Du willst also hier jemanden, der ab und zu mal so ein Medikament nimmt, mit Ivan, der nach eigenen Worten dieses Medikament wie Smarties genommen und verschrieben bekommen hat, vergleichen?
Nein, natürlich will ich das nicht. Worum es hier ging war, dass Fabiano und einige andere User vom "Verschreiben
lebensgefährlicher Medikamente" sprachen und diese Aussage definitiv nicht richtig ist (außer man betrachtet jegliches Medikament als lebensgefährlich, da jedes Medikament Nebenwirkungen hat)
Ivan hatte immer wieder auffällige Blutwerte. Diese wurden festgestellt bei der üblichen Untersuchung von Werder Bremen. Das stand zumindest in den Meldungen.
Nun, dann wäre schon mal geklärt, ob diese Untersuchungen stattfanden...viele User behaupten hier ja, dass diese Werte nie untersucht worden wären.
Eine Therapie wurde daraufhin eingeleitet. Die sah so aus, dass Ivan ein paar Tage im Training ruhiger treten sollte. Das war alles.
Hier werden wir nicht groß weiterkommen, denn wir wissen ja nicht, welche der zahlreichen, sehr unterschiedlichen Nierenerkrankungen bei Ivan vorlag. Es gibt nämlich auch viele, die genetisch bedingt sind und daher keine Therapie haben. Dann gibt es viele die Erreger-bedingt sind...wissen wir, dass er keine Antibiotika bekam? Es gibt hunderte Ursachen für Nierenversagen...ob eine adäquate Therapie möglich war, werden wir nicht herausfinden können ohne die vorliegende Ursache zu kennen, oder!?
Allerdings habe ich gelesen, dass das Medikament vom Arzt kam. Dafür spricht auch, dass Hunt immer wieder mit Schmerzmitteln vollgepumpt wurde. Selbst wenn ich als Sportler unbedingt wieder auf den Platz will, um Geld zu verdienen, muss ein Arzt den Sportler bremsen und sagen, dass es noch nicht geht.
Du hast natürlich vollkommen Recht, dass "Schmerzmittel wie Smarties schlucken" sicher IMMER fragwürdig ist. Das ist ja auch ein generelles Problem in Deutschland. Ich sehe das (sollte es so gewesen sein) auch als ein Fehlverhalten des Arztes, der da einfach entgegen wirken muss.
Vielleicht wurde Dimanski aber auch seitens des Vereins unter Druck gesetzt, den Spieler schneller wieder fit zu kriegen.
Das ist doch auch ein Punkt, der mich bei dieser Diskussion so ärgert. Der menschliche Körper ist keine Maschine, der eine verkraftet etwas besser, der andere braucht eben länger bis er wieder fit ist.
Einerseits gibt man Dimanski hier die schuld, dass er zu viele Schmerzmittel verschrieben habe, um den Spieler schneller einsatzfähig zu kriegen. Andererseits wirft man der medizinischen Abteilung aber Unfähigkeit vor, weil sich Verletzungen hinziehen, weil man die Spieler eben nicht um jeden Preis sofort wieder auf den Platz schickt.
In diesem Falle sollte man schon klar einen Standpunkt beziehen, oder nicht!?
(meiner liegt im Übrigen dort, den Spielern alle Zeit zu geben, die sie brauchen)
Haben andere Ärzte nur bessere Augen? Wie können die denn dann bitte auf den gleichen Bildern etwas erkennen, oder schwillt innerhalb weniger Stunden ein Bluterguss, Prellung wieder ab, so dass die Aufnahmen besser werden?
Das würde ich so nicht sagen. Ich wollte nur ausdrücken, dass manche Diagnosen (gerade wenn es um Mikroverletzungen, Haarrisse, winzige Meniskus-Schäden etc. geht) eben schwierig zu sehen sind. Ich finde es daher völlig verständlich, dass man zunächst erst einmal von der einfacheren, häufigeren Diagnose ausgeht und diese behandelt und sich unter fortlaufender Kontrolle ggf. korrigiert. Das ist die Standard-Taktik der Medizin. Wenn ich z.B. eine Infektion behandele, gebe ich auch zunächst das Standard-Antibiotikum für die häufigsten Erreger, nehme weiter Mikrobiologie ab und korrigiere mich nach 3-4Tagen dann ggf. auf ein spezielleres Mittel, wenn ich eine konkrete Diagnose habe.
Und wie schon bei Frings erwähnt...wenn zunächst von einer Prellung ausgegangen wird und man sich dann doch auf eine winzige Fraktur festlegen muss, ist das noch weniger von Relevanz, da hier die Therapie fast identisch ist.

Ich glaube übrigens nicht, dass es irgendeinen Arzt gibt, der sicher durch Handauflegen diagnostiziert. Er kann anhand immenser Erfahrung mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas vermuten...wird sich aber in manchen Fällen auch wieder korrigieren müssen. Nur wird das bei dir als Normalpatient nie auffallen, da die genaueren Untersuchungen im Normalfall bei dir nicht stattfinden würden

Um bei Beispiel zu bleiben...wenn er dir eine Prellung andichtet und du doch eine Mikrofraktur hast, wird das bei dir nie auffallen, da die Therapie gleich ist und du einfach 1-2Wochen länger als eine "normale Prellung" brauchen würdest