Hätte passieren können, ja. Aber darum geht es doch gar nicht. Sondern um die Frage, was MA dazu bewegte, Werder einen gefälschten Impfpass vorzulegen.
Das hat er aber doch erklärt. Er wollte seinen Job wahrnehmen. Er wollte nicht ausfallen, nur weil er Kontakt zu einem Positiven hatte.
Die Frage stellt sich also nicht, weil er sie beantwortet hat. Man muss es so hinnehmen, weil es keine anderen Antworten gibt.
Es mag eine Erklärung sein, aber wäre nach dem gesunden Menschenverstand keine schlüssige dafür, deswegen eine Straftat zu begehen. Denn er musste damit rechnen, dass er beim Auffliegen dieser Straftat nicht nur damit rechnen musste, wie die Sau durch Dorf getrieben zu werden, sondern weil der damit angerichtete Schaden für ihn noch viel größer ist: Verantwortung vor Gericht übernehmen, Geldstrafe, Job- und Vertrauensverlust, zeitliches Berufsverbot und ein ramponiertes Image. Daher ergibt es keinen Sinn, sein Verhalten mit Sau-durchs-Dorf-treiben zu erklären.
Du versuchst gegen vollkommen irrationales Verhalten mit Vernunft zu argumentieren. Wäre er rational gewesen, hätte er vernünftig abgewogen, hätte sich impfen lassen und das Problem wäre gar nicht erst entstanden. Er hat aber nicht rational und vernünftig entschieden, bei ihm spielte Angst eine Rolle. Es bringt also nichts mit Argumenten a la „aber bei Corona ist das unvernünftig“ zu kommen. Sonst wären wir übrigens auch wieder bei der normalen Coronadiskussion.
Und das mit der Sau durchs Dorf treiben:
Deine Meinung ist nicht allgemeingültig. Ich empfinde weiterhin, dass es Sinn ergibt. Ich habe gesehen, was mit Kimmich passiert ist.
Hinzu kommt, dass mit einem gefälschten Impfpass herumzulaufen etwas völlig anders ist, als z.B. mit einem auf einem Flohmarkt spontan gekauften Marken-Klamotten-Plagiat spazieren zu gehen. Denn bei der Aneignung eines gefälschten Impfpass muss man sich entweder Gedanken darüber machen a) wo man ihn bekommt bzw. b) wenn man ihn selber fälscht, worauf zu achten ist, dass diese Urkundenfälschung nicht sofort auffliegt. Soll heißen, dass beide Varianten Bedenk- und andere Zeiten in Anspruch nehmen, so dass eine solche Entscheidung bzw. deren Umsetzung nicht nicht mal eben spontan - oder: im Affekt - aus der Emotion einer Angst heraus resultieren kann, sondern wohlüberlegt sein muss. Zumal es auch noch andere Möglichkeiten gibt, sich die Ängste nehmen bzw. reduzieren zu lassen, wie z.B. Gespräche mit Ärzten, statt zu dieser illegalen Ultima Ratio zu greifen.
Es spielt keine Rolle, ob es was anderes ist. Hier war nicht Thema, ob Person XY mit Plagiaten unterwegs war. Ich mag derlei Vergleiche nicht, sie führen zu nix. Es geht um das Vergehen von Markus Anfang und nicht um fiktive Plagiate-Nutzer.
Warum machst Du die Affekt-Diskussion wieder auf, nachdem Du sie doch eigentlich beendet hast? Verstehe ich nicht, daher gehe ich nicht drauf ein. Ich erinnere nur an
Und weil wir beide dort wahrscheinlich eh auf keinen Nenner kommen werden, sollten wir die Debatte über die Deutungshoheit den Herren Platon und Duden überlassen
Es ist das zu werten, was wir wissen. Er hat aus Angst gehandelt. Mehr wissen wir nicht, was anderes kann man nicht beweisen. Und was er nicht alles hätte tun können, wenn er RATIONAL verfahren wäre. Übrigens, er hatte viele Gespräche mit Ärzten, die konnten ihm seine Angst allerdings nicht nehmen. Hätte hätte…
Er wurde rechtskräftig verurteilt und damit ist die Sache abgeschlossen.
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