Marco Bode

Zumal Zorc, Hoeness und Eberl ja auch einen ähnlich guten Job machen, wie ein Baumann z.B. hier?!
Welche Qualifikation hat der eigentlich ausser dass er mal relativ erfolglos Scout hier war und weggeschickt wurde?

Baumann wurde meines Wissens nicht weggeschickt, sondern ging freiwillig. Über die Gründe dürfen spekuliert werden. Das Scoutingteam wurde zu der Zeit sukzessive verkleinert und sollte durch externe Beraterfirmen abgelöst werden.

Schön wär's. Denn wenn es nach Qualifikation ginge, würden wir wohl kaum im mittlerweile 8. Jahr in Folge gegen den Abstieg kämpfen bzw. ein Negativrekord den anderen jagen ;)

Woran der Anteil an der Misere wohl recht ausgeglichen auf internen und externen Schultern verteilt ist ;) Oder waren in den letzten 8 Jahren hier ausschliesslich Ex-Werderaner unerfolgreich? Allein anhand der Tabellenendplatzierungen dünkt mich gegenteiliges zu behaupten.

Also das fett zitierte sehe ich etwas anders.
Die Qualifikation eines Baumann mit der eines Eberl oder Rummenigge zu vergleichen (so wenig ich auch menschlich von Rummenigge halte) ist mir dann doch etwas gewagt.

Ich habe nicht verglichen sondern wiederholt aufgezeigt, dass Ex-Spieler heute in verantwortlichen Positionen weder ungewöhnlich noch zwingend negativ sind.
 
Ja, sowie bei der Einstellung eines Bernd Drehers, KH Rummenigge, M. Zorc, Uli Hoeness, Max Eberl (beliebig fortsetzbar)

.....richtig....nur haben die Vereine, die auch auf "Familienzugehörigkeit" als Zugangsvoraussetzung geachtet haben, einen entscheidenden Unterschied vorzuweisen: Sie haben (im Rahmen der Möglichkeiten) Erfolg, weil sie eben auch mal Nicht-Familienmitglieder geholt haben und zugleich auf Resultate der Familienmitglieder geachtet haben....weswegen ein Nerlinger z.B. schon wieder weg ist.

Versteh' mich doch mal richtig: Werder-Zugehörigkeit scheint das einzige zu sein, worauf es bei einigen Personalien in Bremen ankam.....auf Leistungskriterien wurde verzichtet. DAS ist es, was hier angeprangert wird und was auch ich anprangere. Ein Hoeneß hatte in München Erfolg. Ein Assauer auf Schalke auch. Zorcs Erfolgskurve zittert, aber er hält Dortmund (noch) im Top-Level.
Baumann hat fachlich nichts zu bieten gehabt und hat mit seinen Einschätzungen fachlich sehr oft daneben gelegen bzw. die Probleme nicht erkannt (so wirkte es durch Nichtstun jedenfalls. Wenn er sie erkannt haben sollte und dennoch reglos blieb.....wieder ein Grund mehr für eine Demission). Zudem hat er dem Verein Werder Bremen mit Skripniks Vertragsverlängerung finanziell und sportlich geschadet. DAS hat weder Hoeneß noch Eberl noch Zorc etc. vorzuweisen. Wenn Du schon Vergleiche heranziehst, musst Du auch prüfen, ob Deine "Gegenargumente" als Argument auch standhalten.
 
Ich finde es so oder so Quatsch, dass viele Vereine ihre tollsten Exspieler zu Managern, AR-Vorsitzende oder Irgendwas- Direktoren machen. Zum Trainer verstehe ich ja noch halbwegs, man war selber gut in dem Sport und kann durch zahlreiche Fortbildungen sein Fachwissen erweitern, Jüngere haben Respekt etc. Aber was qualifiziert z.B. einen Baumann zum Geschäftsführer Sport? Das Beispiel ist jetzt willkürlich passt sich auf viele andere. Das kann gut gehen, aber welches Wirtschaftsstudium hat denn Herr B abgeschlossen, um sich für so einen Posten zu qualifizieren? Da braucht es doch im Grunde Spezialisten. Kann natürlich gut gehen, tut es sogar des Öfteren. Aber ein ausgebildeter KfZ- Mechatroniker übernimmt doch später auch kein großes Wirtschaftsunternehmen, das Autos produziert. Diese Frage stelle ich mir seit Jahren -auch hier schon- und habe noch nie eine befriedigende Antwort erhalten, außer das "solche Leute den Verein kennen" und sich damit in högschtem Maße identifizieren. Wie gesagt, kann klappen. Muss aber nicht. Und dass es bei Werder eine übergroße Rolle spielt, dass Verantwortliche früher mal erfolgreich für Werder gekickt haben, kann doch kaum ernsthaft bestritten werden.
 
Woran der Anteil an der Misere wohl recht ausgeglichen auf internen und externen Schultern verteilt ist ;) Oder waren in den letzten 8 Jahren hier ausschliesslich Ex-Werderaner unerfolgreich? Allein anhand der Tabellenendplatzierungen dünkt mich gegenteiliges zu behaupten.

Mag ja sein, daß ich die Fähigkeit des Zählens bzw. Rechnens verlernt habe, aber wenn man die Anzahl der maßgeblichen Entschiedungsträger im operativen Geschäft (also GF, Chefcoach) der ins 8, Jahr gegangene Misere gegenüberstellt, ergibt dies ein Resultat von 3 Externen (Filbry, Eichin, Dutt) und 7 Internen (Allofs, Fischer, Baumann. Hess-Grunewald, Schaaf, Skripnik, Nouri).

Gerne können wir - weil nicht unerheblich - auch die kumulierten Amtszeiten (Monate gerundet) mit Beginn de Sasion 10/11 gegenüberstellen:
Extern; Filbry 7 Jahre 4 Monate, EIchin 3 Jahre 2 Monate, Dutt 1 Jahr 4 Monate = 11 Jahre,10 Monate
Intern: Allofs 2 Jahre 4 Monate, Fischer 3 Jahre 6 Monate, Baumann 1 Jahr 5 Monate, Hess-Grunewald 2 Jahre 10 Monate, Schaaf 2 Jahre 11 Monate, Skripnik 1 Jahr 11 Monate,Nouri 11 Monate = 15 Jahre,10 Monate

3 zu 7 Personen bzw. 11 Jahre 10 Monate zu 15 Jahre 10 Monate sind also recht ausgeglichene Anteile an der Misere? :denk:
 
. Aber was qualifiziert z.B. einen Baumann zum Geschäftsführer Sport? Das Beispiel ist jetzt willkürlich passt sich auf viele andere. Das kann gut gehen, aber welches Wirtschaftsstudium hat denn Herr B abgeschlossen, um sich für so einen Posten zu qualifizieren?

FB ist IHK-geprüfter Sportfachwirt, was meines Wissen in etwa einem Meistertitel im Handwerk gleichzusetzen ist.
 
Es hat ja auch, denke ich, niemand etwas dagegen wenn Ex-werderaner hier in anderen Positionen tätig sind.
Leider scheint es aber das einzige Einstellungskriterium zu sein und das setzt das Leistungsprinzip ausser Kraft und entwickelt sich langsam zum Totengräber des Vereins - überspitzt formuliert.

Überspitzt formuliert wäre ein Verein, der ausschliesslich auf "Familie" statt fachliche Qualifikation setzt, nicht überlebensfähig und schon frühzeitig in den Niederungen des Amateurfussballs untergegangen. Wir spielen, meines Wissens, immer noch 1. Liga und das vollkommen verdient. Im Moment.

Drei perfekte Beispiele dafür, dass man nicht differenziert.

1. Schaaf hatte überwiegend Erfolg.

2. Dreimal hat hierbei die Interimslösung sofort Besserung gebracht, sowohl bei Schaaf, Skripnik als auch Nouri. Letztere haben die übernommene Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz abgeschlossen. Niemand bei Trost hätte in dem Moment nicht versucht langfristig weiterzuarbeiten. Ging schief, war aber nicht abzusehen (ausser man übernimmt den Jojo-Effekt (den ich leider sportlich-fachlich IMMER NOCH NICHT erklärt bekommen habe) bei Diäten in den Profifussball, dann entlässt man den Trainer nach 11 ungeschlagenen Spielen. ;))

@Bremen

Die Amtszeiten zu addieren halte ich für eine wenig aussagekräftige Milchmädchen-Rechnung, weil dort eben auch verschiedene Faktoren mitspielen und mancher in kürzerer Zeit mehr langfristigen Schaden (aufgeblähter/teurer Kader) hinterlassen hat. Genausowenig, die Internen aufzuzählen, die bevor sie den Karren in den Dreck gefahren haben erst dafür gesorgt haben, dass das was jetzt ist, sich wie Dreck und nicht wie Erfolg (immer noch 1. Liga zu spielen) anfühlt. ;)

Den Karren aus dem Dreck zu ziehen hat mit Eichin und Dutt begonnen. Einige Wechsel später stehen wir immer noch an der gleichen Stelle, mit zwei kleinen Erhebungen (zweimal 50/50 extern/intern, da ich Nouri nicht als Internen zähle, nur weil er eineinhalb Jahre die U23 trainiert hat und mal in der Dritten von Werder gekickt hat. Der ist mehr Oldenburger als Werderaner).

Und deswegen bleibe ich dabei. "Stallgeruch" ist a) nichts per se schlechtes und b) nichts ungewöhnliches in der Bundesliga. Nur wird von einigen hier potentiellen Führungskräften automatisch jede Qualifikation abgesprochen, wenn in ihrer Vita etwas Grün-Weißes auftaucht.

Und wie gesagt: Wenn man Stallgeruch der Qualifikation vorziehen würde, gäbe es uns schon lange nicht mehr in Liga 1. Deswegen halte ich dies, nach wie vor, für ein gerne genommenes Märchen um manche Entscheidung ohne Argumente vorweg zu kritisieren.
 
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Zum Thema Stallgeruch und zur "Ehrenrettung" von @Bremen!
Wenn hier behauptet wird Alex sei eher ein Oldenburger als ein Werderaner, dem empfehle dringendst besser zu recherchieren
und nicht aus dem Gefühl heraus zu argumentieren. Entweder ich weiß um den sportlichen Karriereverlauf (Pers. Umfeld) oder
ich recherchiere. Dann löst sich hier, an dieser Stelle, die Argumentation "Stallgeruch ja/nein, mal eben in Luft auf.
Alex hat schon einen zeitlich umfassenderen Zeitraum in Bremen verbracht. Wenn man dann noch weiß, dass einzelne Abschnitte
Ausleihen!!! waren, dann sollte man Sichtweise bzgl. Stallgeruch durchaus korrigieren können.
Dieser Überzeugungsversuch ist beispielhaft sozusagen in die H... gegangen.
 
Ich würde dem gerne entgegnen, aber der User lehnt es ausdrücklich ab mit mir zu kommunizieren (über mich kommunizieren geht scheinbar ohne Schmerzen).

Von daher hinterlasse ich ein fröhliches Like für seine Statistik. :)

(wobei es meinen Beitrag 0,0 ändert, wenn man Nouri als intern zählt, ausser dass dann die zweite der beiden Erhebungen zu 100% intern getragen wurde, statt 50/50 wie die erste. Bestärkt meine Meinung ja eher, aber gut.)
 
Habe mich ausdrücklich zum Stallgeruch geäußert und der damit verbundenen Aussage, Alex sei eher Oldenburger als Werderaner.
Wollte somit nur für folgende Diskussionen ein Wissen- oder Argumentationsleck schließen. .... im Sinne von helfen.
 
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