Grundsätzlich begrüße ich die Entscheidung Werders, sich bereits in dieser Transferphase von Arnautovic zu trennen/getrennt zu haben. Arnautovic ist hier in Bremen meist mehr Wahnsinn als Genie gewesen und hat sich, vor allem in jüngster Vergangenheit -mit Übergewicht aus der Sommerpause zurückgekehrt, Tatoo kurz vor Trainingsbeginn stechen lassen, was zu Komplikationen führte, nächtliche Autobahnfahrt vor einer über den Klassenverbleib entscheidenen Partie und Auseinandersetzung mit den Beamten in grün- zu Schulden kommen lassen und hat damit der Mannschaft mehr geschadet, als er ihr auf dem Platz geholfen hat und den Teamgeist nicht unbedingt gestärkt. Eichin kommentierte die bekannte Autobahnfahrt damals im Übrigen mit den Worten, dass er sich genau ansehen werde, wer im Abstiegskampf voll mitziehen und im Sommer entsprechend aktiv werden würde. Von daher hätte also auch Eichins Glaubwürdigkeit gelitten, wäre Arnautovic doch noch länger in Bremen verblieben, wobei das widerum nicht unbedingt allein Eichins Schuld gewesen wäre, schließlich hat Arnautovic angeblich ja genügend Angebote abgelehnt.
Die o.g. Vorfälle und Ereignisse wurden by the way zu genüge und auch zurecht -auch von mir- kritisiert, allerdings konnte ich seiner extravaganten Art und Weise auch immer etwas positiv abgewinnen, da Arnautovic auf jeden Fall ein "Typ" gewesen ist. Die Leistung hat allerdings nie wirklich gestimmt und dem Kollektiv, auf welches Eichin ja bekanntlich großen Wert legt, wurde durch ihn oftmals geschadet. Ein Leidtragender könnte by the way in extremer Form auch Elia gewesen sein, der jetzt, wo Arnautovic weg ist, vielleicht sogar aufblühen könnte, meiner Meinung nach.
Unter dem Strich ist der damalige Transfer einer gewesen, der Visionen geweckt hat, wie so viele. Auf Grund des großen Potentials, welches nicht nur bei Arnautovic, sondern auch bei Wesley und Marin bspw. zu sehen gewesen ist, hat wohl ein jeder permanent auf seinen großen Durchbruch gewartet. Fehlanzeige, wobei er in der Hinrunde der vergangenen Spielzeit auf einem guten Weg gewesen ist, um wenig später richtig Scheiße zu bauen...
Arnautovic besaß/besitzt durchaus die Fähigkeit, ein ganz Großer Fußballer zu werden. Dazu ist allerdings auch Vernunft von nöten, die er oftmals vermissen ließ/lässt. Leider hat der Fettsack aus Wolfsburg damals zum Ende seiner Ära zu viele solcher Transfers, die Hoffnung auf was Besonderes machten, aber ebenso immer Spieler, die zwischen Genie und Wahnsinn einzuordnen gewesen sind, getätigt. Arnautovic ist da nur ein Beispiel, ein aktuelles Beispiel. Im Enddefekt führten die Transfers nicht nur zu Misserfolg, da jeder Akteuer nur sich und nicht das Wohle Werders im Sinn hatte. Ebenso führten diese Transfers zu einer wirtschaftlichen Schieflage, das führt nun allerdings wirklich zu weit vom Thema ab.
Wahrscheinlich können wir froh sein, dass man Arnautovic nun doch noch verkauft bekommen hat. 3+1 Millionen geht, bei den Vorgeschichten und der übrigen Vertragslaufzeit, in Ordnung, wobei natürlich -auch unter Berücksichtigung des Gehalts über die Jahre hinweg- wieder ein immenses Minus zu verzeichnen ist. Früher haben wir das by the way mal anders gemacht und Spieler bei einem Jahr Restlaufzeit des Vertrages für eine erheblich höhere Summe verkauft, als wird selbst beim Einkauf gezahlt haben. Der letzte dieser Klasse dürfte Özil im Jahre 2011 gewesen sein, heute wechselt der für schlappe 48 Millionen...
Innerlich hoffe ich im Übrigen sogar ein wenig darauf, dass die Ablösesumme bei 3 Millionen bleiben wird. Schließlich bekommt man eine Nachzahlung in Höhe von einer Millionen nur im Erfolgsfall und ich würde mir wahrscheinlich selbst in den Ups, ich muss meine Wortwahl ändern

beißen, wenn Arnautovic nun plötzlich durchstartet. Das würde nämlich für verkehrten Umgang mit ihm seitens zweier verschiedener Trainer sprechen. Die körperlichen Bedingungen für die Premier-League bringt er mit.
Dass man keinen Ersatz für ihn geholt hat, gehört hier nicht her. Machs gut, Arno!

(das viel Glück und Erfolg spare ich mir mal...

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