung eines Werder-Stars werden gerne Sie als Mannschaftsarzt verantwortlich gemacht. Wie gehen Sie damit um?

Dimanski: Das ist mir nicht wichtig.

Sie haben aber in diesem Interview selbst gesagt, dass Sie und Ihre medizinische Abteilung „laut Medien die schlechtesten der schlechtesten sind“.

Dimanski: Die Medien können aber in den meisten medizinischen Fällen nicht optimal informiert sein. Das Urteil, dass ich gut oder schlecht arbeite, zählt für mich, wenn es von meinen Vorgesetzten kommt. Das sind die einzigen, die das überblicken und beurteilen können. Wenn die mich kritisieren, nehme ich das sehr ernst, und wenn sie mich nicht kritisieren auch. · kni

Wie sollen denn Nichtmediziner seine Arbeit einschätzen???
In dem oben Zitierten Interview kann man zusammenfassend sagen , er vertritt die Meinung das niemand von außen seine arbeit beurteilen kann , auch Statistiken nicht , und er sogar im gegensatz zur einhelligen Meinung das er die schlechteste Med. Abteilung der BL stellt sagt er ist sogar einer der besten weil man die 65 Verletzungen in der Saison noch nicht erreicht hat .

Da fühlt sich jemand aber ganz sicher im Sattel

mfg 7
 
Eher hat da jemand in die Aussagen wieder etwas reininterpretiert, was nicht gesat wurde.
Natürlich, es kann sein, dass es so gemeint wurde, gesagt wurde es aber nicht.
 
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