Es hat ja auch, denke ich, niemand etwas dagegen wenn Ex-werderaner hier in anderen Positionen tätig sind.
Leider scheint es aber das einzige Einstellungskriterium zu sein und das setzt das Leistungsprinzip ausser Kraft und entwickelt sich langsam zum Totengräber des Vereins - überspitzt formuliert.
Überspitzt formuliert wäre ein Verein, der ausschliesslich auf "Familie" statt fachliche Qualifikation setzt, nicht überlebensfähig und schon frühzeitig in den Niederungen des Amateurfussballs untergegangen. Wir spielen, meines Wissens, immer noch 1. Liga und das vollkommen verdient. Im Moment.
Skripnik, Nouri, Schaaf
Drei perfekte Beispiele dafür, dass man nicht differenziert.
1. Schaaf hatte überwiegend Erfolg.
2. Dreimal hat hierbei die Interimslösung sofort Besserung gebracht, sowohl bei Schaaf, Skripnik als auch Nouri. Letztere haben die übernommene Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz abgeschlossen. Niemand bei Trost hätte in dem Moment nicht versucht langfristig weiterzuarbeiten. Ging schief, war aber nicht abzusehen (ausser man übernimmt den Jojo-Effekt (den ich leider sportlich-fachlich IMMER NOCH NICHT erklärt bekommen habe) bei Diäten in den Profifussball, dann entlässt man den Trainer nach 11 ungeschlagenen Spielen.

)
@Bremen
Die Amtszeiten zu addieren halte ich für eine wenig aussagekräftige Milchmädchen-Rechnung, weil dort eben auch verschiedene Faktoren mitspielen und mancher in kürzerer Zeit mehr langfristigen Schaden (aufgeblähter/teurer Kader) hinterlassen hat. Genausowenig, die Internen aufzuzählen, die bevor sie den Karren in den Dreck gefahren haben erst dafür gesorgt haben, dass das was jetzt ist, sich wie Dreck und nicht wie Erfolg (immer noch 1. Liga zu spielen) anfühlt.
Den Karren aus dem Dreck zu ziehen hat mit Eichin und Dutt begonnen. Einige Wechsel später stehen wir immer noch an der gleichen Stelle, mit zwei kleinen Erhebungen (zweimal 50/50 extern/intern, da ich Nouri nicht als Internen zähle, nur weil er eineinhalb Jahre die U23 trainiert hat und mal in der Dritten von Werder gekickt hat. Der ist mehr Oldenburger als Werderaner).
Und deswegen bleibe ich dabei. "Stallgeruch" ist a) nichts per se schlechtes und b) nichts ungewöhnliches in der Bundesliga. Nur wird von einigen hier potentiellen Führungskräften automatisch jede Qualifikation abgesprochen, wenn in ihrer Vita etwas Grün-Weißes auftaucht.
Und wie gesagt: Wenn man Stallgeruch der Qualifikation vorziehen würde, gäbe es uns schon lange nicht mehr in Liga 1. Deswegen halte ich dies, nach wie vor, für ein gerne genommenes Märchen um manche Entscheidung ohne Argumente vorweg zu kritisieren.